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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1932-12-01 · 12 (12.1932) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
9 (1932)
Issue
12 (12.1932)
Date
1932-12-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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140 B reslauer Jüdisches Gemeladeblakt Nr. 1:2-. 1 “ Di« l>etüU|\1'loi|Ui4I?n riic Vreolau U'crl'tfii uh'('I fiit 1431 und 1952 zu hoch sein, sicher ift di« für Frankfurt für 14. -vorgesehene 2imimc zu niedrig. Ileberbics find all« drei Zahlen für Frankfurt »och um den anteiligen Betrag für Büropersonal ju erhöhen, da Pie Veranlagung der Lohn- ' steuerpflichtigen in Frankfurt durch die Gemeinde besorgt wird und die Personalkostcn wie in den anderen Etatzwcigcn lim Kapitel „Besoldungen" enthalten sind. Die vielfach geüdlc Kritik grade an diesen Zahlen des Breslauer Etats erscheint danach nicht gerechtfertigt. | Es würde zu rveit führen, wollten wir ah dieser stelle' den bisher durchgeführtcn Vergleich noch rveitcr fortsetzen uitd für alle Zugige der Verwaltung durchführen. Das muß den Bearbeitern d^s nächstjährigen Genieindeelats üherlasscn bleiben. So ist hier insbesondere der Etat des B e ft a tt u n g s w e s c n s und der F r i e d b o f s r c r »r> a l t u n g c n ganz forrgelasjen, obwohl auch diese gcgenüberzustcllcn vö» vielrachciu Interesse iü- Den beiden Etats sei nur noch die Angaben über Schuldenu » d I i n s c n d i e n st cnlnomnicn:! Ist 1456 Voranschlag l43I Voranschlag 145-' Frankfurt. 105 626 57 431 06 320 Breslau . . 21 006 32 XV 35 600 Es ist d«aus zu entnehmen, daß beide E eincinden,. Frankfurt eher schon als Breslau und in erheblich größeren» Ausmaße sieb genötigt gesehen haben. k«xz- oder langfristig« Darlehen aufzunc 'inen, uni nicht ihre Geineindemitglicdcr zu sehr mit Steuern in An pruch z» nehmen. Die Steuer sä kc in beiden Gemeinden waren: / 1450 idÄ Frankfurt ...... I5?o lfe% ^Breslau . .. 14%. I t% ivozu in Breslau im zroeiren r>albjahr oott 1031 un> für das laufende Steuerjahr ein Zuschlag von 50% zur Acichsvcrmögcnsslci er kommt, die in Frankfnrt auch in ^pscni Jahre noch vcrsuchslveise cingcfüt rt werden soll. DiS^gcsamte Betrachtung der beiden Etatss zeigt, daß man in beiden Gemeinden bemüht gervesen ist, so sparsam wie nur irgend 'möglich zu wirtschaften. Daß in den für die einzelnen Ekattitel ßn den beide» Eeincinden ausgewoöfcnen Lummen im großen ganzen nid>ti gar so erheblich über das durch die immerhin verschiedene Größe der jühischen Bcvölkcruirgsziffer gegebene Blaß von einander abwcichcn, zeigt, däß die Ausgaben zwangsläufige sind, aus den Aufgaben einer großen Syiwgogcngcmeinde mit Aoilvendigkcit hervorgehe». Ablvcichungen find wobt fast immer aus lokalen Umständen und Verhältnissen zu erklären*). In! jeder Gemeinde konnneu irgend welche aus der besonderen Entwichlung mcijt sich crgcbcndcir Wünsche und Neigungen auch in den Leistungen der Gemeinde zum Ausdruck und beeinflussen den Etat. Eine vergleichende Bekr ichkung, zeigt indes auck'. 1032 15".» 16% ob und wo man doch vielleicht noch in der einen den Versuch eines Einsparens machen kann. oder anderen Gemeinde Jedoch läßt der Vergleich wiederum deutlich erkennen, daß auf der einen Leite das „reiche Frankfurr" von jeher und jetzt ganz ungc» und Einsparungen ankfurt sich infolge seiner Ausgaben leisten konnte, und unausgesprochenen doch die Ltcuererhöhmig Instanzen waren aufs zumindest von, ehedem und das „arme Breslau" besonders stehen. Es zeigt sich in Minderaufn-enttu in Breslau und auch in Mehrausgaben, da wo Fi a besseren Situation früher schon heute rentierende : ein Mehr an Synagogen, «in Mehr an privaten Organisationen und Institutionen für soziale Fürsorge mit einem Mehr vor allem an Grundkapital. Der Vergleich beweis«, daß alle ausgesprochener Gedanken in der Breslauer Gemeinde, .man hätte vermeiden können, unrichtig sind. Alle beteiligt, n eifrigste bemüht, den Etat mit der größten Spats« mkcit und in der größten Knappheit aufzustellcn. Hoffen wir, daß bald wieder andere, bessere Zeiten kommen, in denen es möglich ist, an den Entwuif eines Etats wieder mir größerer Liberalität heranzugehen und doch die §tc ucrprozcnte wieder hcrabzusetzen, vielleicht auch noch wie einstens Ucbcrfc iiijfe zu erziele», die den jetzt so notleidende» Anstalten innerhalb der Gcmcir de zugute kommen können und vielleicht auch gestatten, für Zwecke Geld au gugebcn, die schon lange nicht mit Unrecht einen Sbispruch darauf haben, großen und ehrwürdigen Gemeinde wie Breslau bedacht zu werden. Hoffen wir, daß bald die „alchit, guten" Zeiten wiedcr- . kommen, in denen zwar damals auch immer räso rniert wurde, von denen wir aber erst heute im Rückblick erkennen, ivie Hoffen wir auf ihre Wiederkehr „bimhcro bejonusnu" zum Wöhle der Gemeinde, zum Wohlc des Judentums. Bibliographie üer jüöisch-schlejifthen Literatur für die Jahre lYZO unü lYZI. Fünf Jahre jüdisch-schlefische Bibliograp äe (1827—1931). Don D. Drilling, Dres! au. (Fortsetzung Kuh, Ephraim Mojes. — Zum 200. Geburtstage Stadtanzeiger JRr. 2 <Beilage zur Berl. Tü, Kupka, E.: Das Schicksal eines Generalprioilej BeiL Das Privileg 'erhielt David Salomi: hielt, es Esaias Lew!» Joachim, 1704 Fabic, Lassalle, Ferdinand: Siehe Bein, A.; Cohn, Willi meyer, Paul; SzNely, Bela; .Thier, Erich. Lehmann, Rudolf: Die Urkunden des Gubener form. Niederlaufitzer Mitteilungen. Bd. 18 ziehen sich Urk. Nr. 18, S. 14 (1319) und N 1397). *) Man denke z. Da l die ansehnliche Franks urtcr Separat-Gemeindc. (1731—1790). Breslauer gebt. u. 22. Oft. 1931,. ziums. IAO 1930, 17, n jr. getauft; 1786. ern Israel Lappe. Elbogen, R.; Kampfs- Stadtarchivs in Regeften- 1927. Auf Juden be- . 38, S. 23—24 (Guben Leipzig. — Aus Geschichte und Leben der Juden in Leipzig. Festschr. zun 75tzährigcn Bestehen der Leipziger Gemeindesynagoge, herausg. v Vorstand der Israel. Religionsgemeinde Leipzig 1930, 88 5. m. Abb Die Synagoge der Breslauer Juden in Leipzig wird erwähnt S. 31. 47, 49; über Dr. Zacharias Frankel S. 66. Breslau schickte ebenst wie Gr.-Glegau ständig Meßgäste (2. 25). Leobschütz. — Zum Tode Felix Holländers. Die Literatur (Literarische- Echo) 1931, S. 631- 32 m. Portr. Ferner Voss. Ztg. 11*31, Nr. 121 (31. Mai) Hauptbl. Biogr. Aufzeichnungen über seinen Vater siehe j in SM VII, 1931, S. 282—84. Lo:ü, Joseph: Zum 100. Geburtstag von Salomo» Iadassohn. EL-Ztg 1931, 33, S. 4<»8—09. S. I. ist 1831 in Breslart geboren. Lewin, Louis: Nachträge zu: Die Landessynod« der großpol. Juden fchast in Dubnow-Festschrift (Berlin 1980), S. 124—135. Darir Koben 1738, S. 127 und Namslau 1688, S. 131 erwähnt. Lie(znitz. — Prof. Dr. Iadassohn. Dolkswacht 1931, Sept. 30, Beilg. 2! ist aus Liegnitz gebürtig.! Liegnitz. — Judaica to lhe greater pari from Ihe library of the lala Dr. Perig, Liegnitz. Katalog Rr. 58 d. Internat. Antiquariat Menno Herizberger), Amsterdam. 52 §. <816 Nrn.) Lilirnthal, S.: Salomo» Iadassohn s. A. Jüd. Gemeindeblatt f. dl Bergischen Lande (Mitteilungsbl. d. «yn.-Gem. d. Wuppertals) 111 W31. Nr. 26. ' | Loevk, Heinrich: Die Juden in Deutschland. Bibliograph. Notizen, g ZGID 1, S. 75 ff. Darin Schlesien ZGID 1, S. 84 lNr. 87—91) ' if. 355—56 (Nr. 351 -355), ZGID II, S. 323—24 (Nr. 1(14—202), >4GID III, 2. 165 (Nr. 308—321), 2. 