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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1934-09-30 · 14 (30.9.1934) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
11 (1934)
Issue
14 (30.9.1934)
Date
1934-09-30
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Breslauer MW« * ‘ AMTLICHES BLATT DER SYNA GOGENGEMEINDE BRESLAU Hauptschriftleiler: Manfred Nosenfelb, Z Druck und Anzeigen-Annahme: Druckerei Bre-lau > Verlag: HeNmuih und Erich Z Th. Schatzkg Bktien-cSesellschaft. Breslau 5, Schatzfg, Breslau, Neue Graupensttaße 7 D Neue Graupenslraße 7 - Telefon 24468 u. 2446Y Anzeigenpreis: Die »gespaltene Millimeter-Seile oder deren Raum li Pfennig» — Bei laufenden Aufträgen Rabatt Erscheinungstermin vierzehntägig .....-.... Preis 45 Pfennig vierteljährlich Fllr die unter dem Namen des Verfassers erfcf>einenden Artikel und die Dereinsnachrichten Übernehmen wir nur die presfegefetzliche Verantwortung ii. Jahrgang_ 30. September 1934 Nummer 14 1 Unsere Jugend Jufammenatbeit den fuötfdfen Jugend Vceslaus* Dem Ortsausschuß jüdischer Iugendverbände sind. fast alle jüdischen Jugendorganisationen Breslaus angeschlossen. Der Ortsausschuß Breslau ist gleichzeitig der Landesausschuß Riedcrschlesicn des Reichsausschusses der jüdischen Iugendverbände, der alleinigen und verantwortlichen Spitzenorganisation der gesamten jüdischen Jugend gegenüber der Iugendführung des Deutscheit Reiches. Rebvn der Aufgabe, die jüdische Jugend nach außcit ztt vertreten, erwächst den» Ortsausschuß auch die Pflicht, - in gemeinsamer Arbeit mit allen Bünden für die durch die Ilmwälzung entstandenen Probleme eine Lösung zu suchen. Im Vordergründe steht für uns die Zusammenarbeit mit den jüdischen Schulen, die Sorge für die Unterbringung der bcrussreifen Jugendlichen, die Schaffung von Herbergen für die wandernde jüdische Jugend und die Bereitstellung von Räumlichkeiten für Heime, Singerlisten und sonstige Zusammenkünfte der Bünde. Die Lösung der letzten Aufgabe ist uns besonders durch die Bereitstellung des Gemeindehauses II als Jugendheim für die jüdischen Organisationen erleichtert. Voraussetzung für unsere gemeinsame Arbeit ist der Wille aller Bünde und Gruppen, die Bereitwilligkeit der uns angeschlossenen Iungens und Mädels ohne Verwischung der verschiedenen Standpunkte, trotz Bestehens verschiedener Meinungen für die Einheit und den Zusammenhalt der jüdischen Jugend einzutreten. Daß uns dies bisher weitgehend gelungen ist, beweist die ruhige und friedliche Zusammenarbeit sämtlicher Breslauer Bünde. ftnfdjeiften dev jüdifdjen Jugendbände 'Bveslaus Ortsausschuß jüdischer Iugendverbände, Leo Königshoefer, Breslau.18, Kirschallee 35 (Tel. 81469). Hechaluz, Deutscher Landesverband, Ortsgruppe Breslau, Sartcnstr. 23. Tel. 21736. Habouim, Roar chaluzi, Josef Schachtel, Tauentzienstr. 14 bei Walter (Tel. 53451). Werkleut«, Siegbert Markowicz, Landsbergstr. 6 (Tel. 83419). Jüdischer Turn- und Sportverein Bar Kochba, Fritz Friedlünder, Schmiedebrücke 43 (Tel. 29035). Drith Thaluzim Vathiim Josef Walk, Schwertstr. 22. Bund deutsch-jüdischer Jugend, Dr. Alfred Fabian, Morihstr.35. Schwarz«» Fähnlein^ Georg Hadda, Breslau 18, Stifterstr. 