Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 5 (1928)
- Issue
- 9 (9.1928)
- Date
- 1928-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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152 Breslauer Jüdisches Gemelndeblalt Nr. 9 sondern um des Geschriebenen willen! Tenn dies Büchlein spricht von der Not, aber auch von den Wegen der Hilfe. Es zeigt die Wunden, aber auch die Mittel zur Heilung. Die Breslauer Ortsgruppe des I. I. B. erwartet von der jüdischen Bürgerschaft Breslaus und insbesondere von der Frauenwelt für Wort und Schrift, mit denen sie sich zur Jubiläumstagung an die Leffentlichkeit wendet, das Ohr, das lauscht, das Herz, das mitfühlt, und die Hand, die sich zur -tätigen Hilfe bietet! Tr. Else R a b i n. Programm -er Tagung^ Sonntag, den, 21. Oktober, vormittags II II br: Sitzung des engeren. Vorstandesim Repräsentantensaal der Gemeinde, abends 7 Ufer: Feier anläßlich des zwanzigjübrigen Be st« Ke ns der Breslauer Ortsgruppe des jüdischen Frauenbundes im großen Saal des Kvnzerthaufes, ' Orgclvorfpiel, 'Gesang, to Begrüßung durch die Ortsgruppenvorsitzcnde, Ansprache der Herren Gemeindsrabbiner, Ansprache der Bundesvorsitzenden, Ansprachen der Ehrengäste und der Delegierten, ,F c strebe: Paula Ollendorff, . De r Breslauer Jüdische Frauenbund in der praktischen Arbeit: Licbtbilder mit Erläuterungen, T c e p a u s c, F e st s p i e l. Montag, den 22. Oktober vormittags 9.30 Uhr im großen Saal der Lessingloge erweiterte Gesamtvorstandssitzung und " Si.tz^lng des Provinzialoerbandes mit a u's w ärtigen Gästen, ft i n «V, Mäbche n-'v und' Frauenschuh einschließlich Derüfsausbildung. Berufsausbildung: Mn« Meyer, Düsseldorf. Rosa Melzer, Lemberg. Rechtlicbc Grundlagen für Kinder-, Mädchen- und Frgüenschutz: Rechtsanwalt Dr. Marg. Berendt, Berlin. Aktuell «Fragen des ft i n d e r f ch u tz e sr> Dr. Ada Reichenstein, Lemberg. Bertha Pappenheim, Frankfurt a. M. Gemeinsames Mittagessen. Rachmittags 3B0 Ilhr: IIeberparteiliche, interkonfessionelle, internationale jüdische Frauenarbeit. » Ilcberparte i j_i ch e Frauenarbeit: Bertha Falkcnberg, Berlin. Hannah Karminski, Berlin. . r 8pi terkonf-esfionelleFrauenarbeit: Paula pllendorfs, Breslau. ^Internationale Frauenarbeit: Bettina Brenner, .Leipzig. ' v Dienstag, den 23. Oktober vormittags 9.30I1hr:Intern«Sitzung des Gesamto o r st a n d e s im kleinen^Saal der Lessingloge. _ Für auswärtige Gäste: Führungen durch Sozial« Einrichtungen und durch Alt-Breslau. Nachmittags 3.30 IIhr: Sitzung des engeren D o rft a n d e s. Gleichzeitig im anderen Raum Hauptversammlung des Provinzialvecbandes für Riederu n d Oberschlesien. . Tagesordnung:' 'I. Eröffnung: Emmy Dogelstein 2. Tätigkeitsbericht: Martha Meyerstein, Breslau .3. Kassenbericht: Hedwig Angreß, Beuchen 4. Besprechung des Winterprogramms: Martha Meyerstein 5. Frauenwahlrecht in der Gemeind«: Irma Weichmann, Liegnitz 6. Vorträge und Diskussionskurse: Irma Gaßmann, Gleiwitz 7. Praktische Arbeit a) Adoption, b) Arbeitsvermittlung, c) Rachgehende Fürsorge, , d) Erholungsfürsorge: Grete Bial ö. Anträge. Alle Gemeindemitglieder sind herzlich willkommen. Karten für den Festabend im großen Saal (einschließlich Abendbrot) 3,50 Mk., Zuschauerkarten in den oberen Logen l.— Mk. Die Karten sind vom Iß. Oktober ab jm Festbüro de» I. F^B., Tauentzienplah 6, I, erhältlich. Di« Mitglieder der Br. Ortsgruppe de« S. F. B. schalten da» Sedenkbuch als Festgabe. Für Nichtmitglieder ist e« zum Preis« von 1.