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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1935-09-30 · 18 (30.9.1935) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
12 (1935)
Issue
18 (30.9.1935)
Date
1935-09-30
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Nr. 18 Brest nuer Jüdisches Gemeinde >latt flädte durch RechtSanwalt David- HanH Man« s s e - Altona; Oberrat der Israel gemeinde Mecklenburg-Schwerin durch T Rostock. Jüdische Gemeinde zu Berlin durch D> Jüdische Gemeinde Dreslau durch Lachs meinde Frankfurt a. M. durch Iustizrat V Gemeinde Köln durch Dr. Eallmann nieinde Manheim durch Rabbiner Dr. G r ü dische Gemeinde Essen durch Dr. Hirsch Gemeinde Rürnberg durch Komerzienrat R Jüdische Gemeinde Königsberg durch Geben h e i m. Zionistische Bereinigung für Deutschs M o s e s, Eentralverein der Juden in D urg und Dr. ischen Landes- Iofephyektor Stahl; Jüdische Gel a u; Jüdische Jüdische Gere w a l d; Jüan d; Jüdische , s e n z w e i g; rat Falkennd durch Dr. sstscbland durch Justizrat Tr. Vrodnilz, Reichsbund jüdischer Frontsoldaten durch Dr. Leo L ss w s n st e i n, Vereinigung für ssaS' religiös-liberale 2 «dcntum durch RechtSanwalt Dr. S t e ss n, die organisierte Iemeiydeorthodoxie durch Rabbiner j$r. Hoffmann, Jüdischer Frauenbund durch Frau Ottilie. Schönewald, ReichSguSschuß der jüdischen Jugendrerbände durch Dr. Friedrich Vrodnitz, Hilfsverein der Juden in Deutsctland durch Max Marburg, Palästina- Amt der Jewish!lgency durch Dr. Franz Meyer. <&tganifatovifd) e und perfoneUe Tttaßnafftnen \ Einem im Pr lsidium Iber Meichsvertretung gestellten Antrag entsprechend, werden Meichsvertretung, Landesverbände und Gemeinden ersucht, unverzüglich in enger Zusammenarbeit die orga - nisatorischen und personellen Mastnahmen I zu treffen, die in den jüdischen Körperschaften erforderlich sind, um eine kraftvolle und!konfequente Durchführung des nmitn Arbeitsprogrammcs Durch alte jüdischen Instanzen sicherzuflellenl ' Xl«| hielt am ßfyung d\*e Gememöevl i Geineindevcrirctung der Breslauer Slchügogen-Gemeinde Montag, >6. September, 7 Uhr, eine hffci; liebe Sitzung ab. Cinlestend gedachte der Vorsitzende der G< «beindcvcrtrctung, Iustizrat Peiser, der feit der letzten Sitzung 'ahingesckiedenen frühere«, Gemeindcvcrtreier Adolf Tanziger und Wilhelm Kober und ihres Wirkens jm Dienste der G> ircindc wie insbesonder^ der sozialen jüdischen! Tätigkeit. Die V: sammlung ehrte das Andenken der Verstorbenen durch Erheben vci den Plätzen. Tähn «vurde an Stesse des! nach Palästina üb« i siedelten Rechtsanivalts Tr. Grze bi nasch Negierungsrat i. M. Tr. Halpert zum stellvertretenden Vorsitzenden der Hemcindcveüretung gewählt. Der Umbau der Bibliotheksräume der Eyn«zogcn-Gcmcinde, Anger 8, hat einen Kostenausnfand von 1298 Mil. erfordert. Der Vorstand! beantragt, dieses Summe zum Teil aus >:«« ctatsmäßigen Mitteln!zur' Gründstücksunterhältung, zum ander«, Teil aus Ersparnisseij der Finanzvcrwaltunjg zu deckend Bei tiefer Gelegenheit «vurde bemängelt, dah d« neugeschaffene