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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1931-04-01 · 4 (4.1931) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
8 (1931)
Issue
4 (4.1931)
Date
1931-04-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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■54 . Nr. 4 Breslauer Jüdisches Gemeindeblalt l. Die Paula Ollen-orss-haushalkungsschule! durste zum-ersten Male in einer Ausstellung, die Freitag, den 27., bis Somztag, den 29. März in den Räumen des Beate Guttmartn-Heim stattiand, zeigen, was sie in der kurzen Zeit ihres Bestehens geleistet hat. Das Bild, das sich den zahlreichen Besuchern bot, zeugte, in geschmackvollem Rahmen, ^on intensiver, gewissenhafter Zusammenarbeit von Lehrerinnen und Schülerinnen. Im ersten Lehrjahr« muß die GrunSlage vor allem darin bestehen, die tausend kleinen, praktischen Handgriffe W lehren, die erforderlich sind, eine Wirtschaft, ein H:im sauber, geordnet, gemütlich zu gestalten, zu lehren, mit Zeit und Geld oerantworttfngsovll umzugehen. Das haben die jungen Mädchen gelernt. Wir sahen tadellos gewalene Leib- und Küchenwäsche, gespannte Gardinen, Dcckchen. nilets usw. Alte Wäschestücke waren sachgemäß ausgebessert, > geflickt, gestopft, Flecken eingesetzt. Ganz entzückend waren die Nadelarbeiten, Hohliäume, Web- und Wirkstoste, Bast- und Bastelarbeiten. Aller zeugte von Ge<chmack, von praktischem und künstlerischem Berständnis. An einem anderen Tische konnten wir sehen, wie Holz-, Emaille-, Aluminium-, Alpakka-Sitberbestecke nach gieuesten Methoden sorgfältig bereinigt werden. Nun die Hauptsache,' das Küchen und Braten und Backen! Nichts war unberücksichtigt geblieben. Die Zusammensetzung lind Berechnung des Speisezettels, die Zubereitung der speisen für den 1,'imachen und bürgerlichen Haushalt, für die berufstätige Frau, für Rohköstler, Diätkost für Kranke und Kinder. Nebengn im Raum lockte ein ,-iniach gedeckter Mittagtisch und ein moderner, gemütlicher Teelb'ch mit allerhand Kleingebäck zu längerer erquickender oder begehrlicher Betrachtung. ' ." ' ' Die ersten Schülerinnen sind entlassen worden. In feierlicher Rede, umrahmt von Gesang, wurde ihnen zum letzten Male eindringlich klar> gelegt^„Die Lehrerinnen können nur die Anregung geben und die Grundlagen schanen, es ist Sache der Schülerinnen, das hier Gebotene zu fruchtbarer, gedeihlicher Arbeit sich entwickeln und weiter reifen zu lassen, sei es im häuslichen, sozialen ober pädagogischen Beruf, im eigenen ader stemden Haushalt, im kleinen oder großen Betriebe. Das Wichtigste ist. daß die Arbeit mit.siltlich.'m Ernst un>d gutem Willen geleistet wird, mit Einsetzen der ganzen Kraft, in dem Bestreben, jederzeit übernommene P'lichten gewissenhast zu erfüllen. Es lei noch bemerkt, daß für alle entlassenen Schülerinnen geeignete sk.llungen nachgewiesen wurden, so kann man wohl mit Recht bedaupken. daß durch die P. O. H. hier im Osten ein Weg alschaiien worden ist zur ileberbrückung der schweren wirtschaftlichen Verhältnisse der Zeit für die weibliche Jugend aller Kreise. Reich. Die goldene Hochzeit -e-ert am 23. Mai 1931 Herr G u st a_D « chmül und Frau Dorothea . Grauberi früher Krolo'chini, schesfelstraße 7. Soeben erschien: Gern.-Archivar.Rabb. l)r. A. Heppncr MW MünlidiM in unöfluo total niiiiiipiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiinniiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinitiiifiiiiiiiiiiiiiu PRE |S RM. 1.50 Verfasser gibt in Form voi« Biographien eine kurz skizzierte Geschieht« der jüdischen Gemeinste. eine charakte: istlsche Chronik en miniature, f.in Spiegelbild Öer altehrwürdigen Gemeinde von Iler Begründung bis in unsere Zeit tritt unvor Augen, und die Namen ihrer geistigen Führer künden ist beredter Sprache ihre Bedeutung. Es sind nur Persönlichkeiten - behandelt, deren Leben abgeschlossen vorlag. Der Inhalt des Werkehens wird noch durch zahlreiche Photographien belebt und bietet jedem Leser reiche Anregung. Druck und Kommissionsverlag Th. Sdiatzky A.-G. Bre-dau 5, Neue Graupenstr. 