Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 5 (1928)
- Issue
- 8 (8.1928)
- Date
- 1928-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/3970005-7569521-7569597--0834-3970780- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 8 Breslauer Jüdisches ©emelnöeblafi 139 n Ms dem Vereiaslebev. n das Recht an -er Heimat i.! Rheinlandtagung des Eentral-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, E. V. Köln, als Stadt der Pressa von zahlreichen Organisationen zum Tagesort erkoren, sah am 3. Juni 1928 die Rheinlandtagung!des Central - Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens in seinen Mauern. Aus dem ganzen Rhein-' land und weit über seine Grenzen hinaus waren viele hundert Teilnehmer erschienen. Die Arbeitstagung wurde durch eine als Morgenseier gestaltete überaus eindrucksvolle öffentliche Kundgebung in der Kölner städtischen Oper eingeleitet, die weit über tausend Personen füllten. Der Vorsitzende des gastgebenden linksrheinischen Landesverbandes des Central-Vereins, Bernhard Feilchenfeld, Köln, konnte in seinen Begrüßungsworten eine große Reihe Vertreter der staatlichem, städtischen und Justizbehörden, darunter den Kölner Polizeipräsidenten Bauknecht und den Landesgerichtspräsidenten Dr. Kuttenkeuler willkommen heißen. Das Präsidium des Central-Vereins war durch seinen ersten Vorsitzenden, Justizrat Dr. Brodnitz (Berlin), einen der Stellvertreter des Vorsitzenden Rechtsanwalt Dr. Bruno Weil (Berlin) und den Direktor de» Central-Vereins Dr. Ludwig Holländer (Berlin) vertreten.' Von starkem Beifall empfangen,, richtete sodann Justizrat Dr. Brodnitz voll innerer Ergriffenheit warmje, Worte des Dankes an die Festversammlung. Es sei eine Feierstunde, 1>ie wir auf rheinischem Boden begehen, mit dem auch die deutschen Juden eine mehr als anderthalbtausendjährige Geschichte verbindet. Wenn es eines Nachweises des Heimatsrechtes der deutschen Juden aus deutschem Boden bedürfte, so genüge der Hinweis auf das Rheinland. Er erinnerte daran, daß vom Rhein her vor Jahrhunderten aus Grund von Verfolgung Juden nach dem Osten gewandert sind. Aber trotz der Verfolgungen in der Heimat ließen sich die Auswanderer zusichern, daß der Rückschasfung ihrer Leichen in die alte Heimat von seiten ihrer neuen Herren keinerlei Schwierigkeiten bereitet werden sollten. Justizrat Brodnitz schloß mit dem Wunsche, daß diese Kundgebung alle Seelen von neuem mit dem Willen zum Dienst am Vaterlande erfüllen und als Bekenntnis zu allen deutschen Volksgenossen hinausdringen möge. Die Festrede „Der Bruno Weil. Er führte Voraussetzung habe, zunächst Erde ganz allgemein zu u die das Werden und Vergeh hervortreten ließ, die Entw Landes zu ihrer heutigen Geschichte sei die Anwesens Das KonstaMinische Edikt Wesenheit von Juden in währende Anwesenheit von sei es bei Aachen, Mainz, tausend deutscher Beschicht« zwischen Juden und Chris; e folgte ein halbes Jahrtauchn erst in den beiden letzten ~ 1869 ihren Abschluß zu' Elementen aus Religion, sammensetze, so liege in die Juden in der Dollen könnte. Entscheidend sei Willens, und dieser geige Juden mit Deutschland, Nationales Bewußtsein im lungu Seit dem Dreißigjäh^i badisches und hessisches, den napoleonischen Kriegest sprechen, begann die Hochs! dem die deutschen Juden den deutskhen Juden durch getan wurde, könne nicht Juden und Christen nach Gemeinschaft