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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1929-05-01 · 5 (5.1929) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
6 (1929)
Issue
5 (5.1929)
Date
1929-05-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Nr. 5 5re»tancr Jüdische» OcmeinDeblett 81 Jüdische Tuberkulose-Fürsorge ak tfebrur MS löfttatr. 52. LÄ Hl. 41, kk » 17—18 Ulw. inbc um' 1 : Herr Sanitätsrat Dr. Bach überbracht/die Grüße des Vorstandes der Synagogengemeinde. x. In einem Referats über „Die Bedeutung, des Frauenstudiums' behandelte die Sekretärin der Ortsgruppe, Frl. Dr. Alice Oppenheimer, die Entwicklung und die Probleme des Frauenstudiums, unter besonderer Berücksichtigumg der gegenwärtigen Berusslage der Akademikerinnen, die im allgemeinen leider nicht günstig ist. An das Referat schlossen sich die Arbeitsberichte der Kommissionen an. Der Jüdische Frauenbund übt in einer Arbeitsgemeinschaft mit dem Jüdischen Wohlfahrtsamt ein« die behördlichen Stellen ergänzende jüdische Tuberkulvsenfürsorge äus. Die Beratungsstelle, die sich jetzt in der,Hösmenstraße 52 befindet, wurde von 114 Kranken ausgesucht. Für 18 Patenten konnte eine Heilstättenbehandlung durchgesührt werden, während eine Anzahl! leicht Erkrankter in Erholungs- Heime geschickt bzw. mitl Lebensmitteln und Kohlen unterstützt wurden. Herr Dr. Alfred Landsberger hat sich als Vertrauensarzt in unermüdlicher Arbeit der Organisation zur Verfügung gestellt. — Die E r - holungssürsorge für Erwachsene hat 111 kurbedürstigcn Frauen eine Reisebeihilfo erstattet In der lSommcrkolonie im Friebc berg sind täglich 35 Damjtn mit Vesper und Abendbrot bewirtet worden. Der Rentneristnenbund tagt iin Winterhalbjahr wöchentlich dreimal in den Räumen der Mittelstandskuche, Freiburger Straße 15. Ein Abend wird durchsck nittlich von 40 Damen besucht. Der von der Stadt Breslau geschenkte Lautsprecher sorgt für Unterhaltung. Im vergangencn Jahre wurden zwei Konzerte und drei Vorträge veranstaltet. -- D i e B r a u t a u s st > t t u n g s k a s s e ist am 0. Februar 1927 gegründet morden und hat seit ihren« Bestehen Aussteuerbeihilsen in Höhe von 100 bis 130 Mk. an 24 unbemittelte Bräute verteilt. Die Gesamtleitung d!es I ü n g l i n g s k l u b s. liegt in den bewährten Händen eines Rechtsstudenten, während ein Student der Medizin den sportlichen Teil übernommen hat. Die Mitglicderzahl des Klubs steigt ständig, da an den Abends» lehrreiche und interessante Vorträge gehalten werden. —- Die Räume des Mädchenklubs sind'durch eine Spende besonders wohnlich ausgcstattet mordenj In regelmäßigen Zeitabschnitten linden Elternabende statt. Wissenschaftliche Kurse und Unterricht im Nähen trage» zur Fortbildung der jungen Mädchen bei. An Sonntagen iühren Ausflüge in die tnngegend Breslaus. Die Zufluchtsstätte in der Büttnerstraße 25 Rat auch in diesem Jahre durchreisende und aus dem Gefängnis cntlassenelFrauen ausgenommen. DasKleinkinderh c i m in Krietern hat 00 Kinder versorgt, darunter 17 Säuglinge. Der Gesundheitszustand der Kleinen war, mit Ausnahme einer Grippe im Februar, befriedigend. Eine Höhensonne wurde angeschasst und. das Heim durch ein Schutzdach gegen Wind und Sonne weiter ausgebaut. Zwei Adoptionen konnten vermittelt werden. — Die Arbeit der Adoptionszentrale wird! durch manstigfache Schwierigkeiten sehr erschwert. Der Erfolg entspricht bei röeitem nicht dem Arbeitsaufwand. Die Kinderfürsorge hat!vierteljährlich 200—220 Fähe behändest, die im ganzen Jahre 8422 Einzelbearbeitungen ersorderteri. Zu Ehonukkah sind mit Hilfe! verschiedener! Logen, des Schwesternvcreins der Gesellschaft Eintracht und des Chanukkahkomitees Oschinski insgesamt 250 hilfsbedürftige Kindes vollständig neu eingekleidet worden. Dank der gütigen Mitarbeit dev Herren Dr. Erich Breslauer, Dr. Alfred Cohn und Dr. Josef Prager, lowie der Aerzte der; Israelitischen Krankenoerpflegungsanstalt konntt eine systenzatische Gesundheitsfürsorge Lurchgeführt werden. 