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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1934-12-31 · 20 (31.12.1934) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
11 (1934)
Issue
20 (31.12.1934)
Date
1934-12-31
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Bresta der Jüdisches Seme indeblatt Nr. 20 des JFB. für Niederschlesien und Oberschlesi» n inj Rhpräsenrantensaal der Synagoge, igen»einde v »rangegangen. Außer den Delegierten und den Vorstand des Verbundes waren anwesend Herr Geheimrit (Bolöf'el t), Herr Oberinagistratsrat i. R. Dr. Guthman n. Her' Sanitätsrat Dr. Bach pnd Herr Direktor Glaser als Vertreter der Breslauer Gemeinde, des Provinzialverband >s niederschlesischer jüdischer Gemeinden, d§s hiesigen jü rischen Wohlfahrtsamtes und das Provinziafwohlfahrtsver »andes. Frau Margarele Wachs mann legrüßte Frau Paula O l l e n d o r f f, nach langer Abwe enheit soeben heimgekehrt, aufs herzlichste. Frau Ollendorff dankte den Herren für ihr Erscheinen, ebenso den Delegierten, die zum Teil größere Reisen unternommen hatten, um an der T agung teilzunehmen. Sie übermittelte die Grüße von Hirrn Rabbiner Dr. Bogelstein und von seiner Gattin, bis 1 nach schwerer .Krankheit eine Erholungsstätte ausgesucht hat. Die unerinüdlich hingebende, kraftvolle Mita'beiterin wird in der Frauenbundsarbeit schmerzlich vermißt. Als einen neuen Programmpunkt bezeichnet? Frau Ollendorsf den Gedanken der Erwachsenenbildung. Ztvei Tagungen haben bereits stattgefunden. Für Ende Dezember wird eine mehrtägige bereiter. Arbeitstagung in Bad S ulzbrunn vor- Nach den verschiedenen Begrüßungen, in denen über einstimmend die enge Zusammenarbeit jüdischen Frauenbund und allen genannten zwischen dem Organen von ihren Vertretern hervorgehoben wurde, gc den die einzelnen Delegierten kurze Berichte über ihre tätigtest, die nach den lokalen Bedürfnissen ketten abgewandelt ist. Im allgemeinen wa Bemühen um äußeren und inneren Zusamxienhalt iyner Die Page der fjandelsoectcetetrVerfammlung 6 's Gentralvereins deutfdjer Staatsbürger jüdifdjen Glaubens Der Centralvcrein Deutscher Staatsbürget jü »stchen Glstubens veranstaltete im Leinen Saal der Lessingloge eine handelsvettreterversammlung. in welcher der Syndikus des Landesv-rbandes Niederschlesien im CB., Dr. B r e i t b a r t h (Breslau), und Syndikus Dipl.- Kaufmann Arthur Juliusburg (Berlin) sprächei. Dr. Breitbarch eröffnete die Versammlung vor iberfülltxir Saal und gab in großen Zügen «inen Ueberblick über lie Tätigkeit des Centralvereins für die Existenzsicherung der deutchen Glaubensgenossen. Der CB. habe sich in den legten zipei 2 ahren oor» allem dieser Aufgabe gewidmet, «eine Berliner Zentral und jeiise Geschäftsstellen in allen Teilen des Reiches habest Ta stenden deustcher Juden mit ihrem Rat'in wirtschaftlichen Frage» un> in Fragen der Ariergesegqebung zur -Seite stehen können. Ist se >r vielen Fällen ist dies« Tätigkeit erfolgreich gewesen. Selbstvers ändlich hat sich die von allen Seitet» anerkannte Arbeit des DB. i mf dem Gebiete der Existenzficherung nicht nur auf feine Mitglieder erstreckt, sondern es ist jedem Glaubensgenossen, der Ra brauchte» nach Möglichkeit in weitestem Maße geholfen worden. Un diese Tätigkeit in dem geleisteten Umfange durchführen zu können, war eich« unermeßliche Fülle von Kleinarbeit notwendig. Die b, ratende Tätigkeit des Centralvereins hat fich auf alle Berufe erstreckt, Harstnoerke, Gewerbetreibende jeder Art, Beamte, Angestellte und Akademiker sind betreut worden. Ost hat der CB., auch in direkt» m.Aufträge der Reichsvertretung der deutschen Juden gearbeitet. So ist er opn der Reichsvertretung, bei der ein Handelsoertreter-Ausf«;uß besteht, auch mit der Schaffung eines Handelsvertreter-Dezernaits be. auftragt worden. , , Der Leiter dieses Dezernats, Syndikus Dipl.-Kaufmann Juliusburg, der in jahrzehntelanger verantworlungsvoller! Wirksamkeit für die Handelsvertreter deren Bedürfnisse r nd Nöte klennengelernt hat, erläuterte zunächst die letzten gesetzlich« i Bestimntungen, die auch auf den Handelsvertreter Bezug haben. 