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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1928-08-01 · 8 (8.1928) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
5 (1928)
Issue
8 (8.1928)
Date
1928-08-01
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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140 Vr««l»»er Jtttsches 6«M<i«tclIaff Nr. 8 * und soll klingen das Hohelied unerschütterlicher Heimats- und Kulturzugehörigkeit des deutschen und rheinischen Juden, der, in deutsche Kultur hineingeboren, unbeschadet seiner Treue zu väterlichem Glauben und Abstammung, Höchstes und Letztes für sein Vaterland einzujetzen gewillt ist. Was hier heute zur Red« steht, ist nicht das juristische Bürgerrecht, sondern der Anspruch auf das kulturelle Peheirhatetsein des deutschen Juden innerhalb der deutschen Rasten. . | , j Dr. Frank wies auf die Bedeutung kultureller Zusammenarbeit für das nationale Bewußtsein hin, und hob die aus der abendländischen Kulturentwicklung gar nicht hinwegzudenkend« Bedeutung der Bibel hervor, in der die großen Menschheitsforderunäen der Gegenwart bereits ihren klassischen Ausdruck gefunden hätten. Durch bedrückende Borgänge der Gegenwart sollten wir uns in dem durch drei Jahrtausende bewährten jüdischen.Optimismus nicht beirren lassen. Alles, das, was uns als deutsche Judest heute bewegt, faßte Frank in has folgende mit begeisterter Zustimmung stufgenommene Schlußgelöbnis zusammen: ) Im heilfgen Dienst am deutschen Volke und deutscher Kuttur werden wir anläßlichsder Pressa versammelten deutschen und rheinischen Juden auch in alle Zukunft, in Willens-, Schicksalsjunb Kulturgemeinschaft, in sittlicher, kultureller und geistiger Förderung heimatlich deutscher und rheinischer Eide unser Letztes und Höchstes hergeben, weil Herz und Geiübl cs uns so gebieten. Das Orchester stimmte das Deutschlandlied an, dessen drille -lrophe von der Festversammlung stehend gosungen wurde. 'An deir für alle Anwesenden unvergeßlichen Eindruck der Kundgebung ist. m den dem schon genannten Kölner Orchester, das als Einleitung die Ouvertüre zu Oberon gespielt hatte, noch Fräulein Hansi Book von d>r städtischen Oper zu Köln beteiligt, die eine Arie aus Mozarts II r^pastore vollendet zu Gehör brachte. Israstlitijche Krankenverpfleguygsanstalt und veei üigungsgesellschaft (Chepra Kaüischa) Die Isrueliriick« Krankenoerptlegungsanstglt und Beerdigungsgesellsebask fordert n einem Aufruf in der vorliegenden Rümmer zum Beitritt auf. Es in Ehrenpflicht aller Mitglieder unserer Synagoge, ngemeinde, auch derEhewra Kadischa als Mitglied anzu gehören und auf diese \ Weise d i e w iah t i g st e Wohlfabrrseinrichtung unserer Gemeinde, das^ Israelitische K r!a n k c n h a ü s und die ihm angefchlosscnen Institute, die Altcrsvcr^orgungsanstalt und das Sie chhqn Haus, zu unterstützen. Insbesondere unser Krankenhaus mit seinen vorzüglichen Einrichtungen, daä sich in den weitesten Kreisen der Bevölkerung des höchsten Ansehens erfretzt, das jedoch infolge des Verlustes! seines Stiftungsvcrmögcns einen schweren Eristenzkampf zu führen hat, muß erhalten bleiben, j sr jedoch, u M seine bciligcn Aufgaben e-r f ü l l c N z h können, i st erster Reihe auf die B!efträge der Mitglieder unsererChewra Kadischa üstgewiesen. Deshalb folge jeder dem Rufe des Vorstandes der Chewra Kadischa und melde, soweit er nocb nicbt Mitglied ist, baldig st die Mijtgliedscbaft an. Der 3üd. Frauenbund, E. Berlin 71. 