Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 12 (1935)
- Issue
- 24 (31.12.1935)
- Date
- 1935-12-31
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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~ > 6 Breslauer Jüdisches Gemeinde dl att Nr 24 ein Verdienst furch geistige dadurch erworben, daß sie ihren Hilsrbcdürstigcn auch Darbietungen über die Not der Zeit hinweghilft. Schw. 4. fibonnt mente•R.ongert des Jüdifdjen Tttufihtreins Dieses K mu’rt hätte sowohl bezüglich des Programms als auch der Aussübru ig eine starker« Ncsonanz von seiten des Publikums verdient. W> s Händel mit dem großen Halleluja!), diesem „Chor . aller Chöre", unf Schubert mit der Kantate „Miriams Liegssgesang" * geschasse» hab m, zählt zum Wertvollsten der Literatur; aber auch die drei wen^g bekannte» Volkslieder romanischer Herkunst verdienten es. eb,nso wie die palästinensischen, in diesem Nahmen gehört zu werde». '?on gleich großer und gleich mißverstanden'er Bedeutung ist jedoe > die unendlich difsizile Kleinarbeit, die einer solchen Aussübrung vc rausgeht. Wernei -Zander, der Chordirigent des Musikvereins, hat alles daran g letzt, das respektable Niveau des Aprilkoiizcrts trotz »einigen Vcrän icrungen im Sängerbestand zu wahre»,. Er sührte den Chor aus» endig — mit Energie und Umsicht über alle Klippen - hinweg, so da , zumindest in punkto Disziplin kein Wunsch uneriüllt blieb. Bei Hä tdel war der Gesamt klang edel und gut abgerundet, dabei von crfi eulicher dynamischer Bielsalt. Iv> e i n z e l n e n betrachtet — die Iuaati gaben dazu mebrsach Gelegenheit — verdiene» augenblicklich 1 ie Tenöre erhöhte Aufmerksamkeit; noch verhinderten gewisse Schars n in der Tongebung das Zustandekommen einer wirk lich idealen D iedergabe, wie sie äander vorgeschwebt haben dürste. Erheblich aüns iaer war dör Eindruck solcher Details in „Mirjams Sicgcsacsang". vielleicht auch, weil die Stimmen^ inzwischen ein- -gesungen wären. Die Darstellung hatte Schliss und echten dramatischen Impuls. Nur wer das Werk bereits im 3. Svnagogenkonzert l l?covember IS.' 3) gehört hat. wird die künstlerische Auiwärtsbewegung des Chores vo 1 ermessen könnerr. Das Solo sang wiederum Lotte K o h n <Lcble lkow), deren Sopran die hier geforderte Höhe mühelos erreichte, und die nun auch den Etil dieser Musik wesentlich bester tras als vor zwei Zähren. Die instrumentale Grundlage bildete diesmal der schlichte, aber gehaltvolle Klaviersai, Schuberts, den Lotte. Schoeps (Nogosinski), ebenso wie die Begleitung im Hgllelujah, * sehr plastisch nächgestaltete. Ausgezeichnet waren auch die Chorleistungen des zweiten Teils, der den Volksliedern Vorbehalten blieb. Es bändelte sich durchweg um A-cappella-'Gesünge, deren kammermusikalisch seiner Vortrag der Intonationssicherheil dieses Chores das beste Zeugnis ausstellte. Drei der palästinensischen Lieder sind übrigens erst von den Breslauern A. Schindler und Iritz Scherbe! sür Chor gesetzt worden, und zwar mit bemerkenswerter Lachkenntnis. Zwischendurch kam Wilhelm Guttmann (Berlin) mit Liedern von Schubert, Max Kowalski und Gustav Mahler zu Wort. Ich hörte den Künstler, der sich vor allem als Oraivriensänger einen Namen gemacht hat, 1925 in glänzender ,rorm beim'Görlitzer Musik sestz Seitdem hat sein Bariton viel an Volumen und an klanglicher Patina verloren, und es gab diesmal, namentlich in den zarten, lnriscbeiz, Gesängen, manches, was ihm einige Schwierigkeiten verursachte. Tie 'Stimme ist aber so vortrefflich geschult, und die künstlerische Diktion wird in jedem Moment so sicher beherrscht, daß dennoch und namentlich in den dramatisch belebten Liedern ein paar schöne, charakteristische und sehr beifällig ausgenommene Leistchigen zustande kamen. Erna Klein begleitete die Sologesänge äußerst virtuos und doch fein abgetönt. Synagogen*(tonject mit fließender Hipnis Zu Grinsten des §5 i l s s a u s s ch u s s e s sür jüdische Kranke fand am 17. Dezember in der N e u e ii Synago g e ein Konzert statt, besten Hauptattraktion Alexander K i p n i s war. Der wohltätige Zweck und das künstlerische Ereignis hatten es zuwege gebracht, das Gotteshaus nahezu zu füllen, untz mit ergrifsener Spannung -lauschten die Zuhörer der über alle Maßen herrlichen Stimme dieses in zwei Weltteilen geseierten Bastisten. Was ein Künstler solchen Formats zum Vortrag bringt, erscheint fast Unitrrli führung, J Schreibm früher Letter d< Ruf 20860 Nahe llt in Buc-henographie, sch ine usw. Baehr l< rTriretschale Barmer lartenstr. 23 J r Markthalle FRIEDA LICHTISNSTEIN Buchhanolun K a i s'e r - W i 1 h Ruf ], Leihbücherei elm-Straße 39 31206 Neuanfertigung i klaesige Verarbeit Fileldeckcn, itor< .iegl. Handarbeite von Teppichen. Ga dibenwaschen auf bes^eruog Mäiiif bolung und l.ief« Mario Schneid* , Oberhemden, erstmg Fabrikation von s nach eig Entwürfen, i. Haadkunstweben •dinnj', Wasche. Garleu SaciigemäifeAuse Preise. Freie Abrung. 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