21 im Rahnten der Verordnung zur Neugliederung der Wirtschaft er tftehenden | Wirtschaftsgruppen nehmen grundsätzlich Juden auf. Der Referent giim im Verlauf« feiner Ausfühur gen im einzelnen auf die Lag« des jüdischen Handelsvertreters ein un t wies inwiefern Zusammenhang darauf hin, daß nach dem Wi len der Reichsregierung der Arier-Paragraph in der freien Wirtschaft leiste Anwendung finden dürfe, und daß die Handelsoertrete>Tage in Köln Ortsgrupp.m- und Möglichem erhöhtes halb der E ruppen zu spüren. In einigen kleineren Städten hat der Bestand der Mitglieder durch Fortzug und Auswanderung sehr abgenommen. Der Kassenbericht war günstig usid gestattet eine Erweiterung der kulturellen Arbeit. Frl. Dr. Oppenheimer - Breslau gab Aufschluß über die Entwicklung der Erholungsfürsorge des Prooinzialverbandes» die seit Beginn des Sommers 1934 selbständig arbeitet. , Es konnten durch Werbung von Freiplätzen 14 Kinder und zwei Erwachsene mit vollbefriedigendem Erfolg in Familien untergebracht werden. Diese Form der Erholpngsfürsorge soll fortgesetzt und erweitert werden. Fräulein Margarete Goldschmidt sprach über „Zeitgemäße Fragen", an ihre Erfahrungen als Fürsorgerin fyr die Provinz Niederschlesien anknüpfend. Lebhaft erörtert wurden die Fragen der Berufsumschichtung und Auswanderung, der Lehrlingsnachfrage wie des -angebots und der -Unterbringung sowie der Ausbildung von Haushaltslehrlingen. Frau Wachs mann berichtete von der Organisation der Hausfrauenarbeit im ganzen Reich und forderte die jüdischen Frauen Schlesiens auf, diese dringliche Arbeit für die Zukunft unsrer weiblichen Jugend mit größter Energie aufzunehmen. Frau Grete B i a l gab Anregungen für Altersfürsorge. Sie schilderte ferner die Gestaltung der vom Religiös-liberalen Verein in Breslau vor kurzem eingeführten Frältag-Abende. Die Aussprache, geleitet und gefördert von Frau Ollendorff, hat manche wertvolle praktische und geistige Anregung hervorgebracht, die in der Arbeit des kommenden Jahres fortwirkem wird. Frl. Margarete Goldschmidt wurde als Bindeglied zwischen Breslau und den Kleingemeindcn in den Vorstand des Provinzialverbandes koopiert. El. P. jüdiftfyen Handelsvertreter (1909| und »Düsseldorf (1928) betont hätten, es widerspreche der Standesehrt eines Handelsvertreters, sich um eine noch in den Händen eines Berufskollegen befindliche Vertreiung zu bewerben. Das Dezernat hat im Gefamtintereffe der jüdischen Handelsvertreter und in vielen Einzelfällen mit den zuständigen behördlichen und mit privaten Stellen Kchlung genommen, und feine Tätigkeit ist für alle Berufsangchörige von größter Bedeutung. Um die Wirksamkeit des Dezernats zu erhöhen, fei es notwendig, daß möglichst alle Berufsgenossen ihm beitreten, denn nur im Zusammenschluß zu einem Ganzen könne wirklich fruchtbare Arbeit geleistet werden. K. Schw.. Beitrittserklärungen zum Handelsvertreter-Dezernat sind an die Geschäftsstelle des Centraloereins, Ortsgruppe Breslau, Junkernftraß« 19 (Telefon 503 22) oder an Herrn Eduard Wisch (in Firma Adolph Lippmann), Breslau 1, Reufcheftraße 51 (Telefon Nr. 587 09) gu richten, wo auch nähere Auskünfte erhälllich sind. %ut fftage det Vetufeumfcfjidjtung Durst» die gegenwärtige Lage werden Tausende von Juden, namentlich bei der Jugend, zur Berussumschichtung gezwungen. Ich möchte diese Gelegenheit benützen, um aus einen Beruf hinzuweisen, der noch einigermaßen Chancen bietet, nämlich den des Heilgymnasten und Masseurs sowie der Heilgymnastin und Masseurin. Hier gibt es noch Anstellungsaussichten, aber auch die Möglichkeit, sich durch selbständige Arbeit zu ernähren, ist immerhin beachtlich. Der Berus bildet ein wichtiges Hilfsgebiet der modernen Medizin. Er ist nicht leicht und erfordert den gangen Menschen. Die Ausbildung gliedert sich in den cheoreiischen und praktischen Teil. Neben Vorlesungen über Anatomie, Bewegungslehre, allgemeine Krankenpflege, find praktische Uebungen in der Massageschule und im Krankenhaus erforderlich. Sie erstrecken sich in dem letzteren auf Massagen, sowie manuelle und maschinell« Heili

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