7 (Tel. 85326). Greifen, veutsch-jüdische Pfadfinderschaft, Hans Grünpeter, Musemnsplah 10. Jüdischer SchwimmbereiN, Frau Hlfc Blunicnthal, Fricdrich-Wilh-Ku- Straße 89 (Tsel. 54572). Tsra, Theo Frenhag, Kaiser-Wilhclni-Slraße 82 (Tel. 39245). Agudah Jugend, Rüth Witt, Höschenstr. 61.! %>eutf(t)-jüdif(be Jugend*Veveine ftus dev fitbeit des ,, Bundes deutfdf*jüdifd)ev Jugend Ortsgruppe Dteslau „Der Bund!d e u t f ch - j ü d i s cb e r 7! u g e n d", Sitz Berlin, der in allen größeren und kleineren Städten des Reiches Ortsgruppen besitzt, schließt Jungen und Mädels aller Altersstufen (9- 29 Fahre) ein, die gewillt sind, in bewußt jüdisch religiös-liberalen Sinne in D^utswland zu arbeiten. Die Ortsgruppe Breslau besteht aus einer. Aelteren- Und einer Füngcrenschaft. Die Acltercnscbaft arbeitet in Gruppe», die sieb mit ständig wechselnden Thcmcnkreiscn aller Art befassen. Rur einige seien aus der Winterarbeit genannt: „Füdische Gefauchte und Literatur, kulturgeschichtlicbe Themen, religiöse Arbcitsgeincinscbaften, die Gescbicbre der Emanzipation, Fragen der Berufsumschicbtung". Reben religiösen Feiern aus besonderem Anlaß finden allmonatlicb Ftcitagabendfeiern statt, die die gesamte Aeltcrenschaft vcrainen und in eigener gedankticbet und künstlerischer Ausgestaltung dem junge» Menschen die Möglicbkeit geben, einen rcchteij Freitagabend zu verleben. - 7In mehrioöchentlicben Abständen lverden größere Vorträge von Freunden und Führern unserer Bewegung gehalten.' Regelmäßige Fahrten fördern ständig den kameradschaftlichen 'Zusammenhang unter allen Bundesmitgliedcrn. Unsere Füngcrenschaft, die! bündisch organisiert ist, vergrößert sicb zusehends: ständig sind neue Gruppen im Entstehen. Der Bund marsebiert! Er ist ja kein völlig nesics Gebilde, sondern vereinigt in allen Städten die Gruppen, die schoniimmcr in bewußt deutsch-jüdischen Sinne gearbeitet haben. 8m Zeichen Der Dundesnadel, des Ringes, will der „Bund" alle» Fugendlichen die ge stigc und kameradscbaftliche Bindung geben, die die deutsch-jüdische Fugend heute notweirdiger denn je brauchte ftus dev Tätigten des „Sdjwavgen ffä/jnleins' Das „Schwarze Fühnlei n" ist nach der Trennung dLs „Kamcraden-Dundes" in „Werkleute" und „S. F." der einzige über das Reich hin bestehende Bund, der unabhängig von allen Erwacbscnenorganisationen die bcutschfühlenden jungen Fuden in geistiger und in körperlicher Hinsicht erzieht. Wir jagen nicht nacb Mitgliedern und sind infolgedessen auch zahlenmäßig nschr stark; was iviv aber an Menscbenmaterial haben, das isoll Elite sein und werden. Wir sind.deswegcn etwa nicht stolz und dünkelhaft, denn wir sehen ein, daß in andere» Organisationen die Menge m sich erfaßt werden muß. Wir werden und können aber von dein Auslcsepcinzip in unseren Reihen nicbl abgehen, iveil wir sonst uns selbst, unsire Eigenart und Berufung aufgcbcn müßte». Mit den landlnufigen Ausdrücken: Erziehung des Körpers und des Geistes ist unsere Zielsetzung nicht gegeben. Wir loolien mehr. Wir leben in unserem Bunde diese Dinge alle mit unseren Fungen und Mädeln. Aus der Gemeinschaft heraus wächst und formt sich so der junge Menscb, * Di« Gruppe»» sind in alphabetischer Folge ausgesührt. e 75803142

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