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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1928-11-01 · 11 (11.1928) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
5 (1928)
Issue
11 (11.1928)
Date
1928-11-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Nr. 11 191 Breslauer Indisches Gemeindeblall JUdische Tuberkulose-Fürsorge NALL-'ö Mittwoch 6—6 Uhr <'ld).*5Hat Goldfeld etnriöert,' die Ausführungen von Herrn Freundlich liefen darauf hinaus, den Damen das volle Wohnüngsgeld wieder zu entziehen, einen solchen Antrag von Herrn Freundlich vernnfse er aber. R.-A. I a c o b s o h n stellt hierauf den Antrag, den Damen und Herren das gleiche Wohnungsgeld zu bewilligen. Wenn sein Antrag angenommen sei, so.müsse bei abweichendem Borstandsbeschlnsse nach § 10 der Satzung verfahren werden. Geh.-Rat Goldfeld bält die Meinungsverschiedenheit in dieser Sache nicht für wichtig genug, um ein solches Verfahren^ durchzuführen; der Vorstand habe nicht den Wunsch, diescrhalb einen Konflikt berbeiznfi'chren; es werde bei der Etatsbcratung Gelegenheit sein, die Angelegenheit zu regeln. Tr. Schlesinger beantragt Vertagung, damit die Angelegenheit zunächst in den Fraktionen besprochen werde. Der Antrag Iacvbsohn ivird hierauf vertagt. Damit waren die Vorlagen der öffentlichen Sitzung erledigt. Herr Gins fragt den Vorstand darauf an, wie nu'it die Vorarbeiten zur Errirtztling eines Altersheinres gediehen seien, da die Gemeindevertretung 8 Monate nach ihrem dahingehenden Ersuchen bisher stichts gehört habe. Er erachte diese Errichtung für dringend, weil die Verhältnisse des Mittelstandes sich weiter verschlechtert hätten, so das; viele Angehörige des Mittelstandes mit den Resten ihres Vermögens einen eigenen Haushalt leider nicht mehr aufreclit erhalten können. Auch über die Begründung eines Vereins-und Fugend Heimes habe er nichts mehr gehört. Vom Vorstande erwidert Herr S--R. Tr. B.o cb , das; über die Rotwendigkeit eines Altersheimes und eines Fugcndhanfes kein Zweifel bestehe. Es fchiveben eine groste Anzahl Projekte, die voneinander abhängen, insbesondere müssten erst die Verhandlungen über die Zusammenlegung der beiden Waisenhäuser abgctva'rtet werden, die rrnter dem Vorsitz des stenen Vorsitzenden, Herrn ttzemeindeältesten Lippmann Bloch, erfreuliche Fortschritte machten. Bei dieser Zusammenlegung würde nämlich das Waisenhäns in der Gräbschener Straße für ein Fngeijdhans frei werden. Für das Altersheim feien zahlreiche Grund stnstsangebote eingegangen, die eingehend geprüft werden. Z. Zt. werden zwei Angebote ernsthafter erörtert. Es ist nicht leicht, ein geeignetes Hans mit freiwerdenden Räumen zu finden. An einen Renball aber könnte die Gemeinde bei der Finanzlage nicht denken. Hierzu gibt Herr Geh.-Rat «Goldfeld noch nähere Erläuterungen üher die Schwierig keiten mit dein Wohnungskominifscsr. Ter Vorsitzende ^der G.'ineinbevertretnng dankt für die Mitteilungen und hofft, das; das Altersheim in absehbarer Zeit errichtet wird. In der anschließenden Geheimen Sitzung wird in den Ritualmlsschus; Herr Dr. G l u s k i u o s , - der ihm bisher als Gemcindeinitglicd angehörte, als Gemeinde Vertreter gewählt, in die frei werdende Stelle als Ge meindcmitglied, Herr Lazarus W i s l i c k n Ferner wird anstelle des Herrn Schneidermeisters Moritz Grünberg, der in den Fürforgeansfchuß I übergetrcten ist, in den Haupt ausschnß Frau Amtsgerichtsrat Marie Thilo gewählt. In den Finanzausschuß wird anstelle des vcrstorb. Herrn Martin Fränkel, Herr Heimann D a n i e l' Delegiert. Auf Antrag des Vorstandes wird ferner Herr Beerdigungsinspektor N e u - m a u n ohne Veränderung seiner Bezüge als Beamter an gestellt. 'Kleinere 'Veränderungen des Gehaltes für die Iugcndpflegerin Fräulein Nelken und der Gnadenbeihilfen für den früheren Geflügelschächter Muschel und die Witwe des Leichenwärters i Wenglowitz werden ohne Aussprache an genommen. Auch das Abkommen, das der Vorstand mit Frau Persikaner, jetzt in der Altersversorgungs-Anstalt, über ihre Unterhaltung getroffen hat, findet die Genehmigung der Versammlung. In Verfolg der Resolution des Preuß. Landtages, daß unter Ablehnung des Schächtverbotes das Schächten von Gemeindebeamten auszuführen sei, hat der. Vorstand mit Hti di: Sr dem hiesigen freien Schächter, dem .63 Jahre alten Samuel I a w i tz,. ein Abkommen getroffen, wonach für Aufgabe seiner Tütigkci , die von den Ge-ineindcschäch^e übernommen wird, eine monatliche Vergütung erhält, dieses Abkommen wird genehmigt. Eine sehr lange und let hafte Anssprache ruft dagegen Antrag des Vorstandes hervor, das notarielle Angebot Erwerb des-dem Friedhof Lohestraße benachbarten Grn ftückes Neridörf-Eornmcndc Blatt Nr. 400 anzunehmen. B. E. Herr S.