Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 12 (1935)
- Issue
- 18 (30.9.1935)
- Date
- 1935-09-30
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Brsslquer 8 ablsche 5 Gemeinde bl att Nr. 18 Aufgabe 4drei der sttcistgespielten Werke: Ouvcrtütc zu „Eoriolan", Biolinkor zert und Achte Svmpbonic. Sic gehören zum s»steii Repertoire ein«; jeden pbijlkarmonisckien zOrcKesters, viele! von uns kennen sie buchst« blick inu»d auswendig, «und so n>or: die Kontrollmöglick>- feit auch rür den nicht kritisch ciitzeslellten Zuhörer wesetitlich gesteigert. ' > Der Erfolg übertras alle Erwartungen.! Schon bei der Ouocrtür zeigte cs sich, wie groß der Fortschritt seit dem März- Konzert i t und um wie viele Grade das Gestik! kür feinere dynamische R iancieiungesi und die idultur des Tones gewachsen sind. Man spü! re es, .das; jeder einzelne mit Lust und Liebe bei der Sache ist: die irneic Spainsung lieft nicht für einen Augenblick nach. Um so seltsamer, daft auch jetzt noch "und trotz genauester Zeichengebung des Drrigeiitc 1 gcwisie Unklar beiten Vorkommen, wie ijt der Turchfübrung der Kuvertüre und namentlich im Ronby vtej Violinkonzerts, >vo der? ortisiimo-Einsatz erst bei seiner zweiten PLicderkcbr baarichgrf der luskam. Das Orchester des Muiikv^reinf! kann bereit« iedr viel, aber dieses Können verpflichtet auch!!Zm silbrigen war sowobl die Begleitung des Solisten als auch dies gesamte Wiedergabe der 5. Sn mpbonie hoben Lobes wert. Besondere Ffcudc batte man an dem s cheren, musikalisch einwandsreic» Ssjicl her Bläser, von ...»m»«» B r e denen ja nun säst das günze Toppelguartctt des Holzes mit!Dreslauern besetzt ist. ‘ Sehr bedauerlich ist die' Tatsache, daft das Orchester nicht au dem Ort der Ausführungen, also im Licbichsaal, proben kann. Einige Mängel, wie das zu leise Intonieren der im Violinkonzert spl wichtigen Pauke, aber auch anderer solistisch hcrvortretendcr Znstrümente, sind nur auf das Konto der sataten Akustik zu setze»; was im Probenraum wie ein Mezzosortc erscheint, das klingt bck Licbich cb«fn wie ein doppeltes Piano. : j Tic Freude, die man an der guten Orchestcrleistung enstsand, tvurde zum Erlebnis, als Simon Goldberg das „Konzert aller Konzerte" spielte. Auch cir ist in dem eine» Jahre, seit wir ihn an derselben Stelle hörten, künstlerisch noch gewachsen. Nichts erinnert mehr an den einstigen,! wegn auch schnell berühmt gewordene» Konzertmeister, i Goldbcrä ist ein Geiger von internationalem Rus, ein Künstler ganz besonderen Formats, der vor jedes Publikum treten und ihm die groften Werke der Violinliteratur vermitteln darf. Selten wurden uns die ticssten Gebeimnisie der Deelbovenscben Tonsprache so restlos erschloffc» wie durch ihn. Kein Wunder, daft die den Licbichsaal süllende Zuhörerschaft Goldberg, Havelland und dem Orchester herzliche Ovationen darbrachte. Martin .Hausdorfs. Qanf d*s Jüdifdjen Kulturbundes Als Vorsitzender des Jüdischen Kulturbundes! Breslau danke ich allen t enon, die uns bei der A u k b a u a r die i t jd e s Bundes mit Rat 1 nd Tat in erfreulichster Weife unterstützt baden. Ten Zweck unseres Bundes, seinen Mitgliedern durch Pflege der Kunst. Stunden dpr Erbauung und den jüdischen Künstlern ein Vetajigun zsfeld zu schassen.' wollen wir in unermüdlicher Arbeit zu erfüllen ve:suchen. * j i linse cn höben Aufgaben könnet! wir aller erst dann gerecht ivcrdcn, w en» weitest> Kreise der jüdischen Bwölkfrung Breslaus sich inner ei t Bunde apschlicften. So erlaube idi mi< folgende Bitte aus zusprec! ent 1. Werbt Mitglieds des Jüdischen Kulturlundes Breslau und veranl>ftt Eure bekannten, sich uns anzuschlieften. 2. Bcsuck t so oft als möglich die Veranstaltung m des Kulturbundes. 3. Zeichne Förderspenden zur Ermöglichung anserrr groften Ziele und zi r Ausgabe von Freikarten an unbea itteltic Mitglieder. 