Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 9 (1932)
- Issue
- 8 (8.1932)
- Date
- 1932-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 8 B cetlanet Jüdische» «emeladeblalt 93 \ l. Der Jüdische Pfadslnderbund Deutschlands - 1 war nxUjrenb -er letzten zwei Monate in seiner Schlosienwerbung recht 'erfolgreich. Der Breslauer Ortsbund erreichte bisher ein« Stärke von 50 Jungen und Mädchen, in vier Gruppen. Außerdem wurden in Hirschberg, Ratibor, Beuchen, Gleiwitz Ortsbünde gebildet. Hirschberg und Ratibor haben ihre Arbeit schon ausgenommen, während Beuthen und Gleiwitz erst nach Pfingsten mit ihrer Tätigkeit begannen. In mehreren anderen Städten steht die Bildung von neuen Ortsbünden des Jüdischen Pfadsinderbundes kurz bevor. Noch einmal bitten wir alle, Rabbiner, Lehrer und Jugendliche, die die Notwendigkeit des Zusammenschlusses der jüdischen Jugend auch in , Schiesten in dem größten jüdischen Bunde erkennen, sich mit dem Gauleiter für Schlesien; Franz L i t t m a n n, Breslau 5, Eichbornftraße 4/6, in Verbindung zu setzen. Die Landschul-Synagoge hielt am 21. Mai die ordentliche Generalversammlung ab. Der Vorsitzende Herr Georg H i r s ch b e r g berichtete u. a., daß die Eynagogengemeinde die Subvention aus Mangel an Mitteln nicht mehr gezahlt hat. Trotzdem war es möglich, den Etat zu balancieren, dank der ' Opserwilligkeit einzelner Mitglieder. Der neu gewählte Vorstand setzt sich aus den Herren Georg Hirschberg, Salo Wrslicki und Fritz Braun zusammen. . Herr Sally Nelken schlug vor, die Landschul-Synagoge, die in der; Wallstraße etwa 400 Jahre ihre Mission erfüllt hat und heute nur wenigen Mitgliedern noch eine Stätte der Andacht ist. Nach dem Süden , zu verlegen. Rach eingehender Aussprache wurde ein Antrag angenommen, eine Kommission, bestehend aus den Herren Max Ehrlich, Gustav Freund, 1 Gustav Levy, Sally Nelken, Lothar Wcndrincr und Salo Wislicki, zu wählen mit dem Aufträge, die Mittel für den Umzug und Neueinrichtung i zu beschaffen, vastende Räumlichkeiten zu suchen und sobald beides vori Händen, den Plan einer neu einzuberusenden Generalversammlung vorzulcgen. Dieser für unsere Gemeinde bedeutsame Beschluß der altchrwürdigen Landschul-Synagoge |— der ältesten hiesigen Synagoge — würde einem sehr dringenden Bedürfnis abhelfe». Abgesehen davon, daß viele im Süden wohnende Gemeindemitglieder fast keine Gelegenheit haben, einem Gottesdienst beizuwohnen und dadurch sich der Gemeinde entfremden, ist cs direkt unjüdisch und mit den Gesetzen unvereinbar, mit der Straßenbahn am Samstag oder den hohen Feiertagen fahren zu müsten, um einem Gottesdienst beiwohnen zu können. Die Gemeindemitglieder, die ein Interesse an diesem Plan habe», werden gebeten, dieses Hcsrn Sally Nelken, Viktoriastraßc 61, mitzuteilen, damit rechtzeitig ein Ucberblick gewonnen werden kann, wie groß die Synagoge werden müßt«. Auch werden Spenden, sei cs für Stiftungen j oder zur Ausstattung der neuen Räume, schon jetzt entgegengenommen. Wir werden lausend über die Fortschritte berichten und d,e Spenden verössentliche». N. DAS WAHRZEICHEN DER QUALITÄT Der Verein Machsike Thora. der aus ein säst 50 jähriges Bestehen zurückblicken kann, also der älteste Lernoerein Breslaus stt, hielt Ende vorigen Monats ein« Generalversammlung ab. Der langjährige Dorsitzende, Herr Rabbiner Dr. Simonsohn, legte sein Amt