Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 5 (1928)
- Issue
- 8 (8.1928)
- Date
- 1928-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 8 141 Jeder, der sich selbst durch eine Reise Erholung und Heilung von Leiben verschafft, gedenke des schwer kämpfenden Mittelstandes u. sende eine „tJteifefteuer" an die V,- Breslauer Jüdisches ©emeinöeblatt krholiiWWorge -es löSWeu stMllvuu-eo Postscheckkonto: Frau Paula Freund DreSlau S1VS8 Alt-Glogauer Synagoge, Gartenstraße ZS. Die Platzkarten für 1928/29 sind den Mitgliedern zugestellt worden. Noch nicht eingelöste Karten können bis 6. September tr. bei Seidemann, Graupenstraßc 13, eingelöst werden. -r Die bis dahin nicht eingelösten Karten werden anderweitig zum Preise von 3 bis 18 Mark vergeben. Der Vorstand. k Die Gesellschaft für jüdische Aamiliensorschung versendet soeben das 14. Heft ihrer Zeitschrift, in dem u. a. Oberlehrer Klibanski aus dem Stammbaum der. Familie Badt nachweist, daß die mütterlichen Vorfahren des bekannter» preußischen Ministerialdirektors Badt schon vor 400 Jahren sowohl in der Provence, wie in Präg und an anderen Orten als Rabbiner und Gelehrte eine bedeutende Rolle gespielt haben. S. Sachs führt seine genealogischen Forschungen über die ersten Obcrlandesrabbiner der Mark Brandenburg weiter. Die Geschichte dieser Familien ist nicht nur eins der spannendsten Kapitel des damaligen Judentums, sondern ist auch eng verknüpft mit der Geschichte der deutschen Kleinstaaten des 17. und 18. Jahrhunderts. Durch ihre Tüchtigkeit machten sich Mitglieder dieser Familien ost unentbehrlich bei Kaisern und Königen, Fürsten und Grafen, kamen zu hervorragenden Stellungen und verschwägerten sich untereinander. ' Ein besonderes Interesse. nahm der erste preußische König Friedrich 1. an seinem Hosjuwelier und Ratgeber!J o st L i e b m a n n, dessen Schwiegersohn durch königliche Gunst zum Obcrlandesrabbiner ernannt wurde. Eine ähnliche bedeutsame Rolle, wie diese Berliner Juden, spielte zu gleicher Zeit in Ostsriesland die Familie des Aron Abraham Beer/ der von den einheimischen Fürsten von Ostfriesland zum Hofjuden, Parnaß und Landesrabbiner, d. h. Obersten Judenrichter, erwählt wurde/ llebrigens ließ Friedrich der Große, nachdem das ostsriesische Fürstenhaus erloschen war und Ostfriesland in Preußen eingefügt wurde, diese Institution bestehen, die sich von Vater aus Sohn vererbte. Dr. Lavoslav S chi k-, Rechtsanwalt in Zagreb, beendet seine Darstellung der Familiengeschichte der Schiks, die mit der Geschichte der Wiener Judengemeinde im 17. Jahrhundertunlöslich verknüpft ist/ Die bekannte Judenverfolgung resp. Ausweisung 1668 bewirkte, daß die Nachkommen dieser Familie sich über ganz Europa verstreuten. Der Zweig, dem der Verfasser angehört,-hat in der Slowakei es allmählich zu derselben wirtschaftlichen und kullurellen Bedeutung gebracht, wie andere Familien Mitglieder in Fürth, Berlin und Mähren. Aeußerst interessant ist der in diesem Hest abgeschlossene Aufsatz von Arthurs Bab über die Namen der argentinischen Juden, in denen sich russische, polnische und rumänische Sprachwurzeln wunderlich mit deutschen, englischen und spanischen mischen. Auch für Nichtmitglieder dürste von Interesse sein, daß sämtliche jüdische Familiennamen, die in den ersten 12 Heften irgendwo erwähnt wurden, in einem Verzeichnis zur Veröffentlichung kommen werden, >unter dem Titel „Index Nominum Judäorum". Es wird ein unentbehrliches Hilfsmittel für alle Familiensorscher sein, unter dessen—Vorfahren sich Juden befinden. Man abonniert die Zeitschrift, indem mian Mitglied der Gesellschaft wird: Jahresbeitrag 10 R.