Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 9 (1932)
- Issue
- 3 (3.1932)
- Date
- 1932-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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26 Stet laue r Jüdisch erGemekndeblakk Nr. 3 dergl.) beschränken, da und zjumal für die Pflege anderer Aufgaben keine Mittel mehr vorhanden seien. Vorschlägen solcher Art wird von Angehörigen aller Parteiest zu Recht snit aller Entschiedenheit entgcgcnstctreten. Es bleibt dabei dt rchaus ein a k a d e m i s ch c r Streit, ob eine jüdische Gemeinde eine Religion s^g e in e i n d e oder eine Volksg e in c i n d e ist. Denn wir find jedenfalls «ine Gemeinde von Juden — man gebrauchte rüber das charakteristische Wort: Iudcngcntcinde — also «ine E em c i n s ch a f t lebender Menschen. Dar um müssen und wollen wir den sVcdürfnisscn dieser Menschen Rechnung tragcii iiiid dürfen usts nicht darauf beschränken, i n r i cbt u n gen zu pflege börigcn die Möglichkcs Weise z u e r l c als die Instanz, die m. Wir ntüsscn den Gern eindcangegeben, ihr Judentum in ihrer c n, und wir fühlen uns c ewiß nicht , ..-^ihnen vorzuschreibcn hätte, in welcher Weise das zu geschähen habe. Darum unterstützen wir jüdisches Leben, wo Immer wir es finden. Dar am leisten wir Beistand d^r Jugend und ihren Blinden, den jüdischen Vereinen, . den gemeint! ützigen Anstaltc n. Darum helfen wir den Armen und Bedrängten, die das Bewußtsein bewahren ollen, daß wir sic in ihrer Rot niemals im Stiche lassen. Dsarüm ver- Rot auch d i s ch e n ustd uneres richtig Utens der wir zustärkerem n r e chu stehen wir, daß man jcin Judentum gerade in bei dadurch erleben kann^ daß man hie Bande f Gemein schaftsempfinde ns stark schüttcrlich fühlt. Wir hören häufig Zweifel, ob sei, in stärkerem Maße Wohltun zu üben, als dies Kirchcngcmcinden geschieht. Diese Zweifel weise rück. Denn das Judentum will Und muß in viel Maße rNit jedcrst einzelnen Mensch! n c n. Das können chir nur, wenn wir dem einzelnen immer wieder die Stärke und die Hilfsbereitschaft einer Gcmeinschast nahe bringen, die. sichl seiner nicht Zuletzt in der Rot erinnert. Aber vor allem ist uns das Helfer, Herzenssache, und in Herzenssachen fragt man nichts was der andere tut. IV. W i r wollen sparen und unsere Ausgaben einschrästken, wo es geht. Aber wir wollen das nicht auf Konen derjenigen Aufgaben tun, deren Erfüllung uns ans Herz gewachsen ist und uns auch sachlich als eine besondere Notwendigkeit erscheint. Die Jugend und die gemeinnützigen Anstalten sollen wissen, daß wir sic nicht im Stiche lassest. Und die Bedrängten sollen vertrauen dürfen, daß jüdisches Gemeinschaftsleben nicht zuletzt bedeutet: Vorsorge zu'treffen, daß der eine dem andern hilft. ^lbcr wir müssen auch erkennen, daß diese Aufgaben neben den übrigen, in einer Großgcmcinde mit einem Etat von etwa 500000 RM. nicht erfüllt werden können, daß wir aber zu höheren Etatzifscrn nicht gelangen, wenn wir unsere Einnahmequellen nicht verbessern. Die neue einstimmig beschlossene Vermöge ns st euer wird uns hoffentlich manche Mark oinbringcn, aber die Eingänge aus ihr werden trotzdem nicht ausreichen, um einen befriedigenden Etat zu finanzieren. Wir müssen nach neuen Quellen suchen. bn guten Jahren hat unsere Gemeinde ein a nsehnliches Vermögen gesammelt. Aber dieses Vermögen liegt in Grundbesitz fest, dessen Verkauf gegenwärtig nur mit großen Verlusten möglich wäre. Vielleicht ist es aber durchführbar, Teile des Grundbesitzes in anderer Weise zu mobilisieren. Falls dieser Weg gangbar ist, würden wir uns für befugt halten, ihn zu gehen, da ey in Notzeiten gewiß gerechtfertigt ist, auch einmal von der Substanz zu leben. ' Aber auch wenn diese Quellen fließen sollten, so bleibt es zcheifelhaft, ob damit alle Sorgen behoben sind. Vielleicht werden auch dann die Körperschaften erwägen müssen, eine Bei dem 3üd. Wohlfahrtsamt eingegangene Cohn, Johanna ...... Cohn, San.