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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1935-12-15 · 23 (15.12.1935) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
12 (1935)
Issue
23 (15.12.1935)
Date
1935-12-15
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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I n 93 8 e ö l a u c t Jüdisches Gemeindeblatt Nr.'23 I . diePRitstiebet der Züdiscken BolkSpartei von dieser präsentiert. Di« religiös lis Mal« «Partei verpflichtet - sich: ein Mitglied der Wiitsch, sispärtci de * jüdischen Mittelstandes ckls'Mitglied des Bor. stanUes u prqsentie m, falls er der religiöstlibepalen Fraktion beitritt ' ■ j 1 ilm Falle!des! luSscheidens der bisherigen Vorstandsmitglieder id ch-konkerval ipen Gemeinde-Bereins hus dem Gemeindevor. ot t einfs to i ihnen, präsentiert der jüdisch.konservative Gec-Betein die Rachsolaer nach seinem Ermencn. ie Xominier» ,g eines im Amte befindlichen Rabbiners der uv .n-Gemein^ ■ Breslau ist für alle Parteien auSgescklosien. J $*■ i! er bisherige T orsidende des Borstandes» Sirdtrat a. D. Georg bl ibt im Ante, Zm Falle feines Ausscheidens benennt die s-! berate Pa> tei den Rachsolger, verpflichtet sich jedoch, die anderen Parteien vo her anzusragen, ob ihnen die Persönlichkeit des Borckesch agenen genbm ist. Kommt eS zu keiner Verständigung^ so ist als ei ter Vorsitzender des Borstandes ein ’ Mitglied her religiöslibsrilen Partei nack den allgemeinen Bestinmiuijgen der Labungen zu Wahle t. j ' >" Bo i den!beide, Lrellvertretern des Borsitienden soll je einer der )üdi eben Bolks >artei pnd dem jüdisch.konservativen Gemeinde- Beretn a »geboren. i ■,! ■ i*. - \ ‘ In k c» neu zu nlvenden Borsiand ist! n) qo* dem kisbvrigen Woblsabrrsdezern,t ein besonderes 1t^cn^^ezer lat, . dem bisherigen Wirtschastsde^ernat ein besonderes »ernat füi Auswanderung 1 ■ ■ . ' 1; , rteirn empfehlen, daß besetzt werdet!: :]■ Woblsahrtsdezerr at und Finanzdezcrnat, (zu welchem das «teuer, dezernat > icht gehört) mit je einem Liberalen und einem der Jüdischen Bolkspar ei angeböriaen Borstandsmitglied! als gleichberechtigte Kodeuern, nten. , ' Zuge D. und AutwauderungS-Dczernat mit je einem Borstands. . nntglied Z er Jüdischen Bolkspartci, das ü chuldczernat mft je einem liberalen und citem der Jüdischen Bolkspart st angchör geni Borstandsmitglied als! gleichberechtigten Kodezerne tten. doch Ieiro zur Vorbereitung dpr »tacmcinen Schul, angelegen! eiten ein Borstandsausschuh gebildift.. besten Borsitzender ein konser ativeS Bor tandSmitglied fein muh. [ Polit icke Angele zenheitcN gehören in da« Dezernat des Vorsitzenden l eS Bnrftan »es. «S8 is; gelegestbei berät., ytai n f ung dem itzend^n, i i der Wtmst) der Parteien, dah der Vorsitzende solche Ann zunächst mit den beiden stellverlrctendcn Borsitzenden mt hierbei keine Einigung zustande,! so-siebt die Eytschei- Gcsamtvor tanb zu, unbeschadet den Befugnis des Bor dringende > stillen allein zu entscheiden,, Die! Tätigten Die Beratungsstelle, welche nach wie vor über alle Geldbewilligungen sür Wirtschaftshilfe, Umschichtung und Auswanderung ent. scheidet, ist vom Borstand neu zu besetzen. 8 6. Die an Gremien der Reichsvertretung der Juden in Deutschland, des Preußischen Landesverbandes und des Niederschlesischen Pro. vinzialverbandeS von Bertretern der Snnagogengemcinde Breslau bekleideten Mandate sind entsprechend dem Kompromiß neu zu ver. teilen. § "• ., . Der Anspruch der Arbeitsgemeinschast ostjüdischer Organisationen, deren Interessen in Zukunft von dgr Jüdischen BolkSpartei wahr, genommen werden, auf möglichste Berücksichtigung bei der Zusammensetzung der Ausschüße wird von allen Parteien anerkannt. >' 8 ■ [ Sämtliche Parteien stellen eine Einheitsliste aus. Wird vor Schluß des Einreichungstermins am 24. November 19.35 ein«§ andere Liste eingcreicht, so sind sämtliche Parteien in ihren Entschließungen frei. Sämtliche auf die Borschlagsliste sür die Geineindevcrtrctung zu setzenden Bewerber verpflichten sich, ihre Mandate niederzulcgen, sofern nicht bis zum Zl. Mürz 19.37 beim Borstande der Gemeinde über, einstimmende Erklärungen aller dann amtierenden Borstandsmitglieder und Gemeinde-Bertretcr vorliegen, dah eine neue Wahl nicht stattzu. finden habe. Die Niederlegung soll in der Weise erfolgen, dah die gewählten Mitglieder der Gemeindevertretung bis zum Zusammentritt der neue» Gemeindevertretung im Amte bleiben. Die NiederleaungS. Erklärungen sind schon jetzt tu.unterzeichne» und