Mannheim
Compact Memory

Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1930-06-01 · 6 (6.1930) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
7 (1930)
Issue
6 (6.1930)
Date
1930-06-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/3970005-7569523-7569668--1280-3971200
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Nr. 6 Breslauer Jüdische» Gemelndeblall 95 aus dem Uedkuide derS^aagogen-gemefadea der$rwHft&)liederscMesie«< Der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden macht in seinem Verwaltungsblatt Nr. vofn 15. Mai 1930 solgende Mitteilung: „Bekanntmachung bett. Zugehörigkeit zur Pslichlkrankenkasse. Wir haben schon in früheren Verwaltungsblättern daraus hingewiesen, daß für Kultusbeamte, fdwäitMir Einkommen die für die Krankenkassenpslicht bestehende Gehaltsgrertze^uon 3S00 RM. jährlich nicht übersteigt, die Annreldung bei einer Pflicht- oder Ersatzkrankenkasse ohne jede Einschränkung erforderlich ist. Sofern die Beamten einer anderen als der zuständigen OrtskrankeNkass, angehören, ist zu prüsen, ob diese eine Erjatzkrankenkasse oder eine Privatversicherung ist. Allein di« Eigenschaft einer Ersatzkasse entbindet len Beamten von der Verpflichtung zur Anmeldring bei der Ortskrankenkasse." Wir bitten unsere Anschlußgemeinden, vorstehende Bekanntmachung zu berücksichtigen. Der Verba>td der Syfiagogcn-Gemoinden der Provinz Niederschlesien. Der Preußische Landesverband silbischer Gemeinden beabsichtigt, seinen Verkehr ^mit Lest Gameinden Niederschlesiens, sowohl den schriftlichen als den im Wege der Verhandlungen, künftig durch den Provistzialoerband zu führen. Näherte Mitteilungen für die einzelnen Anschlußgenreinüen bleiben vorbjehalten. Bericht über die Hauptversammlung die Hilfe «r 2)erbände: er hoffe aber, daß dieser. Zug nach der Großstadt auch wieder ein Ende nehmen werde, woraus auch die Siedlung?, bestrebungei, hinwiesen: dann würden auch die kleinen Gemeinden wieder einen neuer Aufschwung nehme». Hierauf hielt der Verwaltungsdirektor der Synagogengemeinde Breslau, Herr Dr. Rechnitz, einen Vortrag über „Genu inheverwaltung". Sehr geschickt legte der Redner in einfacher und klarer Weise dar, welche äußerlichen Einrichtungen selbst die kleinsten Gemeinden für ihre Verwaltung. schaffen müßten, um Ordnung, insbesondere durch eine Registratur, in ihren schriftlichen Verkehr zu bringen, wodurch allein eine ordnungsmäßige Erledigung aller! Eingänge und Angelegenheiter gewährleistet werden könne. Der Redner oqrstand durch interessante Beispiele den spröden Stofs zu beleben ynd nahm auch Gelegenheit, verschiedene Fragen des Steuerrechts und das Verhältnis der Gemeinden gegenüber etwaigen ausgetretenen Mitgliedern eingehend zu erörtern. Zum Schluß erbot er sich in liebenswürdiger Weise, jederzeit den Gemeinden auf Anfragen in allen Verwaltungsangelogenhelten Auskunft zu erteilen. Der Dortrag fand allgemeinen Beifall und wird auch manchem Vertreter der kleinen Gemeinden willkommene Fingerzeig« für die Führten; der Geschäfte gegeben haben. Der Tätigkeitsbericht des Vorstandes für das verflossene Jahr lag gedruckt vor, so daß der Vorsitzende ihn nur noch durch einige Erläuterungen zu ergänzen brauchte. I Nachdem des: Kassenbericht erstattet und Entlastung erteilt war, referiert« Die diesjährige ch a uip t v e rs a m m l u n S y n a g o ge n a e ime i n ' >g l der 2yn ag ogen ae nue infccn der Provinz Nieder s ch l c s i e n