Verwaltungsblatt des Preußischen Landesverbandes Jüdischer Gemeinden
- Journal
- Verwaltungsblatt des Preußischen Landesverbandes Jüdischer Gemeinden
- Volume
- 6 (1928)
- Issue
- 1 (1.3.1928)
- Date
- 1928-03-01
- Page
- Seite 7 (sequence 8)
- Language
- German
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7 sollen religiös« und weltlich« Gedenkfeiern veranstaltet und Vergnügungen und Lustbarkeiten eingeschränkt werden. Wir ersuchen unser« Mitgliedsgemeinden, «inen entsprechenden Gottesdienst zu veranstalten oder die Gedächtnisfeier mit dem SabbachgotteSdienst am 8. März zu verbinden. Berlin, den 7. Februar 1828. Preußischer Landesverband Mischer Gemeinden. Bank» und Postscheckkonto. Wir ersuchen unsere Gemeinden, sowest dies noch nicht geschehen ist, sich alSball» «in Bank- oder Postscheckkonto anzulegen und unS davon Mitteilung zu machen. Wir legen hierauf deswegen Wert, um unser« BerwaltungSunkosten bei Geldüberweisungen möglichst herabzumindern. Berlin, 8. Januar 1828. Preußischer Landesverband jüdischer Gemeinden. » Satzung Sä ndernngen. Wir ersuchen alle Gemeinden, di« in den letzten Jahren Aende» rungen ihrer Satzung vorgenommen haben oder die in Zukunft Aenderungen vornehmen werden, uns von dem neuen Wortlaut der in Frage kommenden Bestimmungen stets umgehend Kenntnis zu geben. Berlin, 30l November 1827. Preußischer Landesverband jüdischer Gemeinden. Meldung von Verzügen. Bei der Linzichung der Kultussteuern hat «S sich vielfach als schwierig erwiesen, diejenigen Steuerpflichtigen zu erfassen, di« im Lauf« eines Steuerjahres ihren Wohnsitz gewechselt haben. Auf Grund der von uns angestellten Erhebungen haften wir es für zweckmäßig, daß jede Gemeinde von dem Fortzug eines Mitgliedes dem Dorstand derjenigen Synagogengemeind«, in die das Mitglied Verzicht, Anzeige erstattet. Wir ersuchen hierdurch unser« Mitgliedsgemeinden, entsprechend zu verfahren. Berlin, 12. Dezember 1827. Preußischer Landesverband jüdischer Gemeinden. Borbereftnngsanstalt für Misch« Lehrer und Lehrerinnen zu Berlin. Zum Beginn des Schuljahres 1828 soll eine neue unterst« Klasse unserer Dorbereitungsanstatt eröffnet werden. Schüler und Schülerinnen, welch« di« Reife für Obersekunda oder das Schlußzeugnis eines LyzeumS besitzen, wollen chr« Meldungen nebst Abschrift chreS letzten Schulzeugnisses und «inen selbstgeschriebenen Lebenslauf dem Lester der Anstatt, Herrn Studiendirettor Dr. Gutmann, Berlin dl 24, Groß« Hamburger Str. 27. «insenden. Bedürftigen Schülern und Schülerinnen können Stipendien in Aussicht gestelü werden. . Preußischer Landesverband jüdischer Gemeinden. 12. Nachtrag: zum Verzeichnis der dem Landesverband« augehörig«u Gemeinden, geordnet nach Provinzen und Regierungsbezirken. Provinz Hannover. Regierungsbezirk Aurich. 1. Aurich. 2. Wittmund. 3. Esens. Regierungsbezirk Osnabrück. ~ NeuenhauS. Rheinprovinz. Regierungsbezirk Koblenz. 1. Polch. 2. Rieder-Zissen. 3. KaiserSesch. jA Regierungsbezirk Trier. 1. Kirf. 2. Bitburg. 3. Irrel. Provinz Keffen-Rastan. Regierungsbezirk Kassel. 1. Diemerod«. 2. Fritzlar. 3. Wachenbuchen. 4. Eimelrod. Provinz Grenzmark Westprentzen-Pofem. 1. Landeck-Grenzmark. * Die Jentralwohlfahrtsftelle der deutschen Inden bittet nns um Veröffentlichung nachstehender Bekanntmachungen: Jüdischer Wohlfahrtsfll« „Ein Frestag-Abend". Wie bekannt ist, hat di« Aentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden aus Anlaß der Düsseldorfer Ausstellung Ge so lei einen Fllm aus der Mischen Wohlfahrtspflege mst dem Titel: „Ein Frestag- Abend" Herstellen lassen. Dieser Film wurde im Lauf« des vorigen Jahres in 60 Gemeinden im Reich und 21mal in, Berlin aufgeführt und hatte allenthalben den größte» Beifall und stärksten Erfolg. In Berlin allein wurde die Aufführung von 15 383 Personen besucht. Der Fllm zeigt in einer gefälligen^ spannenden Rahmenhandlung die Organisation d«S jüdischen Wphlfahrtswesens