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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1928-08-01 · 8 (8.1928) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
5 (1928)
Issue
8 (8.1928)
Date
1928-08-01
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
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Nr. 8 Breslauer Jüdisches Gemeindeblatt 145 Die Beziehungen zu den übrigen jüdischen Organisationen gestalten sich, der Bedeutung des Verbandes entsprechend, immer intensiver. Besonders freudig wurde die Nachricht begrüßt, daß es Dr. Jacob, Saarbrücken, auf dem jüdischen Weltjugendkongreß in Straßb u r g gelungen ist, die Voraussetzung sür eine Zusammenarbeit des Verbandes mit der Union Universelle de la Jeunesse Juioe zu schafsjen. In der sich an das Referat anschließenden Diskussion wurden in eingehender Weise die ideologischen Grundlagen der Bundesarbeit1 über» prüft. Es herrschte Einstimmigkeit darüber» daß eine Formulierung geschaffen werden müsse, die in der Sprache unserer Zeit sagt, wqs der Verband positiv unter dem Schlagwort „Neutralität" versteht. Dje der Versammlung vorliegenden Thesen von Dr. Max Wiener, Beklin, sollen die Grundlage dieser umgehend in Angriff zu nehmenden Erörterung bilden. An das Finanz- und Organisationsreferat von Fritz Schwarz- Ichild, Wiesbaden, schloß sicheine ausgiebige Aussprache übtr die im Winter zu lösenden Aufgaben an. Es wurde beschlossen, in den Mittelpunkt der kommenden Arbeit: „Die soziale und seelische Not der heutigen Jügend" zu stellen. Daneben sollen die in Dresden aufgestellten Forderungen hinsichtlich der Mitwirkung der Jugend an der in der Gemeinde zu leistenden Arbeit der Verwirklichung näher geführt werden. „Peah", Jüdisches Brocken Haus, Breslau. L. v. Die Zeit des großen Herbsträumcns naht, und die „Peah" bringt sich bei dieser Gelegenheit in Erinnerung. Alles Verwendbare ist sie bereit abzuholen, nur darf es nicht ganz Wertloses allein sein., denn jeder muß bedenken, daß die Abholungen viel Löhne kosten, zumal bei der Ausdehnung der Stadt die Entfernungen immer größer werden. Es ist vorgekommen, daß Abholungen die Geber von ganz wertlosen, Ballast befreit haben, den sonst nicht einmal der Kärrner mit fortgeschafst hätte, ohne Gegenstände zu enthalten, die sür uns nutzbringend verwertet werden können. __ Im Wohlfahrtsamt fehlt cs fast immer an Anzügen, schuhen, Wäsche, die es aus der Peah für die Bedürftigen entnimmt. Darum die herzliche Bitte: Spendet Kleidungsstücke, Schuhe^ Wäsche, Möbel, Hausrat usw. Wie falsch es ist, wenn in gutem Glauben, einen Bedürftigen vor sich zu haben, Sachen direkt verschenkt werden, die dann weiter verkauft werden, hat schon manches Beispiel gelehrt! Wie viel richtiger, wenn es nur an solche Leute kommt, die sie selbst benötigen, die nichts anschaffen können, und welche die Dinge nicht verkaufen. Die Gewähr, daß die Sachen, besonders wenn sie noch gut sind, an würdige, geeignete jüdische Bittsteller vergeben werden, dürste manchen Glaubensgenossen bestimmen, sie der „Peah" zu überlassen. Wenn die Spender die Freude solcher Leute sehen .könnten, denen es erst durch einigermaßen anständige Kleidung möglich ist, sich um eine Stellung zu bewerben oder einer geordneten Tätigkeit nachzugehen, — das tzanze Jahr über würden die Spenden reichlich fließen! , Die Feiertage stehen vor der