Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 12 (1935)
- Issue
- 24 (31.12.1935)
- Date
- 1935-12-31
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/3970005-7569529-7569771--2524-3972353- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 24 7 Sceetäutr Südis ch«» ®emeln6e Mott gleichgültig, — das W i e ist so beglückend, daß man Zeit und Raum vergißt. Ein Synagogcnkonzert setzt freilich ein besonders geschickt zusammengcstclltcs 'Programm voraus; im allgemeinen ist diese Forderung auch berücksichtigt worden: der Wille, eine stilistische Einheit zu erzielen, >var unverkennbar. Der vokale Teil begann mit der Arie „In diesen -cil'gen fallen" und führte zunächst über Mendelssohns „Cs-ist genug' (aus „Elias") zu den Ernsten Gesängen von Johannes Brahms, deren vierter aus textlichen Gründen sortsicl. Welch ein Weg von d<r hoheitsvollcn Milde des Sarastro bis zu der erschütternden Grüß, in den Weis- Tankstelle Klosleistr. 80 AI BV _ I BIIMM -II- U_I._il. E-1A- .1. IJ.l_L l.. OLEX . LEUNA, alle Martwnöle, Fette etc insky 5541 Ueferumien auch frei Haut bcitssprüchen Kohclcts und des Sohnes Lirachs! Kipnis dürste einer der besten Interpreten solchen Gedankenguts sei l, und auch die rein musikalische Leistung wird hier, ebenso wie »m z> leiten Konzcrtteil (Sckmmann, Schubert, Haydn) zweifellos dem Idealbild entsprochen haben, das man sich nach dem letzten Breslauer Auftreten dieses Künstlers gemacht hat. Die Klavierbegleitung Kurt Havellands zeichnete sich wieder durch restlose Einörmung in' den Gesamtstil aus. Rezitativ und Arie aus der „Schöpfung" wurden von Erich Schäsfer aus der Orgel begleitet. Außerdem steuerte Schässcr zwei Orgelwerke von Mozart (Ouvertüre im Händelschen Stil) und Liszt (Präludium und Fuge über B—A-fC—II) bei; das zweite lies, die derzeitige Struktur unserer Orgel und >ic künstlerische Potenz ihres Spielers so klar zum Ausdruck kommen, daß man über das hohlklingende Pathos Liszts gern hinwcghörtc. .M a r t i n H a u s d o r f f. Soziale Gruppe Eljaschosf liest ostjüdische Geschichten — Hirsch Friedmann trägt Lieder vor '. Im Stillen vollzieht die soziale Gruppe ihre segensreiche Tätigkeit und sic nimmt in der Rcgckl auch davon Abstand, über ihre künstlerischen Abende der OcsscntlHchkeit Bericht erstatten 'zu lasten. Wenn an dieser St:lle trotzdem ^der Darbietungen gedacht wird, welche die Soziale Gruppe vor kurzem einem Publikum zuteil werden liest, das sonst nur selten in der Lage ist, sich einen Kunstgenuß zu verschaffen, so geschieht cs, weil der Abend wegen seiner künstlerischen Qualität einer solche, Erwähnung besonders-wert ist. Nikolai C l j < schoss gab dem Abend das Gepräge. Er las ostjüdische Geschichten heiteren Inhalts. War bereits das Programm gut gewählt, wenn dr Eindruck der Lektüre ein überwältigender wurde, io war cs die Art des Vortrages welche den Ausschlag gab. Eljaschofss Persönlichkeit ist kunstgesüttiqt bis in die kleinsten Aederchen, und das erklärt die Fülle und Wärme seines künstlerischen Ausdrucks. Hirsch Friedmann sang ostjüdische Lieder. Seine stimmlichen Mittel zeigten sich in bester Verfassung und seine Ausdrucksgcstaltung zeigte sich fi> lebendig wie nur je. Annemarie Löwe war ihm am Flügel eine getreue Begleiterin. ' Rsld. Sefretariat