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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1934-09-30 · 14 (30.9.1934) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
11 (1934)
Issue
14 (30.9.1934)
Date
1934-09-30
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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tzresl auer Jüdisches Gemeindeblatt Nr. 14 her Itide rot« feiner (Geburt und feiuAin Vilsen utn her, und der •jVutfcher feinem Denken und jtiiPlcn n. keine Nur-Geijtesinenschen, die an idre: kompleriösen druck» leide», oerfehlen es aber nicht, an alle die Di die einen jungen Tierischen beschäftigen und mit denen setzen mutz. Dazu dienen unsere Tieiiue, FuHrerräte für den großen Fusarnnienhalt die FüHrLr- und unseres Dündes. Fahrt und Lager sorgen für die körpcsr schaftsentwicklung. Tlnser erst jüngst »erschienener ,,F» das oon unserem Bundesführer im „Schild".grundsätz das TMIb des Bundes ergänzen. >ie jüdische» Werte. ist. Wir züchten : :ebens«oeife öchiff- Heranzutragen, er sich auseinandernd darüber hinaus Iungenzeiftchriftei« liebe und (Semeincjbnenträger", sowie ich Gesagte könne» Ronfervatwe V et ehe r <?ötö und ftgudafj'Jugend wollen die Jugend zu bewutzten jüdischer« Menschen al ein auf der Grundlage des überlieferten Judentums erziehen. Wir oe'lieben unter überliefertem Judentum das gesamte in schriftlicher unl mündlicher Lohres zusammengefatzte Gesetz und die sich duraus!ergebend ' praktische Lebensgejtaltung. . ' 1 ilnfcr Fiel kann nur dann erreicht werden, we in wir uns bei gemeinschaftlicher Grfüllusrg die MizucotH und» ihren tie ien Lim« oerlehendige». Reben SchiuriN«, die die Gritndlagd unserer Treimnachmittage, Fahrten und Singerasien «l'ichtigc Erziehung. Der Lchiur, meist oon jugendliche» geleitet, dient zur Erarbeitung-der jüdischen Ouellen. klier kann sich jeder über die Frage», die ihn beschäftige«» offen unter Gleichaltrigen auss »rechen, klm Antworten geben zu können, ist zum Leiter unserer Berai stallungen nur derjenige befähigt, dessen Denken und Handeln im Geis e des überlieferten Judentums wurzelt. Gr wird auch bei Fahrt und : Zeinmachmittag ein in diesem Sinne jüdisches Milieu für diejentzzen zu scl bisher noch nicht erlebt haben. Wir sind uns darin einig, datz «insereN Mensch Geschlossenheit etwas fehlt, wenn itj ihnen nicht d einer tatfordernden Berantwortung lebt. Demnach ergibt sich als konsequchite Fortsetzung ' arbeit die Verpflichtung für un», am Ausbau oon GrezI mitzuhelfeii. Wir wollen für die durch bie; Thorah jiecinte jüdische Ge meinschaft, den KlaN Israel, die Menschen bereit stellen, die den Aufbau des Landes im Sinne der Thorah genalten, und die ' sich hieraus ergebenden Fragen im Sinne des über! affen wissen, die es « an ihre(jüdiscben As Bewutztsein oon r dfes grotze-fti bische Gemeinschaft .mserer ErzieHuiigs- Israel enlsweidend sich bemühen, alle eferten Judentums zu lösen. Für Berivirklichung dieser Aufgaben habe l sich die CHalizzim des Gsra und der AgudaH zum EHuluzim-Bund sanimengeschlossen. Durch Schaftui« des Iischuw lcoar Agudati" zu- HatHorab «oill der Roar Agudati das erstrebte Fiel erreichen und so für i ie jüdische Gemein schaft in geistiger und wirtschaftlicher Beziehung eil Tteutrafe Vereine urd! ie „Wir Steifen" «oollen als eine einzige geschlossene Gruppe ein frei » iehen führen. In selbstgewählter Flicht und fteiwi l unter die oon uns, die wir uns als Führer gewählt gemeinsam