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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1935-07-15 · 13 (15.7.1935) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
12 (1935)
Issue
13 (15.7.1935)
Date
1935-07-15
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Br 1 61 tuet Indisches Gemeindedlatt Dr. 13 Di ^)r. Fränkel, keich ^Verbandes der Suctzdearbeiter für Steuerfragen: Negic rungsrat i. R. r. >'■) a l p c r t, 1 Saetzbearbeitcr füt Pressefragen: Rechtsanwalt Dr. Tarnowski. Der 1. Vorsitzende des Kulturbund ist auch Mitglied des Vorstandes des Jüdischen Kulturbünde, an dessen Grüstdunb^versammlung in Perlin er zusammen mit Herrn )asf^ teil;enommen hat. Die Zusammenarbeit mit der Synbyog«ngemeinde soll besonders eng gestaltet werden. Der Äeme ndevorsihende, .Stadtrat a. D. Lest, wohnte der Versammlung bei und sagte seine Unterstützung zu. h lieber das Programm des Kulturb rndeim einzelnen wurden noch keine Erklärungen abgcgebu. 6 s wird jedenfalls naeb den Richtlinien des??eichsv:rban vcs aufgestellt werden/Die neue Leitung stebt vor euer e enso schweren wie schönen Aufgabe, etc hat bereits eine tatst ästige Werbeaktion durehgefübrt, deren Erföler das vertra ten zeigt, mit dem man ibrer Arbeit entgegensiebt. : Setup. ★ Der Jüdische Kulturbund Vreslau bat seine Geschüjtsstellc im Vereinsbaus der Gesellschaft »er Freunde, Meue Graupenstraße 3 4, eröffnet (Gartenbaus, l. j Stock). Die Geschästsstunden sind zunächst auf die Zeit von 11 — 1 Uhr festgesetzt. Das Büro ist außer Sonnabend und Sonntag täglich geöffnet. Fernsprechanschluß 24213. ★' , (yür die Veranstaltungen jüdischer Organisationen . ist in Hamburg eine neue Regelung getroffen worden. Die jüdischen Organisationen baden eine „Zentralanmcldungsstcfle sür Veranstaltungen jüdischer Organisationen errichtet, in die die Vorsitzenden der Gemeinde und der größere») Organisationen delegiert worden sind. Tie Geschäftsführung bat ein Veatzitcr der Deutsch-Israelitischen Gemeinde in Gemeinschaft mit den beamteten Geschäftsführern der größeren Verbände. «Amtliche jüdischen Veranstaltungen, jeder Art sind in Zukunft bei dieser Stelle anzumelden, die die Anmeldungen an die Vebörden weiterleitet, so daß i?d er direkte Verkehr der einzelnen Ver^ei ne mit den st a a t l i ch c n^S t cl l c n fort füllt. l ^ie Zusammenkünfte der Lcrnvercine »sw. werden mit allen regelmästi > wiederkebrenden Kursen, Arbeitsgemeinschaiten uiw. in einem Stun>cnplaii zusammengesaßt, der gesammelt der staatlichen Vcbörde eingc» eicht wird. Richt anmeldepflichtig sind VorstandSsitzungeU usw., die ran organisatorischen Charakter besitzen, sowie Veranstaltungen gesellschaftlicher Ratur ln Privaträumen, sofern sie nicht von Organisationen veranstaltet werden. Gememöeaech/vae Habt. De. fl. Qeppnee 70ja$ee Racbdem vor einem Zabre das Archiv der! Syn lgogengemeinde aus sein zehnjähriges Veiteben zurüäbliäen konnte, k um jetzt dessen Leiter. Rabbiner Dr. Aron he pp n er, am 2& Zul d. Zs. seist» ' 70. GebitZ-rstag »eiern. . ' > ' | Aus einer alteingesessenen und angesehenen sP o s e n c r Zamslie stammend, besuchte der aus' Dl eschen gebürtige Aron heppner das hilhesbeimerschc Rabbinerseminar in Verlstz, d< s er mit dem Rabbinatsdiplom verlteß. nachdem er 18SH in stalle zum Dr. pinl. (mir einer Dinertation über: .Tie Scholien dts Vw-Hebräus zu Rukb> promovierte. Zn-»einer hcimatprovinz