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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1930-05-01 · 5 (5.1930) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
7 (1930)
Issue
5 (5.1930)
Date
1930-05-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Är. 5 Breslauer Jüdisches Gemeindeblall 11 •I Jüdische Tuberkulose-Fürsorge (Beratungsstelle) HlsttrfU. jiö Uhr. in der jetzigen wirtschaftlichen Not nnernküdtich Mittet und Wege gesunden habe, um seinen Mitschwesteni ein Heim zu gründen und gleichzeitig der Äugend «ine Stätte der Ausbildung. Das Heim trägt mit Stolg den Namen derjenigen Frau, die mehr als ein Menschenleben in unserer Gemeinde für die sozialen Aufgaben des Frauenbundes wirke. Fraul Bial begrüßte darauf die erschienenen Vertreter der Behörden und Organisationen und die Freunde des Hauses. Der Herr Reichsarbeitsmmister, der preußische Kultusminister und die Direktion der Reichsoerficherungsanftatt hatten schriftlich ihre Glückwünsche übermittelt. — Der leitende Architekt, Herr Regierungsbaumeister Paul Ehrlich, schilderte die Ausgaben hes Heims und ihre bautechnische Lösung mit den besten Wünschen für die Zukunft und übergab darauf den goldenen Zchlüssel der Vorsitzenden des Frauenbundes, Frau Prof. Beate Gutt» mann. Frau Prof. Guttmann dankte hieraus denjenigen Frauen, die »m die Errichtung des Heims unermüdlich tätig waren, nämlich Frau Grete Bial, Frau Dr. Lilli Liegner sowie Frau Paula Ollendorss und dankte auch für die ihr zuteil gewordene Ehrung. — Frau Dr. Lilli Liegner schilderte in ihrer Festrede die Geschichte der Entstehung des Beate-Gutstnann-Helms, di« zu überwindenden Schwierigkeiten und die schließlich« Vollendung.!Sie dankt« allen, die ihr und Frau Grete Bial hilfreich zur Seite gestanden haben und ging näher auf den sozialen Gedanken dieser doppelten Gründung für das Alter und die Jugend ein. — Di« Zahl der Begrüßungsansprachen erösfnete Geh.-Rat Gbldseld für die Körperschaften der Synagogen-Gemeinde. Ihm folgte Regierungs¬ und Gewerbeschulrat Reischies sür di« staatlichen Behörden, Oberbürgermeister Dr. Wagner sür die städtischen Behörden, Landesrat Dr. Friedrich für die Provinzialbehörden, Frau Paula Ollendorsf für den Hauptoorstand des Jüdischen Frauenbundes, Berlin. Dr. Kreutzberger für die Zentralwohlfahrtssielle der deutschen Juden ln Berlin, Fräulein Schreiber iür den Stadtbund für Fraueninteressen, Frau Hosfmann für den Breslauer Hausfrauenbund, Herr Dr. Liegner für den Verband der Breslauer U. O. B. B.-Logen und Frau Dr. Salzberger für den Schwesternbund der Logen. — Nach einem Schlußwort von Gem.-Radb. Dr. Pogelstein wurde di« Feier beendet mit dem Bortrag des Arioso von Haendcl durch Frau Fischer. —j An die Feier schloß sich eine Besichtigung des Heims an, das bei allen Beteiligten wegen seiner praktischen und dabei einsachen, nach den modernsten hygienischen und baulichen Grundsätzen getroffenen Einrichtungen uneingeschränkt« Anerkennung fand. Gemeinüevertreter-Sitzung am 10. April 1930. Bericht von Dr. R e ch n i tz. Diese Sitzung diente zur Erledigung der durch die Etatsberatung am 3. Apriit 1930 unerledigt gebliebenen Vorlagen. — Der Vorsitzende «erwies einen Antrag des Sportvereins Hakoah auf eine Beihilfe an den Borstand. Darauf befürwortete R.-A. Spist die Vorlage des Vorstandes, die selbstschuldnerische Bürgschaft für ein Darlehen der Mittelstandshilfe von 20 000 Mark auf ein weiteres Jahr zu verlängern, da die Mittelstandshilfe mit geringem Verluste und großem Erfolge arbeite. Dieser Ansicht stimmten J.-R. P e i s e r und R. -A. Jacob s.ohn bei. Nachdem auf Befragen des letzteren S. -R. Dr. Bach Auskunft erteilt hatte über die Handhabung des Risikofonds der Gemeinde von 5000 Mark, wurde die Vorlage des Vorstandes angenommen. Geh. - Rat Goldfeld berichtete im Anschluß daran, daß die Mittelstandshilfe be antragt hat, die Bürgschaft für ein weiteres Darlehen von 20 000 Mark zu übernehmen. Der Vorstand wolle dem Anträge in Höhe von 10 000 Mark stattgeben, würde aber, falls die Gemeindevertretung sich für den Antrag in voller Höhe ausspreche, einem solchen Beschluß zustimmen. Die Gemeindroertretung stimmte dafür, in Höhe von weiteren 