Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 6 (1929)
- Issue
- 8 (8.1929)
- Date
- 1929-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. S =£ f Brolaurf Jüdische, Geme vdebiak wurde von dem genstihrten lDarlehensbetvage 5000 Mark abgesondert, um kleinere Darlehen an Handwerker, Gewerbetreibende usw. zur Wiederausrichtung ihrer Existenz — auch ohch Bürgschast — gewähren zu können. In dieser Slbteiluna wurden 19 Darlehen gegeben, die insgesamt 1824 Mark erforderten. : )ie einzelnem Darlehen schwankten zwischen 10 Mark und 300 Mark, In einigen Fällen wurden auch'entsprechende Sicherheiten oder Bürgschaf en'geleistet. Bpi der Durchführung der Produktiven Fürsorge hat uns jauch der Arbeitsnachweis der j ii d i < kchen Organisation!N Schlesiens wertvolle Mitarbeit geleistet. Es wäre zu wünschen, da h ii rtferc Gemeindemitglieder diese Institution im Interesse tinserer jüd. Arbeitslosen m e h r n Ll nspruch nehmen würden. lieber die Einnahmen sund Ausgaben, die Zahl der Fälle und dergleichen mehr geben die nachstehenden Tabellen Ausschluß: Ftirsorge-Linnabincn: >. .£ »enden »on Privaten . . . ■ . 7. 73arkenvcrkauf „deutsche ilftbilfc" rjufdtiiffc in llurcrstükungi fällen »en l'cra'ul tungen, Scherben, Pcr<in»n ». -Privaten 4. 7'>iid;ablung »on llntcrltü«»»gen "uscbusse in Liinclfällcn Vereinen und Private» 7>uaendfürs»r,-,c .... ». deegl. kur die Tuberkulvsc 7. ecinnadinen aus den Püchseuseiinnlniiaeä der tneincinde->L!'ne.e,eac» , 5. aninadnien aus Perinachkl »en Pcri»allulu:en, kur die minder- und rurierae T 3ii rankende 73»nat-äuiilcr>liil inenidegekchenle . . . erininalige llntcrjlützunjicn djlken. 7>u»,elld-Fur>»r»>e und Stint al kaufende Iugendfürfl b) akiunialige Tlugcndkürf» c) Terien-Kvlvnicn (für Peveisung um Ttaturalieu al Pvlkc-kuche .... b) 73itte!>tandelüchc »i Lebensmittel d) Brot- und Lenunelnz Tubcrkul»l:-,Tiirs»rge: , al Persd'idungcn (Kuren i b) Ledensiuittel c) -Perivaltungstvilcu. 73 Pade- und »Lrbelungskürs Oieiratsbeibilfen .... 5>»rchtvandcrcr-Fürsorge: al Fahrkarten .... bl Parbcibilfcn . . . esesangencn-Fiirserlie . . r'icizitvff-Pcibilscn kur :3ail 73a;ivtb .... Pasfab-Pci'vcikuna Ürsorg«-2tuvgabe»: »Ngen und »3eersurii-c»e: ifrar . . . . \ . . rgc. rlinsderal .; . . . Perisene» . Prriivncn . Pakete irken . dlnudl u. Pardeidilkcn .. Für Peklciduna aus Der Obeiterlciruna an Pcreinc n »orstedeudein Pctrage ten den ö>cincindedeberde» beivfi den 3üd. Pledlfadrtsvcrdaiid und dic-krele etc,?irudiad'eii Pbaliuna.en 1 ' ' ' it> . . -. ' IPC ^yältC, c 7SP.05 73 k.! 1 »55.— " cö „ 4 71 ».55 1717 .. 3 o»0.5 7 l 15 075.00 4 01 ».45 -; 3 I 071.75! 7" 3e72>V .. 530 Talle, 41 <5i -OJ 73k> 1 (“riiUe, ' »4 741-7» 73 k. 71>75 34 774.13 .. 777 73 103.21 4»7 10 e 11.31 1 .? 171 .c 5 »; 731 7 705.55 341 7 »»5.50 I 5 570.77 7 7 570.40 54 .. 7 »53.00 505 ., 2 200.14 71 347 —!»4 ., 5 43». 40 11 1 025.- " 4 005.50 0l 055.00 527.25 | 75) .. 7 402.20 1 »40 .. 2 5(4.50 ö? .. I 510.75 777.30 2$ ‘2 ec! .55 .. inen ned' die »en iglen 1500 77! k. für kür Aiederschlesien 103 »01.55 73k. I 500-- Ppiduttiv« lZürsdrgc: i ii n a b in c »: 1. 7!iiet,adluiig »en Peidilfe» 7. iLinnadme kur ausa,efüdrte Ldircibitiibc .... 