Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 12 (1935)
- Issue
- 3 (15.2.1935)
- Date
- 1935-02-15
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Tu. F Breslauer Jütisches thcrneindedlatk 3 den preußischen Gesandten in London und vormaligen prcußis fy Ministcr-Residenten am päpstlichen Hof, Christian Jaffas v. B' l'cn, in einzigartiger Weife zum Ausdruck dringt, der ihm den S schlag gemacht hat, zum Christentum übcrzütreten. Die Mäu graphie über Bernays ist in allen maßgebenden wiffcnsckiaftli h Fachzeitschriften und in den meisten jüdischen Blättern des Inu Auslandes besprochen worden. Eo ist es wahrscheinlich zu erklär daß die Akademie einen von Fraenkel neu ausgesundenen Brief 25i nays'. in dem ein unbekanntes Gedicht Mominsens enthalten ist den Sitzungsberichten der philosophisch-historischen Klasse 1193-1 veröffentlicht hat. cn n> ornoen und en, erin I) Michael Fraenkel arbeit Frische und mit bcwundcrnswst Ausgaben zu. Er führt einen des In- und Auslandes und und Raten. Deshalb ist es a glückwünschen, daß er 70 Jahr, gar nicht will —: wir gratuli ist, und wünschen ihm, daß er t ständig weiter; in jugendlicher ter Elastizität wendet er sich neuen klricswcchscl mit namhaften Gelehrten ist unermüdlich im Lernen. Forsche» Wicht nötig, daß wir ihn dazu bell l t geworden ist — zumal er das ihm dazu, daß er 70 Jahre j ii » g cs noch recht lange bleiben soll. X. S<-h\v. ich ZI m %ue paläftma-Wodje in Breslau 2m Laufe der letzten Jahr« ist auch für die deutschen Irden Palästina und das Jüdische Aufbauwerk aus dem Bereich innenjüdischer Porteifvagen zu einer Anlegen heit der gesamten Juden heit geworden. Sicher gibt es auch heute nach eine Reihe von Fragen über den Aufbau und den Sinn des Ausbauwerkes, iy denen sich hieGefter scheiden. Ueber die Notwendigkeit des Aufbauwerkes selbst stnd s >ine außerordendlick>e Bedeutung für alle Juden besteht jedoch Einigkei Diese Einigkeit in Bezug auf das Palästinawcrk zeigte sich in rer halb Deutschlands am markantesten in dem von allen grol>en, jüdischen Berbändcn unter Führung der Reichsvertretungi)en Juden und des Zentralausschusses der deutschen Juden für hilf« Aufbau erlassenen Aufruf ,F)effnet die Herzen" (oe:gl. EB. ZeiUrng und Schild v. 14. 9. -14), in dein als die beiden Zentral tufgaben bezeichnet werden: „Sicherung des Schicksals der deutschen Jude» in Deutschland rmd konstruktiver Ausbau der Jüdischen heintstätte Palästina". Palästina war in den letzten Jahren auch für viele deutsche Juden aus einer Stätte historischer Erinnerungen zu einer neuer heinat geworden. In den Jahren 1933/34 sind ca. 20 000 dcutsck« Iu den nach Palästina ausgewandert. Es gibt heute kaum eine jüdisch« Fan ilie in Deutschland, die nicht durch persönliche Bande mit dem Aufbau werk verknüpft sind. Palästina ist nahegerückt. rn ■>"iMiiiillllllllllll|]|| llllllllllll lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllMUlimilimimmiii. gcfläcung det lietdjsüectcetung übergibt suns ol- Tie Reicbsvcrtrctung der deutschen Freden gende Erklärung: Die der deutfdjen Juden Auch das überwältigende Ergebnis der Laar-Abstimrtzung hat zu unserem schmerzlichen Bedauern dem Gauleiter Julius Strei her dazu gedient, in einer Rede in Nürnberg uns Juden zu disfamie en. Cr tat dies mit folgenden Worte»: „Ter Jude Matz Braun war Beauftragter «der jüdischen Raffe, des jüdischen Volkes. Cr war beauftragt, zü vcryin der», daß das Saarvolk zum Mutterland zurückkehrc. Ihr Nürnberger, Deutsche, vcrgeßt nie: Ein Jude war es, der an der Spitze des Terrors stand, ein Jude war cs, der nit dem Geld der Inden banken und der jüdischen Wcltbörs« glaufie, dem deutschen Volke das Unglück bringen zu können, daß hrndcrttausende Deutsche für immer dem deutschen Volk genommen werden. Jawohl, wollen wie nie vcrgeffen: Ein Jude stand der Spitze der Schande, die wir