20 000 Mark die Bürgschaft zu übernehmen. Der vorgelegte Haushaltsplan für die M. S. Leipziger Beth Hamidrafch-Stiftung wurde auf den Bericht von Dr. G l u s k i n o s genehmigt. — lieber die neuen Vergütungssätze für die Grabherstellung und Grabpflege berichtete Herr W a l f ch. Die Sätze entsprächen den von der Arbeitsgemeinschaft sämtlicher städtischen und konfessionellen Friedhöfe festgesetzten Gebühren: die Erhöhung sei Notwendig geworden durch die seit der letzten Erhöhung eingetretene Lohnerhöhung von 28A und durch die höheren Preise für Pflänzenmaterial, insbesondere für Efeu. .Anzuerkennen sei, daß dennoch zur Erleichterung der Pietätspflichten die'Sätze für die Gießpflege Nicht erhöht worden feien. Die Vorlage wird ohne Aussprache angenommen. - Ueber den Derwaltungsbericht referiert J.-R. P e i f e r. Von der Einstellung des Herrn Danziger als Büroboten, von der Wahl des Geheimrat Goldfeld unh als dessen Stellvertreter S.-R. Dr. Bach in das Kuratorium des Beate-Guttmann-Heims sowie von der Berufung des Herrn Handelsrichter Gins als Mitglied der Gemeindevertretung in das genannte Kuratorium wird Kenntnis genommen, desgleichen von dem Beschluß, die beiden Waisenhäuser zusammenzulegen. Der Vorstand legt ferner vor die Statistik für 1929, .wonach betragen hat die Zahl der Trauungen 111, Beerdigungen einschl. Einäscherunge i 437, Barmizwohs 75, Austritte aus dem Judentum 14, Austritte aus der Gemeinde 11, Uebertritte zum Judentum 31, Geburten 142. Einen eingehenden Bericht erstattet der Vorstand über die Vorberatungen zur Erhebung eines Zuschlages zur Reichsvermögenssteuer als Kultussteuer Unter Darlegung' der rechtlichen und tatsächlichen Schwierigkeiten, der von Verwaltungsdirektor Dr. R e ch n i tz, der im Aufträge der drei Kirchengemeinden die Verhandlungen beim Landesfinanzamt geführt hat, noch mündlich ergänzt wirD. Die Stellungnahme der drei Religionsgesellschaften sei bis zum Herbst zurückgestellt worden, wo voraussichtlich die neuen 'Schätzungen zur Vermögenssteuer stattfinden werden. Von der Einführung eines Kirchgeldes hätten die Religionsgesellschaften abgesehen, die Gründe hierfür werden von Dr. Rechnitz dargelegt. Der Vorstand gibt ferner Kenntnis von der Zusammen-, setzung des Verwaltungsausschusses und des Arbeitsausschusses für das Äugendheim. R.-A. Ja c o bso h n vermißt eine genaue Abgrenzung der Zuständigkeit dieser beiden Ausschüsse und empfiehlt, einen allgemeinen Jugendpflegegusschuß unter starker Heranziehung der Jugendlichen zu bilden. Eine ständige Fühlungnahme mit der Jugend sei notwendig und werde aus diese Weise geschaffen. Die Jugend soll' sich einen Jugendbeirat selbst wählen nach einem von diesem Ausschuß zu bs stimmenden Verfahren. Dieser Jugendbeirat solle alle Angelegenheiten der Jugend erledigen und Beschwerden an den Iugendpflegeausschuß richten können, dessen Zusammensetzung der Vorstand vorschlagen soll. Frau Paula Ollendorsf bittet, esi bei den vorläufigen Ausschüssen zu belassen^ Im Arbeitsausschuß habe die Jugend die Mehrheit. Dieser Ausschuß werde alle laufenden Geschäfte - erledigen, der Verwaltungsausschuß nur die, zu denen die Zustimmung des. Vorstandes erforderlich sei. Man solle abwarten, welche Erfordernisse sich durch die Praxis ergeben werden. P.-A. Spitz ist , grundsätzlich mit R.-A. Jacobsohn, einverständen, daß ein Iugendbeirat gewählt würde, durch den die Jugend zur tätigen Mitarbeit angeregt werde. Für die Verwaltung des Jugendheimes sollten aber zunächst die vorgeschsagenen Ausschüsse zu- — ständig bleiben. Ihre Zusammensetzung gebe keinen Grund zur Beanstandung. Geh.-Rat Goldfeld bemerkt, daß zur Einsetzung des Jugendpflegeausschusses eine Satzungsänderung nicht notwendig sei. Dieser Ausschuß sei wünschen?-- wert, er fei aber nicht praktisch für die Verwaltung des Jugendheimes, gedacht sei wohl auch an weitergehende Aufgaben. R.-A. N o t h m a n n schlägt vor, die beiden Ausschüsse als vorläufigen Jugendpflegeassschuß einzusetzen.. R.-Ä. J a c-o b-- I Fehlsithligen hilft am besten das Ariilariiim Ohlducr Sir. 82, Ptundorül \r%UICII lUIII infolge seiner kostenlosen SntliAen Angenprifang I

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