297 ,Nr. 778—786). Loewh, Franz: Beiträge zur Gesch. d. Juden in Glatz. Jahresarbeit de- Oberprimaners F. L. am Staatl. Kathol. Gymn. zu Glatz, 1929/30 Zchreibmasch.-Manufkr. 82 S. mit Zeichng. u. Photos. Ludwig, Emil: Geschenke des Lebens (Selbstbiogr.), E. Rowohlt, Berlir 1931, 865 S. Hierzu siehe Julian Lehmann, E. Carlebach und E. L salbst in einer Auseinandersetzung im 2FD 1931, Nr. 4 ff. AuH itj diesen zwei Jahren ist die Emil-Ludwig-Literatur weitergewachsen Ich erwähne hier nur: W. Hegemann in Die Weltbühne, 1931 Nr. 3, 2. 96—100: E. Lissauer in Die Literatur 1931, S. 371—73. nio auch weitere Lit. zu seinem 50. Geburtstag dort S. 395—96 an; gegeben ist; Marcuse Ludwig, Die Emil-Ludwig-Front in Daq Lagebuch 1931, Nr. 4, «. 141—44. Mommsen, Wilh.: Legitim« uni t illegitime Geschichtsschreibung, «ine Auseinandersetzung mit E. L ‘I 21 £., München 1930. R. Oldenbourg. Hierzu kommt ferne, , ziemlich objektiv) Ad. Waas: Histor. Belletristik, eine krit. Ausein^ andersetzung mit E. L. in Hefte für Büchereiwesen, XV, 1931 o. 177—89. Meiüiier, Ludwig: Bekenntnis zum Judentum, in Jüd. Almanach a. d 8. 5691, herausg. i. A. des KKL von Fr. Thieberger und F. Weltsch Prag (1930 31), S. 164—68. Der Maler L. M. ist 1884 in Schlesieis geboren. Meierj Georg: Die Juden in Grottkau von 1812—1857 in Aus de Grottkauer Lande, Monatsbeil. d. „Grottk. Ztg.", Ig. VI, 1931 S. 9—11. > Mendelsson, Samuel. — Zum 80. Geburtstage des Bizepräf. d. Jrrd.- u Handelskammer Breslau S. M. (am 21. Dez. 1931) in Ostdeutsch; Wirtschaftsztg., X. Ig., Nr. 20, S. 432. Menes,' A.: Die Taufbewegung .in Preußen in der ersten Hälfte des 19. Iahrh. (jidd) in Schriften des jidd.-wissenschastl. Instit., hist. Sekt. Histor. Schriften I, Warsthau 1929, S. 375—404. Diese Ar» beit gibt einen guten Ueberblick ijber die Iudentaufen in Pr. von 1820—50, darunter auch von Schlesien, und zwar auf Grund von Archioforschg. Heber Schles. vgl. noch B. Brilling in JZO 1930, 23j IMeyet, Franzi: Zum Andenken an Bernhard Schottländer. Dolkswacht vom 13. 3. 1930, Beilg. B. Sch., geb. 1895, ermordet März 1920) wär Begründer der „Arbeiterzeitung". > 'Meyhrj Herrmann: Inder Topo-Bibliographicus. . Ein Beitrag zur Ge^ schichte des hebr. Buchdrucks in Soncino-Blätter III, 1929/30, S-> 243—58. Darin Bibliogr. folgender schief. Druckorte: Breslaü . ^Stjr. 38); Dyhernfurth (Nr. 44—46); Hundsfeld (Nr. 56—57), velr .. (Dir. 78;i). i Mühlia schütz. — Der Waldfriedhof bei Mühlatschütz in Heimatkalender f die Kreise 'Namslau, Gr.-Wartenberg und, Oels 1930, E. 62 fs I Diiser Friedhof liegt bei Mincken und gehört der jüd. Gemeind, ' Ohlau. Müller Albrecht: Beiträge zur Gesch. d. Jüd. ^Steinaus, Jahresarbei d^tz Oberprimaners A. M., Schüler der: Schlabrendorftlchule zr Stbinau a. d. Oder, Schreibmafch.-Manuskr. 45 S. mit Photos u; „ Zeschng j Mulleir) E.: Die 'Altstadt von Breslau. Citybildg. und Physiognomie. Beitr. zur Bresl. Statistik 5). 3. Stat. Amt der Stadt Breslau, 1031, 131 S. und 16 Bilder- und Plantafeln. Auf Tafel 10: Drei Photos von ehemal. Iudengaschösen. Für die Zusammenballung der jüd. Bevölkerung Br. in bestimmten Bezirken ist dieses Buch ganz aufschlußgebend. Neisse, — Blätter der Erinnerung an die Weihe der Synagoge Plauen i. Dl zuch 6. April 1930, Isr. Religionsgemeind« Plauen (Plauen 1930), 29.' S. u. Abbild. Darin S. 7 über den (zweiten Plauener) 90ligionslehrer und Dorbeter Isidor Ellgutter aus-Neisse/ der 1886 bis 1906 dort amtierte und 1926 dort beerdigt ist. Nieüekschlesien. — Jüd. Wohlfahrtsverband für Niederschlel. in Jüd. Wohl» fahttspflege und Sozialpolitik. N. F. Ig. I, 1930, S. 384.;

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