Verwaltungsblatt des Preußischen Landesverbandes Jüdischer Gemeinden
- Journal
- Verwaltungsblatt des Preußischen Landesverbandes Jüdischer Gemeinden
- Volume
- 5 (1927)
- Issue
- 5 (15.6.1927)
- Date
- 1927-06-15
- Page
- Seite 42 (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
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- 42 — 12. Dr. Oscar Lohn, Berlin 13. Dr. m«d. Leopold Loh«, Htldesheim 14. Prof. Dr. Rudolf Lohn, Königsberg i. Preußen - 15. Ernst Doßmar, Berlin 16. Willi Drehfuß, Frankfurt a. M. 17. Rechtsanwalt Dr. Arthur Ehrlich, Tilsit 18. Arthur Lisenhardt, Berlin IS. Rechtsanwalt Dr. £j. LlkeleS, Berlin 20. Rechtsanwalt Dr. h- Emmerich, Frankfurt a. M- 21. Rechtsanwalt Dr. Harry Epstein, DuÄburg 22. Seminarlehrer H. Falkenberg, Berlin 23. Rechtsanwalt Dr. M. Felixbrodt, Hall« a. S- 24- Erich Felsenthal, Düsseldorf 25. Benzion Fett, Berlin 26. Rechtsanwalt Dr. Walcher Fischer, Barmen 27. Dr. Lurt Fleischer, Berlin 28. Rechtsanwalt Dr. Martin Fleischer, ■ Schneidemühl 29. Sanitätsrat Dr. Louis Franck, Attona 30. Rechtsanwalt Dr. Heinrich Frank, Köln 31. Hugo Fraenkel, Frankfurt a. M. 32. Iustizrat Dr. Oscar Francken, Aachen 33. Sanitätsrat Dr. E. Frankenstein, Magdeburg 34. Landrabbiner Dr. S. Freund, Hannover 35. Dr. Moritz Garbaty, Berlin 36. Max GinS, Breslau 37. Israel Goldberg, Berlin 38- Max Goldreich, Beuel 39. Reliqionslehrer E. Goldschmidt, Dortmund x 40. Ministerialrat Hans GoSlar, Berlin i 41. Sonja Gronemann, Berlin 42. Studiendirektor Dr. I. Gutmann, Berlin 43. Samuel Haarpuder, Berlrn 44. Kommerzienrat N. Hamburger, Berlin 45. Bianka Hamburger, Berlin 46. Iustizrat Hirschberg, Breslau 47. Rabbiner Dr. M. tzoffmann, Breslau 48. Dr. L. Holländer, Berlin 49. Rechtsanwalt Horovitz, Frankfurt a- M. 50. Lehrer Eugen Iacobi, Köln 51. Moritz Jacobs, Trier 52. Max Kahan, Frankfurt a. M. 53. Dr. med. Walter Kahn, Wiesbaden 54. Iustizrat Salomon Kalisch, Breslau 55. Rechtsanwalt Dr. I. Katzenstein, Kassel 56. Karl Kaufmann, Mülheim (Ruhr) 57. Rabbiner Dr. A. Kober, Köln 58. Iustizrat Kochmann, Gleiwitz 59. Rechtsanwalt Dr. Alfred Landsberg, Wiesbaden 60. David Lesser, Dortmund 61. Theodor Lesser, Elbing 62. Rabbiner Dr. E. Levy, Berlin 63. Dr. Arthur Lilienthals Berlin 64. Dr. Meno Lissauer, Köln 65. Siegmund Loeb, Trier 66. Prof. Dr. Heinrich Loewe, Berlin 67. Julius Löwenthal, Eschweg« 68. Bankdirektor Hermann Marx, Königsberg i. Pr. 69. Iustizrat Marxheimer, Wiesbaden 70. Rechtsanwalt Dr. Merzbach, Frankfurt a. Main 71. Max Metz, Liegnitz 72. Dr. med. I. Möller, Altona 73. Obermagistratsrat Dr.Neumann, Berlin 74. Paula Ollendorff, BreSlau 75. Sanitätsrat Dr. Pehser, Berlin 76. Paul Pincus, Berlin 77. Emanuel Pinczower, Beuchen 78. Joseph Preiß, Hannover 79. Dr. Israel Ravin, Breslau 80. Rechtsanwast Dr. M.Rosenbera, Berlin 81. Rabbiner Dr. L- Rosenthal, Köln 82. Henry Rothschild, Frankfurt a. M. 83. Dr. Aron Sandler, Berlin 84. Siegbert