-R. Dr. Horn legt dar, daß der Ankauf > Grundstückes vielleicht in bin Zukunft einmal vorteilhaft könnte, daß der geforderte. Preis aber unverhältnismäßig h sei, selbst wenn man einen erheblichen Mehrpreis als L haberpreis bekvilligen »voll:. Vom 'Vörstandstisch wird gegeben, daß der geforderte , Preis den eigentlichen B erheblich übersteige, man n olle den Preis aber ans den traulich mitgeteilten Gründen bewilligen? Die Ansfpr von etwa 1>2 Stunden cnicte! mit der Ablehnung des $ nandsantragcs.! Hunüert-Jahr-Zeinr -er Men Spnagoge Aufruf der zum ind- Der des ein. och ebzntlert l crgche or-;u Spenden. Im April 1929 wird unsere Alte.Synagoge in der Wilkstraße (Zum Storchs 100 hat das Synagogengebäude und eine neue Heizanlage Jahre bestehen. Aus diesem An aß bereits einen neuen Außenanftl ich erhalten. Während der bevorstehenden Wintermonate sollen die'Innenräume eine gründliche Erneuerung erfahren. Au; Kreisen der'Gemeindemitglie )er angeregt wordem Wir sind über- Opferwilligkeit unserer Mitglie) ist eine Spendcnsammlung engt, daß die traditionelle ^ch bei diesem Anlaß, der Gelegenheit bietet, das Gotteshaus schmücken, ganz besonders Decken, Thorarollen und Behänge, sowie andere gottesdienst liche Gebrauchsgegenstände!ollen, soweit sie nicht von einzelnen Familien oder Personen selbst gespendet werden, von Geld- ' ' ... . ' Die spenden nach einheitlichem Slnlegung eines Spenderveji-zeichnisses ist zur dauernden Erinnerung ins Auge gefaßt. Gerade mit Pkücksicht hierauf ist möglichst baldige Anmeldung von Spenden dringend erwüirsht.' in- Diese Meldungen erbitten gogen-chemeinde, hier, Wal slraße 9. F wir nn dxn .Borstand der Syn De, Berlaus.' An Stelle des erkras ein völkerversvhnendc deutschen Wirtschajtlern und Pol aitd happp" aus srelHi Eand lei ■ länder, sondern Idealismus bewege ihn. Er sei Zionist. nicht weil die Juden liebe, sondern weil r: den Antisemitismus hasse. Aach ihn* wandte sich der Präsident der bewähren wird. Dorhänger nd Plane angeschafst werden. Ausschuß-oer Asten Synagoge Oie Kundgebung des -eütschen Komittzes pro palästi^ am 30. Oktober 1928 im dicht ,csülltcn große» Gonzerthaussaainchm unter Anwesenheit der Pertret r der Behörden einen sehr würtzisen i! l>c» Gras Bernslorss, der ein längircs . . . .. ---- fcie Begrüßungstclegrainni gesandt linkte, hielt Obcrpräsident llüdemann Einleitungsansprache. Er rühmle den jüdischen Ausbau Palästinas ein völkerversvhnendcs Werk, las durch das Komitee von siihrer durch itikern gosördel't werde. Den rechtlichen schul; gewährleiste der 'Völkerbund, dcjscii.Mitglted Deutschland sei. Das Eintreten für dos Palästinawirk solle kein Einariss in innerjüdi che Fragen bedeuten. Daraus schilderte Eol. Wedgwood, ehe»,. engl. Mini ter und Abgeordneter von Palästim, teils englisch, teils »i deutscher llel erseyung die bisherige» Ergebnisse des jüd. Ausbaus der pandwirrschrsi. aus die die Juden st^.z sein konnten. Das Ziel sei, daß die Juden „iree en sollen. Äicht das Interesse als Eng Zionistischen Bereinigung Deutschlar ds. Herr Blumenseld, gegen die ungl listigen Pressenachrichlen über Palästina. Die Errichtung einer nationales, heinistälte in Palästina sei sür die Julien eine international garantierte 1 o.tsache, könne daher nicht Gegensti nd des Meinungskanipfcs sein. Universirätsprosessor Dr. Jirku beschriibl den tiesen Eindruck, tsen der jütische La-charbeitcr.in Palästina aus hn gemacht habe, und die Vorteile, die die jüdische Siedclung sür die wissmschastliche Arbeit in Palästina bedeute. In seinem Schlußwort erma,nt Oberpräsident Vüdemann seine deutschen Mitbürger, bei dem llnrfch, gegenüber den jüd. Mitbürgern jan die deutschen Minderheiten im Aus land zu denken. . Das jahrhuizdertelqnge Unrecht gegen die Juden solle wieder gut gemacht werden'dadlirch, daß man.ihnen eine Heimstätte in Palästina schasst. WJ. rn je rn idi er Pi als lei: er

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