Auslei ieraum viel zu klein sei und dah er der Heizung entbehre. Don feite, des Vorstandes wurde eriwidert, dah das! ganze Gebäude mit Zen ralheizung ausgestattct sei und dah dadurch der Ausleihcraum g: rügend erwärmt werden »vürdc. Eine andere Regelung sei technisch «icht möglich ge- «vesen, auch habe der Ausleihcraum' nicht grösser zestaltct werden können, weil der zur Verfügung stehende beschrä» te Gcsamtraum dies nicht zugelasien habe. An der Aussprache b■: eiligtcn sich die Gcmcindevcrtrcter Tauber. Iustizrat Peiser, Tr. Halpert, Architekt Hadda «md vom.Vorstassd Spanier. Der Antrag des Vorstandes zu Finanzierung des Umbaus wurde schliesslich gtnchmigt. . Dem von dem Vorsitzende» der Gemeindeveri «etung, Iustizrat Peiser erstatteten Verwalt ungsbericht üb i die Zeit vom 5. April bis 10. September 1935 ist u. a. zu cn nehmen, dass an Stelle des nach Ercz Iisrael verzogenen Mechtsanw«ts Dr. Wolfs in dem sogenannten kleinen Schulausschuh (V > siandsausschuss) Mcchtsanwalt Dr. Sur gewühlt worden ist, ferner )ah die Steuersähe der Gemeinde für das Vcrwaltungsjahr 1935, «6 von der Stuf* sichtsbehördc genehmigt w«»rdcn sind, worüber im Br! Slaucr Jüdischen Gcmcindeblatt bereits eine Bekanntmachung des Vorstandes ergangen ist, weiter, dah der Vorstand dem Beschlu j der Gemeindevertretung beigetreten «sw wonach gültige Wahlvoi' chläge zukünftig 300 anstatt bisher nur HW Unterschriften tragen mü'ci«. Ter Derwaltungsbexicht gibt weiter eine Da' tellung von der Erbauung der Gebäude her Oesterreich«.Stiftung. Es heisst darin u. a., dass die Baukosten höher als ursprünglich auf! 46 000 RM. zu schätzen sind, teils wegen! Erhöhung der Materials« eise, teils auch deswegen, weil der Auftrag nicht an einen Unterneh i er. sondern aus sozialen Gründen an mehrere Firmen vergeben i >orde» ist. Von den 146 000 MM. sind aüf Grund des Kausvertrac«s die Anlieger - bcitrüqe von der Verkäuferin, der Terrain-A.-G. Gr« I schen zu tragen. Zur Verwaltung de« Stiftung und der Gebäukc soll nach dem Vorschlag des Vorstandes ein kleiner VcrwoltungsauSs ch u ss, bestehend aus den Vorstandsmitgliedern, -tadtrat a. D. Lest, Spanier und San-Mat Dach gobildct werden Aus der Versammlung heraus wurde! der Wunsch gcäuhcrt, d«,. Ausschuß um zwei Mitglieder der Gemeindevertretung und zwa Herrn Tauber' und Frau Mal zu vermehret. Dem stimmte die Ge > eindevertretung zu. Bemängelt wurde die liwerschrcitung des ursprü, »lick, angcsehten Bauctats; der Angabe dcs^Berichts. dah die Acbcrsct i eitung teilweise durch die Verteilung ar^sschrere Unternehmer hervc«gerufen worden sei, wurde aus der Versammlung heraus entschiede, widersprochen. Vom Vorstandstische aus und von seiten der Vervaltung wurde aber betont, dah ein Zweifel darüber, dah die Berge? ung an mehrere Unternehmer verteuernd gewirkt habe. qar nicht best: xn könne. Cs ergriffen im Lause der Debatte^ das Wort die E«meindevertretcr Iustizrat Peiser, Tauber, Architekt hadda, Grünb'g, Dr. Mosenvtvetung stein, Dr. Halpert, d ,s Vorstandsmitglied Spanier und von der Verwaltung