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Verwaltungsblatt des Preußischen Landesverbandes Jüdischer Gemeinden · 1926-09-20 · 2 (20.9.1926) · p. Seite 6

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2. Kür bereits bewilligte lausende Beihilfen waren vom 1. April 1828 ab weitere rund 85 000 M. zur Verfügung zu halten. 8. Eine Aufbesserung der Lehrergehälter wurde gleichfalls vom 1. April 1828 ab in der Weife ins Auge gefaßt, daß den Lehrern daS Gehalt der Gruppe VH, jedoch nicht mehr als 3000 M. Grundgehalt, dazu Frauen- und Kinberzulage, gewährt k werden sollte. Die Durchführung dieser Regelung erforderte nach den angeftellten Berechnungen einen Betrag von jährlich zirka 115000 M. Der Landesverband war sich darüber klar, daß die in Aussicht genommenen Sätze hinter dem Notwendigen und Berechtigten durchaus zurückblieben. Angesichts der absoluten Unmöglichkeit, mit den verfügbaren Mitteln weiter zu gehen, mußte man sich jedoch vorläufig dabei bescheiden. 4. Durch die für die Bildung der Lehrerbezirke und die Aufbesserung der Lehrergehälter erforderlichen Mittel ergab sich zusammen mit den bereits laufenden Beihilfen, deren Weiterbewilligung sichergestellt werden mußte, ein Betrag, der die gesamten für das Jahr 1828 vom Staat zu erwartenden Bewilligungen von rund 200 000 M. aufbrauchte. Es war somit zur Entlastung überbürdeter Gemeinden für 1826 irgendwelche Beihilfe aus Staatsmittel nicht zu erwarten. Andererseits wurden aber, wie erwähnt, die Beträge für die Lehrerbezirke und die Gehaltsaufbesserung der Lehrer mit zusammen rund 185 000 M. erst vom 1. April 1826 ab gebraucht, so daß über den gleichen Betrag für das Jahr 1825 zur Entlastung überbürdeter Gemeinden verfügt werden konnte. 5. Für die Verteilung der Entlastungsbeihilfen hatte ursprünglich die Absicht bestanden, Gemeinden, die über 15 Prozent der Reichseinkommenpeuer als Kultussteuer erheben, als unterstützungsberechtigt anzusehen. Die auf dieser Grundlage angesteüten Feststellungen ergaben, daß der erforderliche Betrag so wesentlich über die verfügbare Summe hinausgegangen wäre, daß von dieser Grundlage Abstand genommen werden mußte. Die Grenze wurde dgnn aus 40 Prozent der Reichseinkommenstener festgesetzt. In Füllen, in denen besondere Umstände, namentlich außergewöhnliche! Lasten der Gemeinde, es angezeigt erscheinen ließ, ist unter den angegebenen Satz heruntergegangen worden. Insgesamt sind auf dieser Grundlage 253 Gemeinden berücksichtigt worden mit Beträgen, die im Einzelfall sich bis auf 4000 M. beliefen. Die Bewilligungen sind mit Rücksicht auf den geschilderten Sachverhalt unter ausdrücklichem Hinweis darauf erfolgt, daß die bedachten Gemeinden für 1826 weitere Beihilfen nicht zu erwarten haben. Letzterer Umstand ließ es berechtigt erscheinen, in einzelueu Fällen Bewilligungen auszusprechen, deren Höhe nur für ein Jahr nicht zu vertreten gewesen wäre. Es liegt in der Natur der Dinge, daß nicht alle Wünsche befriedigt werden konnten. Es ist auch erklärlich, daß vielfach die Enttäuschung in Aeußerungen an die Berbandsleitung ihren Ausdruck fand. Er darf jedoch versichert werden, daß jeder einzelne Fall auf das Peinlichste und Sorgfältigste geprüft worden ist, und wenn" nicht in dem erwarteten Ausmaß geholfen werden konnte, dies eben seinen Grund darin hatte, daß andere Fälle sich als noch dringlicher erwiejsen, und bei der Beschränktheit der Mittel aller Not nicht gesteuert werden konnte. Von dem Umfang der Arbeit, die erforderlich war, um die Verhältnisse von rund 7Ü0 Gemeinden in verhältnismäßig kurzer Zeit zu prüfen, von den Verhandlungen