Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 12 (1935)
- Issue
- 19 (15.10.1935)
- Date
- 1935-10-15
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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2 * lauer Bübisches Gemeindediatt Nr. 19 nicht funjitc; äthiopische Bibetüberse^ung^n, assyrische Keilschrifitext r, persische?cetigionsurkunl>en iwuftte er zur Erläuterung des Schrifttums und der Gedankenwelt des Iudentuins deranzr zie »en. Er kannte lsse jüdischen Kommentare des Mittel, tltors (mit besonderem Interesse für den nrystiscdc, Einsclstajz in. ihrem Tcn'cu),! »nie die neuere bibelwisst nschastl ich« Literatur. Aber auch die Philosophie der Gege noart war ihm nicht fremd. Wc»tn er über Offenbarung sprach, so nnrftte er mit L)ilfe neserer weltanschaulicher iln lerfuchrytaen die Ittbentings Gefübl: anch da, zu urfer bl rctn i inden. das Bild rerseits Porovitz geltend a, macht ^at l [embar, i er noch .-Bibel al« icha.ft da binterlicß L as Volksschule L l t e r n r> Ellern einst Neiigio des Geistes grundfätzlicie Stellungnahme des Durchweg bauen hie Hörer das Lehr:r schöpft aus dem Bollen und arbeitet vo er eigentümlich jüdische Positronen oertritt, mit rein wiss, nschastlichtn M<!tbodcn. 1. >enn! er sich etwa mit der neueren BiHelkbitik auseinanders ttzte,! so berief er "sich aufKeils^Kristtcxte zum Beweise dasü', daß eijr Wellbauscn der Mosaszcit zu primitiv gezeimnei batte, andeaßis method sche Bedenken, de bareits sein Lehrer der deij Tradition viel feryer stand als Spcver, der neueren Aber nicht nrrr am Seminar bat er lehrend geibirkt. Weite Kreise unserer Gemeinde, insbesondere der Li'gen, aber auch die Besucher der Lehrgänge unserer Bvlks ic schule kannten ihn als einen Redner, der mit griindlichster Sachkrrnde eine Klarbeit der Darstellung und eine zünlende Beredsamkeit zu verbinden wußte, wie selten einer, neben bat er denz Borstande der Gemeinde angedört, Bertraucnsmann des?)cisrack>il was er hier geleistet entzieht sich freilich der Kenntnis seiner näheren Trotz dieser vielseitigen Arbeit schritt nunmcbr Baals bat, ude. auch die wissenschaftliche Tätigkeit rüstig fort. Das berrlichst Erlebnis des akademischen Lehrers, die gegenseitige Bef uch tung der Arbeit am Schreibtisch und in lebendiger spräche mit jüngeren Fachgcnossen, bat er in der kurzen!lus- 3fit e. ■ Glicht jede Al wei Wissensckiift von de^ jüdischen Acberk efenlng hat er grund sätzlich ataelebntj manches schien ibn wissenschaftlich halt bar. und «i uch miti einem Überlieferungtreuen Judentum ver neu orthodoxer Akademiker-Organisation (BIA) Bhpslau angehört hat. Denn der Glaube an die beilicw Urkunde und als Grunolagt unserer Lebcnsnibru r^ wurde nach seiner Aufsas'ung! draich diese Einchränkun^cn nichj gestört. Aber eben weL erj der'Wissen-?iecht hiit, wo sie ibm?iecht!zu haben schien, seine «Ablehnung der radikalen Kritik und des auf ibr ausget^mten (Geschichtsbildes bei se nen >Wiskung. fhw dem chitlnvrf rcran ahi Nebdigerplatz (N sormtzeabgumnastum und talfctc nach Beendige ng bor \2ommcricricn : r f a m i)i l (ui g e n der einzelne > JVli)fkn. an denen die g e g e n die ^Spaltung de« jede «Aenderung ferner Taal d^r i.« >cr erschien, nen Nahhiuer egte für dije ihrer Kind mmig evkläi ten. dass sie Hunt cr: ichtes find, übej-Hausst der Lchillq-tung ablehnen. fand am 12. September >9,15 ein[Elternabend im Granen :ssinglog : st itt, der trotz Ueberfü lungl einen grossen Teil Elt'rn nicht zj, fassen vermochte.!, r. S i m o nsp h begrüßte dis Anwesenden und Hövern eine tiefe seiner Dozentur in vollen Zügen genossen. Eine Beilage zum Jahresbericht unseres Seminars, die im Januar d eses Jahres erschien, behandelte ein bibelwissenschastliches Ttema (der Feiertag bei den Propheten) mit umfassender E achkenntnis, philologischer Gewissenhaftigkeit und kulturgeschichtlicher Schulung. Gleichzeitig ermöglichte es ibm die bekannte Großzügigkeit des. Breslauer ^ogenverbandes, den Druck seines — im Manuskript längst fertiggestellten Buches über die biblischen Erzählungen im Koran zu beginnen. Aeber die Hälfte des umfangreichen Werkes ist bereits gesetzt.?!och in diesem Kalenderjahr hoffte er den Druck vollenden zu können. E^war ihm nicht mehr vergönnt.?