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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1928-08-01 · 8 (8.1928) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
5 (1928)
Issue
8 (8.1928)
Date
1928-08-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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142. ' vrerlauer Jüdische» Gemeladeblatt Nr. S richtung ist in den einzelnen Städten ganz verschiedenartig organisiert. Auf jeden Fall ist anzustreben, daß jüdische Fälle grundsätzlich den jüdischen Wohlsahrtsstellen sowohl zum Zwecke der, Ermittlung als auch zur Uebernahme der Schutzaufsichten überwiesen werden. lieber Wesen und Ausgaben der sozialen Gerichtshilfe im einzelnen und der Mitarbeit der jüd. Wohlfahrtsämter wird demnächst berichtet. — Mit besonderem Interesse wurde der Bericht des Hilfsvereins der deutschen Juden über die lleberwachung der Auswanderung entgegengenommen. Eine Zusammenarbeit zwischen dieser, Tätigkeit, der Bahnhofshilse des jüdischen Frauenbundes und der örtlichen Wohlfahrtspflege scheint zur Intensivierung der Arbeit erforderlich zu sein. Schritte hierzu werden daher im Laufe des Winters in die Wege geleitet werden. — Wie aus einem weiteren Bericht über den Stand d«r Zufluchts-und Bewahrungsheime hervorging, bestehen im Augenblick Zufluchtsheime bzw. Einzelzimmer für vorübergehende Aufnghme von Frauen und Mädchen in: Berlin, Breslau, Frankfurt a. M.< Hamburg/ Köln, Leipzig. Ludwigshafen, München, Neustadt a. Haärdt. Die Schaffung von Zufluchtsheimen für männliche Jugendliche wird als eine der nächsten und wichtigsten Aufgaben der Arbeitsgemeinschaft in Angriff genommen werden. — In det Aussprache wurden schließlich noch Borschläge über die Errichtung eines Bewahrungsheimes gemacht. Zedakah, Zeitschrift der jüdischen Wohlfahrtspflege. Noch längerem Zwischenraum ist wiederum eine Nummer der Zedakah, Zeitschrift der jüdischen Wohlfahrtspflege erschienen. Das umfangreiche Heft (51 (5.) gibt eine Ueberfchau über dors letzt« Jahrzehnt und d!i« gegenwärtige Lage jüdischer Wohlfahrtspflege i n :D e u t s ch l a n d. Es enthält iolgende Aufsätze:! Die Zentralwohlfahrtsstelle der deutscher Juden. Rückblick — Gegen wartsbericht — Ausblick. Bon Dr ■ Friedrich D I £*e n b o r f r. Der Orden Bne Briß. Jüdische Wohlfahrtspflege in und nach dem Kriege 1914—-28. Bon Dr. Alfred Goldschmidt. Die soziale Arbeit des Jüdischen Frauenbundes im letzten Jahrzehnt. Bon Hannah Karminski. Ein Jahrzehnt der Wohlfahrtspflege des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes. Don Dr. Wilhelm N e u m a n n. Aus der Tättgkeit des Hilssoereins der deutschen Juden in den letzten 1l> Jahren. Bon Dr. Mark W i s ch n i tz e r. Jüdische Wanderfürsorge und Arbeitsnachweise. Bon S. Adler- Rudel. Ein Nachruf für die am 14. Mai d. I. verstorben« Frau Henriette May, Mitbegründerin und stellvertretende Geschäftsführerin der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden, von Frau S. W r o n s k y, sowie ein Nachruf von Dr. W i s ch n i tz e r für Herrn Dr. Paul Nathan, bringen von neuem zum Bewußtsein, welche Verluste die jüdische Wohlfahrtspflege in der letzten Zeit erlitten hat. Schließlich ist in dem Heft der Zedakah noch ein. durch den Erlaß des Gesetzes zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten besonders bedeutungsvoller Aufsatz von Rabbiner Dr. Eschelbacher -Düsseldorf über.^Jüdisch« Weltanschauung und Verhütung der Geschlechtskrankheiten" enthalten. Die Zedakah ist bei der G e s ch ä f t s st e l l e der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden, Berlin-Charlotten bürg 2, Kantstraße 158. II., zum Preise von 1,50 Mk. für das Heft zu beziehen. Die Breslauer Ortsgruppe des 3üd. Frauenbundes, dessen segensreiches Wirken der jüdischen Breslauer Gemeinschaft bekannt ist, begeht im Oktober die Feier seines 20jährigen Jubiläums. Es werden Gäste aus allen Teilen Deutschlands und aus dem Auslande erwartet. Die Tagung wird Besprechungen über soziale und kulturelle Probleme bringen und durch einen Festabend im großen Konzerthaussaal eingeleitet. Das ausführliche Programm wird in der nächsten Nummer des Gemeindeblattes verössentlicht. Schon jetzt ober bittet der Jüdische Frauenbund um' das rege Interesse der jüdischen Bürgerschaft Breslaus. Es handelt sich bei der Tagung ebenso um die Verbreitung der jüdisch-sozialen Idee, wie um die innige Fühlungnahme zwischen Mensch und Mensch. Auch aus dem Osten, uus Littauen und Lettland, werden Gäste erwartet. Die Mitglieder des Jüdischen Frauenbundes haben uns bereits Gastquartiere für unsere auswärtigen Gäste zur Verfügung gestellt. Bei der Fülle der Vertreterinnen, die wir erwPten, bitten wir jedoch auch unsere Gönner und Freunde um Bereitstellung von Quartieren. Die Tagung erstreckt sich auf die Zeit vom 21. bis 23. Oktober. Meldungen der Gastquartiere an Frau Martha Braß- Kaiser-Wilhelm- Ltraße 62, II, werden bald erbeten. Reue Jugendarbeit. Am 12. August fand in Düsseldorf die 2. Hauptvorstandssitzung des „Verbandes der jüdischen Iugendvereine Deutschlands" in diesem Semester statt. Die Tagung war aus allen Teilen des Reiches gut besucht. Aus dem Situationsbericht, den der 1. Vorsitzende, Rabbiner Dr. Hahn, Essen, erstattete, ist zu entnehmen, daß sich die Dresdener Jugendtagung, die in allen jüdischen Lagern einen starken Widerhall gesunden hat, im Verband im Sinne eines vertieften Verbandsbewußtseins und einer gesteigerten Arbeitsfreudigkeit auswirkt. Spiegelbild dieses Tatbestandes sind die letzten Ausgaben des „I u g e n d b u n d", der weitverbreiteten Zeitschrift des Verbandes. Die neuen Musiksammlungen: ,,Tee und Tanz“ Bd. ll - „Zum s ihr Tee“ Bd. 11 ,,neln sinkendes, klingendes Wien“ f.Klavier rroBd. mk.4.- „inslerblldie Walzer“ Bd. 1/2 I Bd Jefit“ Wi'rer aus alter u. neuer Zeit, f. Klarier pro Bd. Mk. S.M Inhaltsverzeichnisse kostenlos! Büeher-Xeuerseheinungen! 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