Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 12 (1935)
- Issue
- 18 (30.9.1935)
- Date
- 1935-09-30
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 18 Brests itt Sabisch « » Semeindsb dt t L ('llhitnr) gewährt, gibt es in Breslau und in gau cU'ücmrarti^ nicht. Ter wesentliche Unterschied zwis Schulwcrken Breslaus. führte «Ltudieurat i. N. Tr. aus, ist nur religiöser Art. Die Schule am Anger s liberalem Grunde, die Schule am! Nchdigcrplatz aus osr hin gehören also die Kinder aus orthodoxem Elt Anger die Kinder religiös-liberaler Eltern. Künftig wird dem Schulzweig am Anger .,2? e r u s s v o r l c h r c" angeglicdert werden. Es bei, wie der Ncdner darlegte, um eine Einrichtung der Berufsschulen. Am Bor- und Nachmittag solleri die übet das volksschulpflichtigi Alter hinaus, ab« de» üVi nf geeignet sind, in praktischen Fächern llu'talfl’ arbeitung, Tischlerei, Schreibmaschine, Kurz auch in remden sprachen (Hebtiäisch, Englisch, Fraß m'w.) für ihren Berus vorgcbilsiet werde». Eine s lehre besieht bereits in Berlin, K ö l n und C s s e rung an die Schule am Anger kriolgt aus' Grund iahten eemeindcamttichen Beschlusses. Zum Schlusi runge» prach der Ncdnep über Idie ersreuliche Entip stalt, die, v 3t. rd. 450 Schüler zahlt. Zur Ostern reiche?geuanmeldungen vor. Tie Anstalt nimmt am neue», großen ArbcitSrartm sür den Werkunterricht Neuciilr chtung, die sich sehr bewährt hat, ist die Turch tägiger W a n d c r u n g c n. Ter im Frühjahr nommene Garten an der Gräbi'chcner Straße hat sich entwickelt. Tan die Leistungen der Schule am Anger aus Ostdeutschland den den beiden Schösser weiter ht aus religiöshodorem. Dort- »haus, an den lieg l ii die sogenannte lp< ndelt sich Hieretwa im Sinne ungc Menschen, noch nicht sür Llcktromontagc, Christ usw.), aber ösisch, Spanisch che Berussvor- Tie Anglicdetcs kürzlich gesciner Aussübicklung der Ann bereits zabl- Oktober einen Betrieb. Eine übrung m e b r- Benutzung geusriedenstellend er hoben Stusc stehen, konnte man n sondern auch an der den 22., und Montag sand. Neben Zeichniiui. vom cinsachsten Tcckchri Frl. Tausk, Herr Dp blick in das Sckullcb« nungen und PHolog Ausnahmen aus dem Schassen im Schulgai t cht nur A u s st den 2.4 gen der n bis aun) gci Bertel staphien Unterrs en zeu >cn, durch die gut durchgebilpcten Chöre, e l l u n g fcststellen, die am Sonntag, September in den Schulräumen stattverschiedensten Stufen, Nadelarbeiten m vollendetsten Kleidungsstück, (Lehrer vann man einen ausgezeichneten E»rite über die Wanderungen, mit Zctch-!ebhaft ausgeschmückt, eine Ncihc von chtsbcttieb und von,dcm fröhlichen ölen von dem gesunden Geist, der am Nt Herren-Moden nach ’Nlkolal^ti ’aße 11 Den Tank der krästigc Aufbauwerk, zeigte, batte schon am Neuen Jüdischen Schst gebracht. (BrÖffnungsabend öes Jüdtfdjen Maß / Eigenes Stofflager 53, II. Tel. 554 98 Anger herrscht, prächtige Erz^ugnisic des Schulgartens bewiesen die dort geleistete Arbeit. Der Zcichenlebrsr der A Aguarclle und charaktl ristischc richt wird zu Ebanuk|ah mit treten. »statt, Will^ Braun, batte mehrere Porträts ausgestellt. Ter Werkunter, einer besonderen Ausstellung bervor- Elter»schüft sür das am Anger geleistete tdtdjas sich i t digier Ausstellung besonder« deutlich Schluß des Elternabends der.Borsitzende dxs lvercins Ncchtsanwalt Spitz, zum Ausdruck Schw. ff Was