-Mk. (Dr. A.I Czelliger, Berlin W. 9, Potsdamer Straße 5) 12. jüdischer Turnkag. Vom 2. bis 3. Septembest hält der deutsche Kreis det Makkabi- Welt-Verbandes seinen ordentlichen Turntag zum ersten Mal in Schlesien und zwar in Breslau ab. Eime große AHzahl auswärtiger Teilnehmer hat bereits zugesagt. Daher verspricht die Veranstaltung eine großartige zu werden. Programm: Sonnabend, den 1. September, 20, Uhr: 'Lichtbildervortrag von D. E. Asterbach, Hermannloge. — Sonntast, vormittags 8,Uhr, finden turneriiche Wettkämpfe in der Turnhalle der Augustaschule, Schwerinstraße j>3, statt. Nachmittags 14.30 Uht: ein Sportfest aus dem Sportplatz des S. C. Schlesien, -verl. Kürassierstraße, Abends 20 Uhr: Festball und Preisverteilung in der Hermannloge. Am kommenden Montag beginnt diej eigentliche Tagupg im blauen Saale der Hermannloge. Die Durchführung der Arbeit ist dem Bar-Hochba, Breslau, übergeben worden. Es wäre zu wünschen^ daß die Breslauer Judenheit an diesem, für die jüdische Gemeinschast so ereignisreichen! Tage, regen Anteil durch Besuch der, Vorführungen.nimmt. { Arbeitsnachweis jüd. Organisationen Schlesiens. Breslau, wallstraße 23. Fernruf: ,268 63. Postscheckkonto: Breslau 26 309. f Der Beginn der Saison in der Bekleidungsindustrie veranlaßt uns erneut zu dem Hinweis, daß hie Zahl der. in tziesen Industrien beschäftigten jüdischen Angestellten^ noch^ außerordentlich erweiterungsfähig ist und daß die bei uns yenieldefen Erwerbslosen dieser Zweige durchaus die Konkurrenz mit allen übrigen Erwerbslosen aufnehmen könne». Jeder Arbeitgeber wende sich daher bei jeglichem Personalbedarf auch cm uns und wir werden bestrebt fein, ihm geeignetes Personal für jede vakante Stelle zuzuweisen. Ein Telephonanruf unter 268 63 genügt zu diesem Zweck. Es war uns in der Urlaubszeit möglich, sämtliche 4>ei uns ge? meldeten Stenotypistinnen etc. wenigstens in Aushilssftcllen unterzu, bringen. Die Beendigung der Ferienzeit macht viele'solcher Arbeitskräfte wieder stellungslos. Wir hoffen, daß die jüdischen Arbeitgeber sich auch für die Besetzung von Dauerstellstnge» an u.ns wenden. ~ Wir juchen ferner dringend Stellen sük Haushaller, sowie kräftige ungelernte Arbeiter, die auch sich Baubetriebe' etc. geeignet sind. Arbeitnehmer, die nicht wenigstens wöchentlich einmal bei uns vor-— sprechen (Meldekarten sind als Ausweis mitzubringen), können bei der Vermittlung von,Stellen nicht berücksichtigt werden. Unsere Schreibstube nimmt Schreibarbeiten, Vervielfältigungen, Adressentchreiben etc. jederzeit gern entgegen. Aufträge werden prompkest ausgeführt. - Die Arbeitsgemeinschaft „Jüdische Gefährdetensürsorge" trat zu einer zahlreich besuchten Sitzung im Anschluß an die letzte Sitzung des Wohlfahrtsausschusses des Preutz. Landesverbandes zusammen. Durch den Vorsitzenden, San.-Rat Dr. Seeligsohn, wurde über den ' Stand der Erziehungsberatung für schwer erziehbare und psychopathische Kinder in den einzelnen jüd. Gemeinden und über dich weiteren Pläne zum Ausbau derselben berichtet. Richtlinien hierfür lagen der Arbeitsgemeinschaft in zwei Entwürfen vor; diese sollen demnächst vach einer weiteren Beratung der Kommission für Psychopathenfür/orge den einzelnen Gemeinden zugehen. Eine rege Aussprache entspann sich über die Mitarbeit! der jüdischen Wohlsahrtspflege bei der Sozialen Gerichtshilfe. Diese neue Ein- Zentralheizungen Neuanlagen Reparaturen -- Beratung oo iHg rränhei -. f, Bruno Runge Fernruf 32983 BfCSlflO XIII AugustastraSe £0 Aescolap-Drogerle Apotheker Qastav May empfiehlt Drogen, Parfümerien, Haushaltartikel Photo-Handlung Anfertigung sämtlicher Amateur-Arbeiten Auguslastr. 61 Tel. S42T3 5% Rabatt (auß. Markenartikel u. 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