Seckelsohn, Berlin 85. Alfred Seidenberg, Liegnitz 86. Gertrud Seligsohn, Berlin 87. Rechtsanwalt Dr. Julius Seligsohn, Berlin 88. Erster Legationsrat Prof. Dr. M. Sobernhettn, Berlin 89. Dr. M. Solowettschik, Berlin 90. Minna Schwarz, Berlin 91. Arnold Stün, Berlin 92- Moritz Stetnberg, Wiesbaden 93. Rabbiner Dr.Stemthal, Münster i.W. 94. Mittelschullehrer 8- Stern, Berlin 95. Sanitätsrat Dr. Julius Stern, Berlin 96. Ruch Stern, Rheydt 97. Rechtsanwalt Dr. Tarnowskh, Breslau 98. Dr. Ludwig Tietz, Berlin 99. Dr. Jacob Tugendreich, Berlin 100. Rechtsanwalt Dr. Bruno Weil» Berlin 101. Rabbiner Dr. S- Weiße, Berlin 102. Rechtsanwalt Dr. John Werthetm, Berlin 103. Rabbiner Dr. M. Wehl, Berlin 104. Arnold Wiener, Beuchen 105. Louis Wolfs, Berlin 106. Bruno Wohda, Berlin 107. Sidy Wronskh, Berlin 108. Stadtrat Zielenziger, Potsdam Aus der Tätigkeit des Rates und der Kommissionen Normalstatut für Hp? Shuagogengemeinden. Di« zur endgültigen Festsetzung eines Normal st atutS für die Shuagogengemeinden. vom Rechtsausschuß eingesetzte Unterkommission hat chr« Arbeiten aufgenommen. Sie werden voraussichtlich binnen kurzem zum Abschluß kommen. Das Normalstatut soll lediglich «in Provisorium bis zum Erlaß eines neuen Iudengesetzes darstellen, und denjenigen Gemeinden eine Grundlage bieten, die schon vorher eine Statutenänderung vorzunehmen wünschen. Hieraus ergibt sich, daß das Statut sich an daS Gesetz von 1847 hält und dieses noch sowest als rechtsgültig ansieht, als di« -Regierung selbst dies tut. Es soll damst vechütet weichen, daß die Gemeinden bei der erforderlichen Bestätigung des Statuts durch di« Oberpräfidenten auf Schwierigkesten stoßen. Es ist in Aussicht genommen, sobald «in neues' Iudengesetz erlassen sein sollt«, auch das Normalstatut durch ein entsprechendes anderes zu ersetzen. Rechtsausschuß. Durch Beschluß des Rechtsausschusses ist der Unterkommission auch di« Vorbereitung der Revision der Wahlordnung für den Berbandstag und den Rat und der Gesamtrevision der Derfasfung d«S Landesverbandes übertragen worden. Don den sonst in der letzten Sitzung des Rechtsausschusses behandelten Hegenständen sind di« folgenden zu erwähnen: Bei Erörterung des Entwurfs eines neuen Strafgesetzbuches und die hierbei von jüdischer Seit« zu stellenden Anträge wurde es als notwendig erachtet, daß der Landesverband unverzüglich sämtlich« an der im Augenblick akutesten Frag«, der Schächtfrag«, interesiierten Stellen zu einer gemeinsamen Beratung einlädt, um zu versuchen, zu einer «inheitlichen Formulierung von Anträgen zu gelangen. Außer zur Schächtfrag« sollen sonstig« An» träge im Augenblick nicht gestellt werden. Ferner wurde «ine Kommission, bestehend aus 7 Personen, zur Prüfung der Frag« eingesetzt, ob ein Wahlprüfungsgericht beim Landesverband eingesetzt werden soll, an das sich die Gemeinden bei Streitigkeiten, di« aus Wahlen entstanden sind, zu wenden hätten. Dadurch soll