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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1934-04-01 · 4 (4.1934) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
11 (1934)
Issue
4 (4.1934)
Date
1934-04-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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10 Breslauer ch es Gemeindeblatt Nr. 4 Jüdischer Musikoerein Vre» au. > ' Im 25. März 1034 ift de r „3üi>ifche Nuslkvereill i'ro&lüii" djfgriiiii'et ivorde i. P* unterjcichnctc Vorstand des Vereins loendet sick/ftunmehr an all: musikliebenden und musikausübenden Personen der Ares lauer jüdisch:» Gemeinde und der andern Sei feinden Schlesiens, undfordert sie zw» Aeitritt aus. Per Jüdische Musikoerein bat sied i ie Aufgabe gestellt, fycti Senns; guter zu vermitteln u >d jüdischen OAusikern Gelegenheit! zur Betätig» ig zu geben. Sr wir: der Träger des jüdische» Kannnerch^res lind d:s jüdischen Orchesters sein, - die tus ihrer Mitwirkung Jm den - Lima, ogen-Konzerten bereit» bekannt sind. Sr ivird auch/Lolisten- und Kammermusik-Konzerte »eranstalten. Er wird sieb die Pflege echter Kunst angelegen sein lassen ui ti> wird auä > Werken jüdischer Vers ißrt und jüdischen Inhalts seine Auf» lerksantkeit glwendLii.- y Per Jüdische ONusikve ein will alle musikalischen Be/t ebungeü;nsannnensassen; er wird damit die Gewäh: bieten, daß die Verans altunge» streng künstlerischen Sharakter tragen u id unerfreuliche Erschürfungen im Ätusikleben beseitigt werl en. Per Verein kann eine erfolgreiche Tätigtest jedoch nut/, ntfalten, wenn er die tatkräftige Ant, rstützung der jüdischen Bevölkoritßg findet. Erst wenn eine genügende 7 nzahi von Mitgliedern vorhanden ist, kann die Arbeit begonnen und eit Prograntn für den konnnendei -Winter aufgestellt norden. ' Der Be tritt zum > iüdischeu Musikverein ist Huber ein Gebot dör Stunde. Per Mindestbeitrag, de: für aktiv» und passive Mitglie) ist, ist so niedrig bemessen, daß weitesten Streifen die Mitgliedscbcl iit. Sr beträgt 50 Rpf. moi atlicb. Pe i Mitgliedern Norden s Veranstaltungen des Vereins Vergünstig rügen gewährt werdetj Bei tt,ittser klär »»gen n> rden an di: Geschäftsstelle des Mnsikvereins Breslau", hier , Srarlfir. 45, II erbeten. Ser Vorstand des Züdischen Musikoereins Breslaus Vogelitein. Lur. Landau. Käthe Fitz her. Löwenson. Sm sci^ Sprinzel. Füdislher Lehwimm-Derein Zreslau e. B. ttCT ■■gt-nf tlu44t—b er £ ch ri f tf «fh r e r i n: i?ratt Breslau c\ Friedricb-W lhelm-Skräze SOI. Pie'Schwimm-Abende haben dur h die Olrbeitsgemeinichaft mit bjm Reichsbund jüdischer Froi itsoldaten u >d Bar Kochba einen er reulicben^ Aufschwung genommen. Pai Schwimm n findet wie bisher für Panh: u >d Herren gemeinsam an j e d e n> P! > u n e r? t tt g V' e n: h r int Breslauer Hal enschwimnz >ad statt. Dir tnacben unsere M tglieder tu d Gäste immer wied^ darauf ajlfnierksant, daß unser Kass erer schon pb -'„S Uhr in der i'Stfle__ tend ist. Pie Abgabe der verbill er gleich > moglici'! bri' den ndischen gten Sintr ttskarten an die Mitcchfeder der. Tportgruppen des R. i. F. un ' Bär Kocht a erfolgt nur g e g em Bore i g u n g des M i t g l i : d s a u s u e i s e s. Ss wind ausdrücklie d traitf aufmerksam gemacht, faß auf jed^u Mtgliedsausweis njir echlt e Starte verabfolgt wird. , Fräulein i-'eiii Hamb» ger, die b shör in liebenswürdiger Weise sdje Gnmhaitikgruppe geleite! bat, Verlag Breslau. Wir nebliien Ber-l atilassung nochmals auf diese nt Wege it r unserett Herzlichsten' Pank für ihr erfolgreiches Wirken ausz isprechen. - Gleichzeitig tei/cn-nv r unsereti, Pamett mit, daß die Gymnasl k-Abende kü iftig in den Räumen d :s R. iXr, tti ch t mehr jtattfinden, sondern nitte neuer bewährter Vfitmtg in ajnderen Räumen fortgeführt tverden..