— Mk. im Festbüro und im Büro de» 8. F. B.,' Wallstraß« 7, Zimmer 7, erhältlich. Meldungen von GastgUartierenerbitten wir an Frau Martha Br ah, Kaiser-Wilhelm-Straße 62. Drei Breslauer Rabbiner (1816—1886), Abraham. Salomo und Gedalje Tiklin. Von Robb. Dr. Heppnfr, Archivar ver Gemeind«. Am 10. März 1816, zwei Monate nach dem Ableben des Ober-Land-Rabb. Aron Karfunkel Ha Kohen?) versammelten sich die „Aeltesten und Vorsteher und die übrigen Beamten der Gemeine" und kamen überein, die Stelle baldmöglichst wieder zu besetzen, und zwar mit einem Manne, der „nicht bloß die erforderlichen rabbinischen Kenntnisse besitzt und als rechtschaffen bekannt ist, sondern zugleich auch befähigt ist, die erbaulichen Vorträge und Reden in der Landessprache gehörig zu halten und die erforderlichen Eigenschaften besitzt, der ihm anvertrauten Gemeinde ein liebevoller Führer und ein weiser Ratgeber zu sein". Und da man einer solchen Persönlichkeit auch ein angemessenes Gehalt geben müsse, wurde" einstimmig beschlossen, dem künftigen Ober-Land-Rabb. 600 Taler jährlich zu. zahlen und dafür Sorge zu tragen, daß er auch eine anständige Wohnung erhalte, für welche die Gemeinde die Miete R. Abraham TIktin zu zahlen sich verpflichtet. Dieser Beschluß ist unterschrieben von Wolf Ginsberg, A. L. Munck, L. Dohm,') A. I. Heinersdorf, H. P. Heymann, Lazarus Berliner, -Jak. Joel Bloch. M. L. Cafsirer, Herzberg, Sander Meyer, Veit Böhm und Sim. Bär Guttentag. — Von den 40 wahlberechtigten Gemeindemitgliedern: Esaias Löbel Fraenkel, Israel Panoffka sen., Michel Salom. Freyhan, Abrah. Perez, E. M. Ries, D. B. Lüttke, I. B. Frank, Mich. Sim. May, Aron Joach. Stern, I. I. Lüschwitz, Jak. Mos. Braniß< B. M. Schnitzler, Valent. Schayer Eliason, Elk. Lehfeld, Heym. Oppenheim, Beer Gottheiner. Dav. Leoin Sklower, R. H. Chachamowitz, Bunem Abrah. Zuckermann. S. M. Krakauer, David Fränkel, Joel Wolf Peyerls, Philipp Levin Cyphri, Seelig Esaias Goldscheider, Levi Rath. Joachimsthal, Alex. Baruch Oelsner, Gottschalk. Abrah. Wartenberg, Joach. Bar. Schefftel, Mos. Löbel Türckheim, Joach. Rath. Friedländer, Jak. Flatau, Magn. Sim. Festenberg. Sam. Seelig Goldstücker, Hirsch Rubensohn, Benj. Berliner. Benj. Mos. Kittke, Hirsch Jak. Luckerma»n, - Heym. Marc. Wurzel, Hirsch Löbel Rabe und Salom. Rehem. Kalckstein erschienen mit Einschluß der Aeltesten und Vorsteher zur Wahl am 11. Juli nur 33 Herren, und es erhielten zwei Stimmen der Zülzer, 13 der Rawitfcher und 18 der Glogauer Rabbiner Abraham Tiktin. Der letztere war also gewählt, und in einem hebräischen Schreiben vom 18. Tammus wurde ihm vom Dorsteherkollegium hiervon Mitteilung gemacht. Schon am 21. erklärte Abraham T. seine Bereitwilligkeit, das Breslauer Rabbinat zu übernehmen, und am 25. wurde ihm berichtet, daß, während feine Amtsvorgänger nur 450 Taler incl. Wohnungsgeld erhalten haben, ihm 600 Taler und freie Wohnung bewilligt werden; ferner (Trapungsgebühren) -bei einer Mitgift von 100—1000 Taler 1%, ooft 1000 und dar- ‘) Vers, des Buches n-'-n rin^ns (Berlin *806), gest. 15. Tebeth 1816 und beerdigt Friedhof Claasfenstraße Nr. 2824. - 0 Der bekannt« Syndikus und Assessor der jüd. Gemeind«, Mitgl. des Obervorstrher-Kollegiums, Stifter der Gesellsch. der Brüder und Borsteher derselben 1785—1825, Vorsteher der p"n und der «alsenanstalt. gest. U. yjar 1825 und beerdigt Claassenstraße Rr. 2823.