Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 5 (1928)
- Issue
- 8 (8.1928)
- Date
- 1928-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 8 Breslauer Jüdisches Gemeindeblalt 129 Bezeichnung der Einnahmen Fälle Betrag M. 1. Spenden von Privaten.110 8 216.75 2. Von Verwaltungen und Behörden . .. 5 1 500.— 3. Außerordentliche Einnahmen; Zuschüsse von Behörden, Organisationen, Vereinen und Privaten in Unterstühungsfällen . 44 1815.70 4. Rückzahlungen von Unterstützungen.* . 251 4 241.32 5. Zuschüsse für Kinder- und Jugend-Fürsorge von Behörden, Vereinen und Organisationen.. 324 12 255.25 6. Zuschüsse für Tuberkulose-Fürsorge von anderen Stellen, j Behörden usw. ..,. 41 ,4 197.90 7. Einnahmen aus Vermächtniszinsen . . 1 99.— 776 32 325.92 Herzlichen und ausrichtigen Dank allen denen, die dazu beigetragen haben, unseren Notleidenden zu helfen und unsere Aufgaben auf dem Gebiete der Wohlfahrtspflege zu fördern. Große Mühe, Arbeit' und Ausdauer waren erforderlich, um unsere Tätigkeit zu bewältigen. Ehrenbeamte, Beamte und Angestellte wetteiferten miteinander, um sie im Interesse unserer Bedürftigen segensreich und ersprießlich zu gestalten. Auch ihnen gebührt Dank und Anerkennung, insbesondere aber auch den Damen und Herren, die oft viele Stunden hindurch in unserem Büro mitgearbeitet und geholfen haben. Wir hatten 11 522 Büro besuche (Auskünfte, Beratungen, Bescheide, Anfragen aller Art von Behörden, Vereinen und anderen Stellen) zu verzeichnen, während durch unsere Ehrenbeamten 2215 Hausbesuche und Ermittlungen erledigt worden sind. 11974 Posteingänge (Briefe, Anträge usw.) sowie 9687 Postausgänge führen wir u. a. an, wobei die zahlreichen Formularsachen nicht mitgezählt worden sind. In 73 F ä l l e n an 915 Tagen ist auf unsere Beranlassung — besonders in Krankheitsfällen!— in bedürftigen Familien Hauspflege ausgeübt worden/ Hierdurch war nicht nur den Bedachten geholfen, sondern auch den bedürftigen Männern und Frauen, die sich hierfür zut Verfügung gestellt hatten. Die Ausschüsse unseres Wohlfahrts^ amtcs haben insgesamt 351 Sitzungen abgehalten, wobei auch die ständigen Sitzungen der Fürsorge-Ausschüsse, der Rechtsschutzstelle und der Tuberkulose-Fürsorge, sowie die Sitzungen bei Behörden und Organisationen mitgezählt find. Ueber die Rechtsschutz st eile, die sich nach wie vor im vollen Umfang bewährt hat, findet sich ein besonderer Artikel in dieser Nummer. - j Als recht ersprießlich ist die Wirksamkeit unserer T u.b e r - kulose-Fürsorge — wie bekannt eine Arbeitsgemeinschaft unseres Wohlfahrtsamtes mit dem Jüd. Frauenbund — anzusehen. j 3m vergangenen Jahre wurden 118 Fälle bearbeitet, von denen 76 andauernd betreut werden'. Nach wie vor haben wir allergrößten Wert darauf gelegt, die Kranken sachlich zu beraten lind alle nur erdenklichen Stellen (Dersicherungsträger, Etädt. TuberkulofeFürforge, Jüdisch« Tuberkulose- Fürsorge Berlin usw.) zur Mithilfe heranzuziehen. Dies ist auch mit gutem Erfolge gelungen, denn wir haben in 41 Fällen rund 4198.— Mk. an Zuschüssen — insbesondere zur Durchführung von Heilstättenkuren — erhalten. Die Arbeit verteilt sich wie folgt: Beratungsfäll« 28, Erholungskuren bewilligt 17, in Heilstätten untergebracht 24, irnKrankenhaus untergebracht 7> mit Lebensmitteln versehen 22, Jugendlich« und Kindar 20. Die Tätigkeit der Kinder - und Jugendfürsorge einschl. der Dereinsvor mundschaft hat eine weitere Steigerung erfahren; sind doch alle beteiligten Kreise ernstlich bemüht, der geistigen und sittliches Not unserer Jugend zu steuern und der Gefährdung derselben vorzubeugen. Für die Jugendfürsorge waren 209 Hausbesuche und Ermittlungen notwendig,' wqhrend 2892 Bürobesuche u n d A n t r ä g e eingegangen waren. 274 Verhandlungen (mit Behörden usw.) sind erforderlich gewesen. 