injolge starker anderweitiger Inanspruchnahme nieder, ebenso Herr Alfred Freudenchal, der, dem Borstande seit etwa drei Jahrzehnten angehört hatte. Es wurden die Herren Biktor Wrefchner, Dr. Max Ebstein, Rotenberg und Becker neu in den Borstand gewählt. Das Sommerprogramm des Vereins ersehen unser« Leser aus dem Inserat in der vorliegenden Nummer. Um die Jugend mehr als bisher heranzuziehen, wurde «in Tenach-Schiur «von Herrn Studienassessor Feuchtwanger eingerichtet. Für diejenigen, die ein intensiveres Lernen wünschen, soll am Sabbat-Nachmittag und Sonntag-Vormittag ein Mischnah-Kursus stattfinden, dessen Organisation Herr Rotenberg übernommen hat. Bei allen Beranstaltungen des Vereins sind Gäste stets gern gesehen. . . - Der Reichsvcrband ostjüdischer Organisationen. Berlin R. 24, Rosenthaler Straße 55, macht alle ausländischen Staatsangehörigen daraus aufmerksam, daß jeder Ausländer sich umgehend in den Besitz eines gültigen Gastes oder Paß crsatzcs setzen muß. Die ausländischen Konsulate haben Anweisung, alle Gesuche in weitgehendstem Maße schnellstens zu erledigen. - Bei Schwierigkeiten steht der obige Verband und seine örtlichen und Landesstellen jederzeit Für Verfügung. Für Studierende an der Universität Frciburg i. V. werden Zimmer bei Gemeindemitglicdcru nachgewiesen durch das ~"r Israelitische Gemcindesekretariat Frciburg i. V., Werthmannplatz 1. Männliche Iung-Erwerbsloscl Wir fordern alle erwerbslosen jüdischen Jugendlichen auf, unser Heim, Schweidniher Stadtgraben 28, HI, zu besuchen und sich an den Kursen, Imbiß, Sport usw. zu beteiligen. Unser Heim ist von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 18—22 Uhr, Freitag von 18—20 Uhr geöffnet. Jüdische Iungerwerbslose, wir erwarten euch im Erwcrbslosenheiml Sozialer Arbeitskreis. RATHAUS Sämtliche natürlichen Brunnen für?lausrinkkuren ^liefert in garant/ frischer Füllung: Brunnen-Straka NurAmRathauslO Farnruf 26879 Dauerwelle naoriarben Frisieren bekannt bette Bedienung Homann’1 Frisier-Salon Tauentzlenplatz 1. I H Viktorlaetr. 106 Harren - Salon i vatoriestreße 10« NESTLE5 KINDERMEHL ^1 1^17 III vl * l 11 - 'Gaststätte £ Liebithshöhej Inh. Aueuat Anderadi I Fernruf 272 33 J zu besuchen. Schuhe nach Maß mit eingebauten Einlagen Reparaturen fertigt preiswert u. gut Robarft Pauker! orthopädbdwr Sadowastraße 31/33 Miuhmadiwraebteri Vermietung der PlätzeJn Synagoge Rehdlgerplatz 3. Der Umtausch der vorjährigen sowie die Vermietung der nicht abgeholten freigewordenen Plätze findet Sonntag, den 11. Sept., vorm, von 10—12 Uhr statt. Vorherige Anmeldung nimmt entgegen : Th. Zirker, Junkernstr. 13, Tel. 21033. Es wird gebetew rechtzeitig wegen der Beibehaltung der vorjährigen Karten Bescheid zu geben, da diese sonst anderweitig vergeben werden Gmüo Vetensteü & Winter Breslau I, DHlauer Straße 1/2 Spezialgeschäft vornehmer Briefpapiere Füllfederhalter, Tischu. IMenükarten KUrt NElken BRESLAU 13 Höfchenstr. 71 RADIO Fe rn s p re c h e r 316 66 IMl io hoMgeo töallplattm, Lampeo ml Elektro-Material Ea gibt nicht« Baaiara« zur Beruhigung von Harz and Nerven, abanao zur Erfrischung bat Mattigkeit und Uabaraaatrangungan. Für Nachkur««, tat Hars% Nervoa* Fraaaalatdan» Bad M. 1.66. BiOX Sauerstoff"Bäder. ,,Ratschliga fOr Badakuran Im Haus“, von Madtzlnatrat pmS!» Dr.med.RLurz bearbaitat, Mi »II« durch Mas ELB A.-O, Oraadaa 28 x 705915