Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 12 (1935)
- Issue
- 13 (15.7.1935)
- Date
- 1935-07-15
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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3lt. 13 Breslauer Jüdisches Gemein l>«bl att kannte (1931 erschienene) Nachschlagebuch „Jüdische Pcrsönlichkeitenin und aus Breslau", die der Verfasser in einem weiteren Heft sortzusctzen und zu ergänzen hofft. Augenblicklich arbeitet der Jubilar gemeinsam mit D. Brilling an einer Geschichte der Breslauer Juden. . Rabbiner Dr. S) c p p"n c r. der neben seiner wiffenschaftlichen Tätigkeit noch das Amt eines Rcligionslchrcrs und Klausrabbiners bekleidet, erfreut sich auch in allen Kreisen der hiesigen Gemeinde, die seine zweite Heimat geworden ist, außerordentlicher Beliebtheit. Ar Dies ist neben der nicht zuletzt auch aus scki in der sich ein, alle, Menschenfreund!; hkcit, Er gehört zu bei» Schisl -unsere Weisen'sogen: Wir wollen hoffen kannten und seimx Fa> tums erhalten bli che. crkcnnung seiner wiffcnschastch ne gewinnende Persönlichkeit Streitigkeiten abholde Fri Bescheidenheit und Zurückhal crn seines Namensträgers sebslaum versuchet daß der verehrte Jubilar rtilie noch recht lange zum Woh^l ^ck meo we’esrim schona chen Leistung furückzusühren, densliebc mit ung vereinen.^ 7 thron, von den ' oloum. seinen Dee des Judensei uns, Ium fjetmgattg GeH.Ra/s Dr. Xatb einem Or'ujinal- Kohle-Portrat von SigismunJ Preyban, Breslau - Photo : Vo<fl Am 30. Juni d. Is. ist rach kurzem Leiden Geb. Eanitätsrat Doktor Mmitz R o s e n st e i n im gesegneten Alter von 78 Jahrtn verstorben. R'it ihm ist einer der bekanntesten und - beliebtesten! jüdischen Acrztc Breslaus dahingegangen. Seit mehr als 50 Jahren hat Dr. Rosen st ein als Arzt in Breslau gewirkt und cs dank seiner hohe» Begabung und seincr menschlichen Gediegenheit verstanden, sich eine weit ausgedehnte Praxis zu schassen. Cr war ein Arzt, zu dem seine Patientcn nicht nur volles Vertrauen hatten, sondern dem sic auch Verehrung und Dankbarkeit cntgcgenbrachten. Nachdem Gchcimrat Rosenstein viele Jahre als Assistent des unvergeßlichen Gynäkologen Proscsior Dr. Ernst Fracstckcl gearbeitet und im Anschluß daran eine stark frequentierte Privatklinik aus der Tauentzienstraße inneaehabt hatte, wurde er ach 1. Juli 1905 als Nachfolger seines früheren Lehrers Proscsior Jracnckel zum Leiter der gynäkologischen geburtsbilslicben Station an dem erst zwei Jahre vorher erössnetcn Israelitischen Krankenhausc aus der Hohen zwllcrn st raße berufen. Erfolgreiches ärztliches Schaffen sicherte dem gründlichen Wissenschaftler und erprobten Praktiker einen glänzenden Ruf, der ihm imitier mehr Patienten aus allen weisen der Vcvölkenmg zysührte. Bald zeigte es sich, daß für die Unterbringung der gynäkologischen Station, die bis dahin der chirurgischen Abteilung des Israelitischen Krankenhauses an» ' gegliedert war, neue Räume geschaffen werden mußten. So entstand der schöne Neubau an der Hohenzollcrnstraßc 92/94, der kürz vor dem Weltkriege am 27. April 1914 seiner Bestimmung übergeben wurde und der neben der gynäkologisch-geburtshilflichen Abteilung auch die Station für Augenkranke beherbergte- Wenn dieserdem Krankenhausc angcglicdcrte Neubau als Musterbetrieb eines modernen Krankenhauses weit und breit noch heute gerühmt wird, so ist dies der sachverständigen und künstlerischen Mitarbeit, die Geheimrat Rosenstein bei dem Bau und der Einrichtung dieses neuen Hauses leistete, nicht zuletzt mit zu verdanken. Dis znm 1. 4. 1931 hat Gchcimrat Rosenstein an. dieser Stätte eine unermödlichc Tätigkeit als erfolgreicher Arzt und Operateur entfaltet und als er an diesem Tage in den wohlverdienten Ruhestand trat, durste er mit Stolz auf die von ihm geleistete umsasiende Arbeit zurückblicken. Bereits bei' Vollendung seines 70. Lebensjahres im Jahre 1926 ' hatte ihm die Israclittsch« Kranken-Verpslegungs-Anstalt in dankbarer Anerkennung seiner hohen Verdienste me Chrenmitg l i e d s ch a s t verliehen und ihn so der höchsten Auszeichnung zuteil werden lasten, die unsere Chcwra Kadischa, diese ehrwürdige humanitäre Gesellschaft, zu vergeben hat. Auch jnach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst blieb Geheimrat Rosenstein mit dem