705 E i n z e l f ä l l e gelangten zur Bearbeitung. Die Fürsorge für die Iugendli ch.e n hat sich auf' die allerverschiedensten Gebiete erstreckt. Es würde zu weit führest, im Rahmen dieses Aufsatzes alle Einzelheiten anzuführen. > Die Kinderfürsorge des Jüd. Frauenbundes hat — wiederum in engster Gemeinschaft mit usts — gleichfalls eine umfangreiche Tätigkeit entfaltet. Für 179 K i n d e r iftißr« holungsfürforge (Verschickung in Heime usw.) vieran-! r ■ I laßt worden, während züChanukkah 238 Kindeir vollständig einge'k leidet worden sind. i Hierbei haben Logen, Vereine und Privatpersonen dankenswerte Mithilfe geleistet. Insgesamt worden 705 Einzelfälle bearbeitet, 114 Hausbesuche und Ermittlungen und 3039 Bürobesuche und Anträ gL erledigt, j Die Gemeindeschwester hat 1914 Ambulanzen und 1086 Hausbesuche und Wege erledigt, während die Hilfsfürsorgerii 549 Hausbesuche und 355 Wege im Interesse der Hilfsbedürftigen vornehmest mußte. Beide Zweige der Fürsorge, insbesondere aber die Giemeinderußerordentlich bedeutsame Ergänzung )ar. > unserer Arbeit, die ^P roduktive Berichtsjahre in unseren Kreis gezogen febehörden hatten, hierfür im Borjahre Mark zur > Verfügung gestellt. Die Eigenart dieses Gebietes, auf dem noch keine Erfahrungen vurliegen, machte aber lär gere Borbereitungen, Beratungen und /so daß wir erst am 1. Oktober in die eigentliche Arbeit eintrlen konnten., Wir können jiji unserer Freude sagen, daß wir; lauben, auf dem richtigen Wege zu sein, obgleich die Erfolge vorderhand noch als bescheiden angesehen -.*irr - :r djgg im wesentlichen darauf zurückzuschwester, stellen eine unserer sozialen Arbeit Ein ^neuer Zweig F ü r s o r g e", ist im worden. Die Gemein den Betrag von 30 00» werden müssen. Es if führen, daß sich der D irchführung der Produktiven Fürsorge aus wirtschaftlichen und mannigfachen anderen Gründen große Schwierigkeiten entgegensetzen. Hinzu kommt, daß ein nicht unerheblicher Teil der 2 rbeitslosen und Hilfsbedürftiges!, haupters, nicht mehr in das Wirtschaftsleben eine Berufsumschichtung kann!in diesen ngen. Immerhin war es uns möglich, nen unterzubringen und zu stersorgen. sächlich infolge ihres Al einzureihen sind. Auch Fällen keinen Erfolg br: doch eine Anzahl'Persc Wir bleiben weiter dem iht, diesen Zweig unserer Fürsorge auszubauen und zu förderr gibt sich aus der hier folgenden Aufstellung. Prod f ü r. d i e Z e i t vom 1. 1. Allgemein« produktive Fi scheine, Waren, Darlehen zsti der Existenz, Kurse usw. 2. Schreibstube. Adressenschrti von Reklamesachen, Aalet bi 3. Friedhofsarbeit««. Erda ' 4. Peah. Httlzspalterei 5. Nähstub«. Ausbildung vt 6. An di« Jüd. Mittelstand»! i 7. Verwaltung»- und andere rsorg«. Gkwerbem Wiederaufbau den, Austragen; ern usw. . ... beiten . . . . sic. C> Jedenfalls läßt Möglichkeiten und Erfoltz bei nicht unerwähnt Nachweis uns bei die hat. Ggnz befand keitaüfdemGebi Nachweises. Mö glieder erkennen desletzterenbeif etwa nur eine sondern dauernd durch auch eineE pflege eintritt. Zum Schluffe wäre fehlt unseren Hilfsbedllrf leiten unserer Hilfe, gesetzt sind und wir m Mitteln, die unsere Sb hälterisch und sparsam glauben sie aber auch, in den Händen eines e liegt. Letzteres ist selb träge werden vielmehr Sie Näheres über unsere Leiststngen er ktive Fürsorge Oktober 1927 bis 3l. M ä r z 1928. 90 Personen 3 473.85 Mk n Näherinnen . ls« für Darlehen Unkosten zus. . 3itsgesan>t: 23 6. 59 * 7 937.21 76.80 <40.35 80.— 10(00.— 161.05 17-69.26 Mk. ein abschließendes 1 Urteil e hier noch nicht sagen. Es en werden, daß der Jüd. A r er Tätigkeit außerordentlich u rs rege war seine Wir ete des Arbei t s- Und S i ten unsere GemeTni daß die Jnanspruch rei werdenden Stelle soziale Pflicht bed e, wahre Hilfe schaff ntlästung der Wohls t noch folgendes zu erwähnen: igen das Verständnis für die überschauen nichts daß uns den uns zur^ Verfügung eiuerzahler aufzubringen Habens ifimgehen müssen. Abgesehen die-Entscheidung^ über die istzelnen Ehrenbeamten oder st verständlich nicht dejr Fall, e iner eingehenden Prüfung un Über die oll hier-i beitsiterftützt k s a m - e l l e ne m i t » ahme! n n t cf) t; e u t e t ,j t , tOOiJ <>hrts-> Recht oft! Möglich-, Zrenzen fl ehenden Haus-, hiervon, Anträge feamtestj Ille Ast-! erzogen