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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1935-03-15 · 5 (15.3.1935) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
12 (1935)
Issue
5 (15.3.1935)
Date
1935-03-15
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Nr. 5 Breslauer Jüdisches Gemeindeblatt Das ftetmMtge p. Volfaftfyuljafyt i Die Volksschule ist als einzige Schulgattung gezwungen, ihre Zöglinge mit 14 Jahren zu entlassen, in einem Alter also, in dem sie am meisten der Führung und Anregung bedürfen. Erifreulicherweif: segt sich zwar hie Arbeit der Jugendb-ünde auch über diesen trittschen Zeitpunkt hinweg fort, doch kann hier niemals Ausreichendes und Systematisches im Sinn« einer Allgemeinbildung geleistet werden. Dabei sind diejenigen Jugendlichen noch in der günstigsten Lage, di« sofort nach der Schulentlassung einen Beruf erlernen können, der ihren Fähigkeiten und Neigungen entspricht, wenn auch damit ein« einseitige Ausbildung zu einer Aett entsetzt, in der die allemein« geistige Formung erst mit Erfolg begonnen werden kann, ür alle diejenigen aber, di« in einen Beruf weder eintreten können noch wollen, wett sie noch unentschlossen sind in bezug auf die Wahl desselben oder sich ihnen geeignet.' Lehrstellen nicht bieten, oder weil sie durch die Jugendalijah nach Palästina zu kommen hoffen, wo sie erst die entsprechend« Ausbildung erfahren wollen: für sie alle besteht die dringende 'Notwendigkeit, daß sie in der Zeit nach dem Zchulausttitt bis zum Uebergang in den Beruf in geeigneter Weife weitergebildet werden. Es darf sich dabei nicht darum handeln, die gewohnte Schularbett in gleicher Weise fortzusetzen, sondern es werden sich Ziele und Wege des Unterrichts dem beretts stark aus das praktische Leben gerichteten Willen des Jugendlichen anzupassen haben. Nachdem nun oon Kindern und Eltern der Wunsch nach Verlängerung der volksschulzeit entschieden geäußert, auch von anderen interessierten Steilen dieser Plan gebilligt worden war. endlich eine ausreichende Zahl oon Meldungen bereit» vorliegt. wird die Jüdische Volksschule am Rehdigerplah bald nach den Vsterferien eine besondere «lasse für das S. Schuljahr eröffnen. % Bor der Ausstellung des Lehrplans sind di« diesbezüglichen Richtlinien des Preußischen Ministeriums für Wissenschaft, Kunst >tmd Volksbildung vom 18. Februar 1931 und di« Pläne der an anderen jüdischen Schulen Deutschlands schon bestehenden ähnlichen Einrichtungen zu Rate gezogen worden. Danach ergab sich unter Ausnutzung der an unserer Schule vorhandenen Werkstätten für Tischlerei-, Papp- und Metallarbeiten und unseres Schulgartens lowie m Zusammenarbeit mit der P.-O.-Haushaltungsschule solgender Lehrplan: A) Praktischer Unterricht, B) wissenschaftlicher Unterricht mit je der HälsteLer Stundenzahl. A) Für die Knabe n bcsteht der praktische Unterricht in Metall- und Holzarbcit, für die M ä s> ch e n in Hauswirtschaft, -chneidern, Pappen und Zeichnen, | für beide außerdem in Gartenbau und Sport. In keinem Falle ist hier' eine Berufsausbildung beabsichtigt, vielmehr soll die Freude an körperlicher Arbeit geweckt, Körper -und Hand sür spätere berufliche Anforderungen geeigneter and überhaupt der Jugendliche dem praktischen Leben gegenüber tüchtiger gemacht werden. B) Dieses Gesichtspunkt wird auch für die Stoffauswahl "uni -gestaltung im wissenschaftlichen