oersuchen, tüchkige, starke, und anständig» Denn wir ^wollen dereinst ein gerechtes und ehrliches unserem eigenen Gewissen handelnd, für uns und lind wir wollen Kameraden sein, einander helfen treten, einer für alle und alle für einen". Das waren die Sätze, die oor ein paar Jahren und PimpfenfüHrer der Breslauer Ortsgruppe des P lösten deutschjüdischen Wanderbundes „Kameraden als persönliche und problematische Schioierigkeiten längst oermorscbten Kameraden-Ideologie in Fweifcil stellung dessen notwendig wurde, was uns /«berhc i ander band. Seitdem sind Jahre ooll schwerer Entscheidungen ■ Unser- Bund löste sich auf,, unsere wirtschaftliche unsere staatsbürgerlichen Rechte und historischen sich in nicht oorauszufehe'ndem llmfauge. Was wir a Weg gesagt haben, auf dem wir unsere Iungens «oollen, das blieb uns unerschütterter'Mittelpunkt ui Die Greifen, die heute einen Aelterenkreis, sowie Pimpfengruppen umfassen, sehen noch immer in d zu einer bestimmten bündnischen Haltung ihre Haup ermöglichte die gemeinsame Klärung der für uns Vroblenre der jüdischen' Iungens und Mädels im Mitarbeit der Einzelnen wie der Gruppen innerbtjl Organisationen der nationaljüdischen Jugend, oor Breslauer Bundes der „Werkleute". Der Jüdifdje Sdymitfimvecein ist in erster Linie cm Iugendoerein, der die jüdische Ing in sich oereinigt. Fast 100 Jugendliche besuchen Schwimmabende und diese Fahl spricht wohl für sich. un) Ei« s .. Fentrum schaffen. », schönes Jungeniger klnterordnung haben, wollen wir Kerls zu «oerden. Lebchi führen nach Unsere Mitmenschen, für einander eini Iungens Mittlere ingsten I9I2 aufgeunterzeichneten, letzten Reste der stellten und Klarupt noch unkereinl er oorühergegangen: persänliche Lage, ichlen oeränderten damals ««her de» >nd Mädels führe» i serer Gemeinschaft. 7 Mittleren- «nid Grziehungsardeit aufgabe. Daneben alle gleichliegenpen neuen Deutschland b der Bünde und Allem innerhalb des nd aller Richtungen wöchentlich unsere Der 'Schwimmsport ist kein Lurus, sondern seine Ausübung ist Lebensnotwendigkeit und stellt glelchzeitig eine der billigsten und beste» Ertüchtigungsmöglichkeiteii dar. Innerhalb unseres Vereins herrscht in-innerjübijeheu Dingen strengste Neutralität.; Alljährlich ertrinken eine grotze Anzahl oon Personen, und es gehen dadurch oiele uvrtoolle Menschen oerlorcif. Dem »atzen Töde entgegenzutreten, und so die Jugend zum Dienst am Mitmenschen Heranzuziehen, ist!die oornehmste Aufgabe unseres Vereins. Trier kann uns die Schule helfe», ««»enn diese den Grundsatz aufstellt, datz kein Schüler die Schule oerlqssen darf, ohne in« Besitz des FreiscHwimmscbeines Zu sei». „Schwimmen gibt Frohsinn, Kraft, schafft Erholung nach getaner Berufsarbeit und Hilft so am besten eine g c s u n d e , w i l l e n s st a r k e und s e I b!st b e w u tz t e Jugend zu erhalten". Ztontfttfdje Vereine Der Weg d$t gioniftifdien Jugend 38 i r ,i bie in den zionistischen Bünde» zusammengefatzte chaluzische Jugend bilden mit fast 7c» Mitgliedern die ühenoiegende Mehrheit der organisiertes jüdische» Jugendlichen Breslaus. Wir haben trotz mannigfacher Verschiedenheiten in der inneren Struktur unserer-Bünde alle das gleiche Fiel! oor Äugen: Aktioe Mitarbeit, oölligen incnfcblicbcn Einsatz für einen sc'öpferischen Aufbau Erez Israels - - einer Tieimstütte für das jüdische Volk. W i r fordern Menschen — Ehaluzim - für die Aufbau und Erneuerung kein Lippenbekenntnis, sonder» Bereitschaft zun« Einsatz aller oerfügbaren