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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1932-01-01 · 1 (1.1932) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
9 (1932)
Issue
1 (1.1932)
Date
1932-01-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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' Nr. I i1 - Breslauer Jüdische» OemctaDeMatt >1 es haben im Laufe der Jahrzehnt« mehrere Taufende von jüdischen J Männern, Frauen und Kindern auf ihm ihre Ruhestätte gefunden, und H unter ihnen nicht wenige, die eine besondere Rolle im Leben gespielt haben, im Leben der Breslauer Synaaogen-Gemeinde und weit darüber hinaus als Menschen und als Juden. sAkt. im Gem.-Archio III kd 1 (1), III Ga 1 (2) u. VI B. 38 ] Dr. 21. H e p p n e r. die nebenberufliche landwirtschaftliche Sieöelung H ' gehört ZU den wichtigsten Maßnahmen der Reichsregierung zur Bekämpfung der Erwerbslosigkeit nach der Reichsnotverordnung vom 6. 10. 1931 (RGB. I, S. 551). Wie schon der Name sagt, soll diese Art der Siedelung ll den Siedler nicht landwirtschaftlich selbständig machen, sondern ihm neben 'I seinem Beruf, z. B. als, Arbeiter oder Handwerker, die Beschaffung des 1 Lebensunterhaltes, namentlich in Zeiten vorübergehender Erwerbslosrgjj keil, durch landwirtschaftliche (kleingärtnerische) Tätigkeit wesentlich er- . i leichtern. Deshalb kommt für dieses Siedelungsvorhaben hauptsächlich das Gebiet der Großstädte (oorstädtifche Raichsiedelung) und der Industrie« bezirke in Frage, mit bequemer Verbindung zur Arbeitsstelle in der > Stadt. Die einzelne Siefdlerstelle soll nicht unter 600 Quadratmeter und \ nicht über 5000 Quadratmeter groß sein. Die Kosten für Aufbau und Einrichtung der Stelle finit Wohnunterkunft und Kleinoiehstall sollen ) 3000 Mark nicht übersteigen. Hiervon werden etwa fünf Sechstel durch Reichsdarlehen aufgebracht, mindestens 500 Mark muß der Siedler durch eigene Arbeit aufbringen. Diese Arbeit braucht nicht landwirtschaftlich tu sein, sondern auch handwerklich (z. B. beim Bau der Siedlungshäuser. Grenzzäune) oder ungelernte Arbeit (z. B. beim Wegebau, Einebnung). Durch die niedrige Verzinsung des Reichsdarlehns (4% Zinsen, 1% Tilgung) wird die Pacht füit die Siedlerstelle mit Unterkunft voraussichtlich nicht höher sein als die fErwerbslosenunterstützung des Siedlers. Auch ein Eigentumserwerb der Stelle lwird unter gewissen Bedingungen möglich sein. Träger des Siedlunasoorhabens sind die Länder, Gemeinden oder I Gemeindeverbände (Großstädte), die diese Eigenschaft jedoch gemein- ' [ mäßigen Siedelungsunternehmungen übertragen können. Das Reich stellt monatlich 8 Millionen Mst. zur Durchführung zur Verfügung, die in der Hand des rum Reichskommissar ernannten Regierung^räsidenten von Trier, Dr. Saassen, und seines Stellvertreters. Landrat Rönneberg, liegt. Rach den bisher vorliegenden Richtlinien werden die Bewerber vom Träger des Siedelungsoorhabens (Stadt) in Zusammenwirken mit den Arbeitsämtern und den öffentlichen Fürsorgestellen ausgewählt. Die Bewerber oder ihre Familienangehörigen müssen für die Bewirtschaftung der Siedlerstelle geeignet sein: bevorzugt werden langfristige Erwerbslose und Kinderreiche. I In Breslau liegt; die Siedelung in Händen der Stadt (Bauamt I für Kleinwohnungsbau, Blücherplatz 11, Sachbearbeiter: Mag.