Dr. Mechmtz und Df. Conrad Cohn. i Der Verwaltur gsbcrichs teilte ferner mit, dah die wohltätigen Stiftungen der Gcricinde viom Breslauer Finanzamt Mitte >zur Körperschaftssteuer veranlagt! worden sind. Der Vorstand ha« in sämtlichen Fällen Ei ispruch nnd bei zurückgewiesencm Einspruch Berusung eingelegt. Zunächst soll die Frage der Mildtätigkeit und der Anwendung des § 25 KSTG-! bei der Julius und Paul Oesterreic ier. Stiftung r'echtskräfti« cntschiciden werde«». Umfangreiche Instandscvungsarbeiten in den Gebäuden der Gotthelssstistung erso dcrn rund 2000 MM, wovon die Versammlung Kenntnis nahm. > Die Menovation wer Neuen Synagoge, für dicl.cin besonderer Fonds vo,Händen!war, konnte mit den ursprünglich dsssür vorgesehenen Mittel!. nicht bewältigt werden, da sich Schäden erst während der Arbeite« herausstellten. Die Mehrausgaben sollen aus anderen Fonds sowi! aus Ersparnisien im Mahnten , des Haushalts gedeckt werden. - ° Die Beihilfe von 200 MM. die im Haushaltsplan für de«« Mcichsbund für jüdis he Siedlung vorgesehen >r>ar, wurde infolge der durch die Entwicklung gebotessen Inaktivität des Bundes dem Verein Ehaluz-Hilse übe -«vicsen. Zu dem Gesan tberickt griffen. So wird angelegt, die Gemeinde möge für den Jüdischen Turn- und Sporwertin Bar! Kockba, der den ihm bisher von der Stadt zur Versügun« gestclltctn Platz nicht mehr benutzen dars^öieländc am Cosclcr Friedhof als Platz für Leibesübungen cinrichttu; cs wird dabei aus das Deispiiel der Berliner Synagogen-Gemeinde verwiese», welche süns Sportplätze unterhalt. Auch könnten ja 'die Breslauer jüdischen Schuleii aus diesem Platze ihre sportlichen Hebungen abhaltcn. (is käme! ein Terrain in Frage, das der Lyssagogcn-Gcmeindc gchö,1 und jsstzt verpachtet' ist. An dieser sowie I an der Aussprache über einige lindere Neincre Gegenstände beteiligten sich die Gemcindcvcrt retcr Tauber, Tr. Fischer, Grünberg, Iustizrat Peiser, Dr. Schlesinc er, Tr. Unikower sowie von der Vertvaltssng Dr. Rcchnih. - Damit «var die Tagesordnung der Sitzung erschöpst. ' > wurde noch mehrmals das Wort, er- .Seit 1900 I Neue Schweidnitzert Straße 5 Uhren* Juwelen, Silberwaren Jüdifdje fit beit ilofe und Sabbat ff Der Jüdischen 3 elegraph m-^gentur wird mitgetelltt Unter Bezugnahin« aus sie in Arbeitslosenkreisen ausaetauchsen Znreistck, ob die i. I. 1928 «»«fügte Befreiung jüdischer Ai beitslvser von ler Pfliclä zur Meldung beim Arbeitsamt «an Sonnabend und in den füsischen Feiertagen noch in Geltung ist, loird von Reichslund gefetzestreuer jüdislher Gemeinden ein Runderlah vom S September 1934 in Erinnerung gebracht. In diesem Erlass des Pr ffidenten der Reichsanstalt für Arbeit»«»evmittlung und Arbeitslosem «ersicheru ng (III 7661 230» «oerden die Landts» arbeiisämter darauf h ngewiesi n,- „dass der Runderlaß vom 29. September 1928 — III -65 5/28 Br. — nicht ausgehoben ist, da er lediglich Rücksicht aus eine Rel-gion «timmt, deren Ausübung auch im «rationotsozialistisihen Staat, jedem freigestellt ist."!

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