— Interessenten erfahreck/ecaheres hei der Lcbriftiührerin. f . Weiter weisen wir auf Seit neuerd ngs von unserer Frau! Blumen-i thal ins Leben gerufenen H c i in - Ol h n d für unsere Pamän hin. —i lsntei essen teil wollen sich bitte an die obenstehende Oldressei /(>ettheiw Am das Jnsammengc hörigkeilsgt fühl zu fördern, beävsichtige» thir ' lnfang W a i eine W t g l i e d e r v e r s a ntiwi u n >g h in ,^ornt eines Kameradschafts-Abends) für jänitl ^<t«- zu befanstaltet! RäHeres wird noch bekannt jegeben. Atlfragen. irgendwelche»jw. usw. siti> richten. Iahte ön genügen, ruckbereits als auch bereits ' ng ausstatt. Ilse ÄAutilen- 'renn christlich ub 00. Früher und zuversichtl cher als sattst regten sich in diescti. im 2-reslauer Tonren-Ruder Slub die ä oorzt bereiten. Am ' dem A ifturiit der mutzten einige Deränderang, n vorgeltoliftnen werden, welche legurg bereits abgeschlossen sein dürftet. Inzwischen hat s ein recht reger Ruder- und % addel-Betr eb sowohl der Herren der Damen-Abteilung entwi feit, desgl, ichen werden Anfän seit einigen Wochen im Rud irkasten un gebildet. Ant 27. Wätz fand i ie diesjäh Per Geschäfts- und Ruderb,rieht legtei groß« r Lchwierigkeiten auch im Geschäftsjahr 1033 eine rectz^günstige Sntutcklung genommen Hat. Leine, »er sportlichen Ertüchltming der jüdißhen Jugend dienenden Linrichtum an wurden in weitestet? Kreise» > der i Sreslauer Gemeindemib lieder bek< nnt. Bei dieser Versammlung, t wie auch bei der 14 Tage ss äter stattfi tbenden Mitgliederversammlung ' konnte eine stattliche Anzahl neuer Milglieder eingeführt treten. In Zukunft soll dies« Sae stets M i 11 c i/u n g e it für tue Mitglieder bringen. S s wird gfbeten, g e n a u d a r a ti f z u a ci t e n! s Allen Oteueingetretellen sei mitgeteilt, daß der Ruderanzng aüs lveißer kurzer Hose mit 4 am breiter schwarzer Bieselund einem Trikot mit kurzen Aermeln, mit einem schwarzeil senkrechtetl Ltreifen auf der Brust, sowie Abzeichen hes B. T- R. S. besteht. Per Trainingsanztlg ist dunkelblau, ebenfalls tjtit obigem geflickten Olbzeickten. Reuanmeldungen timd nähere Olttskunft bei Shrenberg, Matthiasstraße 5. — Telefon: 45508. Die Jüdische IugendHilf« S. D.' iBerlin-SHarlottenburg, Bleibtreustr. 30) organisiert die Aebersiedlung jüdischer Jugendlicher aus Peutschland Palästina-Regierung Hat vor kurzer 5Zeit zur Verfügung gestellt, von denen. noch nach Palästina. Pie 350 Jugend - Zertifikates ca. 35 frei sind. Pie Zertifikate müssen namentlich bfZ Sude April beantragt werden, ivähren gehen wird. Pie Jugendlichen, die Ollijah erst im Laufe hes Jahres vor sieh er fachmännischer Le [ ige Seneralversani Lcugnis ab, daß der:Llüt< trotz. deren Alter zwischen " 15—17 Jahren liegen muß, werden in Gruppen in die einzelnen Liedlungen Palästinas geschickt und dort in der Landwirtschaft, Gärtnerei, Baumschule, Handtverken, Hauswirtschaft, Milchwirtschaft, Geflügelzucht, Bienenzucht und Kinderpflege ausgebildet. Pie Olusbildnng dauert ztoei Jahre. Olm Sude dieses Zeitraumes verschafft die Liedlnng hen Jugendlichen einen Olrbeitsplatz. Pie Kosten für ' Anterhalt und Ausbildung betragen tnonatlich RM. 50.— (ca.) In Sinzelfällen können st« etwas berabgese'tzt werden. Pie Lnnnne muß für ein Jahr vorausgozahlt werden, für das zweite Jahr muß ein B irge gestellt werden. Pa die Vorbereitung der Gruppe etwa in lO Tagen begumt, können Meldungen noch berücksichtigt tverden, lvenn sie soforh erfolgen. < Aus der Arbeit des Hiljsvereins der Peutsckcn Juden im Fahre lOZZ. Pein soeben erscknenenen kurzen Bericht des rulfsvereins der Peutfchett Juden ist der nachstehende Oluszug entnommen. In Aebereinsiimmung mit den zpntralen Prganlsationen in Peutschland führte der Hilfsverein im Jahre 1033 die Austvandererfürsorge iveiter, die seit Olnfang des Jahrhunderts in seinen Händen.lag. I Ende März begamt