einem Treuhänder zur Verwahrung zu übergebai. Kommt eS zur Neuwahl der Gemeindevertretung, so ist gemäß 8 23 der Gemeinde Satzung dev! Vorstand ebenfalls neu zw wgtilen.! ,§ 9- D icse Bercinbarung gilt hi« zum l. Juli 1937 und verlängert sich, falls sie nicht drei Monate vorher von einer Partei gekündigt wird, jeweils um I y? Jahre. |i ' BreSlau, den 24. November 1935. r ^ür die religies-liberale Partei: gez. Dr. P a « l o s e n st e i n. ^ür die Jüdische Volkspartei: gezt Dr. L u x. ^ür den jüdisch-konservativen Geineinde-Berein: gssz. Dr. C r i ch P i n c z o w e r. ^ür die ILixtschaftspartei des jüdischen Mittelstandes: gez. H u g o E p a n i e r. 4e# düöifdjen Woljlfaljeteamtes DöhliahrtSamt seine >er > Gemeinde, die in nehmen zu brauchen. Still und anid.ru HSlos übt das Jüdische Liebestätic keit aus un> diejenigen Mitglieder der glucklu >en Lage fi td, es nickt in Anspruchs halvir sncis mir einen i ckr versckwommenen Begriff i>on der gewaltigen und fegenceicken Arb.il, die von dieser Einrichtung geleistet wird. , Was sie für das soziale Leben unserer Gemcsudc bedeutet und wie uniiass rrd ibte Tä stgkeit ist, das zeigte einlBörtrag, den Bürodirekter & a?er, der L stier des Jüdischen Wohlsahrtsamtts kürzlich iir einer B itgliederveri ammluna des-Vereins der jiwiscken Hand- und Kopiarheit. r hielt. Es genügt, die' Stickworte lies -Vortrages aufzuzahlen, um einen jEind uck von den auherordentlsck wetten Llusmahen der Ai iga! en zu! gebe >, welcke dem Wohlfahrt Samt obliegen, und denen cs si i seit Jahre i mit bestem Erfolg widmet. Außerdcn g e l d. l i ch e r B> willigungen und Unterstützungen, welches das Wohlsahrtsamt ge väh t. bat cs eine Neihe wichtiger Belanges zu vertreten, die aus so iia [cm Gebiet liegen und eine umfangreiche und bcdcgtungs- »oUe Arbci Sleistz ng ckc rstellt. Nur weniges kann iin Rahmen dieser Beiprechunj crwä!mt w rden. z. B. die Turcksühvung von Speisungen. Lcbenstnitt lgutsckcinc, hcizstoss- und Mazzotbbeibilien, die Mrsörge für die jüd sche Zugenl. insbesondere sür Gesähsdclc, die Betreuung von Mllind ln, de er olgrcicke Unterbringung vvtr Kindern und Jugendlichel im Auslmd, die Tuberkulosen-Aürsorg», die Blaue Bcltragskai le. diq das Wohlfahrtsamt in die Hage versetzt hat, ergänzcndjc I iriorgt zu i reiben, die Gemcindesckwestty. die Altcrsfürsorgc, in Sb sondere die Unterbringung von Alfen [ und Siecken in Heimen uni dergl. mcb-. Bürodlrektor Eins er sprach u. a. über die! Einricktung des Altenheims, das sich olnc jeden kostspieligen Apparat durchaus bewahrt hak. Erstaunlick bleibt es, dah teilweise litt sehr geringen Mitteln! di« Durchsühri ng all dieser sozialen Aufgaben möglich gewesen ist. I Er en »ähnle!ferne: die gute Zchammenarbtit ichit der» übrigenjüdischer € ganistztione r, Vereinen und änderest Stellen, wie die Zentral!c>oh abrtsltclle!-cr Juden in Deutschland lin!Derlin usw. Der i! Redner wies daraus hin, daß durch rolungsstclle der Eynagogen-Ecmcist der Vcrstssausbrldung und Berufs Tätigkeit im Dsricktsjahr erreicht direk'tor. Glaser noch, über die I diü'Ojsferbcrcitschaft all die Zusammenarbeit mit vor Bede, insbesondere aus dem Gebiet Umschichtung eine sehr erspridhlickc wurde. Schließlich sprach Bürodiscke Winterhilie und :r. Cs wird sicherlich gelingen, Seit 1900 Neue Schweidnitzer Straße 5 Uhren, Juwelen, Silberwaren den Worten Geltung zu vcrsckassenr! Keiner soll in diesem Winter frieren oder hungern. - Eiste eingehende Besprechung widmete er der Jrage der weiblichen Hckusangestclltcn und den Bemühungen — in Gemeinschaft mit * allen übrigen Stellen — allen geeigneten Personen Arbeit im Haus/ halt zu verschaffen (auch Bedienungsstellcn usw.). Cr konnte auch mft Genugtuung scststellcn, daß alle in Frage kommenden Menschen freudig die Möglichkeiten ergriffen haben, wieder in geregelte Tätigkeit zu kommen. In diesem Zusammenhang erwähnte er auch die Kurse in der Paula Ollendorss-haushaltungs-Schulc, die bereits über» sülll sind. Auch die Einreihung männlicher Personen in den Arbeitsprozeß sür Arbeiten im Haushaft (z. B. Parkettreinigen. Teppichklopfen, Kohletragen, Fensterputzcn) gelangte zur Besprechung. 1 Der Redner konnte mittcilen, daß im Einverständnis mit der Beratungsstelle und dem jüdischen Arbeitsnachweis entsprechende Kurse! eingerichtet werden. Nur solche Männer kämen in Frage, die eine Befähigung für diese Arbeiten Nachweisen können. I Der Versammlungsleiter Herr Tuch dankte dem Vortragejnden

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