7. / Fernsprecher 214 68/60. Den 80. Geburtstag feiert am 27. April 1931 der Hausverwalter Herr Siegmund s i e d n e r, Viktoriaftraße 107. handelsgerichtsrat Dr. Ernst Lipmonn. der Vorsitzende des Vorstandes der Israelitischen Waisenverpflegungs- Anstalt, ist am 13. April 1931 nach kurzer, schwerer Krankheit von uns gegangen. Er war ein aufrechter, vornehmer, allem Scheine abgeneigter Mann, ein Jude im edelsten Sinne des Wortes, beliebt und hochgeachtet in allen,' auch nichtjüdischen Kreisen, zu denen er in Beziehung stand Das Andenken dieses Gerechten möge der Anstalt zum Segen gereichen. ISladinäiUii aus dem UecAonde derSgnogogen-gemeifidea der 3Winz JUederscWesien Sprotlau. Am 17. März hielt Herr Bezirksrabbiner Dr. Wahrmann hier «inen Vortrag: „Was muß der Jude vom Talmud wissen?!' Der Vortrag war außerordentlich lehrreich: ganz hervorragend aber war die Art, wie es Herr Dr. W. verstanüen hat, dieses für Laien schwierige Thema bildhaft und lebendig zu gestalten. Der Besuch war sehr gut: es wurde allgemein bedauert, daß wir nicht öfters Gelegenheit hoben, mjj diese angenehme Werse zu hören und zu lernen. , Namslau. Im Lause des Winboerhalbjahres fanden in unserer Gemeinde eine Reihe von Vorträgen statt. Es sprachen: Herr Rechtsamvalt F oerder, Breslau, über: „Der Ausgang der Reichstagswahlen und die Gefahren des Nationalsozialismus", Herr Dr. Ludwig C o h >D, Breslau, über: „Wie und was lef« ich, eine Plauderei", Fräulein Pasch, Breslau, über: .jüdische Frauen der Gegenwart", Frau Dr. M e i d n e r, Breslau, über: „Moderne jüdische Autoren", und Frau Justizrat Ollendorsf, Breslau, über: „Wir Juden, Wanderer zwischen zwei Welten . Außerdem hat der Jüdische Frauenverein unter Leitung von Frau Käte Tischler an mehreren Abenden Vorträge und Arbeitsgemeinschasten veranstaltet, die, wie die vorgenannten Vorträge, lebhafter Teilnahme der Mitglieder sich zu erfreuen hatten. Gemäß § 8 der Satzung wird die diesjährige haupt-versammlmtg des Verbandes der Synagogen-Gemeinden der Provinz liieder- Ichlejien auf Donnerstag, den 14. Mai 1931, vormittags 10 lfhr, nach dem kleinen Saal der Lessingloge, Breslau, Agnesstraße einberufen. Zu dieser Versammlung laden wir hiermit unsere Mitglied«, ergebenst ein. Wegen der Stimmberechtigung verweisen wir aus §. 7 der Satzung. Wir bitten um schriftliche Benennung der Abgeordneten, insbesondere der Person des Stimmführers (tz 7, Abf. 3) hir spätestens 7. Mai 1931. Tagesordnung: 1. Vortrag: „Wesen und Bedeutung des Gemeindeoorfteheramtes im alten Judentum" (Bezirfsrabbiner Dr. Wahrmann). 2. Tätigkeitsbericht (Vorsitzender). 3. Kassenbericht und Entlastungsantrag (David Foerder). 4. Festsetzung des Haushaltes 1931/32 (J.-R. Kalisch). S. Wahl zweier Abgeordneter zur Kassenprüfung für das nächste Geschäftsjahr. 6. Wirtschaftssragen (Gem.-Rabb. Dr. Hoffmann). 7. Mitteilungen aus der Versammlung. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde Breslau beehrt sich, die Delegierten zu eirstm Frühstück einzuladen. Breslau, im April 1931. Der Verbands-Ausschuß. W a l d st e i n , Gemeinde-Aeltester, Vorsitzender. nmtlldu MannMiuigtii (er agnagogengtmelniie Bekanntmachung. | Unserer Aufforderung vom 15. Juli 1925 im Gemeindeblatt 1925 Nr. 8, die verrosteten und zerbrochenen Grabgister auf Friedhof Lohestraße instandzusetzen oder zu entfernen, hat leider nur geringen Erfolg gehabt. Wir fordern daher nochmals die Verfügungsberechtigten auf, bis 1. Mai 1931 alle Grabgitter auf Friedhof Lohestraße instandzusetzen oder zu entfernen, die eine Gefahr für das Leben der Friedhofsbesucher oder für fremdes Eigentum bilden oder den Verkehr behindern. Nach fruchtlofein Ablauf der Frist wird die Friedhofsverwaltung die fraglichen Grabgitter beseitigen. Irgend welche Ansprüche der Verfügungsberechtigten find nach diesem Zeitpunkt erloschen. | >' Breslau, den 22. Dezember 1930. Der Vorstand der Synagcgengemeinde. Goldfeld. Praktikantinnen zur Ausbildung in sozialer Fürsorge und allen Teilen Wohlfahrtspflege können sofort bei uns eintreten. Jüdisches Wohlfahrtsamt, Wallstraße der

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