Krankenhausc eng verbunden und er nahm an d«>m Schicksal dieser wichtigen Wohlsahrtscinrichtung innigen Anteil. I Die Freude des Krankenhauses war seine Freude, aber auch die Morgen der Anstalt waren seine Sorgen. Mit warmen Herzen und offener Hand förderte er die Iritcrcsi möglich war. Dt rch den Schwestern d s Sfri: ftetn des Krankenhauses überall dort, wo es ihm Errichtung einer Stiftung, Wren Zinsen inkenhauses' als Beihilfe zu Erholungsreisen <Seöentt ötc jüöifdjen Rennten! Die Zahl j lidis her Kranker, die aus eigenen Mitteln eine notwendig nordende Krankenhausbchandlung nicht mehr bestreiten kö inen nächst von Tag zu Tag. Das Jüdisch: Wohlfahrtsamt ist neben den anderen großen Aufgaben nicht in der L igc, die Fürsorge für diese Kranken zu übernehmen. ' Unser Jüdisches Ki ankeahaus kann in Rücksicht auj seine eigene - finanzielle Rot den üb, raus zahlreichen Ansorderunaei aus unentgeltliche Aufnahme »ich mehr in dem bisherigen'Umsange entsprechen. , Darum ist cs velig Sse Pflicht unserer Gemeinschaft, hilfsbereit ausreichende Beträge flu unsere jüdischen mittellosen Kranken auszübringen. P Zur Erfüllung Hes r Ausgabe bat sich der unter,e chnete „fjilfsäasfc nifi fäe jüAifdje Rtanie" gebildet. — Die Unterzächner dieses Aufrufs sind sich wnvußt, daß jedes Gemeindemitgjlied *m eigenen Kreise große Lasten zu ttagen hat. Zur Linderung der Rot unserer Kranken muß aber > edereinze l ne ein Opfer «r bist Gemeinschaft bringen. Niemand dars fehlen! Ein jedstx Helle und arbeite mit durch einmalige Spenden und laufende monatliche Deittäge! Wer bald qli b t. gibt doppelt! . ' Spenden bitten wir zu überweisen an die Genoffenschafts-' bank I w r i a G. nt.! b. 9., Breslau. Gartenstraße 64, Postscheckkonto 127 82, Breslau, mit. de», Vermerk „Zur Gutschrift aus das Konto Hilfsausschuß für Misch: Kranke". j Lausende monatliche Beiträge bitten wir anzumeld.n bei unse- ' rem Schatzmeister Herrn Lugen Perle. Wallsttaße 5. Der fjiffeau ifdjufi füt jüdifdje Rvant > Dr. Wilhelm Freyban, Vorsitzender. Eugen Perle. Schatzmeister. Justizrat Abramczyt. Eanitätsrat Dr. Vach. Grete B al. Alfred Biclschowsky. Rechtsanwalt Dr. Erich Bry. Iustizrat Dr. Julius Eohn. Hcdi Cohn. Dir. rer. pol. Lutz Eifner.' Otto Elkeles. Rechtsanwalt Jacob Fischer. Dr. Georg-Daniel Fränkel.I Dr. Josef Freund. Dr. Raphael Gluskinos. Tr. Max Gocrke. Geh. Justizrat Goldfeld. Grünberg. Rechtsanwalt Dr. Grzcbinasch.I Dr. Fritz Guttmann, Obermaaisttaterat i. R. Dr. Siegmund Haoda. Frau Rabbiner Dr. Hamburgers Gemeindc-Rabbiner Dr. M. Hossmann. Sanitätsrat Dr. Ludwig Jttmann. Dr. Arthur Kasiel. 1 t. Ludwig Korn. Philipp Lachs. S adttat a. D. Georg Lcß. Dircltor Levenbach. Frau Regina! Lust g. Rechtsanwalt Dr. Walter Lux. Dr. Erwin Marcus. Ivan Moeller. Louis Reumann. Parla Ollem dorfl. Hermann Orwiana Justizrat Georg Pciser. Eu wn Perle. Dr. Sigmund Posncr. D . Joseph Reich. Dr. Thepdor?kosentkal. D-r. Paul Rosensteii». Dr, Jacob Sänger.Rabbincr. Er la Schein. Dr. Joses Schlesinger. F au Clara Schottländer. Dr. Bruno Soberski. Dr. Simonso», Rabbiner. Anna Simonson. Di. Heinrich Speyer, Dozent. Rechtsa rwalt Dr. Erich Spitz. Bianc» Sttauß. Hugo Spanier. Rcmtsar walt Dr. Georg Tarnowsky. Dr. Unikower. Dr. Vogelstcin, Gemeinderabbiner. Emmy Vogelstcin. Edith Weigert. Rechtsanwalt Dr. Kurt Wieluner. zugute kommen, hat Gehe gegangenen Gattin Rams Krankenhauses für ewige Zahllose dankbar: Pa ihochverdienten Mannes urzd unserer Gemeinde hinaus sein Isra mrat Rosenstein seinen und n in der Geschichte des Zeiten verankertienten trauern um den Heimat sein Name wird weit über für immer unvcrgesien bleiben :er beimclitisäicn ng dieses!>en Kreis * Vor kurzem ist in Frankfurt a. M. der Maler Heinrich Gottselig einem Herzschlag erlegen. Gottseligs gxöhte Bedeutung lag aus dem Gebiete der Porträtkunst. Wcizmanff, Jabotinskv, Prof. Hans Oppenheimer, die Rowina und Prudkin hon der Habimah, Moisii, d'Albert, Basiermann, Thomas Mann^ Leoncavallo, - Kortner, Max Adalbärt, T Pfitzner und viele andere l scum von Cinciimati hängt selig hatte jetzt damit'begoß einige Blätter waren schon Bernhard Dicbold, Richard Strauß, Hans eßen sich von ihm porträtieren. >Jm Musein Porttät Walter Rathenaus. Sottinen, die Hagada neu zu illustrieren und fcrttggestellt.!