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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1935-07-15 · 13 (15.7.1935) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
12 (1935)
Issue
13 (15.7.1935)
Date
1935-07-15
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Breslauer WW- VmWtebiill AMTLI LEI E S BLATT DER SYNAGOGEN GEMEINDE BRESLAU Hauptschrlftleiter: Manfred Rosenfeld, Breslau Z Verlag: Hellmuth und Lrlch Schatzkg, I Druckerei Breslau, Sartenstraße 19 - | - Anzeigenpreis: Die 8gespaltene MiMmeier-Äeiie ober deren Raum 11 Pf Erscheinungstermin vierzehntägig — Preis 48 Pfennig vierteljährlich (elnschll Fllr die unter dem Namen des Verfasser« erscheinenden Artikel und die Dereinsnachrtchten ick und Anzelgen-Annahme: |@ b f yBreslau 5, Garte usttaße 19 i Telefon 231 75 rige — Bei lausenden Aufträgen 0 nbati llch Zustellgebühr) — Postscheck-Konto 62095 Übernehmen wir nur die preffegesetzlick> Verantwortung 12. Jahrgang iS. Jgli 1935 immer 13 TT Jüdtfdjiet Rultuzbund Tfteefa Am 30. Juni fand im Gemeindehaus eine Mitgliederversammlung des Kulturkreises statt, in welcher der »Jüdische Kulturbund Breslau" gegründet wurde, der die Organisation und die Arbeit des Kulturkreises weiterführen wird. Der Breslauer Kulturbund ist Mitglied des im April in Berlin gegründeten Reichsverbandes der jüdi - schen Kulturbünde in Deutschland, der seine Aufgabe darin sieht, auf Grund organisatorischen Zusammenschlusses aller jüdisch-kulturellen Verbände, jedoch bei vollständiger Wahrung der Selbständigkeit der-Kulturarbeit und der Verwaltung, eine wirksamere Förderung der gemeinsamen Ziele und eine einheitliche Vertretung gegenüber den zentralen Reichsbehörden zu ermöglichen. Die nunmehrige einheitliche Organisation aller Kulturbünde hat auch die Breslauer Amgründung veranlaßt. Der Breslauer Kulturbund will alle kulturellen Bestrebungen unter den Juden in Schlesien pflegen und fördern, insbesondere will er als Dachorganisation für eine planmäßige Zusammenfassung und Verteilung aller Veranstaltungen sorgen, j Die Versammlung wurde in Vertretung des Vorsitzenden Max Silberberg von Dr. L!iegner eröffnet, der zunächst einen Bericht über die Tätigkeit des Kulturkreises erstattete, wobei er mit dankenswerter Offenheit u. a. ausführte, daß die Arbeit des Kulturkreises den ursprünglich gehegten Erwartungen nicht voll entsprochen habe. Cr schilderte die mannigfachen Schwierigkeiten, die eine Entfaltung der Arbeit behindert hätten, und wies auf die Reihe wertvoller Veranstaltungen hin, die trotzdem geboten worden sind. Die große Zersplitterung, die im jüdisch-kulturellen Leben Breslaus bisher geherrscht hätte, sei für manche Veranstaltung verantwortlich zu machen, deren Durchführung der Kulturkreis nicht verhindern konnte, und die besser unterblieben wäre. i! Rach den Ausführungen von Dr. Liegner gab der Schatzmeister FelixPerleden Kassenbericht des Kulturkreises, der in Einnahmen und Ausgaben balanciert. Dem Vorstand des Kulturkreises wurde mit dem Dank für seine Tätigkeit Entlastung erteilt. Darauf wurden die neuen Satzungen des Jüdischen Kulturbundes besprochen und einstimmig angenommen. Der Kulturbund will, um die notwendige Kontrolle über alle kulturellen Veranstaltungen der Breslauer Juden ausüben zu können, für eine straffe Zusqmmenfassung der erfolgreichste ku Leiterin der Abtei Stellvertreter: Di ndes in folgender Zusammensetzung Oberlandesgerichtsrat i. R. Günter Vorsitzender: Oberländesgerichtsrat i. R7 ke. Vor a n g e r, ihender: Rabbiner Dr. Erinst Landsberger, Guido Neustadt, (zt «ständig für die Zulassung von Berichts,!nwalt Dr. Georg Tarn« wski, S< adienrat i. R. Alfred C o 1 > n, Leiter der Ahteilr ng Musik: Leopold Landau, Stellvertret« r>: R< chtsanwalt Dr. Fritz Fis ch e r, Leiter der Llbteilr ng Theater: Artur F a f f f, Stellvertret« r: Cr ch M a s ch l e r. ung Vorträge: Dr. Else Weidner Benno Liegner, Kulturarbeit fb :gen. Cr hat zu diesem Zweck Verhandlungen mit den Organisationen ausgenommen, die Dazu geführt haben, daß — mter Wahrung ihrer Selbständigkeit — eine große Anzah jüdischer Organisationen Breslaus dem Kulturbund b«i;etreten find. Von besonderer Bedeutung ist die geplante eaze Zusammenarbeit mit dem ^,6üdische^n Musikver« «n". Der Musikverein, z. Zt. die größte und V X \ turelle Organisation der Bres auer Juden, hat sich dem Kulturbund ebenfalls angeschloffca. Er wird von den drei zu bildenden Abteilungen: Musik, Theater und Kleinkunst, Vorträge , (Literatur, Wissenschaft, bildende Kunst und Kur istgewerbe), die Musik-Abteilung betreuen und behält vollkommen seine organisatorische und künstlerische Selbständigkeit. Einige seiner leitenden Persönlichkeiten werden in den Vorstand des Kulturbundes dele> fiert, um für eine planmäßige Zusammenarbeit zu sorgen. Wer Mitglied des Kulturbundes ist, wird d< durch zugleich Mitglied des Jüdischen Musikvereins, an den der Kulturbund einen Teil der - 3eiträge abführt. Andereisbits sind für die Mitglieder d«s Jüdischen Musikvereins d i> Kulturbund-Deiträge ermäßigt Der Breslauer Kulturbu t) nimmt außer den schlesischen Synagogengemeinden und jüdischen Organisationen auch Einzelmitglieder <iuf. Alle bisherigen Mitglieder des Kulturkrei^es^sind ohne weiteres Mitglieder des Kulturbundes. . Mach der Annahme der Satzungen wurd^ die Leitung des Kr l turbch gewählt: 1. Vorsitzender: F r ä n k e l, 1. stellvertr. Bernhard G o e, 2. stellvertr Schatzmeist«, Stellvertret >i: Unparteiisck er anstaltungen): 9t Stellvertreti

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