7. r.iücbüffc für 7lusbildt»ig in I. r,ufchüffc für <5>cwcrdeschciNl 7. Iteschäftigung in der 5>»lrs > 3. Peschäftigung in der Lcp 4. Pejcbäftigung in der Aäbstli 5. (Zuscdüssc kür (rriedbefsarde! ». ^«brelbinaschincn- und Ltei c-esaniteiniiabnic 133 Fälle, c 131.1c 73k. 7tusgadcn: c, Alaren ukw. allerci -Pcad . rcidikudc . . . tch. ppruphiefurfe »Merw fonuueu die »Viten? TBitrclitrtni'e.bilfc (,‘yrän!clfd'c Mithin tatfddilid'c. Ausgabe»« Mm *>mi?hdlt6plau wäre» ntr Zum Schluß möchten I ousjprrchen, die uns bei der haben. Ganz besonders dan: ( Behörden, Organisationen u id - . besonders aber unseren Ehrend 1 I Angestellten^ die mit ihnen w! ' IleberlastUng zur. Durchsühnnj Legten Endes können — wie zum Teil auch schon T' 71 r lrdcitcn in der der Tlädstudc usw. 31 13 370.03 130.— 100 P7ä 55 47 71 17 574.77 0 753.00 jl 157.73 I 371.75 I 73.30 400.— C'csaiiltausgadc 1777 Falle, 77 »55.75 73k. sl Pvrstandcs der tikrunai bewilligten Tlusgabpn 17 777.— 77 »55.05 Tlusnadc» sa Einuabincn 37 .»55.05 73k. »131.1» „ ^7 707 73k. Ausgaben eingestellt. i.r allen denen unseren herzlichsten Dank Durchführung unscrrr Avsgaben unterstützt cn wir unserer Gemeindeverwaltung, den d Einrichtungen, sowie allen Spendern, »amten linnen) und unseren Beamten und tteifern, alle unsere. Ausgaben trotz großer g zu bringen. ir noch die erfreuliche Mitteilung bringen, durch die Tageszeitungen bekannt geworden n ist—, daß d dank der G^ 2V i r k l i ch k Grundstück bereits in' ei alsbald hcrgcisi auch diese Heile unserer i neu rP lan d e oßzügigkeit i t werden wcidnitzer Monatei chtet und in e Cinrichtunj, Gemeinschaft i sch ngen E r r i ch.tch n g ei nie s Jügendh^tiyes, nsevcr Gemeindebehörden, ji u n e w i!rd. Für den bfßeichncten Zweck Stadtgraben 28 erwürben worden, eiye Anzahl von Räumen^ frei we Benutzung genommen wcrocn sollen.I mit dazu beitragen, Segen zu stiften ugdi unserer Gemeinden. Zweite ijOeltfonfecnig jüdischer Krauen, in ham»org Bom 4.! bis 6. Juni fand in Hamburg -die zweite Weltkunftrenz jüdischer Frauen statt, der im j Jcchxe 1923 eine Welttagung i vorangegangen war. Frauen ausj ipitlc» Ländern und allen waren vertreten, um über wichtige 105 101,55 73k- 50 Fälle. 5 »15.73 73t. t Wien nötigem grundlegcirde Fragen des südischen als lebenscrhaltend für das arbeit in den verschiedencn Gemeinschaststcbens zu betaten u^ld P» versuchen^ Riäitlinien Isü« die Stellung der jüdischen Frauen in EhePFamilie und Wirtschiast, als Sozialarbeitcrin und Gemüindemttglie), zü finden. In. allen Ländern haben sich aus diesen Gebieten Psobleme emtwickelt, die nach Lösung drängen, wie z. B. die Heirate» und Sct eidungsgcsetze, die den er ten Pünkt der Tagesordnsing bildeten. Andcce grundlegende Fragen, Jugehd, Erziehung utid Bevölkerungsbolitik brtressend, wurden in Reserahkn. und in daraus i salzender Diskussior hüchst anregend behaniielt.- Fräulein Hands auö England hat aus den eichwicrigkeiten, die au; den nidischen Ehegesetzen entstehen, seit einer ftri von Jahren ein St idium gensacht, um Slbhilie zu schasset!. Ihr Lorschlag, eine zentrale- 'avbjnischei. Behörde zu schassen, die diese! Frc gc ktärl, fand allgemeines Verständnis, lieber die Erhaltung der Familie, über Neugestaltung von Erzibhungs- Methoden, über Umgestaltung de - Ll üensbediNgungeir und Lrbsnstorsnen, über die notwendige Stärkung des Lebenswillkns iprach in geioohnter Meisterschaft die größte Sachvertändige-auf dirjeni. Gebiet, Fror L iddi) Wronski. Sie untersuchte die Gründ:, die zu dem.verhängmsvol en Geburtenrückgang unter den Juden sührm, und-wie sie darin eine Schviäche des Willens zum Leben sieht, gn erk ärt sie auch'damit die crsch:c«iende Steigerung der jüdischen Selbstn ord; sser. .Das Referat, das zu täi kster Verantwortlichkeit der älteren, wic der jüngeren (ileneration au ruft, wirdgedruckt werdent Dia darauf folgende Diskussion gab u. a.!dcm Gründer und Leiter der Bcth