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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1934-04-01 · 4 (4.1934) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
11 (1934)
Issue
4 (4.1934)
Date
1934-04-01
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
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Nr. 1 i h Breslauer kubisches ©cmcinbcblatt 37 »och b«ir u’citauö größte Xtftl der Auswanderer nach dem europäischen Ausland». Zn ihnen zähle» imch diejenigen, die zweck» dcrnflicher Ansdildung ivo» den hierfür zuständigen Organisationen, vor allem vom Hcchaluz, ausgesucht und zimi Teil mit Äntcrstützung des Hilfsvereins auf die in Frage kommenden Küter und Betkicbe in Frankreich, Lettland, Litauen, Dänemark, Jugoslawien und der Tschechoslowakei geschickt ivurden. Don Oktober ab eröffnen sich Möglichkeiten in Bebersee in iveitercm Ausmaß. Es ist bemerkenswert, daß jn de» Monaten Oktober bis Dezember fast 25 Prozent überseeische Reiseziele hatten. Hin Dezember verschob sich das Verhältnis noch weiter; es gingen 49 Prozent der vom Hilfsverei» unterstützten Auswanderer nach Acbcrsee. Eine nicht unbeträchtliche Zahl derer, die in europäische Länder ansreisten, ist von den ausländischen Komitees - nach Ilebcrsce, besonders nach Südamerika mzd Südafrika, weiterbcfördert ivordcn, nachdem alle Versuche, für sie in Europa Existcnzmöglichke tc» zu schaffen, fchlgescblagen waren. Wie in früheren Hahr* n lvar der Hilfsverei» aucb im Nabrc 1933 Auswanderer», die aus bei i Osten kamen oder dorthin zurückkehrtcn, aus ihrem Wege durch Deutschland behilflich. Es passierten den Schlesischen Vahnhof in Berlin (wo die Bahnhofsbchörden dem Hilfsvercin einen besonderen Auswandercrsaaf zur Verfügung gestellt haben) 13550 21»»- und Rückwanderer (hiervon 2724Richtjudcn in geschlossene» Transporte», die von Schiffsgesellfchaftcn! in- Pole», Litauen usip. zusannncngcslelll wurden), und zwar v 213 Männer, 4 $78 Frauen, 2439 Kinder. Der- Bahnhofsdienst des Hilfsvereins nahm sich der Ehaluzinikransporte au» dem Osten bei ihrerjDurchreise nach Palästina an. Es, lvurdcn Zuschüsse gewährt für Bahnbezw. Schiffskartcn, Visen, Zehrgelder, Kosten für Transport« von Ecpäck, Tflaschincn und Instrumenten insgesamt in Höhe von 327 ÜM Mk.! Das rlkcaigewaiscn-Flrrsorgeioerk erforderte noch Aufwendungen iunae Leute, die »ach feurouäUche» und 7lebei->eelä,ch,-rii aek.chreu für junge Leute, die nach sind, lvic für solche, die no>f -Dem Kindcrdorf Bcnnaä' loie vor Interesse zu. uropäische» und Aebersecländer» gefahren ausgebildet lvcrden. chemen in Palästina wandte der Hilfsverei» Er har es insbesondere i» dem Bestreben, rJ au» Deutschland; auswandernde Kinder aufzunchmc», gefördert. Die vor kiufzei» errichteten Häuter der Kwuzah Akiba in Ben-Schemen, die zur 2lufnahmc dieser Kindef bejlinnnl sind, tragen den Rainen des unvergeßlichen Präsidenten de» Hilfsvereins Dr. James Simon. Für Las Kigderheini „Ahaivah" in Berlin, das sechzig seiner Zöglinge nach Haifa üderisicdeln läßt,, und" die musterhaft geleitete Hebräische Realschule in Haifa wurden Bewilligungen aus dem James Simon-Fonds beim Hilfsverein vollzogen. Studenten, die unmittelbar vor Abschluß ihre» Studiums standen, wurde» Beihilfen von mehreren tausend Mart gewährt. .1» dem Bericht wird der Jusannnenarbeit mit dein Zentralausschuß i er Deutschen Iude^i für Hilfe und 2l»fbau, der Iewish Eolönization Associatiom dem Joint D skribnlion Eomniittee, der Hiccm (Hias- Iea-Emigdireel), der 2lNglg-Hicem und zahlreiches anderen Komitees gedacht. , , Der Hilfsverei» ist, »sie in dem Bericht hervorgehoben wird, von der Reichsjtclle für das Aüswandernngswcscn als gemeinnützige Austnnftsjlclle für jüdische Durchwanderung und 2lus>oandcrung anerkannt. Er ist der Reichsjtelle ebenso wie den dieser unterstehenden größeren Auswandererberatmigsjtellen in Berlin und im Reiche fiir die wertvollen Informationen ju besoMWein Dank verpflichtet. Die Publikationen der Reichsftelle waren W»der 2lusarbeitung der Korrespondenzblättec von großem Wert. Die Reichs- und Landesbehördcn kennen die 2lrbeil des Hilfsvcreins feit Jahre»; dieser hat bsi seiner im Interesse der Allgemeinheit durchgeführtcn Tätigkeit stets volles Verständnis beiR^hnen gefunden. =■ Der Bericht schließt folgendermaßen: „Der Hilfsverei» der Deutschen Juden muß an