erlebten." Demgegenüber erklären wir: ^)ics ist nicht wahr und stc len fest: Max Braun ist weder Jude, noch jüdischer Abstammung. In derselben Rede hat der Gauleiter Streicher Dr. Wa ter Rathcnau die Worte in den Mund! gelegt: „300 Männer, die sich gegenseitig kennen und durch has Blut verbunden sind, regieren die Geschicke der Welt." Demgegenüber stellen wir fest: Die Acußerung Rathenaus (in _ seinem Buch „Zur Kritik der Zeit", Berlin 1912, Seite 206) lau et: „300 Männer, von denen jeder jeden kennt, leiten Wirtschastsgeschicke des Kontinents und suchen sich Nachfolger aus ihrer Umgebung." Die Worte „durch das Blut verbunden" hat Rathenau njcht gebraucht. Wann endlich werden solche, uns tief verletzende Ausstreuungen ein End« nehmen?! Zur Wahrung unserer Ehre bleibt uns nichts als feierlicher Protest! ( ) Die Reichsvcrtretung der deutschen Juden Baeck. Hirsch. Im Frühjahr 1935, zu l lurim und zu Pessach, werden viele deutsche Juden das Land befu« fen. Sie werden mit eigenen Augen feftftellen können, was Juden ,u leisten imstande sind. Sie werden sehen, wie aus dem einstigen srmpfigen Emek durch jüdische Arbeit ein blühender Garten geworden ist. Und sie werden sehen, wie gerade heute wieder Inden am Werke sind, das neuerworbene Sumpfgebiet am hule-See zu einer Stätte menschlichen Wirkens und jüdischen Lebens zu machen. Das neue Palästina — einst ein« Illusion —"ist 3» einer Ausgabe und zu ei»- r Hoffnung für alle Juden geworden. ü. J. > * Die Breslauer Zionistische Bereinigung veranstaltet in der Zeit vom 17.—24. Februar eine Palästina-Woche mit folgendem Programm: Sonntag, den 1k. Februar: „Größe und Gefahr der Stunde". Kundgebung zum Erwkrb der Hule-Konzesfion. Redner: Dr. Siegfried Kanowitz, Te! Aviv, Seew Orbach, Berlin. —, Dienstag, den 19. Februai: „Die Zukunft Erez Jisvaels — Palästina: 1900 — 1935 — 1951". Redner: Dr. Michael Traub, Berlin, Dr. Zwi Wilenski, Jerusalem. — Sonwabend, den 23. Februar: ,pn«g Schab bat; Zion — Zwei Jahrtausende jüdischer Sehnsucht. Redner: Rabbiner Dr. Emil Bernhard Cohn, Berlin. — Montag, den 25. Februar: Kundgebung. Redner: Dr. Franz Meyer, Berlin. „Prrfung und Bewährung. Zwei Jahre deutscher Alijah in Palästina". Sämtliche obengenannten Deranstaltungen finden im großen Lessing saal, Agnesstraße 5, statt. Jubiläum der Breslau Ce)ßng*Coge _ Am 5. und 6. Januar feier fest. Das Fest wurde eiligeleite . Storch-Synagoge. Im Mittelpun! des Großpräsidenten, Herrn Ratp Cofalmeldungen * die Üessrng-Loge das 50. Slistungsdurch einen Festgottesdienst in der t der Abend-Feier stand die Festrede iner-Dr. Lea Baeck,- Berlin. Die 3<L Mar Hamburger und Kristall, konnte am 18. Ianrfa zurückblicken. Volksbank wralislawia. und Wirtschaftsberater, der bis Dresdner Bank, Filiale Breslau bank Wratislawia e. G. m. b. h. Hie .Lrankfurler Zeitung nitzer Straße 34 35 eine Agentu Fritz Becker, Breslau, übert bundenen Trägerdienst wird die morgens und die Reichsausgab« Agentur, Tel. 51185, steht zu j ' Inseraten und Auslieferung Sozietäts-Druckerei, gern zur Junkernstrahe 1^3, Glas, Porzellan r aus ein 30j ähr. iges Bestehen f e rr Dr. Walter Muskat, Rechtszum 1. Oktober v. Ir. Syndikus der war, ist in den Vorstand der Dolksin Breslau ringet reten.§ hat kürzlich in Breslau, Schweid- Li»gerichtet, deren Leitung Herr Dr. >ag«n wurde. Durch den damit oerzweimalige Ausgabe der FZ. frühschön mittag ins Haus geliefert. Di« oder Auskunft, auch zur Annahme von aller Erzeugnisse der Frankfurter Dtrsügung. * Dr. Julius Decker! wurde von der Jewish Agency als Nachfolger des kürzlich verstorbenen Tr. Biktor Jacobsohn zu ihrem Vertreter beim Völkerbund ernannt. Dr. Becker hat viele Jahre in Breslau gelebt. die Vor der lüeru/sivafkl öftrer Binder bedienen Sie fuß rechtzeitig dev Berufsberatung des flcbeitmacfjmetfee jüdtföec &rganifationen Sdfweidnitjec Stadtgraben SS 4 Telefon 26863