Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 11 (1934)
- Issue
- 4 (4.1934)
- Date
- 1934-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
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T 4 Breslauer .jüdisches Gemeistdebla Nr. 4 mich mit unvergänglicher Dankbarkeit muß, wie der Redner bervorbob, es auch an diesem Tage ^11111 Olusdruck gebracht werden, daß Eduard Lachs mik dein israelitischen Krankeudause ein Werk geschaffen bat, das nicht nur ihm und feinem Andenken, sondern unserer Gemeinde und weit darüber binans dem gesanuen deutschen Auden'tun, für innncr zum Segel, gereichen wird. Aber nicht nur in den Seiten des Aufstiegs, sondern auch in den Feiten schwerer Bedrängnis bat Eduard Sacbs ^lnoergängliches geleistet. Sofort nach Ausbruch des Wcltkriegcs'stelitc er in Erfüllung gern übcrnommener vaterländischer Verpflichtungen der Heeresverwaltung 150 Betten hes Ltlrankcnhaufes als Lazarett für verwundete und krairke j^ricgcr zur Berfügung, das bis Ilnni >920 im Betriebe blieb und in dem Tausende braver Batcrländsverteidigcr ärztliche Versorgung, Heilung und beste Pflege gefunden baben. Wie Eduard Sachs nirbt gezögert batte, fast das gesamte Stiflnngsvcrmögcn des Krankenhauses jüf Kriegsanleihe zu zeichnen, so bat er ancb in den unbeilvollsn Feiten der Inflation, die nnt dein Verlust fast des gesamten Bcrinögcns der Anstalt verbunden war, es mit seinem aus dem Born reicher Lebenserfahrung geschöpften weisen Rat verstanden, der Verwaltung richtige Wege -zu weisen und das gefährdete Sckstfflein in den fieberen Hafen zu führen. Nicbt unerwähnt bleiben darf die im' ilabre 191‘2 erfolgte Errichtung des Tisraelitischen Siecbenbauses „Olrnold und Herrmann SGottlaender-Stiftung" an der Mcnzelftraße, das 55 -Siechen und bilfsbcdürftigen Glaubensgenossen eine sichere Fuflucbtsstätte bietet und das wir gleichfalls der rastlosen Fürsorgetätigkeit des genialen Mannes zu verdanken baben. Die israelitische Zrranken-Derpflegungs- Anstalt bar ibren nnoergleichliGen Borkcklnpser und Führer der von Allen, die das Glück batten, mit ihnr zusannnen arbeiten zu dürfen, bocbverebrt wurde, durch Bcrlcshung der Ebrenmitgliedscbaft anläßlich seines 70. Geburtstages, drirch Anbringung einer Ehrentafel aus Bronze im Bcrwaltungsgebände des Krankenhallfes anläßlich seines Modische FrQhjeihrs- Kleidung für uamen u. zu niedrigen Preisen . bei SO. Geburtstages, dl^rch Airbringnng eines Porträts im Sitzungssaale und schließlich durch Berleibung der Tstnmerwährenden Mitgliedschaft nach seinein Dahinscheidcn ihre unauslöschliche Dankbarkeit gern bezeugt. Als Eduard Sachs am l'2. April!l92ö, also im Alter von 91 Tlahren, seine nimmermüden Allsten schloß, durfte er auf ein Lebcnswerk zurückblicken, dah auf dem Gebiete der Wohltätigkeit kaum seinesgleichen findet und das seinen Namen für immer mit dein israelitischen Krankenbause zu Breslau! und den ihjn angeschlossenen earitativen Anstalten ver-, binden wird. . Fum Schluß sproch Herr ilsttizrat Dr. Eohil int Nameir des Vorstandes der Krankenanstalt das Gelöbnis aus,! dem durch Herrn Eduard Sachs geschaffenen Borbilde nachzucifern, um die öon ihm geschaffenen der Wohlttäigkeit und Menschenliebe gewidmeten Werke für alle Feiten ihrer segcnspendendcn Wirksainkeit zu erhalten. | i im Anschluß an die schöne und eindrucksvolle ,rciev besuchten die Tcilnch ner die Okuhestätte von Eduard Sachs auf dem Friedhof Loh sttraße, die mit Blumen reich geschniückt i war. Hier hielt Hejrr Gemcinderabbiner Dr. Bogelstein .eine tief zu Herzen gebende Ansprache, in der er die Gnade Gottes prieh, die uns einen Mann wie Eduard Sach^ geschenkt habe, desstn Leben Segen spendender Arbeit gewidmet war lind i'essen Schaffell auch über sein Lebest, hinaus der -Nachwelt zuin Segen gereicht. Mit eiilent Gebet für den Verstorbenen schloß die Feier, die bei qllcst Teilnehmern einen tiefen Eindruck Hinterlagen hat. L. . ist noch immer awer SdimledebrUcke 7-10 r -t- Für die uns in so außergewöhnlichrachem Maße erwiesenen Aufmerkss.. mkeilen, rur Bermizwah unseres Heinz sprechen wir eiien unsern herzlichsten Dank aus. Breslau, im April 1934.. Waisenhausdirektor Juiius'Koiodzinsky u. Fi au Dora Nach mehrjähriger Tätigkeit im Ostsssbad Warnemünde ha(ben wir in Breslau die j Praxis von He rm Dr. H. Foerder übernommen. - Breslau, 1. Mai 1934 Höfdienstr.10311 Tel. 356 30 Or. Bernhard Borkon Zahnarzt, Edith Borkon Zahnärztin - Reisekoffer, Handtaschen sowie simtl. 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