tfjt wollt“ Mit einem grohen Wurf führte sich der Jüd s Breslau, bei seinem Publikum ejn. Ein doppeltes Ni dem Werk, mit welchem er seine Tätigkeit in Brest, in einmal zeugt es von Kühnheit, bah mau sich alsball wagte u id noch dazu au. ein Ssück, das schon weg» Szenenirechsels die Negic vor sticht leicht zu meiste stellt und zum anderen, da» mast an dieses Wagnis icmble bcranging, dah nicht einen durch lange Zusai» gesägten Körper bildete, sondern sür Breslau besol d gestellt war. Mut und entschlosiester Wille gaben dies .rulidamput, und wenn er als programmatisch sür die Kulturbi »des betrachtet werden darf, so bedeutet er r das BreSlauer ji i nde d r woran kleine Mänze l eilschwierigkeiten ip Tartufse aus einen $>i I v e r h e i h e u d e n A u s t a k t, d hinsichtlich der weiteren künstlerischen Ereignisie der |k erwartungssroh stimmen dgrs. Tas ist der Gesamter Beranstaltung des Kulturbundes, nichts änderst können. Tie Lösung für die« Bühl Man batte, wie seinerzeit beim und aus -Kulissen säst gänzlich verzichtet, so dasi das Pauien irtic während des Spiels ossen blieb. Im '. man eine von zwei hölzernen Pfeilern flankierte 20: die matt!je nach Bedarf yiit Laub oder mit einer ia und in Heren Hintergrund bald eine Tür bald Fe blicken waren, womit zeitweilig eine Gartenpartic, es« eine Strasie. selbst ein Gefängnis skizziert wurde. Das Zusammenspiel des Ensembles war im alle gültig. Tie Trinkszenc mit ihrem Kanon, die Gar e Malvolio den Brief sindet, die Lachszcne, in welch Gelinge»: ihres Streiches mittcili, waren sogar an heit und daraus bcrvorsprüheudcm loderndem Leb deren Wirkung sortrcihend war. Pie von der Spiellsti Groteske! des „Gefechtes" zwischen Biola und Junk: er wurde! übrigens während des Spiels Andreas gen Theaterzettel stand aber Christoph zu lesen — bä /. i iko e Kulturbund lastete aus cinsctzcn lieh: a Shakespeare des bäusigen Probleme ntt einem Enneuarbeit fests zusammen m Abend sein Tätigkeit des einen glück- 'che Publikum cimmenden Zeit igruck der ersten im einzelnen sichtlich den Absichten des Di Charakter der Biola. jdie als erscheinen soll. Tic Cin.zelleistunäen bcsri Kulturbundes unterblieben gesehen. <3liefe Crc äiizung des Textes widerspricht ossenhters und legt einen Bruch in den weiblich ängstlich aber nicht als feig ansprechend. Äorhang völlig 1 odium in den tergründ lieh astcr erscheinen, ernc behängte isirrchcn zu cr- Burgzimmcr, isieinen mustcrszetic,-in der Maria das iijnerer Strafs- Prunkstücke, tiiiig eingelegte Christoph'— lännt. aus dem tgn wir lieber idigten durchweg, wenn auch hie und da ein Abscilen gcboilen crsch en. Gma P e t r u s ch k a war eine liebenswürdige Olivig aber za verhalten, namentlich im Ausdruck der Leidenschaft hätten kräftigere Farbtöne angesctzt werden können. Die Biola gab istanst Scholl enscls in allen Zügen erschöpfend und voll strählender Ftische wilder. Eine Glanzleistung war Liselotte N o scn s Marie, gatzz Shake pearisch, voll überschäümender, indes nie sich übcrschlagender Laune. Die Lachszene verdient besondere An-' erkcnnung. Den herzo \ gestalt:te Claus.Brill plasttsch umrisien. Alfred Baltdosf gäi> den Junker Christoph mit jener kompaktcti Komik, die den «til'hr ciiglis«Ken. Bühne im clisabcthanischcn Zeitalter getreu und kunsti oll sesth. ilt'und bewährte sich an seiner Ausgabe vorzüglich. Hans! K