aller Gutgesin andersetzungen, Verringerup frage, äus denen einzelne möchten. Dr. Weil schloß Ausführungen unter dem mit den Versen aus den den Tag und leitete so voll vorgetragenen'Ouvertil Rechtsanwalt Dr. He Köln des Central-Vereins, und Kundgebung anläßlich deutsche Jude auf deutscher Erde" hi. lt Dr. ,us, daß die Behandlung des Them >s zur ft die Stellung des Deutschen auf d!Utscher ^ersuchen. Dr. Weil schilderte in einer Form, «n von Nationen, Grenzen, Kulturen | lastisch cklung des deutschen Volkes und des d< utfchen Gestalt. Während aller Perioden deutscher >eit der Juden in Deutschland nach» eisbar. >us dem Jahrö 3?1 erwähne bereits! ie An- Köln in einer .Form, die eine schon lange Juden in der Stadt ooraussetzt. S ehnlich Netz zind Spever der Fall. Das erst, Jahrscheihe durchaus friedliches Zusamm mleben n gebracht za haben. Von 1200 a > etwa >d von Not Und Verfolgung her Juten, die rhunderten langsam nachlicßen. um th, oretisch den. ' Wenn der Mensch in seinen g nstigen Sprache, Kultur und Abstammung nch zuinem dieser Merkmale etwas beschlossen, das. l Erfüllung ihre^ nationalen Pflichten hindern darüber hinaus das subjektive Merkmal des. die unlösliche und innige Verbundenheit der > seit zwei Jahrtausenden ihr, Vaterland ist. heutigen. Sinne sei Produkt junger Entwick igen Kriege goib es preußisches und sächsisches, er kein deutsches Mationalgesühl. Enst nach begann das j Volk von deutschem Lund zu pannung des'deutschen Ngtionalgefübls, am' ihren reichlichen! Anteil! haben. Das Tor, das den Zugang hu.allen deutschen Dingtn aufnehr geschlossen' werden. Der Weg gehe für r gleiche.» Richtung: Ausbau des Vaterlandes, mten. Beseitigung-aller unnötigen Ausein - _ der Debatten über die f^enannte Juden - p ilitische Parteien ihr ganzes Programm bilden fine mit hinreißendem Schwung oorgetrageneu i nmer wieder erneuerten Beifall der Zuhörer Meistersingern: sWa ch tauf, es nohat gen der vom Kölner städtischen Orchester machtre aus den Meistersingern übef. nrich Frank, der Vorsitzende der Ortsgruppe hielt die Sch^ußansprache: Aus dieser Feier des. Kultürw^rkes des Pressa in Kölit-klingt > Ja) sin ft i dos d c Z!> Blücherplatz Nr. 4 ScHuH-Herz HUT- <*r i ROSENTHAL zeigt stets das1 Neueste der Mode zu billigsten Preisen, ÜäiÄ» BLOCHERPL 5 für die Festtage! empfohlen: lebende Karpfen Schleie, Hechte geschi. Hechte, Zander Marinaden and Räucherwaren für; die Tafel und den Konsum leutsche Dampfflscherel-Ges. „Nordsee** tohrauerstr. 2, Neue Schweidnitzerttr. Sa i ichmiedebrücke. lfl, ■ Anderssenstraße 2 Lohnenden Verdienst für Frauen durch Handarbeit (Häkeln) wird nachgewiesen durch den Jldiscka krktituackvtis, VallstraBe 23, I. Stock BIM« aufbewahren ai WM Keine Wanze mehr I hnk uiikilitii fatilpit&ptni boritift jda liiuWe mtl« iitn Oirutii flr Erfalf iittr wlnaictaftlidiBr i ledwlidtir Ultimi I Kammerjägerei Killt JdllltSCllKß Breslau 6 Tel. SIS49 Jahnstr. 28| BakMifuiMTabSckll 9 RBlamaDt RarDhäDier Freiburgerstr. 9 TeL 16267 1 | Ihnen ron 12—t Uhr » Relchh. Abendkarte | und Ökonomie der Lettinflore, Afncsstr. 5 D ImfcMn?. lataitn i kattMatq ii l uhi ha Qua | Willy Kornhäuser |- Okonom der Lettlnflogc M ■eauoiHiuHetuHiiUHuieaiutt niwiHniiiiiietiiüFiuiiiieiiiniittiin^iiiiiiKm Mir sind umgesogen nach Ring 45, I. Stock > Amsterdam $ Sennenberg Ohlauerstr. 5/6 Schuh-Etage Rinn 22 i., r... 3 sied, (Fantüi)