hat am 25. Mai 1930 in Breslau im kleinen Saal der Lessinqloge stattgefundest. Die Versammlung, zu welcher die Mehrzahl der angeschlossenen Genreinden ihr« Vertreter entsandt hatten, war sehr gut besucht. Herr Genseindöältester Emil Waldstein, der Vorsitzende des Verbandes, begrüßt« herzlich die Erschienenen und insbesondere den Vertreter'des Preußischen Landesverbandes Herrn Dr. Jsibar Freund aus Berlin urrd den Vertreter dös Oberschlesischen Verbandes, Herrn Wiener aus Oppeln, und gcdahte mit warmen Worten des im letzten Jahre dahingegangenen Professor Dr. Türk, dessen segensreiche Tätigkeit auch dem Verbände zugute igekommen sei. In jetziger Zeit, so führte der Vorsitzende weiter aus. fei die Arbeit des Verbandes von besonderer Wichtigkeit, denn an sich seie i die kleinen Gemeinden am besten geeignet, das religiöse Leben lebendig zu erhalten und zu vertiefen: aber gerade sie würden durch die wirtschaftlichen Verhältnisse und > den durch diese heroorgerufenen Zug nach der Großstadt ständig geschwächt und brauchten Herr Rechtsanwalt Jacobfohn über den Etat für das Neue Geschäftsjahr 1930/31, und im Zusammenhang damit Herr'Justizrat Kalisch über die oorgeschlageste Satzungsänderung. Die Etatsberatung' gab dem Vertreter des Preußischen Landesverbandes, Dr. Freund, Gelegenheit, in. längeren Auleführungen die finanziellen Verhältnisse des Landesverbandes und insbesondere die Verwendung der Staatszuschüsse und die Nicht- . linien darzulegen, welch« ,von der Regserung für ihte Verteilung vor» geschrieben worden sind.. Er wies insbesondere darauf hin, daß hiernach'als leistungsschwache Gemeinden nur solche anzusehen seien, welck)« für die Befriedigung ihrer Ausgaben einen Steuerzuschlag von mindestens 25% erhebest, und daß daher der Landesverband nicht in der Lage sei, die vom Pstovinzialverbanü für die Erhaltung des Religionsunterrichts aufgewendeten Beträge in vollem Umfang« zu erstatten, sondern verlangen müsse, daß die betreuten Gemeinden, soweit sie nicht nach der obigen Vorschrift als leistungsschwach anzusehen seien, aus eigenen Mitteln angemessene Zuschüsse zu den Kosten des. Unterrichts aufbringen. In der sich | hieran anschließenden Debatte. weisen die Herren Rechtsanwalt Äacqbfohn, Justizrat Kalisch und Gemeinderabbiner Dr. Bogelstein indessest darauf hin, daß der Landesverband keinesfalls für die letzten beidest Geschäftsjahre jetzt nachträglich diese Abstrich« vornehmen könne, weil dies her Billigkeit nicht entsprechen würde. Herr Dr. Freund stellt« auch in Aussicht, daß dieser Gesichtspunkt für die vergangenen Jahr« berücksichtigt werden würde, vertangt« aber, daß die beteiligten Gemeinden glsboid aufgefordert werden sollten, für das laufende Geschäftsjahr den auf sie entsagenden Anteil der Kosten des Unterrichts EM Ü „Wer wertvolle!Waren will wohlfeil erstehV, „Wird nur ins bewährte Spezialgeschäft geh n'. \ Arbeitsgemeinschaft Breslauer Spezial Geschäfte Das Mädchen mit der Blute kt freundlich im Gemüte, Oenn gut für Leib und Seel' kt Nestle's Kindermehl. ln der Tat ist es eine vollwertige Kindernahrung, die alle zum Aufbau des Körpers« notwendigen Bestandteile enthält Außerdem wirkt es aritirachitisdi, d. h. es verhütet die englische Krankheit. Verlangen Sie bitte Probedose und BroschQre.Ratschtage eines Arztes* kostenlos durch die Deutsche A. G. für NESTLE-Erzeugqisse, Berlin W 57, Reg. 3

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.