-Rat Dr. 'Kicf'irt' Goldschmidt, Dr. ÖKorg Goldstein, Ferdinand iKÜingcr Julie . . . Juliusburger, Dr. Kohn, Dr. Fritz . . Leschnitzcr, Max. . . Lewy, Apoth. Julius Lippmann, Dr. R.-A. Lobethal, Lucie u. Roscnstcßn, Betty Löwisohn, Leo -I 10.—RM. 10.— 10.— ö l04 10.-4- »inmalige und laufende Curt. . . Ernst j. .. Ü Pasch, Di. Pasch, Di Pinkus, °> Raschkow, Rawic;, Schaffer, Schmoll, Berta u. Marcus Schottländer Stift. 10.— Wesel, Alpert.!. . 5.— :>r. Alfons |. . . . Margarete Erich . I. . . M., Haynau i. Schl. 5. 5.— 10.— 3.— 3.— 2._ 10. Kohn, Dr Leschnitzei, ert > Fritz Max Rachtrag. x.. 10- Spenden für die „vreslauer Volkshilfe" RM. Lippmann, Dr. R.-A. 5.— RM. Lobethal, Lucie u. Rosenstein, Betty Pinkus, S. Saul, Dr. Ludwig . . . Schlesinger, Hugo . . . Weigert, Apoth. Emil Allen Spendern sei an dieser Stelle hcrzlichst gedankt. Breslau, im März 1032. Der Vorstand der Synagogen-Gemcinde. Jüdisches Wohlfahrtsamt. 2._ 10.’— i!— 7.50 ^Einmalige und Angretz, Carl....... 10.—RM. Beamte u. Angestellte der Synagogen- Gemcinde (Febr.-Ratc) . . . SO.— „ Breslauer, Dr. Walter, Rew-Dork 23.— „ „G. D. B.".. . 7.50 „ Breslauer, Rosalie (für Teeküche) , .20.— „ «Lngcl, Erich . - 3.— „ Frauenoerein der Humboldt-Loge. 20.— „ Grünbergcr, Salo ....... 10.— „ Goldstein, Ferdinand ...... 5.—. „ Ungenannt. 5.— „ Grünbcrger, Salo .10.— „ Iuliusburgcr, Dr.10.— „ Löwisohn, Leo. 3.^- „ Marcus, Dr. Erwin ....... S.— „ Oelsner, L.10.— „■ Pincus. 4.— „ q^iscb» Dr. Curt. 5.— „ Perls, S.-R. Dr.. . 10.— „ Raschkow, Alfons. 2.— „ 'Rietz, Fanny. 3.— „ Silber, Dr.?l)ax . .. 5.— „ Samelson, Prof. Dr.IO.— „ Schles. Furniertverke, vorm. Simon Bernh. Levy.30.— „ Echäffer, Erich. 2.— „ laufendje Berta u. 2 Ungenann t -Wesel, Alst Wiener, Wohlauer Reue Fa. Iao faktur, „TI. N." Spenden für die befondere jüdische Not. 0 tarcris Schottländer Stift. 10.—RM. •>_ ert 2 rtur 1 Martha . . _ . Kleidungsstücks, Ra iuralien usw.: oststhal, Sächsische Wollwaren-Zstanutere Lebensmittel De!;., Jan., Febc.), itcus Kleidungsstücke. (u> i s.— 10.— 2, Sai Böhm, Cohn, Jot Goldschmisft Glaser, Herz» Jawitz, Kohn, Dr Lobethal, Pasch, Oelsner, Schmoll, Ungenann Weiler, A Nachtrag. Lifdwig . \ . anna .. :, Dr. Georg . . Z. rt ... . .-Rat Dr. Hans . Ejnil .. Fritz Lucie u Ernst Dr. 1p.— RM. 10.— 10.— .. 10.— IS.— .. S.— „ 2.— .. Rosenstein, 2 tetty 2.- 4 . . 5.- 71., Haynau i. Schl. Engel, Er i S Nachtrag. Glogaucr, Simon . . . 20. RM. Grünbergcr, Salo . 10.— ,. Klecmann, H. 10.— .. Kohn, Dr. Fritz. _ Oelsner, Walter. 5.— .. Saul, Dr. Ludwig. Schles. Furnierwerke vorm. Simon 5.— Bernh. Levy . 30.— .. Schlesinger, Hugo . o_ Ungenannt . 5.— „ Wiener, Artur. 10,- „ Weigert, Apoth. Emil . 7.50 „ Wiener» Julie Iettn . -. v.— „ 5— „ Allen Spendern sei an dieser Stelle herzlichst gedankt. 10.— 10.— 10.— 5.— i J.50 Breslau, im März 1932. Der Vorstand der Synagogen-Gemeindc. Iüd. Wohlfahrtsamt. Berichtigung. In der Spendenliste der Februar-Nr. es heitzen: Spende für „Jüdische Not" Flora Goldschmidt (anstatt Goldmann) 10.— RM. »uh