Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 6 (1929)
- Issue
- 2 (2.1929)
- Date
- 1929-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/3970005-7569522-7569604--0964-3970902- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Breslauer Jüdisches.Semeindeo^all 3lr. 2 So |ta!e Gruppe. Am 10. Dezember sc»,den sich im großen Saale und seine» Neben iasen unsere Schützlinge etwa 105 an der Zahl, .zu einer Chanukkahfeier Nachdem Herr Robbine - Dr. Simonsohn die Chamikkah-Lichte .entzündet hatte, hielt er eine zu Herzen. gehend« Ansprache über die Bedeutung des Chanukkahseftes Herr Fabisch rezitierte dann Legenden und Gedichte, die stürmischen lk eisall fanden. Dieser ernsten Feier folgte eine nahrhafte Mahlzeit. Den Schluß de ■ freier bildete eine Kcscherui g mit warmen Wintersachen und Wäsche. All denen, die es uns ermöglicht haben, unsere Schüftlinge vor der größten Not des kalten Winters zu schützen, sagen wir an dieser Stelle nochmals unseren herzlichsten Pank. Hätten sie sehen können, wie sich di« Beschenkten an diesem Abend wohl fühlten, sic wären reich belohnt zeoeien. »nserem Hausgehilfiimenuerband galt unsere znviie Ehanukkahjeier, in der die früheren und jetzig«» Schülerinnen unserer Hausgehilfinnen -ch ,le teilnahmen. Auch sie c ruppierten sich an schönen Tafeln, vo: denen ihnen Frau Edith Lachmgnn die Chanukkahrede hielt: dann wurde» ->ie durch Lieder und Borlesungten 'von Herrn Nußbaum vom Rabbiner ei ünar erireui. Zum Schluß churden unsere Schülerinnen mit Kleidung an) Wäsche reichlich bedacht and hatten große Freude an ihren trcft- 'eken. * ' j Nachdem mir allen, iür di« wir arbeiten, nach besten Kräfte» Freude .'«! eitel hatten, veranstalteten mir eine.Chanukkahfeier auch für die Mil gli-der der sozialen Gruppe. Herr Kantor Wartenberger entzündete die Lichte, Frau Abgeordnete Melzsr-P o mnie ra nz hielt die Festrede in eine« Form. die nicht die übliche Makkabäerrede war, sondern vielmehr das Thema „jüdische Wohltätigkeit und soziale Hilfe," behandelte. Ara» M:lzer mies im besonderen darpus hin. wie das Neberangebol von indu ilr eilen Arbeiterinnen und katHniännischen Angestellten keine genügende Er istenzgrundlage gebe, während, wie besonders das Beispiel der Haus zelnliinnenschule in Breslau beweist, die Nachfrage »ach geschultem Haus ge g'pnal größer ist als das Angebot. Frau Käthe Fischer erfreute bei diejer Feier durch 'stimmungsvolle Giiongsvorirägc. Mehrere Mitglieder traten der Gruppe bei. - Oie Weltorganisation der Agudas-itisroel iviird laut Beschluß der Leitung im Elull kommenden Fcchres eine zweite Konessio-Gedaulo, de» Welt-Kongreß, einberuscn. Es ist der Beschluß gesoßt worden, einen l«>0 0«>0 Mark-Fonds zu schaiien, der die Tagung de« großen Rabbinischen Rates ^und den Welt-Kongreß selber sichern soll, vor allem^iber zur Durchführung der wuhtigsten Aufgaben der Agudas FisroA dient. Die Aufgaben, die den Weltkongreß beschäftigen werden, sind neben den oraarzisvtorischen und innerpvlitischen Fragen, Ausgaben allgemein jüdischlsozialer und jüdisch-kultureller Art^ wie z. B. die Schaffung eines jüdischen Bersicherungsamtes für jüdisihe Arbeitslose, die Schaffung einer jüdischen Zentral-Bank, die Schasfung eine» System» von Lehrerbildungskursen im Osten. Die aus Deutschland umgelegte Summe dieses Fonds beträgt 25 000 Mark, von der bereits mehr als die Hälfte gezeichnet ist. Eine in Kürze stattsindende Kleinsammlunb soll »eben dem finanziellen Erfolg dem jüdischen Mittelstand die Möglichkeit bieten, sich auch durch kleinere Beträge an der Schaffung dieses Fonds zu beteiligen, der ja der Agudas-Jisroel die Möglichkeit zur Lösung wichtiger jüdischer Aufgaben bietet. Wir erwarten, daß die jüdische Oessentlichkeit sich im weitesten Maße daran beteilige» wird, um dadurch ihre Anerkenntnis der