die Zahl der Personell, die sich an den Hilfsverein und an Stomiteos im Reich tfltt Rat und Hilfe in Oluswanderungsangelegenhelten ivändteh, zu steigen. In den folgenden Monaten erschienen «»glich dreihunkZert und mehr Ratsuchende. Ss tvar unmöglich, sie alle im Büro des Hilrsvere^ins, Martin-Lutherslraße Ol, abzufertigeii,' es wurde daher eine besondere Beratungsstelle int Haus lIranienburgerstraße 3l eingerichtet. Außer den Hilfesuchenden aus Berlin fanden sich täglich solche aus verschieoenen Ltädten im Reiche ein. In mutier größerem Maße hätten sich die brieflichen Olnfragen in Oluswanderungsangelegenheitcn; in manchen Moiiaten überstieg'ihre Zahl dreitausend. Int Zusammenhang hiermit wttrde eine ununterbrochene lebhafte Storrespondenz mit den Komitees und Vertrauensleuten des Hilfsvereins, mit den tteugeschaffenen 'Stellen fürlijilfe und Aufbau bei den jüdischen Gemeinden und mit den Hilfsorganilationen im Olusland geführt. Pie Oluswandererschutzkomitees des Hjlfspercins in Hamburg und Bremen haben sieh der purchwandefnden Aebetseepassagiere angellommen, sowie Wanderer anderer Kategorien bertreut. Wenn man die Famillenangehörigen hinzurechnet, so waren es 'tnindestens sechzigtausend Menschen, denekt der Hilfsverein und di- Seotjuitees, die mit ihm in Verbindung standen, im Lause des vergMtgenen! Jahres Ocat und Oluskunft zu erteilen hattena Zur Information! über die Verhältnisse in den Siltwanderungsländern gab der Hilfsverein sein „Storrespondenzblatt über Aus- 'lvanderungs- und Liealungswesen" im Jahre 1033 zweimal heraus. Pas erste erschien ün Februar, es behandelte einundvierzig europäische und überseeische Länder. Olach diesem Srorrespondenzblatt bestand,so starke Nachfrage/ daß es nacktgedruckt werden mußte!. Im Laufe der Lommermonate erwies lich die Lieferung neuen Materials als notwendig. Stontinente, die bisher wenig oder garnicht aufgesuchp wurden, Kolonien in ävektzer Ferne wurden tnhhr als vorher Ziele der Oluswanderung. Oktober 1033 wurde cjn neues Korrespondenzblatt peröffentlicht, das Berichte über ziveiundiechzig Länder enthielt. , Olußer amtlichen Bekanntmachungen, Oluskünften von Konsulaten und^Berichten auswärtiger Sromitees werden auch Briefe von Jluswanderern verwettet,^es wurde)! lebendige Lchilderungeit persönlicher Erfahrungen, die aus zahlreichen Ländern eingegangen waren, wiedergegeben. Ergänzende Informationen über wirtschaftliche Möglichkeiten, Einreisebedingungen, Bestimmungeli für Ausübung von Berufen u. a. für Aerzte — wurden in Zirkularen gegeben.. , - Pie Förderung drrch die GesellschMtpn, mit denen der Hilfsverein seit langem zusammen«rbeitet — vor Mhm Ica und Hicem und ihre Zweigkomitees — kam i >m bei der Emigpationsarbeit besonders zustatten. Per Hilfsverein steht heute mit über 200 Komitees, Gemeinden, Vertrauensleuten und Ko respondenten außerhalb. Peutschlands in allen Erdteilen in Derbindut g. In dein Bericht ist "ein Aeberblick über die Hindernisse gegeben» die sich einer Niederlassung von Einwanderern in den wichtigsten Ländern entgegenstellen, und andererseits wird auf Grund reichhchligen Materials auf die Möglichkeiten hingewiesen, die sich für Auswanderer in kontinentalen wie überseeischen Ländern geboten haben und zur Zeit nach bieten. Eine zuverlässige Statistik' der Auswanderer, die sich im Laufe des Jahres 1033 an den Hilfsverein um Rat wandten, zu geben, war nicht möglich, da in einer gri ßen Olnzahl Fälle kein Nachweis vorliegt, ob und wann die Auswanderung unternommen worden ist. Don denen, die die finanzielle Hilfe des Hisfsvereins in Anspruch nahmen, wandten sich' 5.040 zunächst nach den Nachbärstaaten ' Deutschlands und nach anderen europäischen Ländern.! In den Monaten April bis September ging r<L

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