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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1935-02-28 · 4 (28.2.1935) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
12 (1935)
Issue
4 (28.2.1935)
Date
1935-02-28
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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IZreolauer Jüdisches G e m e t n d e d l a t l Nr. 4 Zur Aufbringung dieser beträgt! gesichts der Notlage zahlreicher Eie wichtiger Wohlfahrtseinrichtungen reichenden Mittel muß immer wieder lichcn, wenn auch anmeindemitglieder und noch keineswegs ausan die Opferfreudigkeit aller derjenigen appelliert werden, die nur irgendwie in der Lage sind, über ihre gesetzliche Pflicht hinaus zu den Gemeindelasten beizutragen.' Dr. Conrad Cohn. Sitzung dec Gemeinde * Veetcetätig Die Gemeinde-Vertretung der Brest wer Synogogen-Gemstnde hielt Donnerstag. 21. Februar, ein« nichtöffentliche Sitzung ab. Der erste Punkt der Tagesordnung b straf die Neuwahl des Präsidiums. Es wurde das bisherige Präsidium in der Zusammensetzung Justizrat P eis er, Borsitzei der, R.-A. Dr. XSrzebin a s ch, erster stelloertretender Vorsitzender, Dr. Joses Schlesinger zweiter stellvertretender Vorsitzender, Archit -kl Hadda erster und Dr. Rosenstein zweiter Schriftsührer wiodrrgewghlt. * Dt. Theodor R osenthal wurde dann vom Vorsitzenden der Gemeindevertretung in sein Amt als Vorstandsmitglied eingeführt. Justiziar Peiser gedachte hierbei der Verdienste, welche sich der Vater des neuen Vorstandsmitgliedes, Gemeinds-Rabbiner Dr. Ferdinand Rosenthal um die Vreslauer Gemeinde erworben hat. dessen Gedächtnis zu ehren sich die Anwesenden von de« Plätzen erhoben, weiter begrützle Iuskizrat Peiser den anj Stellej von Dr. Theodor Rosenthal neu in die Gemeindevertretm Fabisch. Die Versammlung beschloh im weil die Fremdengebühr, welche bisher in hö he stellengebühr erhoben wurde, in Zukunft die Person, für welche die Stätte reserviert!_ zogen ist. I | Nachforderungen in Höhe von 478,91 RM für der Heizung s«nlagen im Schu wurden genehmigt. Dabei wurde von Herrr Rabi'N auf die Renovationsbcdürfligkeit schule 1, Wallftrahe 7 9, hingewiesen, welch, ^auch von einigen Klasien des jüdischen Schuloereins benutzt werden. Rcrmfns des Vorstandes gab Herr Spanier hierzu die Erklärung, Sommerferien einer gründlichen Renooa würden. Der Bericht der Kafsenprüser, we cher Kaste und Bücher in Ordnung sind, wurde genehmigt. einsvetenden Arthur ea verlaus der Sitzung, on 5a Prozent der Graballe» zu lasten, weun rd, mach auswärts ver- Erweiterung lg rund stück Anger 8 Tauber und Frau Dr. ier Rächoe der Religionsdah fliese Räume in den wn urterzogen werden Der Veripaltu-rigsbericht ergifb, daß netter Zvei »j Nicht für Palästina zu werben, — denn nötig. — sondern vielmehr für den Zioni Idee, die den Palästina-Aufbau trägt und v der Vorsitzende der Breslauer Zionistischen .Lux, am zweiten Abend der Veranstaltung^ sei der Zweck, weshalb man nach genau z i Male eine solche Palästina-Woche durchführe, bisherigen Vorträgen die Doranstellung diese man Palästina nicht um irgendwelcher Profi man von diesem Lande die Wiedergeburt bevor «Hera durch die Neuoerwurzelrung mit Völlig diesen GÄxmten gewidmet n chaluzstchen Jugend zum Erwerb der sog. H der seew Orbach, selbst ein junger Ch, l zum Ausdruck bracht«, warum man den Erv»e Hier fei wieder Pionierarbeit und Pioniergesi Teil des Landes urbar zu machen, damit dort siedeln könnten. Di« jüdische Jugend r einst die Kräfte besitze, auch unter den schlech Land zurückzukehren. — Dr. Kanowitz etwas zu breiten Darlegungen, worin die Stunde liege. Besonders wrrkungs- und eindrucksvoll an dem der in Breslau schon bekannte Dr. r J,...||auch diel Ijvon U Breslau, Schweidnltze)’ St a Be 17 feststellte, daß Umsang der Arbeit, welche die! Gemeinde zu leisten hat, stark angewachsen ist. — Die Benutzung der Bibliothek und des Lesesaales hat er freulich zugenommen. Es sind Beratungen im Gange, den Lesesaal zu erweitern und den Leihverkehr aus ihm herauszunehmen. — Auf dem Friedhof Cosel wurde ein neues Gräberfeld eingerichtet, das die Bezeichnung 2f4d erhalten hat. — Das Steueraufkommen hat sich erfreulicherweise etwas günstiger gestaltet, als es veranschlagt war. Obermagistratsrat a. D. Dr. Gutrmann wies jedoch darauf hin, daß diesem Mehraufkommen erhebliche Mindereinnahmen im Deerdigungswesen und' der Grabpflege gegenüberstehen, daß