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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1929-09-01 · 9 (9.1929) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
6 (1929)
Issue
9 (9.1929)
Date
1929-09-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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152; Bteslanec ISVifches (Demeindeblatt Nr. 9 monatliche Pensionspreis 100 Mark. Abgesehen von einer vorzüglichen Verpflegung ist Wäschebesorgung, freie Beheizung und Beleuchtung, im Krankheitsfalle ärztliche' Behandlung inkl. Medikamente und falls Aufnahme im Krankenhause erforderlich, diese ohne weiteres inbegriffen. Diese Vorteils erstrecken sich auch auf das Siechenhaus, welches 35 Kranken Zuflucht gewährt. Im Falle der Bedürftigkeit kann der Vorstand Ermäßigung der Gebührensätze eintreten lassen. „Wirs mich nicht weg zur . Zeit des Alters, wenn , meine Kraft schwindet, verlasse mich nicht", betet der Psalmist. — Immer und immer wieder bis auf den heutigen Tag habest sich Männer und Frauen gefunden, die in selbstloser Weise die Humanen Ziele der Chewra verwirklichten und stets sind ihr Mittel zugeflossen, welche es ermöglichten, unseren Arm^n in Not und Krankheit beizustehen. Jetzt aber ist derFortbe stand ernstlich bedroht. Die früher so reichlich fließende Quelle freiwilliger Spenden ti n d wohltätiger Stiftungen ist versiegt und es fehlen die Mittel, den von Tag zu Tag sich mehrenden Anforderungen zu entsprechen. Können wir die Verantwortung für einen Notstand dieser echtjü di scheu Kulturgüter tragen? In unserer Gemeinde ist ein Appell an die Wohltätigkeit und Opferwilligkeie unserer Mitglieder noch nie vergeblich erfolgt; ein feder von uns moße in seinem Kreise hierfür wirken, der Schwache muß dem noch Schwächeren helfen, der Stärkere mit voller Hand und der Starke mir der ganzen Liebe zu dem ihm zuteil - gewordenen Glu. Wir bereiten uns vor auf die gebietenden" Tage, die Schofartöne Säumigen aufzurütteln. Die jüdische in der Vergangenheit und die Verbundenheit mit den 'vergangenen Geschlechtern im Leben und Denken, in Gebet und Tat. sst eine der seelisch tiefsten Quellen des Judentums. Die Jomim Nauroim, die beiden höchsten Feste Israels, symbolisieren diesen Gedankengaikg. — Prüfen wir uns, ob wir untere Verpflichtungen gegen unsere Mitmenschen erfüllt haben, dann dürfen wir an unseren Allvater unsere Gebete richten und hoffen, daß sie erhört werden. Mögen meine Brüder und Schwestern meine Bitte wohlwollend aufnehmen! Michael Fra^nkel. J> Zeit der „ehrfurchterschallen, um die Religion wurzelte tief Anregungen „Würde" auf Seite 133 der August-Nummer, betreffend die Angebote von Synagogenplätzen in Tageszeitungen, hat noch immer nicht den vollen Erfolg gehabt. So erhalten unsere Widersacher immer aufs neue Grund zu gehässigen Bemerkungen. Jene Inserenten aber müssen schließlich doch ins «Geipeindebüro kommen wegen der weiteren Derkaufsmöglichkeiten für ihre Plätze. . „Würde" wünschte ich in höherem Mäße noch während der Gottesdienste selbst an den hohen Tagen. Manches, aber läitgst nicht alles ist besser geworden. Kommt doch, bitte, bitte, alle möglichst früh, damit dann bestimmt schon MiNjan vorhanden ist. Zum Gericht seid ihr ja auch pünktlich, warum nicht zum jaum din? Gehet nach Schluß, nicht schon nach der Müssaf Keduschah, besprechet in den Andachten keinerl e i Tages- oder ^Gefchäftsereignisie. Löset euch doch auf einige Stunden vom Alllagsgetriebe. Selbsteinkehr predigen die hohen Tage. So besinnt euch auf euer besseres Selbst. Euren Kindern aber vermittelt reichlich die Teilnahme an den großzügig eingerichteten Jugendgottesdiensten aller Richtungen. Und wenn der Hall des Schofars nach Reilah verklungen, so schwinge er in euch unablässig weiter, damit ihr den Wey ins Gotteshaus auch zu den Suktaustagen findet und auch an den Sabbaten für die höchstens drei Stunden dorthin, von wo unsere Väter und Mütter immerdar — selbst in npch