Unterricht mitbestimmend sün. Infolgedessen wird es darauf ankommen, zur Bildung einer posittv jüdischen Lebensanschauung zu verhelfen und znp vielseitigen akttven Teilnahme am jüdischen Leben unserer 'Zeit zu führen durch intensives Lernen auf den verschiedenen Glibieten jüdischen Wissens (Bibel. Mischnah. NeuhebrAsch, Geseheskunde und Geschichte, jüdische Gegenwarls- und Palästinakunde). Man wird «js stch neben der intensiven Pflege des mündlichen « u t s ch e n Ausdrucks besonders angelegen sein ndnisvollen Lesen oon Buch und Zeitung anzu « n sollen die Ausgaben aus dem praktischen Leben stehen, überhaupt soll all das ersaßt werden, was tines eigenen Betriebes an Rechnerischem erfordere ijnnenlernen der oerschiedenen gewerblichen Verriebe e vielfältigen Zusammenhänge der Wirtschaft get die -spätere Berufswahl erleichtert werden. Die isch zu treiben, wird wie bisher in der Oberstufe ahr geboten werden. Im Physik unterricht wird ire, deren Kenntnis und. Anwendung heute selbst für iierlich ist, wichtigsker Gegenstand sein. Ebenso «rtjvendig, Gesundheitslehr« in den Plan ausidere Wünsche werden gern berücksichtigt werden, Erwerbung von Kenntnissen für den kaufmännischen tnaschin«, Stenographie, Buchführung). Freudige Motto auch dieses Schuljahres fein, und darum soll m rnrd schriftlichen d lassen, zum oersti leiten. Im R ech n im Vordergrund« bei der Führung lich ist. Durch K wird Einblick in wonnen und damji Möglichkeit, Eng auch im 9. Schuf die Elektrizikätslehr jeden Laien erfor scheint es uns not zu nehmen. Desoi z. B. bezüglich der Betrieb (Schreib Arbeit wird das ZUSCNOUNO VON Mumfttfc IMtlAU KAISIA WIlHILMi jr« i Ifernruf 133140 „Tulag“ Transport- und Lagerhaus-Ges. K ind. Adolf Riesenfeld vortellh. Schnellstunmal verkehr von und nach all. Richtg. «aristr.45 - Fernspr. 53365,53366 zu bekannt billigen Preisen! Bitten Hirn* Hotten bodbft samt der Brut endfOlüf IBr tarnet H. Junk KannarJlgBral Brestao r«. Schwer ln» tr. «5/47 Tel. 32524 Ich (ehe Ihnen echrUIBch« Oamntla für ratlosen Erfolg. Ausführung in Jedem Ort ohne PrcterhOhang tmd Versand mir sdbfterprobtei radikal wirkender Prtpante Bezu gs-Gebülir für das das II. Quartal it)35 Im letzten Drittel dieses JM.onats wird der Briefträger die Bezugsgebühr non 48 Pfennig für das Breslaue Gemeindeblatt erheben. Wir^bittenJringenJ jüdischt die Quittung einzulösen, damit kejne iStörung in der Belieferung ei nt ritt. | Die Einziehung erfolgt lediglich durtfi die Post, sodafi im Büro die Zahlung des Bezugspreises nicht mehr entgegengenommen werden kann. Bei Nichteinlösung der Postquitt ing berechnet uns die Post für das vergebliche Vorlegen erliebliche Kosten, die dem Berieber zur Last fallen, wenn fr naAträglidi die Zustellung des Gemeindeblattes wünscht. per Verlag Unsere Möbelausstellung ■n mehreren Stockwerken zeigt eine Qberrasdiend grobe Auswahl! Merken Sie sich die genaue Adresse: S. Brandt ft Co. HUT Gartenstraße 87 Berufs-Mäntel weiß, grau, oliv, braun 4.80, 4.50, 4.25, 3.75, 3.25 Adolf MalinowHiar. Klortentrah« 2t Für 1 Hk. u g wird 1 A n z oder Mantel gesäubertu.gebügelt Reparaturen sauber und billig P'r e s t o Qartanstr. 21 Tel. 2S679. Abholung und Zustellung frei. Student erteilt erfolgreich Unterricht in Französisch, Griechisch Lateinisch, Deutsch, Mathem. Angebote unter F. 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