-Baurat v. Carlowitz). Dort wolle sich jeder jüdische Bewerber sofort melden. * Da aber die Träger des Siedelungsoorhabens wünschen, mit Organisationen in Verbindung zu treten, die ihrerseits die Bewerber auf ihre I Eignung vorprüfen, den Schriftwechsel führen und die Siedler später 1 beaufsichtigen und betreuenj so hat der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden in Berlin zusaynnen mit dem Reichsbund für jüdische Siedelung in Deutschland (Ris) hie Organisation und die Förderung der jüd.ii scheu Siedler in die Hand genommen. Breslauer jüdische Siedler melden , sich daher außer beim Magistrat auch noch im Büro des R. j. F„ Schweidnitzer Stadtgraben 28. Auskunft erteilt auch noch Architekt Hadda, Viktoriastraße 115, und das Unterzeichnete Vorstandsmitglied des Ris für f --chlesien. . Dr. Rechnitz, Vorsitzender d. R. j. F., Ortsgruppe Breslau. Den 85. Geburtstag 1 feierte am 29. Dezember 11931 Frau Nanny Brauer geb. Perls, Mauritiusstraße 8. II. Den 85. Geburtstag feiert am 10. Februar 1932 Frau Marie Guttentag geb. Goldftücker, Gutenbergstraße 24. Den 80. Geburtstag i feierte am 26. Dezember 1931 Herr Jacob Haase, Sonnenstraße 21. Den 75. Geburtstag feierte am 13. Januar 1932 Herr Eugen Jacoby, Museumplatz 6, und am 21. Januar 1932 Herr Mar B ermann, Frobenstraße 8/10. Klacheichten aus dem Verlande ierSynagogen-$emeinden der Erwine KliedereehCeekn An die Vorstände der Gemeinden. An die Herren Rabbiner und Lehrer in der Provinz Niederschlesien. Die Erhaltung des Materials zur Kenntnis der Geschichte der Juden in Schlesien erscheint gerade in dem gegenwärtigen Augenblick ganz besonders dringend. Wir haben bereits früher gebeten, alles, was in den Gemeinden an Akten und Archioalien vorhanden ist, soweit es nicht für den laufenden Geschäftsgang gebraucht wird, an das Archiv der Synagogengemeinde zu Breslau abzuliefern, wo es unter Wahrung des Eigentumsrechts der betreffenden Gemeinde gesichtet, sachgemäß aus« bewahrt und bearbeitet wird» Der Verein für die Geschichte Schlesiens beabsichtigt, in einer Neiiausgabe des Verzeichnisses der Kirchenbücher der Provinz auch di« entsprechenden Archioalien ^>er jüdischen Gemeinden zu bearbeiten. Die Anregung des genannten Vereins gibt uns Veranlassung, unsere frühere Bitte um Erhaltung und Ablieferung der Archioalien zu wiederholen. Wir weisen dabei darauf hin. daß auch ganz geringfügig scheinende Aktenstücke und Notizen von Wichtigkeit sind und nicht vernichtet werden dürfen. » Wir bitten um baldige Mitteilung und sind zu Auskunft und Raterteilung gern bereit. Der Verbands-Ausschuß. . haynau (Schief.). Am 9. Dezember fand in unserer Gemeinde eine wohlgelungene Chanukkafeier statt. Der Vorstand der Gemeinde,^ Herr Martin Schreiber, hatte seine Räume freundlichst zur Verfügung gestellt. Nach dem voneinem Knaben gesprochenen Prolog begrüßte Kantor Warschawski die zahlreich Erschienenen und hielt eine.Ansprache an die Kinder. In bunter Reihenfolge folgten Chanukkagedichte und Jwie"- gespräche. Nach dem gemeinsamen Gesänge des Chanukkaliedes hielt Herr Rabbinatsverweser Schwarz aus Liegnitz eine Ansprache. Die Kinder erhielten Bücher und Spiele als Geschenke. Eine gemeinsame Kaffeetafel beschloß den geselligen Teil der für alle sehr befriedigenden Feier, an die sich ein Gottesdienst mit Predigt des Herrn Rabbinatsverwesers Schwarz in der Synagoge anschloß. Der Jüdische wohlfahrtsoerband für Viederschlefien in Breslau, Wallstraße 7, hat seinen Tätigkeitsbericht für die letzten Jahre versandt. Interessenten, die sich über die gedeihliche Arbeit des Verbandes unterrichten wollen, steht auf Wunsch ein Exemplar zur Verfügung. Milch« WMtWchWrll DH ~ Sitzung der Gemeindevertretung der Synagogen-Gemeinde Donnerstag, den 28. Januar 1932, 19 Uhr Sitzungssaal Wallstraße 9, II. Vorlagen: 1. Mitteilungen. 2. Annahme eines Grabpflegelegats. dto. dto. ' dto. dto. dto. dto. dto. dto. dto. 6. Verwaltungsbericht. - G e h e i in e S i tz.u n g. 3 Vorlagen. Der Vorsitzende der Gemeindevertretung. P e i s e r, Iustizrat. Hür t 7^ Beginn: Mittwoch 27 Januar Preisabbau bis an die Grenzedes Möglichen! ReichMlusttrierte Ausverkaufs-Preisliste auf Verlangen kostenlos LEINENHAUS BIELSCHOWSKY NlkOLAI'STR. BRESLAU ECKE HERREN-STR 15445151

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