viel schlimmeren Zeiten, als den jetzigen — sich Mut zu neuem Lebenskämpfe, Aufrichtung uitd Freudigkeit Holken. Verkommet nicht in den Werktagssorgen, weiset auch der Hut seid Jugend den Weg zu zenen Idealen, die allein über Israels Bestand verbürgen, geschwankt, wie jetzt. Wir sittliche Kraft. Noch immer blutleere Morallehre, uns Haltet fest aneinander im orthodoxe 'Juden. Juden tum ist unsere gemeinsame Interesse am Gemeindeleben finden. In alle diese, z. B beizeiten die Kinder, unsere genug auch da sittlichen Halt, Denn diese werden unsere Jug!e Elternhäuser im Lebenskampf, eigenen Heile und zum Wähle einzelne draußen durch Handel oblegen soll. — Die Erfüllung dürfte uns allen als ein würd i dünken für Alt und Jung unser? gemeinde. hrtausende hindurch bewährten Geld und Besitz hinaus Noch selten wohl hat dieser so strauchen Ideale, Zuversicht und die Religion, nicht eine blasse, olche Kostbarkeiten gespendet. Gemeindeleben, liberale und ihr doch alle, dieses Judenurzel. Dann werdet ihr auch md an seinen Veranstaltungen auch Religionsschulen, führet Zukunft, ein. dämit sie früh Ideale und Anregungen finden, nd auch spiiter außerhalb ihrer stützen und fördern zu ihrem von ganz Israel, für das jeder und Wandel Zeugnis dereinst dieser schlichten Anregungen ger Segen der jomim nauroim r ljeben Breslauer Synagogen- B;. Oje neu en Den diesjährigen Festgst Synagoge wird durch die Eir besonderes Gepräge verliehen, unsere Gemeinde ein prächtige lerischen Wert und eige bedeute Hinsicht erhalten. Bei der schwierigen Wirtj meindekörperschaften nur schwer zur Neuanschaffung der Orgel stand der alten, seit 50 Jahr derart verschlechtert, daß man Sicherheit Voraussagen konnte, ständig unspielbar werden w dieser. Zustand bereits im letzte eingetreten. Es galt, sofort Abhilfe zu Durchführung eines Orgelgotte*. Nach den bereits früher gemacht ein nochmaliger Umbau der al solcher Umbau bot nach übe gezogenen Orgelbau-Sachverstc Kosten (etwa 20 000 Mark) kei nunmehr wirklich ein brauchbar? erhalten würde. So mußte mo Neubau entschließen. Dieser kannten Orgelbauanstalt W. tragen, deren Kostenanschlag ni auch in orgeltechnischer und k fältiger Durchprüfung als der mußte. In der ungewöhnlich Monaten hat die Firma ein klanglicher und technischer Hins modernsten von Breslau, ja v darf. Die Orgel enthält weit ütf den Stimmen, die sich über teilen. Neben den vielen enthält die Orgel eine größere scher Solostimmen, sowie einig, Barockregist^r. Ein Kunstwerk für sich ist elektrische Traktur eine leichte ansprache der gegenüberliegend. So möge die neue Orgel meinde, zum Lobe Gottes! * Sr Org drei (Sri Wir bitten am Deadila e Drgel ttesdiensten in der Neuen weihung der neuen Orgel ein Mit diesem Instrument har s Werk von höchstem künstnde Bereicherung in kultischer chaftslage haben sich die Ge- und nach reiflichster Erwägung entschließen können. Der Zubestehenden Orgel hatte sich befürchten mußte, jasogar mit daß die Orgel in Kürze vollde. Tatsächlich war ja auch n Frühjahr für einige Wochen schaffen, sofern überhaupt die dienstes gesichert bleiben sollte, en schlechten Erfahrungen kam en Orgel nicht in Frage. Ein r^instimmender Ansicht der zundigen trotz der sehr hohen nerlei Gewähr dafür, daß man S und zuverlässiges Instrument n sich wohl oder übel zu einem gmrde im März d. I. der beuer in Frankfurt a. O. überi!cht nur in finanzieller, sondern ünstlerischer Hinsicht nach sorgrorteilhafteste angesehen werden i urzen Zeit von noch nicht fünf elwerk geschaffen, das man in icht als eines der schönsten und «lleicht von Schlesien bezeichnen er 4000 Pfeifen bei 63 klingen- Manuale und ein Pedal vernd- und Begleitungsregistern Anzahl inoderner, charakteristie der wertvollen eigenartigen der Spieltisch, der durch seine Betätigung und präzise Pseifen- )< n Orgelhälfte ermöglicht, erflingen zur Erhebung der Ge- S ch ä f f e r. g des Anzeigenteiles

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