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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1929-02-01 · 2 (2.1929) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
6 (1929)
Issue
2 (2.1929)
Date
1929-02-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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7lt. 2 Breslauer Jüdisches Gemeinde bl all 31' Der Retchsbujnd jüdischer Frontsoldaten j beging am 9. und 10. Februar 1929 die Feier seines zehnjährigen Bestehens. In Berlin, dem Sitz der Bundesleitung und dem Ort der Gründung des Bundes, wurde am Sonnabend Abend, 9. Februar, eine Kundgebung im ehemaligen Herrenhaus veranstaltet, zu der die ^Reichs- und Landesbehörden, hohe militärische Stellen, städtische Behörden, die jüdischen amtlichen Stellen, Organisationen und Verbände vertreten waren sowie natürlich auch die Vertreter der Landesverbände und Ortsgruppen des R. j. F. aus dem ganzen Reiche. Am Sonntag, 10. Februar, fand ein Festgottesdienst in der Neuen Synagoge, Oranienburger Straße, statt, im Anschluß daran in den Germania-Festsälen Sportvorsührungkn, und am Abend ein gesellschaftliches Beisammensein der auswärtigen und Berliner Kameraden. Auf den Berliner Garnison-Friedhöfen ynd am Gefallenendenkmal auf dem Ehrenseld des Jüdischen Friedhofes in Weißensee wurden Blumenspenden durch Deputationen niedergestgt. Der Reichsbund jüdisches Frontsoldaten zählt ungefähr 35 000 Mit glieder, die ausnahmslos Frontkämpfer gewesen sind; er wurde vir zehn Jahren gegründet, um gegen dse damals verbreiteten Vorwürfe, die Juden ieien nicht an der Front gewesen und gegen die auf derartige Aeußerungen sich aufbauende antisemitische Propaganda mit Erfolg anzu kämpfen. Der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten ist heute mit seinen l6 Landesverbänden und übstr 400^Ortsgruppen und Untergruppen die zweitgrößte jüdische Organisation in Deutschland, viele seiner Kameraden dienen den jüdischen Interesse», in ihrer Eigenschaft als Mitglieder von Gemeindevorständen, Reprälentantenkollegien sowie anderen Einrichtungen und Körperschaften des öffentlichen jüdischen Lebens. Eine besondere Quelle der Kraft ist für den R. j. F. seine strikte Re, tralität in parteipolitischer Hinsicht Und gegenüber den verschiedenen jiidische» Richtungen. Diese Neutralität hat sich stark und segensreich aus gewirkt ,n der vom R. j. F: getragenen Siedlungsbewegung, in der d e amtlichen jüdischen Stellen im Reiche, die anderen jüdischen Organisationen und die führenden Persönlichkeiten des öffentlichen jüdischem Lebens unterschiedslos mit anerkeitnender Zustimmung und tatkräftiger Förderung dem R. j. F. zur Seite getreten sind. So halt nicht nur der leider immer noch notwendige Abwehrgedanke die Kameraden des R. j. F. zusammen, sondern über den Rahmen des Bundes hinaus birnt der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten in seiner wichtigen und begrüßens werten Neutralität, in seiner Förderung des Sportgedankens zur körper lichen Ertüchtigung der Jugend, in der Siedlungsbewegung, ui» nur dies zu nennen, der Gesamtheit des deutschen Judentums; stets bereit und an erster Stelle dazu berufen, tritt er ein für Ansehen und Ehre des jüdischen Namens uyd zum Schutze und zur Wahrung der Ehre und des Andenkens feiner im Weltkriege gefallenen -jüdischen Kameraden. Das Israelitische Mädchenheim j in der Gräbschener Straße 51 beging am 8. Lezembes v. I., wie im Jahre vorher, in den von seinem Vorstandsmitglied, Herqn Ludwig Markowitz, freundlichst zur Verfügung gestellten Räumen.seine Chanukkahseier, der am ersten Tage des Festes die eigentliche Bescherung im Heim selbst oorangegangen war. Die jungen Mädchen konnten, da l erfreulicherweise stir diesen guten Zweckzahlreiche Spenden eingegangen waren, mi» schönen, größtenteils praktischen Dingen bedacht werden, idie bei den Beschenkten große Freude ausgelöst habest. Der Festabend begann mit dem Anzünden der Lichte durch Herrn Overkantor Borin. j Nachdem Herr Gemeinderabbiner Dr. Hossmann über! den Sinn des Chgnukkahfestes ge sprachen hatte, begrüßte der erste Borsitzende die erschienenen Gäste, vor allem die Delegierten der Logen, der Schwesternbünde der Logen und des Frauenbundes. Er widmete Worte herzlichen Gedenkensj und Worte des Dankes der leider aus Gesundheitsgründen au< ihrem Hlmt geschiedenen, früheren Leiterin, Fräulein Wasscrmaim, deren Wirksamkeit für das Heim unvergessen bleiben wird. i Während der nun folgenden Teestunde boten die jungen Mädchen des HeiPs eine nette Theaterausführung und einige Tanze, um deren , Gelingen sich neben der neuen Heimleiterin, Frau Mener-Reingenheim, Frau Zadik bemüht hätte.! Herr Borin erfreute die Anwesenden mit Gesangsvorträgen, die vom Organisten, Herrn Schäsier,! am Flügel be gleitet rsturden. . j Dah Mädchenheim bietet junges Mädchen Verpflegung, Erziehung und die Möglichkeit zu einer Berufsausbildung. Durch Hinzunahme der Wohnung im Erdgeschoß wird man in Zukunft keine Ausnahmegesüche aus Platzmangel, wie das in.letzter Zeit öfter geschehen müßte, abzulehnen brauchen: denn der verfügbare Raum wsrd nicht, wie bisher, für 16, sondern wahrscheinlich für 25 jungeMSdchen austeichen. Diese neuen Verpflichtungen legen dem Heim aber auch neue Lastenauf, und da die alten nicht geringere geworden, müssen wir uns an die jüdische Ocsfentlichkeit wenden mit der Bitte, um tätiges Interesse. Wir bitten-also dringend, alle Mit glieder unserer Gemeindendem Verein „Israelitisches Mädchenheim" bei zutreten, der mehr denn je durch die Zeitverhältnisse auf die Gebefreudigkeit unserer Glaubensbrllder angewiesen ist, und bei freudigen und traurigen Anlässe» des Heimes zu gedenken. Beitrittserklärungen find an Herrn Paul Sachs, Werderftratze 24. zu richten. Spenden erbitten wir auf.das Postscheckkonto Nr. 1183 der Firma Sachs & Schiede nutz, hier, Werderstrahe 24. 2. K7 enn llllgenstiäser, ctann Lcukarium, QfUauce Strafe 82, g-g-M-r Stunden | / cmane Die milde Zigarette 'Jacßf. S^reößutJlfn cfjer&n in ße^anMgfvßerJhtswapf^ mütuSestei* Aa^Jmfyutf^ Möbeltransport zwischen beliebigen Orten Wohnungstausch mm mir Eidiwalfl Spaditlonaii alter Art Fordern Sie unverbindlichen Kostenanschlag ** Art llngezidcrveiiugiina.. Sitz.: ■uzmrtil|H| iit rt oni Gas. — llif Vfnstfe 1 Jafcr nkriftlidn Ganatie. OKamifierlSgerei H. 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