162 Kilsder konnten! in das Kinderlandheim Flinsberg, 28 Kinder nach Kolberg, 5 Kinder nach Wyk auf Föhr, 3 Kinder nach Kisfingen und 2 Kinder stach Bad Durrheim verschickt werden. — Das Kinderlandheim in Flinsberg steht unter der Leitung einer Oberjchwester, unter deren Aussicht den vergangenen Sommer über 3 Hortnerinnen, ein Seminarjs und 2 Wjirtschaftspraktikantinnen gearbeitet haben. In 7 Kinderkolo >ien zu je 28 Tagen wurden im vergangenen Jahre insgesamt 162 Kinper im Kinderlandheim verpflegt. Der Erfolg war durchschnittlich ein vstrzüglicher. Die nachgehende, örtliche Erholungssürsorge für Kinder ist im Frühjahr 1928 aus dem Gedanken heraus entstanden, auch den Kindern eine Erholung zu verschaffen, die wegen irgend welcher materiellen Schwierigkeiten nicht mehr zur Verschickung gelangen konnten. Ein Teil des Grundstücks des Kleinkinderheims in Krje ern wurde für diesen Zweck zur Verfügung gestellt. Nach Errichtung einer bequemen Liegehalle, der Anschaffung von Liegestühlen wurde der Betrieb unter der Leitung einer geprüsten Hortnerin eröffnet. Die nachgehende Fürsorge nimmt in einer Kuroeriod« 15—20 Kinder in f, die in einem gleichmäßigen Rhythmus von Ruhe und Bewegung di, gewünschte Erholung finden. Die V o r - tragskommjsston o:ranstaltete unte? Mitwirkung berufener Rednerinnen im vergangenen Winterhalbjahre 6 Dortragsnachmittage. Die Reihe der Veranstaltungen wurde durch eine wohlgelungene Purimfeier beschlossen. — In wenigest Wochen kann mit dem Bau des Beate Guttmann-Hei mT' legonnen werden, das an der verlängerte» Neudorfstraße für Frauen des in Not geratenen Mittelstandes errichtet wird. — Die Gemein leschwest-er hat 2640 ambulante Fälle und l040 Fürsorgefällc behayielt. — Auch als ArbeitsrichterinneD sind Mitglieder des Iüdishcn Fraueiwundes tätig. Seit Oktober 1928 besteht eine Fachkammer!ür Streitigkeiten der Hausangestellten. Zum Schlüsse erfolgt> die Erstattung der Kassenberichte Den für die Kassensührur g verantworklick)«n Damen wurde Entlastung «tteili. Nach einer kurzen Diskussioy schloß die . Vorsitz: Versammlung, indem sie nochmals den städtischen j Hörden, sowie dem Jüdischen Wohlfahrtsamt herzlich^ Unterstützung bei der Durchführung der Aufgaben I vundes dankte. T Dr. Alice nde um^l Uhr die! und staatlichen Bejür di«! tatkräftige Jüdischen Frauenp p e n h!e i m e r.! Zur Einwanüerer Fach Rio de Janeiro, der Hauptstadt Brasiliens, hat bie| Reichsstelle für das Auswst wesen soeben ein Merkblatt herausgegeben, das auf Abgaben dä Deutschen Fürsorgeausschusses beruht. Diese Aussührr ngen fin! interessant und.aufschlußreich für alle diejenigen, die auszuwr denken. Das Merkblatt kann sowohl in der Schlesischen Au >i Beratungsstelle, Friedrichstraße 3, pIs auch in dem Jüdischen 4P amt, Wallstraße 7, I, eingesehen Werden. 1 i Die goldlene Hochzeit feierte am 20. April 1929 der spanische Konsul T und seine Gattin Hulda geb. Oliven, Gcneralreprüs laender'schen Verwaltung, .in Industrie und Handelskr und geachtet, ein eifriger Fördefer bei vielen ffi;l unserer Gemeinde. Wir bringen djem Jubelpaar nacht lichsten Glückwünsche. Geburtstage iin TU« und Juni. 7 5 fahre: 24. 5. Frl. M a t-h i l d e Bruck . Reichstraße 0. 3. 6. Herr B r u no Kohn , K rschallee- 35. 7. 0. Herr S a r l « chlesing : t-, Neudorfftraße 28. 0. Herr Isidor Lange, tziktoriastraße 111 80 fahre: 4. 5. Frl. I d a Stern, Ohlar lifer 9. 11. 6. Frau EvaSchlesinge r geb. Kary, Fried 85 fahre:.. 29. 5. Frau Rosalic Zölln e r geb. Klemptnei Straße 25. * ' 9 0 fahre:. 10. 6. Frau Johanna Epste i n geb. Schmul, nodbfte WMMAhMW Oer SWW nderungs s dortigen besonders noern ge wqnderer Sohlfahrts 1 eodor! Ehrlich entant der Schott eise» wohl bekam» chltätigkeitsanstaltev räglich unsere Herz 1 ’ OHai 1929 Wallstraße 9, irbnung: II Sitzung der Gemeindeverlrekum l der Synagogejn Mittwoch, den 15 Sitzungssaal, Tages 1. Mitteilungen. 2. Annahme eines Grabpflegglegats. 3. Zuschuß an das Gesamtarchiv der deutschen kosten. i 4. Annahme eines Jahrzeitlegats. 5. Beihilfe Jüdisches Mufeui i, e. B 6. Bildung eines'Extra-Ordin 7. Derwaltungsbericht 8. Antrag der zsoniftischen g bühren von Grabstellen.' Geheim 3 Borlagen. Der Vorsitzende der Gemeiü ariums. _ _ _ de-Dertletin'g.- Weiser. Justizrat. > 1 -- durch Mittels ür ein angeblics» eine Ausführunjj Warnung! Ein gewisser Alfred! Herzog läg|t Personen bei unseren jüdisches Mitbürgern philosemitisches Drama Beiträge sammeln, uns im Konzerthaus-Saal zu ermöglichen. 'Cs scheinen ihm'schon einige auf den Leim gegangen zu sein. Wir wollen nicht ver kehlen, daraus hinzuweisen, dgß Alfred Herzig in dem letzten Jahre als wütender a ist i f e m i.t i f «He r Agitator, besonders in Brieg austrat, wo er den Juden in zahlreichen öffentlichen Versammlungen Ritualmord, Meineid, Mädchen schiindung und dergleichen nachsagte'. Dies Schriftleitung. 59. ich-Wilhe 1 m-Str. 25. Reichstratze 6. ,-Gemeinde 18'2 Uhr, Juden für Druck raktion betr. Belegung und Ges e S i tz ü n gs

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