24, läßt zum 3. Mal seinen Kun st kokender erscheinen, der schon durch seine äußer« Form beweist, daß die Herausgeber ständig darauf bedacht sind, immer neuen Verbesserungen und Anregungen Raum zu geben. Die neugewählte Form des Umlegekalenders ermöglicht es. neben dem Kalendarium und Text das Kunstblatt die Woche über vor Augen zu haben und die Reproduktionen am Ende des Jahres gesammelt 'zu besitzen. Wiederum sind die neuesten Werke jüdischer Künstler und Künstlerinnen der verschiedenen Länder ausgewählt worden. Zum ersten Mal wurden ouch Reproduktionen von Plastiken ausgenommen. Der künstlerische Teil des Kalenders wurde von dem Kustos der Kunstsammlung der jüdischen Gemeinde zu Berlin, Dr. Karl Schwarz, mitbearbeitet. Für den Textteil haben Mitarbeiter und Freunde des Jüdischen Frauenbundes Aussprüche geliefert, die sich auf das erste Bierteljahrhundert jüdischer Frauenarbeit — der Jüdische Frauenbund begeht im Jahre 1929 sein 25 jähriges Jubiläum — beziehen, lieber den Kreis des Jüdischen Frauenbundes hinaus wird gerade dieser Textteil den jüdischen Familien, der Heranwachsenden weiblichen Jugend und der jüdischen Gemeinschaft wertvolle Einblicke vermitteln in den Ideenkreis der jüdischen Frau: in ihr Wesen und Tun, ihr Wollen und ihre Bestimmung. Die Ausstattung des Kalerchers ist vorzüglich. Er ist zum Preise von 2,75 Mk. Texkl. Porto und^-Verpackung) von der Geschäftsstelle des I. F.-B., Berlin N. 24, Monbfjouplatz 10, zu beziehen., r Üttftttf! (xunp x"cn) Noch immer sind in unserer Gemeinde eine erhebliche Anzahl von Mitgliedern vorhanden, die nicht zugleich Mitglieder der Ehcwra Kadischa sind. An dieselben ergeht die dringende Bitte, sich nicht weiter von den großen Werken der Me n s ch c n j i c b c auszuschließcn, die durcb das Krankenhaus, die Altersversorgungsanstalt rmd das S i c cb c n h a u s in traditioneller Weife ausgeübl werden und deren Träger die Che w r a Kadischa ist. Nur, wenn die Mitglieder der Gemeinde, iy ihrer Gesamtheit dafür eintrctcn, wie es seit Jahrhunderten der Fall war, können diese Institutionen erhalten bleiben. Die Eintrittsge.bühr beträgt IO.— Mk., der Mindestjahresbeitrag ebenfalls lO.— Mk.' Nach § 9 unserer Satzung genießen die Mitglieder der Israelitischen Krankcn-Derpflcgungs-Anstalt und Beerdigung-Gesellschaft die Vergünstigung, daß für ihre Bestattung und die ihrer nicht selbstständigen Haushaltungsmitgliedcr nur die einfachen, durch den Vorstand der Synagogengemcinde festgesetzten Sätze der Gebührenordnung erhoben werden, ivährcnd Nichtmitglieder mindestens das Doppelt« dieser Sätze zu zahlen haben. Die Angehörigen verstorbener Mitglieder haben ferner das Recht, zu verlangen, daß ihnen zu den während der Traucrwoche im Trauerhause zu verrichtenden Gebeten fünf Männer von der Gesellschaft unentgeltlich gestellt werden. .Anmeldungen bitten wir zu richten an Israelitisch« Kranken-Derpflegungs-Anstalt und Beerdigungs-Gesellschaft Breslau 18, Hohenzollern st raße 9v. Zum Fest ff. Konfitüren Ad, Stephan’s Nachf. nuriNikoJaistraße 78—79 J - (3. Haus vom Ringe) Telefon 24176 «tl ti mirHUMtdUitflllBif Idm1 Bad Jtinsberg, Jsergebg. In Malamuth's t-estbekannter Pension verleben öle am gemütlichsten .das Neujahrsfest. Volle Pension bikl. Zimmer Mk 7.SO. 'Rechtzeitige Anmeldungen er* beten. Telefon 115. IM elektriub in der Haoslulfc-Väu&erei Groß-Bmlä# Sadowastr. 16 Tt l. 35508 Annahme sämtlicher Haus-, Leib-,luxus- und Berufswäsche Gardinen* Wäscherei and -Spannerei — Plättanstalt — Stundenweise Vermietung ^der Waschmaschinen, Trockenplatz, Bodentrock-" nun?, Heißtrocknung * moderne elektrische Maschinen Sdnaedste Bebaiiinf! ®nuftsadken Jeder Jtrt u. jeden Ifmjdnjes Kalender Plakate - Kataloge Reklame- und Zugabe- Artikel Jh.fdnatxfnjJi9 £S*eafiau 3. JTeiie 9rasipenjj».T PELZ FABRIKATION FUTTER '■ BESÄTZE .. J. Szczupak Breslau 2» Gartenstraße Nr. 84 Fernsprecher 27 292 010100000000022300010000235302 010048480202010101000053025301

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