bekleidet: er dann pon 1 bis zur Dolen zeit das Rabbinat in Kos. chm n, wo er sich allgemeiner Beliebtheit nicht-nur bei seiner Gemeinde, sondern atzch bei der gesamten deutschen und polnischen Vcvöjkerunz erfreute. Pr verlies, seine Gemeinde, als einer der letzten Juden und fiedelte nach V r r s l a u über, wo er bgld einen neuen Wirtssngsl reis fand uhd zwar als Archivar des neubegründcten Archivs der Vrslauer Svuagoaenaemeinde, das er feit seiner Gründung (I924Z bis heute vorbildlich leitet.. J ' - , T] D ie Wahl konnte aus keinen Geeignttcren! 1 »all« n: war doch Rabbiner Dr. heppner einer der wenigen, die »ch kereits in der Zeit, vor dem Weltkrieg tun'jüdische hcimatgffwich e kümmerten, sowie das jüdische Archivwcien in Deutschland mitb gründen und milsorder» halsen. _ i ’ Seine ganze Liebe unke Arbeitskraft widmest er dev jüdischen Wissenschaft, und als erste Zeucht dieser Vemültüngeti ist der seit 19'«> erscheinende „j tt d i s ch - l i ter ar i s ch c Ä b nei ß ka l e n d eri" zu betrachten, der infolge seines interessanten Inhalts sich bald - einen grofien Abnahmekreis eroberte und weit Über die.Poscner Grenze» hinaus verbreitet war. L 1 > ' Speziell aber wandte er-sich der von jüdischer Zor cherw damals ziemlich vernachlänigten h e i in a t g e f ch i ch t ei Id c r Po jener Zuden zu und begann -- in Zusammenarbeit j mit dem Lehrer hcrzberg aus Vrombera, defien Mitarbeit fnoilich nur aus best ersten Teil des Werkes beschränkt blieb — im Zähre 1904 mit der Verössentlichung des auch beute noch außerordenvich tüchtigen und bei Gelehrten und Laien sehr geschätzten Werkes „Aus Vergangenbeit und Gegenwart der Juden und der jüdischen Gern« indcn in den Poiener Landen", das in 2b Lieierungen erschien Und ir» Zahre 1929 zu Ende geführt wurde. Dieses Werk mit seinen beiden Anlagen <1. Gesamtgeschichte der Provinz, 2. Geschichte der e nzelnen Gemeinden. alphabetisch geordnet), stellt eine außerordcntl che 'Leistung dar, und es verdient deswegen nolh besondere Ausmcrk ämkeit, weil cs sich großen e^eils aus heute nur schwer oder kaum tlebr zugängs liche Archivmaterialien stützt, .'! Schon damals alio. erkannte Dr. heppner den Wert des Archivalien »ür die jüdisäie Geschichte, und bewies dies ferner durch seine eifrige Tätigkeit sür-das^ G e s a m t a r ch i v der »rutschen Juden in Verlin, in denen Mitteilungen unlb Ja iresberichten er . besonders wegen seiner Bemühungen um die Acbci führungder Poscner Akten nach Verlin daher verständlich, dafi Herr .... . _ ,_ nach Vreslau an die Spitze des Archivs gestellt wüste, j (33. Juli 1935) Zn dieser Eigenschaft setzte er seine wifienschastliche Tätigkeit sort. Er veröffentlichte seine anregenden und interefianten größeren und kleineren Arbeite»!im Vreslauer Züdischen Gemeindedlattf!hervorzuheben ist darunter seine Arbeit über „die VrcSläucr jüdischen S t a m mn um er a n t e n vom Zahre 1792", dst die ejrste tGfiensckastlichc Asbcii agi dem Gebiet der VreSlaucr jüdischen Zamilüensorschung darstellt. Wichtig ist ferner das samilienl und personeingeschichtlich sehr interessante, aber leider viel zu wenig berühmend hcrvorgchostn n ird. Es iss Dr. heppncr nach sciincr i ebcrfiedlung Drucksachen für den bevorstehenden Saisonschluß* Verkauf DRUCKEREI KHATZKY G ART EN ST R* IO : FERNRUF 24468/69 Prospekte * Preislisten . Werbekarten* Plakate

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