Jukob-Bewegung, der.Erziehung plilntscher jüdischer Mädchen zu einem Gelegenheit, über seine nichtige Arbeit zu sprechen, die sich jetzt >uf 120 schulen mit. ca. 20 000 Schülerinnen erstreckt. Ganz auf Inge,ldaibeit eingestellt war das Refqrol der Frgu Henriques aus London, sie e 'zählte aus ihrer und ihres Gatten Lebensarbeit, die im Ghetto! von Lo i ion ein Jugendheim errichte: hoben und seit Jahren leiten. Der Erfolg dieser Jügendheimarbeit ist nichj aus die Jugend selbst begrenzt. Dü E thrn, das Familienleben, b er' J Zu, sammenhang unter den Genera ionm seien davon beeinflußt, und die Jugend, die durch das Ost-Londoacr Jugendheim gegangen ist, le stet die beste und sicherste Slufbauarbeit. >r der Diskussion wurde die S«ttlementsarbeit auch in anderen Läode i: besprochen. Frau Hanna Hjlene Thon aus Jenzsalcm berichtete iibcr diese wichtige Arbeit in Pclästina, die vom Kindergarten'an bis zu Ateadkurjen/der gesamten .Jugmd die Möglichkeit gibt, in körperlicher uni scelischcr^Reiicheit heranzunachsen, und die zur Folge hat, daß siöi ir Palästina aus ddr Arbeit an! der Jugend eine jüdische Gesamrgemünde bildet. Der 2. Hauptpunkt der Tc ges; dnung, der den sozialen und Gemeindejragen gewidniet,. war, biache einen sehr interessanten Porjtrag von Frau Pollack aus Nechpor! ü!»r die großen Schwierigkeiten,! die jüdischen .Mädchen als 'Angestell eir ir Handel und Gewerbe entgegenstehen. Sie betonte auch für ^lmeJka die Notwendigkeit der jkerufsberatung, Berufsausbildung und Aribitsvcrmittlung.' Es ist interessant, daß diese Probleme nicht -stur, 'ür ^ins in Europa und ' besonders^ in Deutschland aktuell sind, und i Die die Diskussion ergab, solltest AuS» wanderungslustige davon.Notiz nehn m, daß nur, wer etwas gelerntshat, nur wer in irgend einem handw rkli chcn, technischen oder wirtschaftlichen Berufe ausgebildet ist, Aussicht hc t, i ijSlmerifa weiter zu kommen/ Frau Ottilie Schönewald, Bmhumj habe auf Grund einer Rundfrage i» sämtlichen deutschen Gemeinden^ auä-ii: länderen Ländern, fcstgestellt.^dab die Gleichberechtigung der Frau,n ins der Gemeinde mehr Theorie als Praxis sei, und in.ausgezesthnetl r ob ektioer Darlegung verstand! sie es, die Notwendigkeit der Gleichbercchti jung ckler Frautn in der Gchneinde JUdentchst zu begtünden. Soziale Frauen- Länbern wurde von Frau Paula Oldenhorff behandelt, sie hob in erftex Line de drei neuen Momente dieser,Arbeit hervor: 1. die Zurückdränäung der individualistischen gegenüber -idem kpllektivistischeif Gedanken, '!. stärkere Beteiligung der jüdischen Frauen aller Kreise, 3^ der Eintritt »er Jäger> in die Ansbauarbeit. DiesArbeit. selbst wurde gegliedert in Woh iunzsnot. Slrbeitsgot^ Berufsnqt "und allen sich dargus ergebenden Arbestsäebieten, die in den verschiedenen Ländern fast immer dieselbol Basis h>i>en, aber verschiedene Bearbeitung, erfordern. In Zusammenfnssunk d,r sozialen Stotstände in ihver besonderen Auswirkung auf jüdisties ifamilien- und Genreinschastsleben verlangt sie vön den jüdischen Fcau m stärkste Beeinflussung ausj Wohnungsnot undj Häuslichkeitsnot. Si> verlgngt von der Weltkokferenz eiste Entschließstng, welche ii: alleil Liidern obligatorisck)e Hauswirtschaft, liche Ausbildung der jüdischen Mi dchm fordert. Auch das Ollendorffsche Referat wurde durch Bericht eirzeli er Delegierter über Besonderheiten ihxer sozialen Arbeit ergänzt. Frau Lr. Eichholtz aus London und Frau Rdsenblüth aus Haifa schitierter se)s anschaulich die schwierige, aber erfolgreiche sozjial-pädagogisä« Aibeil, di^ sie im Kreilc eingewanderter