Kräfte, Bereitwilligkeit zur Aenderung ihres eigenen Lebens bedeutet, j Fahrten erziehen uns zu lebendiger Gemeüischcift, zum Verständnis des Naturgescbehens. Durcl' S p o sr t ««'ollen wir die Entfaltung oider Lebeuseuergie», die im jüdischen Menschen bisher oerscbütket waren, fördern. )i e b t ü i f <h c Sprache, die entscheidende Grundlage einer neue» jüdische«« Kultur, ist selbstoerstäudliche Voraussetzung unserer Erziehungsarbeit. Beschäftigung mit I ü d i s ch e r b» c f <h i <h t e ermöglicht uns das Verständnis unserer eigenen jüdische» Situation, erleichtert uns den Anschlutz an unsere jüdische Vergangenheit. In S s i ch o i h lHeimabende»), itz S e m i neten, in Schulungskurse n beschäftige» «t’ir uns mit Gegenständen jüdischer und allgemeiner Killtur, mit Wis'enschaft und Kunst. Alles dies sind entscheidende Werte unseres eigene» Lebens!! A i r s i i, g e » u n s e r e L i e d e r , die Lieder des jüdische» Volkes, die »ns elementarster Ausdruck einer hebräische» Arbeitskultur, ei» Feiche» täglicher Verbundenheit im Kampfe um ein neues jüdisches Gemeinschaftsleben sind.' Hachscharah bedeutet uns geistige und berufliche Vorbereitung für ein einfaches, tätiges Arbeitsleben in Palästina. Wir alle fordern sie oon dem, dfr als Träger unseres Gedankens nach Erez Israel gehe» «oill Ge nt ei i« schaft bedeutet uns Verpflichtung n« gegenseitiger Hilfe, Verantwortlichkeit eines jede» für die Gesamtheit, kliiterordiiung unserer privaten Wünsche unter die Erfordernisse der Sache. In« Jüdischen Turn- und Sport-Verein 'I Dar-Kvchda erstreben «ojr seit drei Jahrzehnten durch Spiel und Turnen, durch Breiteuarbeiten und -sportliche Höchstleistung die physische und psychische Regeneration des jüdischen Volkes. Für «ins ist Sport ihcht Selbstzweck, Sport ist für uns ei» Mittel zun« Fweck, ein Erziehungsmittel. Unter „jüdischem Sport" oerstehen wir durch Turnen, Spiel und Sport, durch geistige Schulung Mensche» zu. gewinne», Menschen zu erziehen füt den Aufbau Erez Israels. In unserer Turn-, Gymnastik-, Leicht- und Schioerathletik-Abteilitua, bei unserem Futzball-, Bor und Tischtennis-Training kannst Du -Dich körperlich schulen. Auf Fahrt, beim Heim- und Tarbuthabend, in« Iwritbkurs kannst Du mit uns zusammeiisejii, mit uns lernen und Dich fortbilden. Unsere Veranstaltuiigskaleiider sind weiter unten bei Körperertüchtigung zu finden. s Die Werkleute sind aus dem deutsch-jüdischen Wanderbund „Kameraden" heroorgegangei«: sie waren der Teil des Bundes, der oon jeher entscheidendes Seu'icht auf die jüdischen Probleme und Aufgabe«« legte. Wir sahen, datz es für uns junge Juden, die aus der deutsch-jüdischen Schicht stainmei«, besonderer Bemühung bedarf, «vieder Anschlutz zu finden an lebendiges Iudenttlin. Den 3veg hierzu fanden «oir im „Lerne n“. Charakteristisch ist für Unseren Bund das Ernstnehmen der Frcgen des Einzelnen, der Wille, das ganze Leben unserer Menschen zu erfassen. Aus dieser Haltung erwuchs in unseren Reihen ein Miteinanderleben, eine menschliche Nähe und Geschlossenheit» die wir als den besonderen Wert unseres Bundes empfinden. Wir glauben, datz wir durch diese Art unserer Gemeinschaft am besten in einer eigenen Kunizah unseren Beitrag zum Aufbgu Erez- Istaels leisten können. .^adonim" Roar chaluzi (Bauleute, chaluzische Jugend) uinfatzt alle jungen Juden oo» 8 Jahren an, die ein Leben der Arbeit in Palästina führen wollen,

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