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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1935-12-15 · 23 (15.12.1935) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
12 (1935)
Issue
23 (15.12.1935)
Date
1935-12-15
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Nr. 23 Dres l lau er Jüdisches Giern eit: dedlatt ßiidhcfte flciii r tyCifttei ötinc größere Anzahl von Gemeindemitglied ru bat uns bisher überhaupt glicht, ödes nur > in unzureichendem isaße Spenden zu kommen lauen. Wir hebe» |baber nachstehend no I mals die auch für uns maßgebenden Richtlinien des Neichsbeauftrac e» für das WHW. bekannt: <ks fpUen fpenöen: Lohn, und Gehaltsempfänger wäli nionate, monatlich mindestens 10 Prozent ihrer ft e u c r s r e i e monatlich mindestens 0.25 NM. Gewerbetreibende, 'Angehörige rufe, Inhaber von offenen Handel- »ii d Kommanditgesöllschasten und Einkommen st euer veranlagte Personen m l Z Prozent, der für 1934 veranlagten Einkommen si tri£(e stein i 1931 Ja Hungen in bar: durch il . ' Wotz! Banlko onen dieser Gruppen monatlich miitdcstens l — NM. die nur zur Vermögenssteuer — nicht zur Einkommen, stntz, monatlich mindestens 3! Prozent der für freie Per Personen, r — veraiilagt veranlagten Vermögenssteuer. Un pnd gu leiften: unsere Kaste, Wallstraße 9; Verweisung: Aus das PostscbeckkoiUo.- Jüdisches lsahrtsamt. Winterhilfe, Breslau, 35367;. > to. Gcnosscnschastsbank. Iwria. Sailjfpenöen übernimmt an straf e 32, Tel. kammcr, Antonsei end der 6 Winterohnsteuer, Lohn. freien?c> scllschastcn onstige zur Bro findet aus. ge Dczei Verteilung: Am 4. und zu Eh statt, chten Spe i abc cbr i. Vetr notwendigen Diskretion lausgeübt würde. Dös ist ein Irrtum; denn das wäre ja j etwas ganz ftnmi zlches! Keiner soll wissen, wer gibt, und keiner soll wissen, wer nimmt, das ist die richtigste und schönste Ausübung der Wohlfahrt. Geben ist nicht nur eine! Pflicht. Wer ai? vollem Herzen gibt, der betrachtet das Geben als ein Recl , und ebenso ist umgekehrt das Nehmen nicht nur ein Ne«it, sondern auch eine Pflicht. Wir wollen allen helfen, sor»:st es uns möglich ist. Als höchsten Löhn gibt es nur dia einen: Wenn man nach Jahr und Tag an diese Zeiten zu^rlldcnkt und sich fragt, ob man seine Pflicht getan hat, so sann es nichts Schöneres geben, als wenn der Mensch ans hollster Ueberzeugung und ohne falsche Bescheidenheit vün sich sagen kann: „Ich habe meine Pflicht getan." Nach einer längeren, der Sammelaktion. vorbehaltenen Pause erinnerte Gcmeindcrabbiner Dr. Vo|gelstein zunächst daran, daß die Sysiagoge seit alter Zci das 7,2:21 n ist, in dem alles zur Aussprache kommt, was dem Judentum in seiner Gesamtheit dient. Darum gehört ipch die Kundgebung der Jüdischen Winterhilfe in dieses Haus. Dr. Vogelstein dankte den Männern und Frarcr, den Knaben und Mädchen, die sich seit Wochen in uncrr üblicher Arbeit für das gute Werk einsetzen. Sie alle ei f issen eine det". nrs: „Tu sollst aus höchsten religiösen Pflichten des Iudentu deinen Nächsten lieben als dich selbst!" P licht eines jeden ist es, bis zur Grenze bps Möglichen mit Geld und Gut helfend einzugreifen. Diejenigen, denen Hil c gebracht wird, euer, Einkommentlich mindestens auch Wal fi Lebensmitteln: unser Lebensmittellager. Karl- 502 87; an Kleidungs st ückor: unsere Kleidernstrahe 23. Kol il Vüvon 1 Wir brauch gegen De. 