Tür, die bekannte Gebefreudsgkeit unserer Glaubensgenossen zeige sich in neuem Ljcht! : Der Erfolg unserer Bitte darf nicht ausbleiben!' Wer in der glücklichen Lage ist, Helsen zu können, helfe! Fernruf: Sammetnummer 26145, Büro: Striegauer Straße d. Else Wohlauer. Mitteilungen öe« Reichvbunöes jüü. Zrontfoköaten r. v. Ortsgruppe Breslau ' E. v. I. Unser Ferien-Ausflug nach Dyhtrnfurtch am 29: Jüli 1928 fand unter guter Beteiligung statt. Wir besichtigten den ins herrlichen Park gelegenen alten jüdischen Friedhof, in dem sich jahrhundertealte, teilweise sehr schöne Grabsteine befinden, unter der sachkundigen Führung von Herrn Hilsskantor Hermann Ehrlich. Als die Juden in Breslau kein Heimatrecht hatten, mußten sie in Dyhernsürth ihre Toten bestatten. II. Mitgliederversammlung: Am Montag, den 8. September, abends 20% Uhr. beginnen nach der Ferienpause unsere Mitgliederversammlungen wieder und zwar in der Loge »Licht zumsDsten". Neue Graupenstraße 16. Kamerad Rechtsanwalt F o e r d e i\ hält einen Bortraag über,Lsie Vertrauenskrise in der Jüstjz",und wird insbesondere die Frage „Antisemitismus und: Justiz" behandeln. - j j III. Der Geschäftsführer des Bundes ip. Berlin, der durch seine Segelslüge bekannte Kamerad Jacob Leder mann, hat sich mit Frl. Toni Cohn verlobt. IV. Es feierten ihre Hochzeit: , am 5. August unser Kamerad Carl Weißenberg,: am 12. August: Frl. Edith Hirschberg, die Tochter ünseies verehrten Förderers, desHerrn Justizrat Hirschberg, am 19. August unser Kamerad Hans K^ i l e r. ' | j Wir gratulieren nochmals herzlich von hier aus. ■ . : : V. Wir fordern unsere Kameraden dringend auf, beim zuständigen Postamt den „Schild" zu abonnieren. Bezugspreis vierte jährlich nur 1.95 Mark. Der „Schild" unterrichtet über die Bewegung. Er enthält zur Zeit die Liste der Gefallenen aus ganz Deutschland mit Ausnahme der abgetretenen Gebiete und Hamburg. Die Gefallenen aus Bres lau waren in Nr. 26,27 (Doppelnummer) abgedruckt. Einzelexemplare dieser Nummer könnt» bei dem Verlag des „Schild" (Aaschrisl: Ludwig Landsberger, Berlin ^W. 15, Kursürstendamm 200, Nartenhaus III) gegen eine geringe Cfebühr angefordert werden. . ' VI. Wir ' bittep J) r i »jg end . Wohnungsveränderungeil— stets unserm Büro: Ring 50, Seitenhaus II (Fernsprecher: 572 08) mit, Meilen, sonst können Einladungen u-nd Benachrichtigungen nicht rechtzeitig -erfolgen. •_ 1 VII. Noch immer sie h l t eine'große Anzah von Frontkamerade rT"i n unseren.Reihen. W e r b t sür den Eintritt! Meldungen, an! unser Büro: Ring 50, Seitenhrus II. (Fernsprecher: 572 08.) . VIII. Schwiin men: Ah 1. August a. c. bis einschl. 2. November 1928 finden unsere Schwimmavende jeden Donnerstag von 20- 21 Uhr (abgeändert!) im Hallenschwimmbad statt. 'Karten hierzu kurz >or Beginn-daselbst bei Kam. Erich Danzig er. — Neue Sportkawerade» willkommen! ,! ' IX. Kamerad, Beruf Fleischer, sucht Stellung. Näheres in i Büro. Schluß des redaktionellen Teiles. besichtigen unck probieren Sie Austro Daimler Nash die führenden’Weltmarken. Gdnstige Zahlungsbedingungen. Automobil - Uertrlehs - Gesellschaft Breslau 2, Gartenstr. 66-70 "" """"" Breslau. Friedrich-Karlstr. 21 Spedition ♦ Möbeltransport ♦ speicheret inngsla wohnugstausdi - Abteilung Kaiser - WI Ihelm - Straße '54 Berlin ■ Wien ■ P rls « London « Brüssel

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