4. Melde i Euch, sow nt Ihr ehrenamtlich zur Nitarbeit bereit seid. 5. Teilt »ns Quart! re .zur unentgeltlichen Ai lfnabme auswärtiger Künstl» mit. B<n ncser 'Gelegenheit danke-ich allen denen, die uns bei der Auftübrunc „Was ib: wollt" durch Hergabe von Quartieren und Aussiattun zsgcgcnstän! >en für die Bübne tatkräi ig unterstützt haben. -lau, den 25. September 19.45. Tr. Frankel, gls Vorsitzender. 2. rille Künstler', die in Kulturbünden auszulreten gedenken, werden erstcht. sich für die aktive Mitgliedschasl alsbald anzumelden. Breslau, den 10..September 1935. * Der Jüdische Kulturbund Breslau Weldje Tiereinigungen geljSeen in den Kulturbund? Bon dem Zusammenschluß im Reichsoerband der Jüdischen Kulturverbände in Deutschland werden ersaßt: 1. Kulturbünde, 2. Theatervereine, 3. Gesangvereine, 4. Freie Chöre, 5. Orchesteroereinigongen, 6. Kulturausschüsse bei den Synagogengemeinden und Künstierhilsen (soweit diese durch künstlerische Veranstaltungen jeder Art produktive Hilfe für notleidende Künstler leisten oder überhaupt künstlerisch« Veranstaltungen ^durchführen), 7. Vereine j«ter Art, die laufend künstlerische Veranstaltungen durchführen. . ■ Dem Zusammenschluß im Reichsverband der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland unterliegen n.icht: a) I nst i t u ti o n e n der Juden in Deutschland: Reichsvertretung der deutschen Juden und deren Einrichtungen, Zen- Die 777 '.tdepflicfjt Beim Jüdifdien Kulturbund > „Der Reichs verband der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland, Verl n SW. 63, Charlottenstraße 90 92, gibt uns folgende Bekannrma hung auf: 1. Alle 7 ertönte und vereine, die nach de» Aiufführunasbestimmunge > beim Reichsverband nicht anschla^filchtig find, haben die Dt rpssichtung. \ ihre künstlerischen veraifflaltengen jeder Art mit ml nteftens Istägiger Frist beim Reichsöerband über den 3üdi chen Kulturbund vreslau amnmelten. Jli x wenn diese Veranstaltungen vom Reichsverband genehmig t find, können sie stattfinten. Dt r Vorsitzende de» Unterzeichneten Bastes ist vom Reichsverban > beauftragf, die Meldungen der veoanftaltungen an ihn weiter; »letten und für die Durchführung dieser Regelung Sorge zu traz en. tralausschuß der deutschen Juden für Hilfe und Ausbau und dessen Einrichtungen, Landesverbünde der jüdischen Gemeinten und! deren Einrichtungen, Jüdische Gemeinden, unbeschadet der Ziffer l/6j Rabbinerbildungsanstalten, Lehrhäuser und Volkshochschulen. Reichsausschuß der jüdischen Jugendverbünde und die ihm angescylossenesi Organisationen, Schuloerein«. — b) Weltanschauliche Organisationen: Ermralvereiw der Juden >n Deutschland, Zionistische Vereinigung für Deutschlcmd, Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, Vereinigung für das religiös - liberale Judentum, die Vereine zur Pflege des gesetzestreuen Judentums. — c) FrauenbLnde, deren hauptsächlichster Zweck Zusammenschluß der jüdischen Frau und deren Erziehung zu jüdischem Gemeinschastsbewußtselit und zur sozialen Betätigung in der jüdischen Gemeinschaft ist. die aber ihre Veranstaltungen des öfteren mit künstlerischen Darbietungen umrahmen. — d) Groß-Loge U. O. B. B. — Ferner e) Syn agogen - und Religionsvereine. Siantesorgairisationen, Sportvereine, sozial« Hilfsorganisationen. Organisationen, die dem Zusammenschluß im Reichsverband nicht unterliegen, können gelegentlich eine weltanschauliche oder gesellige Veranstaltung durch künstlerische Beiträge umrahmen lassen. Für diesen Fall sind sie verpflichkek, dem Reichsverband 14 Tage vorln unseren bewährten Fachgeschäften bieten wir Ihnen stets das Neueste nach persönlichem Geschmack in jeder gewünschten Preislage HUT¬ ROSENTHAL BLD-CH ER PLATZ 5 NEUE SCHWEIDNITZER STR. 5 a Spanier’s Teppich-Haus Reuschestrasse 58/59 - Schmiedebrücke 56 Unerreichte Auswahl — Billigste Preise