in Deutschland und bringt schr schöne und ansprechend« Bilder aus einer großen Reih« unserer Krankenanstalten, Aftersheim«, Erziehungs- und Erholungsheim«. Der Film ist sowohl für di« Mische Bevöllerung, als auch für interessiert« christlich« Kreise, vor allem di« Wohlfahrtsbehörden, außerordentlich geeignet, gibt er doch «inen guten Einblick in di« Formen, in denen Wohlfahrtspflege nach modernen Anschauungen geübt werden soll, desgleichen «in Bild über das verzweigte jüdisch« Wohlfahrtswesen und deutet auf vieles hin, was noch des Ausbaus bedarf. Der Film soll in den einzelnen Gemeinden neu« Helfer, Mitarbester und Spender werben, Anregungen für di« Weiterarbeit vermitteln und ist somtt als wirksamstes Propagandamittel anzuschen. Da di« Herstellung des Films mst beträchtlichen, von der ZentralwohlfahrtSstelle verauslagten Unkosten verknüpft war, muß der Verleih von der Erhebung einer Derlethgebühr abhängig gemacht werden, die sich nach der Größe der betreffenden Gemeind« richtet. Diese Beträge sind jedoch so niedrig angesetzt, daß den Peranstallern neben dem ideellen Erfolg «in beträchtlicher finanzieller Nutzen verbleiben dürft«. Als Beranstatter kommen in Frage: jüdisch« Wohlfahrtsorganisationen, Misch« Gemeinden, Logen. Frauenvereine, Iugendverein« usw. Anfragen wegen Derleihbedingungen und Dermin sind zu richten an die Zentralwohlfahrts» stell« der deutschen Juden, Berlin dl 24, Oranienburger Str. 69. Ren« Geschäftsstelle der JentralwohlfahrtSstell« der deutschen Inden. Die Büroräum« der Zentralwohlfahrtsstell« der deutschen Juden, soweit sie sich bisher in Berlin C 2, Rosenstr. 2-4, befanden, sind am 1. Januar 1928 nach Berlin N24, Oranienburger Str. 6911. verlegt worden. Fernsprecher: Amt Norden 127 7V. Die Geschäftsstellen d«S Reichsausschusses der Mischen IugendverbLnd« sowie der Arbestsgemeinschaften für Jüdische Luberkulosenfürsorg« und Jüdische Gefährdetenfürsorg« sind ebenfalls nach Berlin kl 24, Oranienburger Str. 69II, verlegt worden. Ein Führer durch di« Misch« Wohlfahrtspflege. Der neu« Führer durch di« Misch« Wohlfahrtspflege, der «inen Ueberblick über sämtliche Anstatt«» wie Krankenhäuser, Altersheime, Waisenhäuser, Kindergärten, Kinderhort« usw., ferner Iugendpflege- «inrichtungen, Wohlfahrtsverein« und Organisationen in allen jüdischen Gemeinden Deutschlands geben soll, wird jetzt in Druck gegeben. Leider schien noch immer von einer ganzen Anzahl von Wohlfahrtseinrichtungen die notwendigen Angaben (ausgefüllt« Fragebogen, Satzungen, Berichte usw.). Da es im größten Interesse der jüdischen Oeffentlichkest liegt, daß.der Führer vollständig und mit den neuesten .Angaben erscheint, bittet die Zentralwohlfahrtsstell« der deutschen Juden, Berlin kl24, Oranienburger Str. 69, dringend um umgehend« Uebersendung oder Ergänzung des Materials. Tnberknlosenfürsorg«. Der Verein Arbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung der Tuberkulose unter den Juden, Frankfurt a. M., Lange Straß« 86, veranstaltet «in für den Absatz innerhalb jüdischer Kreise in Preußen ministeriell genchmigt« Lotterie, deren Ergebnis zur Errichtung' einer Tuberkulosenheilstätt« für jüdisch« Männer verwendet werden soll. Die Errichtung einer solchen Heilstätte entspricht einem überaus dringenden Bedürfnis. Di« Zentralwohlfahrtsstell« der deutschen Juden und di« bei chr bestehende Arbeitsgemeinschaft Jüdischer Tuberkulosenfürsorg« richten an all« chr angeschlossenen Wohlfahrtsstellen und Organisationen di«Bitt«,das Zu st an de kommen des bedeut samen Werkes durch regst« Beteiligung am Absatz der Lose weitgehendst fördern zu wollen. Di« Zentralwohlfahrtsstell« der deutschen Juden wird in der Verwaltung des auS dem Ergebnis der Lotterie zu erschaffenden Tuberkulosenheims vertreten sein. Wegen Uebersendung von Losen und Auskünften wende man sich unmittelbar an den obengenannten Verein in Frankfurt a. M., Lang« Gtr. 36.