Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 5 (1928)
- Issue
- 5 (3.1928)
- Date
- 1928-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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öi Nr. 5 Breslauer Jüdisches Gemeindeb lall sink! Feiertage werden dort festlich begangen, die Abende sind durchschnittlich non 40 Damen besucht. 1 Als Leiterin der Arbeitsgemeinschast für Propaganda und Borträge bittet Frau Bivl um regere Mitarbeit aller Mitglieder. Im Winter 1927/28 wurden Borträge gehalten von Frau Paula Ollenüorss, Frau Dr. Else Radin, Herrn Rabbiner Dr. Baeck, Frau Dr. Berta Vadt-Ctrauß, Herrn Dr. Heinemann. Frau Dr. Else Meidner, Frau Dr. Edelhcim: eine wohlgelungene Purimseier bejchllß die Veranstaltungen. ' lieber die Arbeit des Jüdischen Frauenbundes im S t a d t b u n d berichtete Frau Mendelssohn. Der Stadtbund der« tet einen Vortragszyklus vor, bei dem die angeschlossenen Vereine noch Wünsche äußern können. Mitarbeit wurde geleistet beim Kartenyerkauf für den Schlesiersilm und der Vorbereitung zum Blindentag. Den Kassenbericht erstattete Frau Hedwig Engel. Die Kassenprüferinnen haben die Kasse, ebenso die Kasse des § inderlandheims Flinsberg, geprüft und sür richtig befunden. Den Schatzmeisterinnen wurde Entlastung erteilt. Zum Schluß nahm der Dezernent des Jüdischen Wohlfahrtsamtes, Herr Sanitätsrat Dr. Bach, das Wort und dankte für-die Einladung, durch die er erst den richtigen Einblick in die vorbildliche «Arbeit der Ortsgruppe gewonnen hat. Frau Paula Ollendorfs wies als Vertreterin des Gesamtoorstandes des Jüdischen Frauenbundes aus den Zusammenschluß aller jüdischen Frauen in der Arbeit des Jüdischen Frauenbundes hin, die zur Stärkung des Gemeinschastsgedankens beiträgt und überall Erziehungsarbeit im verantwortungsvollen Sinne leistet.! Zum Schluß dankte Frau V o g e l st e i n der Vorsitzenden und bat, dem Beate Guttmann-Wohnheiin zum Leben zu verhelsxn. Die Vorsitzende schloß die Sitzung um 13,15 Uhr. Das neue Röntgeninstitut öes Israelitischen Krankenhauses Don Dr. Carl Fried, Primärarzt des Instituts. Die Röntgenstrahlen. sofort nach ihrer Eytdecküng als eines der bedeutungsvollsten Hilfsmittel für die Untersuchung des menschlichen Körpers und bald danach auch als eine wesentliche Bereicherung der pysikalischen Heilmethoden erkannt, haben in den zehn Jahren, welche seit Kriegsende vergangen sind, an Bedeutung für die gesamte Heilkunde hoch in einem Maße, zugenommen, daß sie heute schlechterdings! unentbehrlich sind. >r Ü <1 lief] e den Sc i Zu dieser nach n Entwicklung Hab« tsame Erweiterung nelligkeit und Ausmaß gleich erstaunn neue wissenschaftliche Erkenntnis, beder Anwendungsgebiete, außeroxdent- Lacius N. Littauer - A, lick e Verfeinerung der! Methodik und die grandiose Leistung der parate herstellenden Industrie in gleicher Weise beigetragen. Wollte unser Haus! zum Wähle der ihm anvertrauten Kranken aus diesen gtwaltig'en Fortschritten Nutzen ziehen, so war es Gebot, die schon seit 1803 bestehenden, in ihrer Apparatur allerdings nHwischen erweiterten Pöntgenzimmer de' medizinischen und chirurgischen Abteilung wesentlich zu erw, itern und zu modernisieren. - I Wie bekannt, wurt e es dem Krankenhause durch die hochhe-zige Stiftung des Herrn Lucius N. Littauer-New Park möglich, ein zentralem Röntgeninstitut' zu I erbauen. Das Röntgeninstitut „Nathon-Littauer-Stiftung", alp Flügelanbau de s medizinisch-chirurgi chen Hauptbaues des Hauses errichtet, enthält in vier Stockwei ken nicht nur die modernsten Röntgenax parate für Untersuchung und Behandlung, welche sich in der P axis bewährt haben, sowie Apparate zur Behandlung mit Höhensonne und Elektrizität, sondern auch eilte Anzahl von Einrichtungen, welche der Erforschung der Strahlen und Weiterführung ihrer Ar Wendung diönen sollen. 'Darum ist auch arf die Einrichtung der Nebenräume, Dunkelkammern. Laboratorium, Photographie, Lichtbildvorführüng, aber auch arf Vervollkommnung der hygienischen Anlagen, Entlüftung.- Beleuchtung, Strahlensc>utz sür Kranke und Personal usw. beso idere Sorgfalt verwe rdet worden.. J - So ist denn ein den Forderungen-der Neuzeit in allen T ulen mit möglichster ' 3ollkommenheit, entsprechendes Institut er tstanden. das hem R imen des Lpohltäters alle Ehre macht, dc s sicher eine Bereichering der Unttzrsuchungsand Heileinrichtung unseres Krankenhouses, vielleicht auch der Stadt Breslgu d< rstellt, und — als rr ichtigstes den Kranken des Hauses wie der Stadtwird Dienste leisten'können. Nathan Littauer (. A