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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1929-06-01 · 6 (6.1929) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
6 (1929)
Issue
6 (6.1929)
Date
1929-06-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Nr. 6 Bceflanec Jüdische» Gemeindebla 99 JOdische Tuberkulose-FUrsorge üiwBHBHndfcH.ars __. .; ___MW_ Woiitn munwlnifi l/—10 Uhr« niedriger sind als die! Bankzinsen. Justizrat Gold schm idt vom Boxstande bemssrkt, daß der Beschluß der Gemeiidevertretung mindestens undeutlich gefaßt sei. Die Urterbringung der 1000 Pkk. im Etat würde bei der bekannten Einschränkung sehr schwierig sein. Herr Gins bittet bei der Wichtigkeit des Instituts die Zinsdifferenz auf den Etat der Wohlfahrtspflege zu übernehmen bis zum Höchstbetrage von b%. Dieser Antrag wird angenommen. Bon der "im Perwaltungsbericht weiter gegebenen Gefchäftsübersicht und Werbet für -e« Hur^bolöt-Ver ei«! der Mitteilung, daß die ^riedhofsdiebe, die am 18. Oktober 1)928 auf, Friedhof Cosel gehaust haben, mit längerer Gefängnisstrafe belegt wordey sind, nimmt die Versammlung Kenntinis. Der Antrag deit zionistischen Fraktion, die Wahl des Friedhofs durch das Publikum zu beseitigen und die Gebühren für Grabstellen nach den Vermögens- und Einkommensoerhältnissen des Verstorbenen und der Hinterbliebenen abzustufen, wir!) auf Antrag von:R.-A. Jacobsohn vertagt, damit zunächst die I. K.-V.-A. hierzu Stellung nehmen könne. Zu dem Antrag des Vorstandes, der hiesigen Sozialen Gruppe für erwerbstätige Mädchen und Frauen eine einmalige Beihilfe von 900 Mk. aus den Ersparnissen des Wohlfahrtsamtes im Haushaltsjahr 1928/29 zu bewilligen, berichtet Frau B i a l, daß die Unterhaltungsabende der Gruppe zwar Nützliches leisten, aber der Besuch nur sehr schwach sei. Der Erfolg sei dementsprechend gering, wenn auch guter Wille vorhanden sei. Es sei bedenklich, die Gruppe gleich mit 500 Mk. zu unterstützen, denn diese Beihilfe könne als eine verschleierte Hilfe für die von ihr unterhaltene Haushaltungsschule angesehen werden, derey Führung erst gründlich geprüft werden müsse. Hierfür sei bereits eine Kommission eingesetzt: denn diese Schule werde dilettantisch geführt und könne daher nicht unterstützt werden. Auch die Aenderung in der Person der Leiterin werde bei aller Würdigung der angenehmen, tüchtigen Persönlichkeit keinen Wandel schassen, weil sie'hierfür nicht . vorgebildet sei. Frau R a b i n bedauert, daß schon in der Begründung der Vorlage eine abfällige Kritik der Hausgehilfinnenschule uUterlaufen sei. Diese Schule wirke seit Jahren hervorragend und habe viele Mädchen direkt gerettet. Was die Person der Leiterin angehe, so befinde sich die Gruppe in einer Notlage, weil es überhaupt nur zwei geprüfte jüdische Lehrkräfte in Deutschland gäbeV. Die Unterhaltungsabende kenne sie aus . eigener Erfahrung, es werde dabei das Beste zur Aufklärung unh Belehrung geleistet, und zwar nicht nur an Leute, die dort lediglich beköstigt werden wollen. Die Gruppe entlaste dahür im wahrsten Sinne das Wohlfahrtsamt und gehöre daher nach den Worten von Geheimrat Goldfeld zu den unterstützungswürdigen Vereinen. Der Dorftandsantrag wird^ hierauf angenommen. In der Geheimen Sitzung wird als Ersatz für den verstorbenen Bankdirpktor Emil Hanke Justizrat K a l i s ch für den Rest der Anstsdauer in den Vorstand gewählt. Dagegen wird die Ersatzwahl für Generaldirektor Haendler vertagt. 1 Nach einem aussührlichen Referat von S.-R. Horn wird nach längerer Aussprache der Vorstand auf seinen Antrag ermächtigt, das Grundstück Schweidnitzer Stadtgraben 28 von der Oberschlesischen Kphlen-Handels-Gesellschaft Fürst von Pleß G. m.D. H. für die Zswecke eines Vereins- und Jugendhauses zu erwerben. ) Schließlich wird! auf den Bericht von Bankdirektor Sander genehmigt,' daß die Gemeiüde von der Versorgungskasse der Aerzte Nieder- und Oberschlesiens zu Breslau ein Darlehn von 300 000« Mk. zu den angegebenen Bedingungen aufnimmt und hierzu die Genehmigung der Recherung nachsucht. , Re- Gefin unsere Gemein-emitglieüer Gott sagte zu Moscheh beim Bau der Stiftsyütte: „S irich zu Israels Söhnen': Vo r jedem, den fein Herz zir freiwilligen Spende bewegt, sollt iir meine Hebe in Emsfang^nehinen. Gold und Silber und Kupfer. Sie sollen mir ein Heiligtum schaffen, so werde ich ustter ihnen wohnen, llrd darauf jeder, den sein Herz erhöben und jeder^ den fein'Geist getrieben. Es kamen die Männer und die Fraucii, alle vgm Herzens ge trieben." Heute ergeht miedet der Ruf an jeden einzel ren, da yitsere Gemeinde sich anschickt, das 100jährige Bestehen der Alten Synagoge zu feiern-, Eine schon seit.langem notwendige Novation wird borgenoinnen. Aber Sache ei> es jeden meindemitgliedes ist es, dazu beizütrageu, baj, auch unsere Kultusgegenstände Mieter ein würdiges Aussihen erholten. So wie Gott einst Praöst und Schönheit für das StiftszeU geboten hatte, so gilt es heute, unserem Gotteshaus einen angemessenen Schmuck zu c eben.