mit den Finanzämtern, um Klarheit über die Leistungsfähigkeit der Gemeinden zu schaffen, und mit den Gemeinden selbst, um die Verhältnisse im Einzelnen klarzustellenkann der Außenstehende sich kaum eine rechte Vorstellung machen. Jedenfalls ist keine Mühe gescheut «Horden, um im Rahmen der vom Staat gesetzten rsnen, so sachlich und billig als nur möglich zu verdarf es als eine Leistung, die allein schon die kbandes rechtfertigen würbe, angesprochen werden, zwingenden Nor fahren, und so Existenz des Bei daß Hunderten von Gemeinden und zahlreichen Beamten wesentliche Hilfe gebra ht worden ist. Verteilung der Staatsbeihilfen für die Rabbiner. 'Bezeichnung der Lynagogengemeinde Für dt« Für die Wir di« Im ganz«» Besoldung der Persorg,ing der Versorgung der wird «in aktiden Bob- Nalchiner i. 3t- Hinterbliebenen Tlaatszuschuk biner werden werden dewerden bebewilligt don bewilligt willigt willigt 9t2R. 3iM. «M. RM. A. Preußischer LaudeSuerbaud jüdischer Gemeinde«. Cottbus . . . - 2340 _ _ 2340 Eschwege . . . 8740 2000 — 5740 Homburg v. d. v. 5520 2000 — 7720 Hirschberg i. iL 2840 2000 — 4340 «iel. 8740 _ __ 3740 Landsberg a. : es. 2810 — — 2810 Für dt« Für btt Sür die ß« gaitzta Bezeichnung Besoldung der Versorgung der Versorgung der wird «in der aktiven Rad« Rabbiner 1.9t. Hinterbliebenen €toattouf&ufe Ehnagogeogemeiad« biner werden werden dewerben b«. bewilligt von bewilligt willigt wiMLi 31992. St 9Jt, 8199t. RM. Neiße .... 4220 — — 4320 Prenzlau ' . . 4680 — -- 4680 Schwebt a. O. . 4220 — - ' 4230 Stargard . . . 2810 — 2000 4810 Wandsbeck . . 4680 — _ 4680 Allenstein . . 2810 — — 2810 Berlin . . . . - - 15000 15000 Ems . 4220 — — 4220 Altona .... — 1500 2000 8600 Erfurt .... 1405 2000 — 3406 Solberg . . . — 2000 — 2000 Lauenburg . . — 1500 — 1500 Pasewalk . . . - 1500 — 1500 Aachen . . . — 1000 — 1000 Elberfeld . . . — 1000 — 1000 Breslau . . . . -- - . 1500 1500 Cassel .... . . 8280 — 2500 5780 Gleiwitz . . . - - 2000 2000 Glogau . . . 2340 — 2000 4840 Görlitz . . . 470 — — 470 Hafte .... . - - 1000 1000 Insterburg . . . - - 1500 1500 Nordhausen . . . - - 2000 2000 Ratibor . . . 1870 — 1000 2870 Schönlanke . . 2810 — 2500 5810 Weilburg . . . . - - 2000 2000 Beuthen . . . 1400 — 2000 3400 Frankfurt a. M. . - - 2500 2500 Emden . . . 2810 — 2000 4810 Bochum . . . 1870 — — 1870 Bonn .... 1870 — — 1870 Elbing . . . 8280 — * - 8280 Göttingen . . 4220 — § — 4220 Hannover . . 3280 — H _ 8280 Hildesheim . . 4680 — — 4680 Hindenburg . . 2840 — 2840 Kreuznach . . 4680 — — 4680 Liegnitz . . . 2810 — — 2810 München-Gladb. 885 — — 885 Oppeln . . . 2810 — — 2810 Spandau . . 1405 — — 1405 Stolp .... 2340 — — 2340 Tilsit .... 1870 — — 1870 Trier .... 835 — — 885 Wiesbaden . . 4220 — — 4220 Osnabrück . . 1870 — — 1870 Berlin <Adaß Jisroels 4680 — — 4680 Halberstadt . . — 2000 — 2000 Köln (Adaß-Jeschur.j 4680 — — 4680 Fulda lJsrael. Gem.) 5150 — — 5150 Harburg . . . 8280 2500 — 5780 Hanau . . . 3280 4500 — 7780 131 000 56 500 12 500 200000 Verkeilung der Skaaksbeihilfen für den Religionsunterricht lnach Regierungsbezirken znfnmmengeftektj Unzahl der Beirag Lfd. Provinz 3tea.-*.’j. . Gemeinden der Sit. 9* um* 1. Brandenburg Frankfurt a. d. O. 8 6026,— 2. Potsdam 2 1500,— 8. Hannover Aurich 4 5420,- 4. Hannover 7 8288,— 5. Hilltesheim 5 8947 — 6. Lüneburg 3 8050,— 7. Osnabrück 5 27542,- 8. Stade 3 4862,— 8. Hessen-Nassau Cassel 27 20249,— 10. Wiesbaden 28 18564,00 li. Niederschlesien Breslau 23 15888/40 12. Liegnitz 8 7059,80 13. Oberfchlesien Oppeln 14 12901,85 14. Lstpreußen Allenstetn 6 7610,—

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