'Nahe 9, sollen wissen. mber bat unsere Verteilung voji Lebensmitteln, egutscheinen stattgesunde». Eine weitere Verteilung nukah in Iorm von LebenSmitseln als Sonderdie wir aus den durch die Psuhdsammlung aufldcn entnehmen. I — - <öbel: - en noch einen Schreibtisch und eini.. __ ‘ Zahlung. Abgeber bitten wir, sich i t unserem Vüro, .cl. 542 69. zu melde», 11 Schrank. Evtl. daß man sie ihnen freudig bringt, aber auch. sie von esncr Gemeinschaft kommt, derer; wirtschaftliche sprach noch die daß Kraft doch arä gesunken ist. Dr. Vogelstein drinzende Bi te aus, durcl die Spenden für die Jüdische Winterhilfe nicht etwa alle ibrigen Wohlfahrtszuwcndungkn als ibgegolten zu betrachte^. Dieser Augesihlick, so schloß er, möge das Gute und das Große in unserer Seele entfalten und es wirksam werden lassen zum Segen der ganzen Iudenbeit. . Die fünf lerische Ausgestaltung des Abends verdient lobende Crwäl nung. ErichSchäffer begann mit einem in Melodie und Harmonik gleich gehaltvollen Orgelpräludiun Cesar {crancks, das er mit besonders aparter Registrieiung zum Dortrag brachte. Der von Heinrich Markt geleitete Syragogenchor sang Werke von Weintraub und Haydn sanber, dynamisch gut ausgearbeitet und im allgenuinen aucli rhythmisch sicher. Mit, großem Interesse hört« man die beiden Solovorträge des Berliner Kantors Julius P e i s s a ch 0 w i t s ch, der übrigens in den Sabbathgottesdiensten der Neuen Synagoge am 2§. und 30. 11. amti:rt hatte. Sein prachtvoll weicher und dych kernsrischer Bariton verrie eine bedeutende Kultur, der Gesang war von viel Wärme erfüllt, und in dem Klagelied des Jeremias Ferdinand salenls" bewies er, trotz der zu starken Hervorhebung der Getrogen von dem Wunsche, dos Progromm d der Juden in Deutschland vom 6. Oktober-1935 einen Wahlkompf anläßlich der om 31. Dezember Wahlperiode der Breslauer Gemeinde-Vertretung einboren die Unterzeichneten Parteien folgendes: 8 1. Tie Gemeinde Vertretung soll sich zusä a) 9 Vertretern der religiös-liberalen Partei, b) 9 Vertretern der Jüdischen Volkspartei o) 3 Vertretern des jüdssch-konservativen Gei d) 2 Vertretern der Wirtschastspartei des standeS. Ter Vorsitzende der Gemeindevertretung Jüdischen Volkspartei, je ein Stellvertreter des Das Wafyltompcomtfi Orgc lstimme, horchen ließ. Hillers Oratorium „Die Zerstörung Ierunne Straft der Nachgestaltung, die aus- M. H. Neichsvertretung nrchzusühren und 1935 ablausenden vermeiden, vern ,n mensetzen aus: inde-VereinS. jildischen Mittelftll l Mitglied der örfitzenden Mit. glied der religiö s.liberalen Partei und des jüdisch-konservativen Gerne nde.Derein, 1 sein. .2 ie Parteien bekennen sich zu dem Beschluß der Gemeinde-Ver. tretünz vom 21. 1. ,1935 betressend die Nechte des Präsidiums der Gemei ndevertretui g. 8 2. Ter Vor st > nd der Synagogen.Gemeinde soll sich zusamnensetzen aus: ' 4) 5 Mitglii dern der religiös-liberalen Partei, 1)5 Mitgli,dern der Jüdischen Volkspartei,' ,) 2 Mitgli, dern des jüdisch konservativen Gemeinde-Vereins. Tie Dorstanlsmitglieder des jüdisch-konservativen Gemeinde- Vereii s bleiben d e bisherigen Mitglieder. ' Tie Mitgliedr derrelrgiös.liberalen Partei werben von dieser. Dar praklisdieQesdienk Hin on m. HRRAD BaQnMjJ^olaisir.'011 Sonntag,d. 15.u. 2L Dezember von 14—1> Wir geöffnet!

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