«icht einmal [das 40. Lebensjahr bat er erreicht. Der wissenschaftlichen 'O Jett werden seine Arbeiten, zumal sein großes Werk, seinen Icamen erhalten. Aber auch in den Herzen aller derer, die den Lehrer und den gütigen, stets hilfsbereiten Menschen persönlich kannten, bleibt sein Andenken unvergessen. Cebeti dec Jüdtfd)en Sdnile Elternabend des Sdjulweets am Hetjdtgecplafy Litern die vor der ,rrage deö Eini- oder Umschulung stehen, noch einmal die, Grundlagen zmd Berechtigungen inseres Sctulwerkedir. '?iach dem neu ssten : Erlass des Herrn Aeichskultu minister > ü t damit zu rechnen, dass [in Kurzer Zeit die >öUiae Trei nung dea nschen Lchüler von ten nlchtarischen auch in >ex höheren schule dm chgeführt werden tm d, fi daß wir hier in Breslau hei onders r oh sein müssen, ein schon aufaehatzteS Schulwerk u haben, dieses Schul werk um« atzt eine vSllug ausgebaute n d h e r e t^t i g t< Bolksichu l e, an dir n ctjh c n den plan irtaftiaan .rücket n tnd niehen Hehrüisih im Nahmen des tetzmümg gulünigen eine neue Z r e m d s p r ach e,, W e r k- und t Ha r t e n h i u u n t t ri i ckl gelehrt wird, und[ ein. Neso r m t calanmuasium s^r Knaben und Müd'ckein, (das einzig t erectstigle i tr Osten) Pnterprima?tack ss»it einem i «t? wir l önnen. c l er mittlere l a? huck lz B. das r ötigt wird. crössnen st>irh. , t er augenhliflicken ^.'age der Lckillsrage kann , man Schulien ' Deiterbeslan > der Mdiscken Höhe nack höheren Klassen mit einem Gesuck an den Herrn Minister, Biete Gesuche sind bis jetzt in jedem ^ralle genehmigt worden. Tie Uni stellung aus eine andere Zremdspracke, vor der die Eltern ost ,r trckt haben, macht erfahrungsgemäst keine Schwierigkeiten, da die nachzu r lernende Sprache in Londerkurjen im Berlauj einer nickt zu kur messenen Zeit mühelos nackqelernt wird, häufig auch der besteht, lieber eine moderne «pracke zu lernen, da diese eine sp Ausivanderung erleichtert. ' Natbiner Dr. Simonsohn wies dann nock ans die einricktungen hin, die die Sckule in letzter Zeit geschaffen hat: llehungsunterrickt für Scküler in Physik und Chemie, l>vohei Scküler selbständig an eigenen Geräten üben und nickt nur he- Ü»:ch ist er e ieude» die inen des eine phcrfcfimha tat und pstern 19.1h die Oll wohl rechnen, so hoffentlich in 2'A Zähren das 2 hituij werden ahdalten 2,Zahrsn eher kann unsere «Anstalt bereits das Zeugnis Neife mit der Versetzung nach \ Ohersekunda verleihen, tür eine Neihe innerjüdischer ZchthilHungsMöglichkeiten ieu erösinet Kindergärtnerinnenseminir in Berlin) be- Tie «Aisnaime aus einey Dolessepulie ist nur nach S e r i a mitglich, neck Höheren Klassen i c US an er annten Höher.en'Schule» l iese «Äufnal men uw erliegen noch bestimmte iicita und illen an»ereji Klassen dürfen? sröntkümpse > und» Autzlünderkinder) in oenommen Herden, ingeschützte" Kinder dagt ejner Pro.zeitt.zabl (die das' Oberpräfidium se Heren im letz len Sckt ljabr 20 Kinder ausgeno Mäntel Kostüme Kleider - (omplets iiiimi«iifiitiitiitiiiJii)iiiiiiifiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiimiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiifiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimitiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiii Besonders chic und preiswert jfcuhjeittyfr Damen - Mantel und Klel«ier - Fabrik King 39/40 Gegr. 1861 Albrechtstr. 3 wenn die Kinder ko nmest, «2lber auch Des ckrätikungen: nach ^schütte" ^Kinder (d. h. obegr enzisr Zahl aus. gen nach Sexta nur in sstlegt, urjd qus Grund nmer wesden konnten). einzelnen Versuch von Leiten des Lehrers sehen) und die musier gültig eingerichteten Werkräume. in denen Papp- und Papierarbei len. Holzbearbeitung und im kommenden Winter zum ersten Male Modell, bau gelehrt wird. Ten ersten Teil der folgenden Schülervorsührung . bestritt die Volksschule mit gymnastischen Uebungen der ganz Kleir en, mit anspruchslosen, aus dem Unterricht herausgewachsenen Sze ten in hebräischer, englischer und deutscher Sprache. Tie Verbundenheit unserer Schule mit den Zugendhünden kam dann in dem Neferat zum «Ausdruck, das Dr. G o l i n s k i, einer der jüngsten Lehrer unserer «Anstalt, der selber Zührer in einem Bund ist,