a h n« m ä n n s Sebastian war gewinnend und lebendig. Alsrcd Lichtenstein zimmerte seinen Narren vielleicht etwas zu weit stich dem Wcltweisen bin, gab ihm aber alles in allem eine recht injst cffante S Itt. Trefflich in jeder Beziehung war der Malvolio Fritz N i11 e r! in seiner klobigen Spießigkeit und kritiklosen Selbstüberschätzung, was alles mit erkennbarer aber nicht aufdringlicher Satire .zjnm Äusk stuck gebracht wurde. Aifons Fink« § unket T stbias und Martin N o s e n s Fabio und Balentin waren bindfcste Gesellen voll urwüchsigen Humors, §icrbert Mai hoss ga > den Antonio zweckentsprechend. Zn kleineren Nolle» leisteten Hirsch F ri ed tt.ann (Balentin, Curio) und Zames Elsncr (Priester) wlrwollc Mitarbeit. Für die auf. Hümperdim! malung, die einem Trit anvertt zurückgchendc musikalische Unteraut war, zeichnete Heinrich Markt verantwortlich, die Ncstie lag, wie bekannt, in den Händen Nikolai E l j a s ch o s s s, die Bsihnenbilper entstammten den Zdeen Heinz besorgte SVurt Jenner, denNech^- Eondclls, die Kosti micrung nischen Ausbau leiteten! Peter!r Das Publikum st ndetc fd > holt lebhaften Deisall, ster sich z rung steigerte. ch c und Lu,z Martin Schein tn während der Borstellung wieder stm Schluß zu auswallender Begeiste rar. 2 fibonnemente’Rongett des Oüöifcfyin Wufitveeeins ,Nur mit gesenktem Blick dir zu begegnen .wart der Nach. Ku r t h av e l l st n d — il m gebührt an erster Stelle ein B geborene, Ties jüdischen Wochen licht wur des Olysti: orchestcr, unter Gedanke, bleibt cs Mmikve solches dieses der üblich hul daß Pr Ob mit gesenktem Blick dir zu begegnen. in Jahrhunderts nachdem dein herz zu schläg« digung sür Beethoven, aus dem Munde Schriftstellers, kam mir nnwillkürlich in den i>as Programm des erstest Abonncmeiits-Koi z de. Mit gesenktem Blicke nähetn wir alle Spiers, — und nun wagt!cs ein relativ junc drei der bedeutsamsten Schöpfungen dieses Biolinkonzcrt, zur Aufführung zu bringeii und doch — gottlob! — cfti Trugschluß. Gewi' für jeden Fall; denn noch ist dem Orchcstei rjcins nicht im entferntesten jene Erfahrung - ogramm normalerweise poraussctzt. Wer chcstcrs mitcrlebt bat, dir wird zugcben e Maßssab nicht mehr angelegt werden kann oe« zu ater mü ,t der Nach. Kurt havellstind — i gilt ausgehört." der Anerkennung — hak seine ii cs bekannten der Woche meist abgcs lannt d <:inn, als vor beschwert erscheindn, dank seinen eits vcrössent. täten in einem einziger Jahre sts dem Werk Stusc empotgehoben. Das ist Dilettanten- Orchcsterkörpcr dauernd:r Derä Meisters, daran sich höchst erfreuliches aber im Ein erster Blaser und diesmal dmch die e , ein Wagnis nung jeglicher Derussmusiker, l cs Jüdischen Kulturbund notwendig r «achte, igen, die ein land zu überwinden gew ißt, und den Ausstieg einer Form, die ihm das Rcch^ issen, daß Hier wagen. Das Programm »innte gebührt an erster Stelle ein Work sikcr, die zu der einem Probe ist rrch ihren Berus, und von Sorgest Hervorragenden pädagogischen Qualipus eine kaum geahnte künstlerisch^ um so erstaunlicher, als ja der Körung unterworfen ist: durch das! r wieder neue Hinzutteten jüdischer! pst in letzter Stunde verfügte Ablch-, eine rasche Anleihe beim Berliner - ch alle diese hindernisie bat Havel-« tun prüsenttert sich sein Orchester in gibt, sich an Beethoven heranZ». Töi di: darin lag die besonders schwierige«