di« Inanspruchnahme der Behörden vermieden werden. Aufgabe der Kommission wird es sein, Statuten für «in derartiges Gericht zu entwerfen, und durch Umfrage di« Stellungnahme der Gemeinden zu der beabsichtigten Regelung zu erfahren. Sodann wurd« der von einer Unterkommission fertiggestellt« Entwurf einer generellen Geschäftsordnung für all« Ausschüsse des Landesverbandes mit den dazu «ingegangenen Abänderungs» und Ergänzungsvorschlägen durchberaten; di« Geschäftsordnung wurde «ndgülttg festgelegt. Ferner wurde über den zurzett dem Reichst» ttt schaftsrat vorliegenden Entwurf eines neuen ArbeitSschutzgesehes berichtet. Der Landesverband hat Schritte unternommen, um bei dieser Gelegenhett die Frag« der Sonntagsarbeit in jüdischen Organisationen gesetzlich zu regeln. Zu v«rschitt>«nen Rechtsfragen wurde Stellung genommen, di« von Mitgliedgemrinden aus Erfordernissen der Praxiheraus an den Landesverband gestellt worden waren, sofern ihnen über den Linzelfall hinaus «ine prinzipiell« Bedeutung zukommt. Di« Frag«, ob als .^kirchendienst" in steuerlicher Hinsicht auch Dienstleistungen bei den jüdischen Gemeinden anzusehen sind, wurde bejaht. — Ein« ander« Anfrage, ob «S zur Gründung einer Sondergemeind« mtt korporativen Rechten durch di« aus einer Synagogen» gemeind« Ausgettetenen der Genehmigung dieser Gemeind« bedürfe, wurde verneint. Di« Beratung erstreckt« sich auch darauf, ob di« kontraktlich« Bindung einer solchen Austrittsgemeind« ohne di« Recht« einer Körperschaft öffentlichen Rechts an ihren Beamten der einer Shnagogengemeind« gleichwertig ist, und ob ein rechtlicher Unterschied zwischen «iner Religionsgesellschast «. P. und einer solchen, die nicht «. D. ist, in bezug auf kontraktlich« Abmachungen besteht. — Zu der Frage, wann für «inen aus der örtlichen Gemeind« Ausgettetenen die Befreiung von der Beittagsleistung ein» tritt, wurde dahin Stellung genommen, daß als Termin der Abgabe der Erklärung im Sinne des 8 2, ßibs. 1, des AuSttittSgesetzes von 1920 daS Datum der protokollarischen Erklärung oder d«S Eingangs der schriftlichen Erklärung bei Gericht anzusehe« ist. — ES wurde übereinstimmend erklärt, daß di« Bestimmungen bett. den Austritt aus «iner Gemeind« im Frankfurter Sondergesetz von 1899 ebenso wie all« anderen früheren. AuSttittsgesetz« durch das von 1920 außer Kraft gesetzt sind. — Es wurd« für zulässig erachtet, in das Statut «in« Bestimmung » aufzunehmen, wonach «in Repräsentantenmandat bei «intretendem Konkurs oder bei Unterlassung der Steuerzahlung erlischt. — Um die Enteignung jüdischer Friedhöfe durch Staat oder Kommune zu verhind«», sollen mit dem Ministerium Verhandlungen aufgenommen werden, um «inen generellen Erlaß an die Regierungspräsidenteu zu «rwttken, wonach sie ohne Rückfrag« beim Ministerium «ine Lnteignung nicht anzuordnen befugt sind, und um ferner zu erreichen, daß das Ministerium selbst kein« Entscheidung ohne vorherig« Anhörung des