von der Agudas-Jisroel zu lösenden Ausgaben zum Ausdruck zu bringest. Um den Sammlern einen Ansporn zu < eben, veranstaltet die Agudas-Jisroel ein Preisausschreiben, an dem sich jeder, der 75 Mark an den K. G. F. abführt, beteiligen kan». Wir werdm es nicht unterlassen, die jüdische Oessentlichkeit auch weiterhin über die Fortschritte der Vorbereitung zu informieren und werden vor allem in aller Kürze durch Vorträge, Versammlungen und Artikel die ideelle Vorbereitung für die K. G. beginnen. Wir bitten auch aus diesem Wege alle judisch-inter essierten Kreise, keinem unserer Sammler eine Absage zu gebens Die zum Verkauf gelangende Kenessio-Gedaulo-Nadel von l Mark pro Stück muß zum Schmuckstück werden. Es muß, in Variation eines deutschen Dichte, wortes heißem „Agudas-Jisroel rief und alle,'alle kamen". I . Landes Versammlung des Deutschen Keren hajessod. Die Landesversammlung des Jüdischen Palästinawerk?s (Keren Hajessod), E. SB., die für den 3. März in Ayssich, genommen war, findet nunmehr definitiv am Sonntag, den 10. März, nachmittags VA Uhr, in Berlin unter Vorsitz von H^rrn Direktor Oscir Wassermann statt. Die Tagesordnung enthält u. n. Referate von §errn Felix Rosenblüth, Mitglied der Zionistischen Exekutive in London, über „Das jüdische Kolonisationswcrk in Palästina", und von Herrn Direktor Oscar Wassermann über „Die Erweiterung der Iewish Agency". Zutritt nur iür Mitglieder des Keren Hajessod gegen Zulassungskarte, die beim Zentralbüro des Deutschen Keren Hajessod, Perli» W. 15, Mcinekestraß« Nr. 10, schriftlich anzusordern ist. Die Karten werden vom ir März ab insgegebrn. Die Vereinigung der „Achtzehn Männer" begeht ihre diesjährige Jahresfeier des T,. Adar am Soüntag, den 17. Februar, 5 Uhr nachmittags, in der Altes, Synagoge, und sind hierzu die oerehrlichen Gemeinden,itglieder eingeladkn. nur Qualitätsfäbrikate zu besonders billigen Einführungspreisen g^lDeUioaj'efv Ttbjuifefatur ®re»lau. nur Aoingerpkah ScliCaf- und HUT- Meteedec&ett ROSENTHAL zeigt stellda- Xeues,«- der Mode z» billigsten Preisen Hauptgeschäft: Blücherplatz 5 Zweiggeschäft: N.Schwaidn. Str.Sa ALLE DRUCKSACHEN 1 Freitag, 22. Februar 29,8 Uhr ■ Kammermusiksaal Einziger Klavierabend (Mmler HOfOIOitZ Pr«**: So etwa mag ein Liszt fasziniert hüben. Jeder Satz wirkte wie die Offenbarung eines gottbegnadeten Genies. Karten l Hoppe, Zwingerplatz, Barasch, Ring HHHiiftinuiiMHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinttKuiiiiiiiiiiiuiiitiiiuumiiiiiiiiiiiiniituiuumimMii Wertet für den Humboldt-Verein »Hr Erholungsfürsorge des Jüd. Frauenbundes Wir erbitten alle Kinifalien f0r Beihilfen fiirBade-u. Krholuntd«- reisen bis spät enten* 1«V März 4n Beate Guttmann, Freiburger:Str. 11 oder Grete Bial, Kurfürsterjstr. M-Ii&er. Jupdnreiö Jlbrakam Beiger. Brnlai i Arbeitsgemeinschaft: „Die Propheten** Leitung: Herr Religionslehrer Davidinhn Mittwoch, den 2). und 27. Februar. 20Uhr, im Vereinslokal, ,,Snz aUGiuppe“, Kai*.-Wilh|elm-Str.i6 Nach dem Freitag Abend - Spät - Gottesdienst am 22. Februar, nähere siehe Bekanntmachung Gottesdienst, veranstalten! wir im Restaurant $chaal ein gemeinsames FreitagjAbend-Essen. — Wir liden Hierzu In erster Reihe alle die ein, die keine Gelegenheit haben, eise Sabbath-Feier Em Familienkreise zu begehen. — Von ordentlichen Mitgliedern wird ein UnkostenzuschuO von 75 Ffg. pro Gedeck erhoben, andere Teilnehmer zahlen pro Gedeck 2.— Mk. Meldungen bis spätestens Dienstag, d.19. Februar bei unserem Vorsitzenden, Herrn .Religionslehrer Davidsohn, Patmstr.22. Ferttspr. 275S2. ^röfasTianofaU-TSlagaiin Ü sidzutscMaiwift Sctiweidnltzer Stadtgraben 22, Ecke tasebenstr. Alleinvertreter von Bechstein, piütlmer. Jeurich, Ibach, C. J.Ouendt-Berlin Stdaw>r&SoiU4t6aM,dri.MMkat>- liefert schnell, tauber und preiswert mm TH. SCHATZKY’AG