für bildende Kunft im Beidjsoerband dev Oüdifdjen Kulturbünde i Beim Rcichsvcrband der Jüdischen Kulturbünde n Deutschland (Sitz Berlin) ist ein Sekretariat für bildende Kunst errichtet worden. Die Adreste der Geschäftsstelle lautet: Jüdische >dünstlcrhilse, Derlin-Ebarlottenburg 2, Kansitrahc 15t. Das Sekretariat hat die Ausgabe, die in Deutschland lebenden jüdischen Maler, Bildhauer und Gxaphiker zu erfasset und in ihren künstlerischen Angelegenbciten sachkundig zu beraten. Leine'Tätigkeit soll darin besteben, durch die Veranstaltung von Ausstellungen verschiedener Art und sonstige fördernde Mastnahmen di: Veziebungen zwischen den jüdischen bildenden Künstlern und dem jDischen Publikum in Berlin und im Reich möglichst eng zu gestalten, sowie darüber hinaus die Intcrcsten der in Deutschland lebe iden jüdischen Künstler im jüdischen Bereich wahrzunehmen. Das Sekretariat bietet nunmehr allen in Frace kommenden Künstlern, die sich bisher noch nicht beim Rcichsvcrband der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland angemeldet haben, Gelegenheit, ihre Anmeldung bis zum 15. Januar 1936 zu vollziehen. An Ausmmm ftellungen und anderen künstlerischen Veranstaltungen können von jetzt ab nur solche Künstler teilnebmen, die diese Anmeldung erstattet haben. Vckn allen geplanten Veranstaltungen jüdischer bildender Künstler muh das neugegründete Sekretariat rechtzeitig in Kenntnis gesetzt werden, da es die Genehmigung zu vermitteln hat. Breslauer jüdifdje Rünftler ft eilen in Berlin aus Am 15. Dezeinbcr^wurdc unter starker Beteiligung in Berlin eine Chanukkah-Ausstelung religiöser Kunst, der eine Ausstellung von Werken Breslauer jüdischer Maler angeglicdert ist, cröfsnct. ~ Die Stücke, der von Pros.' Dr. Franz Landsberger und Frau Dr. Ra He l W i s ch ni tz>e r - Bernstein mit besonderer Sorgfalt zusammengestcllten Schast von Kultgeräten stammen teils aus den eigenen Beständen des Museums, teils.aus den Sammlungen von Dr., Sp r i n g er - Stettin, Max H achn - Göttingen und Älswed Karger. Ferner sind im Rahmen dieser Ausstellung altjemenitische Schmuckstücke zu sehen, die vor dem Kriege von Dr. Paul Nathan nach Berlin gebracht worden find. In der Ausstellung der Breslauer jüdischen Künstler ist besonders Isidor : Aschheim mit zahlreichen palästinensische» Sonntag, T 2. Januar 1936, 20 lA Uhr Lessingloge, großer Saal, Agnesstraße Nr. 5 Vortrag des Herrn Rabbiner Aber aus Brem an: „Die Sprache der jüdischen Pietät" Alle Mitglieder der SynajjfOfiren - Gemeinde sind eingeladen. Jugendliche willkommen. Unterricht für Aqf. erteilt Chaluz.;ia pro 8td. 75 Pt. ert u 566 G. d. Z. £p ndet für die Jüdische Winterhilfe! Bielefelder Wäscherei Augustastraße S / Fernsprecher 86451 wäscht Haushaltswäsche, Geschäftsu. Berufswäschje, billig, prompt, zuverlässig Garantiert ohne Chlor / Auskunft bereitwilligst Scherzartikel - Glaswaren Verlosunss- Gegenstände Bücherrevisor Hänflein 41 bearbeitet Bncbftihninien, Sienersadiea jeder Art. fahretabichltkue, Entwürfe für StcaererkUrafea p. p. Zuverlässig, diskret, billigate Berechn., beste Empfehlungen Steuererklärungen, Bilanzen, Biwhffihrung, Buchabschlüsse einmalig oder laufend, gegen mäßiges Honorar übernimmt bilanzsichere Buch* halterin. Angeb. u. V 130 a. d. Exp. d. Bl. V