Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 12 (1935)
- Issue
- 19 (15.10.1935)
- Date
- 1935-10-15
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Breslauer WWs Vkimiii-elilsll A M T L I CH E S BLATT DIER SYNAGOGENGEMEINDE BRESLAU Hauptschriftleiter: Manfred Rasens Verlag: Hellmulh und Erich Cp Breslau, Gartenstrahe 19 Anzeigenpreis: Die 8 gespaltene Milt Erscheinungstermin vlerzehntöglg — Preis 18 FUr die unter dem Namen des Verfassers erscheinen > l b, Breslau § Druck und Änzeigen-Annahme: Y | Druckerei Schatzkg!, Dieslau 5, Gartensttaße 19 Telefon s|3l 75 eter-Äeile aber deren Raum II Pfennige! — Bei! laufe wen Aufträgen Nabalt Pfennig vierteljährlich (einschließlichlZustellgebühr) — Postscheck-Konto 62095 >eh Artitel und die Dereinsnachrichten llberyehmen wir nus die pressegesetzNche Verantwortung 12. Jahrgang 15. Oktober 1935 Nummer 19 Qeinihij Speyet f. (stn t<r „Am Ilcujabrstage wird niedergefchriebc u söhnungstage wird es besiedelt, wer leben soll ben, — wer am Ziel rmd wer vor dem Ziele." wir am Versöhnungstage, auch in unserer S< goge. Und wir ahnten nicht, daß gleichzeitig das Leben eines lieben unh verehrten Kollecey dem Ziel", sich seinem Cndtz zuneigte. Ich kannte Heinrich Speyer seit l malS, noch als Student, übemabm er einige Schule in Frankfurt a. M/, die ich leitete Vater hatte ich gekannt. Er war KultuSbean surter Gemeinde, die sich für ihr Ritualwesen wiffenhafte und kenntnisreiche Kräfte zu sichert tvohl neben ihm mehrere Geschwister herany, der Vater doch den begabten Sohn guf 1916 erwarb er das Reifezeugnis. Nun studte Fr a n k f u r t, vorwiegend dei Josef 5) o r o > In Horovitz fand Speyer mehr als einet[ große Orientalist wußte Hörern, die ihm ns nicht ni»r seine Liebe zum Orient und zur Mi zllteilen, sondern auch jedem die wisscnschastlicie zuweisen, die ihm gemäß war. Ihm s<Dkn <S forderlich, zwischen der Islamwisienschaft und nischcn Schrifttum, in welches er selbst gleich a war, die Drücke zu schlagen. In Speyet, der schule der Frankfurter Religionsgesellschaft g> Kenntnisse mitgebracht und ils Primaner urd reiche Gelegenheit zu judai'tischer Fortbildun Vaterstadt bot, methodisch genutzt hatte, 'glauyt tcn Mann für die Lösung eines wichtigen dieses Grenzgebiets gesundere zu haben, i— T Mohammed dem Judentum verdankt, hatte ben Geiger behandelt. Aber nclinentlich die ner e schung, zumal horovitz' eigere Untersuchungen erneute Bearbeitung erforderlich. So regte Ho an, über die biblischen Erzählungen im K^ra und sie vor allem auf ihre jüdischen Quellen Den ersten Teil der Arbeit reichte S p e y e tation ein. Ihrem Ausbau iwidmete er sich nächst einige Jahre (auf Hhrovih' Cmpfehlusi arbeiter der Akademie für die Wissenschaft des in deren „Korrespondenzblatt!" er 1923 einige E Arbeit veröffentlichte, alSdann in der freien Z and am Verand wer ster- Eo beteten minar-Synalern von uns, lange „vor vchsen. höl e^ v> r te n Von 0. ßeineman n. fahren. Danden an der Auch seinen der FrankesonderS gewußte. Öbschickte re Schulen, te er, mir in tz. Lehrer. Der illig folgten, ssenschaft mit- Aufgabe zudringend erdcm rabbils eingeführt n der Realhebräische Student die , die seine er den rech- TeilproblemS Frage, waS Abraham e Koranformachte eine, ovitz Speyer zu arbeiten untersuchen, als Differlüablässig, zu- , s) als Mit- IudentumS, rgebniffe der sit, die seine Lehrämter ihm ließen. 923/2 eines hebräischen Gymnasiumkurze Zeit Nach Frankfurt zurip an die jüdische hö wre Schule Hier hat er a Ht Jahre Inh auch als Leiter, grwirkt. i Vo: hatten ihm sehr virl zu vefdankri auS nicht, wie eS sein Bildung philologisches Interesse nahegeso lichen Seite aus ouf. Wohl eigene Liebe für drS Hrbtäisckle die der Gegenwart, mitzuteildn Fragen und Antn orten oen gestalten. Aber auch dtsr Vje Menschen über die Röte und wegzubelfen, hat et gern sind « ein sehr großer Te^il der ge r g di scheu u< u eitS eberlieferung treü lich fein Verdienst Aber trotz dieser Erfolge wohl. Cr hatte tas Gefühl, von seiner wisscnsck aftlichey das Bewußtsein, >aß da^ scitigkeit seiner Kcnntniff« tbodik, im Schulunterricht n Privatdozentur in Frankfurt, Fertigstellung seiner großen finanziellen Grttndm auSschlacje Da schied im Sommer mann auS dem Lehrkörper Sein Amt als Seninar-Rabtji Dozent Dr. R a b i n. Die lesungen über Vib< lwissen chaf Speyer übertragen, zunächst Lehrerfolg war der irt dunhschlla zu Beginn deS Sommerse nest> r trug. Außer Vib< lwissen chaf des Altertums und auch orien ttm den Studenten für di< lesungen vollen-Ersatz zu bieteh Und hier, im akademis züge seiner wiffcnsci>aftlichcn zur Geltung. CS Igab k. ine 4 übernahm er die Leitung in Litauen, kehrte dann für und folgte 1925 einem Ruf in BreSlau. g als Lehrer, vorübergehend allem die begabten Schüler n. Cr faßte sein Amt durchs gSgang und sein vorwiegend gt hätte, nur von der sprachwußte er den Schülern seine die Sprache der Bibel wie und mit Hilfe hebräischer lnterricht höchst lebendig zu rpflichtung, Heranwachsenden Zweifel der Werdejahre hinsolgreich entsprochen. Wenn r der höheren Schule der jü-! lieben ist, so ist das wescytfihlte er sich im Lehramt nicht durch den Unterricht zu sthr eit abgezogen zu werden, und te, was er hatte, die Vrelseine wissenschaftliche Mezur Geltung kam. Eine die ihm Josef Horovitz nach Arbeit antrug, mußte er-aus n. 1|933 Prof. Michael G u t t - s Breslauer Seminars aus. iner übernahm der seitherige diesem abgehaltencn Vorwurden im Winter 1933/34 vertretungsweise. Aber sein gend, daß daS Seminar ihm s eine volle Dozentur überhatte er jüdische Geschichte talische Sprachen zu lehren, n versagten UniversitätSvor- Ar >, Bs, un > i>ht d; ton fchc t Ar Lehramt, kamen alle Vorsbildung wie seines Wesens orientalische Sprache, die! er'