Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 9 (1932)
- Issue
- 8 (8.1932)
- Date
- 1932-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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92 C'i. Brcflcaec JDif^ei Ge»el»»ebl«kk Ar. 8 N Mus dem vereinsleben. H Das Jüdische Schwestern heim E. v. Kirjchallee 33, Fernsprecher 818 27, ' empfiehlt sür jüdische Häuser angelegentlichst seine gut ausgebildeten Krankenschwestern. Die Preise für die Pflege sind erheblich ermäßigt. An die Herren Aerzte ergeht die dringende Bitte, im Interesse der Aufrechterhaltung der segensreich und wohltätig wirkenden Anstalt auf Verwendung ihrer Schwestern Bedacht zu nehmen. Der Erwerb und die Fortsetzung der Mitgliedschaft sollte Pflicht jeder jüdischen Familie unserer Gemeinde sein! Jüdischer Schwimm-verein Breslau, e. v. 1. Wir freuen uns über den regen Zuspruch an den Montag- Abcnden bei Kallenbach, würden es aber begrüben, wenn unsere Mitglieder nach dem Schwimmen noch ein Weilchen zusammenblciben würden. Zn unserem Vercinslokal gibt cs immer etwas Neues zu hören, und wer Lust hat das Tanzbein zu'schwingen, kommt auch auf seine Kosten. 2. (Ein Teil unserer Mitglieder bat leider noch immer nicht die neuen Mitgliedskarten (für das III. Quartal) eingelöst. Wir machen darauf aufmerksam, daß von jetzt ab der Eintritt in das Breslauer Hallenschwimmbad nur noch gegen Vorlage der roten Mitgliedskarte möglich ist. 3. Anträge und Wobnungsändcrunaen sind schriftlich der Schriftführerin zuaängia zu machen. (Anschrift: Ilse Blumenthal, Breslau 6, «Friedrich-Wilhelm-Straße 89,1.). , Herzliche Bitte der „Pcab". Wieder einmal sind unsere Eingänge so spärlich, dasi wir die Nachfrage der Bedürftigen nicht befriedigen können, besonders wird Bekleidung aller Art, Schuhe und Wäsche benötigt. Wie bedauern wir es. wenn wir uns selbst davon überzeugen, wie notwendig ein Ersatz der verbrauchten Sachen-wäre und wir keine abgeben können, weil wir sie nicht baben. Deshalb erneuern, wir unsere Bitte, alle Arten von Bekleidung für Gros? und .Klein zu spenden. Auch unsere Heimarbeiterinnen möchten wir gern weiter mit llmändern und" Ausbcssern beschäftigen; sic brauchen den Arbeitslobn jetzt nötiger als je. . Biele unserer Glaubensgenossen spenden seit Zähren alles Cntbebrliche; viele gibt cs aber sicher noch, die abseits stehen, weil sie nicht wiffen, wie gut alles Brauchbare verwendet wird und wie es den Bedürstiaen zugute kommt. Wer noch in der glücklichen Lage ist, sich neue Bekleidungsstücke anzuschasscn, soll cs getrost tun. Die Sorge, was mit den getragene» Sachen geschieht, wollen wir den Gcmcindcmif gliedern gern abncbmen und erbitten Meldung zur Abholung. Auch mabnt die Zeit an Holzbestellungcn, damit Arbeitswillige wieder beschäftigt werden können. ' Abholungen und Holzbcstellungen sind freundlichst an das Büro der ..Pcab". Stricgaucr Straße 2, durch Post oder Telefon (261 45) anzumelden. Else Wohlauer. Die Freie Jüdische Volkshochschule Berlin. plant anläßlich des 300. Geburtstages von Spinoza eine Gesellschaftsreise nach dem Haag zum gleichzeitigen Besuch einer Festwoche der internationalen Spinoza-Gesellschaft. Unter den Rednern, zu denen Philosophen und Theologen aus allen Ländern gehören, befindet sich auch Rabbi St. Wise. Di« Reise findet voraussichtlich zwischen dem 5. und. 10. September d. 0. statt und führt von Berlin direkt nach dem Haag (Wohnung in Scheveningcn), von dort nach einem dreitägigen Aufenthalt und Besuch der interessantesten Veranstaltungen der Festwoche sowie des Spinoza-Museums in Leyden ztj! einem zweitägigen Aufenthalt nach Amsterdam mit Besichtigung der jüdischen I und sonstigen Sehenswürdigkeiten, dann zurück über Köln nach Berlin. Es wird eventuell beabsichtigt, von Köln noch eine kurze Rheinfahrt bis nach Worms und Speyer zur Besichtigung der dortigen jüdischen Altertümer zü machen. Der Preis der Reise wird für ungefähr, 10 Tage Mk. 140.