man im laufenden Jahre gezwungen gewesen sei, zur Auffüllung einiger zu knapp bemestener Haushaltstitel «inen Fonds in Anspruch zu nehmen, der künftig nicht mehr ,zur Verfügung stehen würde, daß die Anforderungen des Wohlfahrtsamts, der Israelitischen Kranten-Berpflegungs-Anftalt tind der Reichs Vertretung erheblich gewachsen! sind und daß aus den Jahren 1931—19&3 nach ein Fehlbetrag von 156 000 RM übernommen worden fft. Auf dem Gelände der Oesterreicher-Stistung Rooustraße-küraffierstrahe sollen drei Häuser mit zusammen etwa 20 Wohnungen errichtet werden, in denen minderbemittelte jüdische FamUiea, vorzugsweise kinderreiche sowie kriegsverlehie und Kriegshinterbliebene in Zwei- bzw. Dreizimmerwohnungen untergebracht werden sollen. Die vaukosten werden 120 000—130 000 RM betragen, sie sind aus den Mitteln der Lüftung gedeckt. Die Versammlung stimmte dem Vauvorh«ben grundsätzlich zu. Di« Berfammlung genehmigte ferner, daß für di« Jüdisch« Darlehenskasse in Breslau (früher Jüdische Mittelstandshilfe) von der Gemeinde gegenüber der Zentralstelle für Jüdisch« Tarlehenskaflen in Berlin eine Bürgschaft in Höhe von 34 000 RM übernommen wird. Es handelt sich dabei um «ine Transaktion, die nicht lediglich die Mittel für die Kreditgewährung verstärken, sondern auch zur Tilgung einer früher gegenüber einer Großbank übernommenen Bürgschaft dienen soll. In .den kleinen Haushaltsausschuß wurden fragende Gemeindevertreter gewählt: Gins, Generalkonsul Smoschewer, Tauber, Dr. Unikower, Daniel, Fa bisch, Grünberg. aläftma=Wod)e 4i hefite kaum noch ,u wtrben, für die agen muffe, führte Bereinigung, R.-A. Dr. n dieser Woche aus, das Jfchren zum zweiten Sa i war auch bei den; Gedankens deutlich, daß pepity wolle. sondern weil jüdischen Volkes erhoffe, dem Loden. r di« Kundgebung der rlö-Konzession, bei "uz, iü schlichten Worten cherb dieses Bodens feiere, nnuich nötig, um diesen a 2000 Familien e beweisen, daß sie wie stcstenj Bedingungen aufs ssizzi-rtp ebersalls, in nur ' und die Gefahr der dinn Grüße warP.-r zweite Abend, r a uib üb:r das Thema „Palästina 1900 —i 1935 — 1950" sprach. Palästina dürfe nicht nur mit den Augen des heutigen Einwanderers betrachtet werden, der vielfach nur aus sehr! egoistischen Gründen hinkomme. Man müste sich erinnern, was Palästina z. B. etwa um 1900 gewesen fei. Damals habe Optimismus dazu gehört, an «ine Entwicklung des Landes zu glauben. Damals habe Herzl fein« prophetischen Visionen niedergeschrieben, die nun fast sämtlich Wirklichkeit geworden seien. 1900 Sümpfe und Steine, von 60 000 Einwohnern nur ein kleiner Bruchteil, der den Boden bearbeitete. ' 1935 rd. 310 000 jüdische Bewohner mit einer starken Landwirtschjaft. mit Handel, Handwerk und Industrie. Und nun projizierte Dr. Xr-cutb, ousgebomt aus den Zahlen von heute, ein Diltz-Palästinas in Pi« Zukunft von 1950. 1 100 000 Juden werden im Lande leben, nicht nur Hulö, sondern noch andere größer« 1935 noch unbebaute Landstriche werden blühende Wirtschaftsgebiet« sein, die Industrie wird, ausgehend namentlich von der Kaligewinnung im Toten Meere, den vorderen Orient erobert haben. Aber nicht nur wirtschaftlich. auch geistig und kulturell würden die Juden ihrer Tradition entsprechend Mittler zwischen Occident und Orient geworden sein. So werde auch der Ausgleich mit den Arabern Zustandekommen, für die ebenso wie für die Juden noch Raum und Platz genug in Palästina vorhanden sei. .Dr. Traub ernte!« reichen Beifall für seine glänzenden Ausführungen. Beide V ranstaltungen waren stark überfiillt. In der ersten wirkten Chöreder? iapistischen Jugend mit. in ' ” _ Au»! G-! Liebermannoeranstaltet zum März die Buchhan Straße 39, in ihrer Radierungen unb gezeigt, die in ihrer den Umfang des Ausstellung Diens! Veranstaltung wird kleinen Saal der sein Leben und sein gestattet sein. stellung in Breslau. Eine Liebermanu-Ausstellung dächtnis des Heimgegangenen Meisters Anfang cklung Frieda L i ch t e n st e i n, Kaiser-Wilhelm, l eigenen Räumen. Es werden in der Hauptsache Zeichnungen, aber auch Pastelle und Oelgemülde Gesamtheit einen tiefen Einblick in die Art und fens Liebermanns tun lasten. Eröffnung der 5. März, vorm. 9 Uhr. Im Rahmen dieser Frau Dr. Lydia V. A f ch h e i m am 14. März im ^ingloge einen Dortrag halten: „Mar Liebermann, Werk." Der Vortrag wird mit Lichtbildern aus- Shaff to«, Lef

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