- Deshalb rufen wi: Frauen Euch auf: Gebe jeder nach seinen Kräften, daß es miede ■ heißen yiöge, wie einst beim Bau des sSliftszeltes: „Das Volk t ringt zu Das vorbereitende Komitr: Elfriede Boß, Zim »erstraße '4a. Else Freuden Zimmerftraße 3. Luise Zrzebinasch, Höfchenstrl he 5. M st i r s ch b e r g, Wallstrah» 5. Elise Hofsmann, Wallftrche 9. Paula Lewy, Gartenfti aß« 51. CillyRosenild, Ireihurger Straß« 42. A n 1i a «i m o rt j o 1) n, Gutenbergstrah 13. F 3 a l i k, Augustastrahe 40. - i Geldspenden bitten wir auf Postscheckkonto 1 Rabbiner Dr. Simonsohn zu überweisen. Anders Spende^ sind bei einer der oben Unterzeichneten anzumelden. Das Beate ^uttmann-tzeim Diel* hal, a r re h n i) 53 45 Ba um mm Die Breslauer Ortsgri im Juni 1029' mit dem Zu diesem Zweck« sand am im Repräsentantensaal statt, zu der die Kuratoriu Beate G u t t m a n n erössr e> aus dem heraus das Beates-' gedacht als ein cheim für standes, die durch Krieg soll der Frieden des Alters sichert werden. — Frau geschichte des cheims. Man zu ermöglichen. Das Horch pslegung gewähren und au Haushaltungsschul Schule wird chausgehilsinite Beruf einer chortnerin ode wendige chaushaltungsjahr Guttmann zum 70. Gebun cheims überreichen können. Hörden größere Beträge z M. W. Heymann-Frauenschla Rest ihrer Fonds zu unterste Bauplatz geschenkt. Einen steuerhypothek für ab selb überbrachte die Reden in den Parlamenten — cherr Regierungs-Baum >i plckn. Der Bauplatz umfaßt längerten Reudorfstrahe, zi Haus wird sachlich, nach gestattet werden. Im Erd > werden die 42 Schlasräum! die Haushaltungsschule un! lagesräume und Veranden ' liegenden Stockwerken gepl^ mit je pier Betten für die die Leiterin der Haushai mit fließendem kaltem und O l l« n d'o r s s begrüßte standes. Eine politische ' mögliche verlangen, damit bund nimmt dieses Motto ippe des Jüdischen Frauenbr u des Beate-Guttmann-chei Sonntag, den 5,. Mai, vorn! Synagogengemeinde die -msmitglieder zahlreich, erschil te die Sitzung und erläuter: Guttmanu-Wohnheim entsteh! alleinstehend« Frauen des d Inflation geschädigt sind, und «in gepflegter Lehensabsei Liegner berichtete über isiigfdche Vorarbeiten waren^N wird 42 Rentnerknnen cherdem «ine st a a-t l i ch ck o ns in seinen Räumen untesr! n ausbilden.und jungen Gewerbelehrdrin ergreifen bieten. Die Ortsgruppe »t«A die ersten Mittel Inzwischen haben staatliche usgesichert. Auch die Burgseld tz-Etistung beabsichtigen, die tzen. Die Synagogengemeind gfoßen Betrag erhält die Anstg de Wohnungen. — Herr der Synagogengemeinde, fördern große .Taten die ister Ehrlich erläuterte a 3100 Quadratmeter und l ka 75 Meter vom Wasiertur Grundsätzen der modernen «schoß, dem ersten und für die Damen untergebr der Waschraum darunter sind im Erdgesckzoß und in d nt. Das oberste Geschoß Schülerinnen enthalten, sowie ltpngpschule. Sämtliche Schlsa würmem Wasser versehen. Gründung iyi Austrage hat aus ihre Fahne gescs Mögliche wird. . Auch der ur sich in Anspruch. Unser ,eb< ni rüse .Wnh zur w> Pa rtei dis nbes beabs chtigt, Ins zu beg nnen. ittags 10^5 Uhr, Zründungs itzung uen sind. Frau :e den Ged mken, en wird. Ls ist gebildeten 3 Uttel- Diesen I rauen nd im Heim gedie Entstel ungsilig, um deil Bau ' nung un! Berzesjionierte bringen. Diese Mädchen, die den wollen, da > not- )at Frau Beate Errichtung des ind städtische Be- Stiftung und die Anstalt mit dem .Breslau hat den lt als Haüszinsheimrat G o l d -- Mehr als «große Frauenbewegung, isdann den« Bauegt auf dejr verm entfernt. Das Architektur, auseiten Stockwerk. während sich lesinden werden. beiden darüber rd fünf Zimmer ein Zimmer für flräume werden — Frau Paula des Bundsesvorrieben: Da« Un- Züdisch« Flauen- Werk sow Aus- 3» acht. «n

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