— bis Mk. 145.—- bei koscherer Verpflegung betragen. Bei' genügend großer Beteiligung kann sich b«r Preis noch ermäßigen. Selbstverständlich ist auch die Teilnahme von allen anderen Städten Deutschlands aus möglich, wobei eine eventuelle Fahrpreisdifferenz in Anrechnung gebracht wird. : Wir bitten alle Interessenten, sich möglichst rasch mit dem Sekretariat der Freien Jüdischen Volkshochschule, Bcrjin R. 24, Oranienburger Str. 29/50, in Verbindung zu sehen. Generalversammlung der. Jüdischen Arbtzilersürsorge. Pie wirtschaftlichen Verhältnisse dieser Zeit wirken sich besonders i schwer bei den Institutionen und Organisationen der freien Wcchlsahrtspflege aus, die auf Beiträgen -von Einzelpersonen und Körperschaften sowie Vereinen aufgebaut sind. Die ersten Kürzungen bei der Anpassung; der Ausgaben an die verminderten Einnahmen werden an derartigen Beiträgen vorgenommen. So kam es auch, daß bei der Generalversammlung der Jüdischen Arbeiterfürsorge, die am 29. Mai im kleinen Lessingsaal in Breslau stattfand, die Frage der Weiterführung der Arbeit oder! die Auflösung der Stelle auf der Tagesordnung stand. Die Versammlung war von zahlreichen Vertretern der angeschlolsenen Organisationen, wie! der Synagogengemeinde Breslau, mehrerer Synagogengemeinden der Provinz Niederschlesien, der Logen u. a. besucht und erhielt ihre besondere Bedeutung durch die Anwesenheit des Herrn Dr. Fried. Ollendorff von der Haupistelle für Jüdische Wanderfürsorge in Berlin. Dieser hielt ein : ausführliches Referat über die Bedeutung einer Fürsorge für jüdische Wanderer in dieser Zeit, wobei er die Organisation dieser Fürsorge im! Rahmen der internationalen jüdischen Wanderung besonders «inbrurfs*1 - voll! schilderte. Darüber hinaus berichtete er über die Produktwierungs- 1 tendenz der jüdischen Wanderfürsorge in Deutschland, die in der nach> jahelangen Vorarbeiten nunmehr erfolgten Gründung einer jüdischen Ar»! beitetkolonie in Neuendorf bei Fürstenwalde ihren Ausdruck findet. Nach!' dem Geschäftsbericht über die Tätigkeit der vergangenen Jahre fand eine! besonders lebhafte Debatte statt, die mit absoluter Einmütigkeit die Auf-! rechterhaltung der Arbeit als Durchwander, w!« als sozial-politische BeratUngsstelle forderte. So wurden von verschiedenen Vertretern von! Organisationen und Provinzgemeinden auch Zusicherungen finanzieller Art gemacht. Wenn auch, wie der Vorsitzende, R.-A. Jacobsohn, aus-l> führte, diese finanziellen Zusagen noch nicht ausreichen, den Bestand der! Jüdischen Arbeiterfürsorge zu sichern, so könne man aus diesen Erklärungen die Hoffnung schöpfen, daß weitere Gemeinden und Organ!-! satjonen auf Grund der Beratungen zu dem Entschluß kommen, die Tätigkeit der Jüdischen Arbeiterfürsorge in einem höheren Maße als, bisher zu finanzieren. I Rach der Entlastung des bisherigen Vorstandes erfolgte besten Wiederwahl unter Hinzuziehung von Herrn Fränkel, Liegnitz, sowie je eines! von den Gemeinden Glogau, Görlitz, Brieg zu benennenden Vertreters. X Cafel-Csöig für SilnldjmtAer Seit tS78 ratfttnde Mark« aus e»r ernten ia«u«msilltiqef kterttnt »Wrtb**» f Mmlt ftrAtfter- | Hfd)tna<kM r «nO „mit Wnti»" MNJt iji Vollschlank! Schöne Büste u. Körperform können Sie selbst erzielen durch einfache unschldliebe Methode» die ich Ihnen kostenlos verrate Frau M.KÜMMEL, BremenB. 4f Kurhaus Bad Warmbrunn mitten im Kurpark. Zimmer mit und ohne Pension. Bekannt gute Küche. Im Logierhaus Zimmer mit fließendem Wasser. Garage. Telefon 55 Inhaber J. 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