seine Mitglieder und FrclNide den dringenden Appell richte», ihn bei der Durchführimg seiner Arbeit auch im Jahre 1934 in tatkräftiger Weise zu unterstützen, in der Erkenntnis, daß in so schwerer Zeit jeder zu großen Opfern im Interesse des Einzelnen wie in dem der Gesamtheit, mit der seine eigenen Interessen aufs engste verknüpft sind, bereit sein muß. Möge dieser Ruf nach Hilfe, der an die' weitesten Kreise der Iudenheit in' Deutschland, auch an alle diejenigen, die dein Hilfsverei» noch nicht als Mitglieder beigetreten sind, ergeht, nicht ungchört verhallen. Die Bemessung des Beitrages bleibt den Mitgliedern überlassen. Postscheckkonto des Hilfsvereins: Berlin Rr. 33 I2ö. ’ Der Hilfsvcrcin erwartet, daß die Reihe» derer, die sei» Liebeswerk^ freudig unterstützen, sich dichter schließen, und. daß ihm Förderung zuteil lvird, damit er seine Tätigkeit auf sozialem und kulturellem Eebiete, - wie in den letzten Jahrzehnten, mit Erfolg weitcrführen und das Schicksal der Menschen erleichtern kann, denen kein anderer Ausweg bleibt als in die Fremde zu gehen." Oer Arbeitsnachweis jüdischer Organisationen Breslau 2, Schweidnitzer Stadtgraben 28. Telefon 288 63 bittet uns uni Aufnahme folgender Rotiz: Wir suchen Stellungen für 2lrbeitskräfte folgender Berufszweige': Kaufmännifchc Angestellte, männlich und weiblich, Sprechstundenhilfen, Laborantinnen, -Röntgenassistentinnen, Wirtschafterinnen,- E-elegenheitsarbeiter, Ehauffeure, Bankimgcjtellte und Handwerker. 2lrbeitskräfte für .folgende Berufe werden gesucht: I u n g e Kontoristinnen, jüngere perfekte Hausangestellte, kaufm, Lehrpersonal, ein Lehrling für das Friseurhandwerk, ein Lehrling für.Baugläser«!, ei» Lehrling zur Ausbildung als Steinmetz. Wir sichen dringend Lehrstellen für das Handwerk. ' Wir bitte» dringend, uns jede freie Stelle unverzüglich zu meldest. Oie Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden beabsichtigt, gcineinsaln mit der Rcichsvcrtrctung der deutschen Juden und dem Jüdischen Frauenbund eine A n s b i l d u n g s st ü t t e f ü r jüdische Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen einzurichten und mit dem ersten Lehrgang Mitte 2.’u i d. I. in Berlin zu beginnen. Das Ziel der Ausbildung ist, Kindergärtnerinnen-und Hortnerinnen für die 2lrbeil in Kinderlagesjlättcn, Erziehungsheimen, aber auch in Familien, zu befähigen. Der Lehrgang-wird if. Jahre dauern. Vorbedingung ist abgeschlossene Mittelschul- oder Obersekundareife oder Rackm-cis einer gleichivertigen Bildung durch die schulwissenschaftliche Vorprüfung und ausreichende hauswirlftbastiiche Vorbildung. 2iach einem Prodemonak, der die hausu-irtschastuchcii Kenntnisse festzujtellen hat, erfolgt die endgültige-2lusnabme in deu Lehrgang. In dem Lehrgang lönncn 15—20 Schülerinnen als Internatsschülerinnen ff 4fftH4f \*4 \ p mit dem bekannt er st k ln na 1 n Gebäck .r i U‘>stellting<>n erbetrii Kaiser-WUhclm-8traße 12 / jSol.we dnitzer Straße r.3 nnt*r Telefon 39444/-J5 rrflnhlsdie Weinstuben Früher Naring Inh : Idesl Barwitz Messexgasse 28 Dtp gemütliche Betrieb Coie fohrld Z w 1 n g e r p 1 a t z 2 Cafe König Gartenstraße 40 Sdinell 4 Co. froher Kelch Gartenstraße 43 I preiswerter Miktng.-tli-eh besonderer Art] 1 Oasisiaue der naose-Quelle Kaiser-Wilhelm-Straße 15 Ecke Sadowastraße Leitung: Georg Kaminski Llttauer s Weinstuben and WeiiTgroßhandlung Ring 50 Restaurant Kornbäuser Schweidnitz. Stadtgraben 9 1 F.tagej Beliapl.tieaellachlvfi »räume Konditorei Seelia Karlsplatz 3 ' Kftiscr-Wilhelm-Straße 78 Hotel - Cafe Rom Vereinrszimmer v Bischofstraße, Ecke Albr^chtstraße Inhaber: Roseufeld Restaurant Sdiworz nl)le Küche der Kenner1* Schweidnitzer Stadtgraben 9 Fcrnsprech-Anschluß Nr. 57162 Hotel Adlerbof Gartenstr 79l unweit Schweidn.-Str. Telefon 306-4 und 34680 Moderne Zirpmer, fließend. Wasser * ' Mäßige Preise zum ReKhsddler Gartenstraße 99, am Hanptbahnhof Restaurant und Frühstücksstuben Bekannt gute Speisen u. Getränke Niedrige Preise! Restaurant Sdiool i Tauentzl^nstraße 12 .Erweitert — renoviert Behaglicher Amenthalt Gepflegteste Küche und Getränke Tauentzien-Tfiealer dm Kino — für Jedermann Adolf SdiOnleld Inhaber: virw. Emma Schonfeld Kaiser-Wilhelm-Straße AB ° lUcktrel / Konditorei / Caf6 Caft Slcdner Die beliebte Konditorei A^ntonieU strnße 8 > '

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