Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 5 (1928)
- Issue
- 3 (3.1928)
- Date
- 1928-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 3 Breslauer Jüdisches Gemeindedlall 41 Reg.-' Xat Marcus betont, die Gemeinde müsse alles unterstützen, was für die jüdische Sache tätig ist, also den K. H., nicht aber was gegen die Juden agitiert, wie den Z. V., der gegen den Arianismus kämpft. Nach Erwiderung durch J.-R. Kalisch, der die Fußnoten über den Mord aus dem Wienerschen Buche vorliest, beantragt Rechtsanwalt Jacobsohn namentliche Abstimmung über den Antrag aus 3000 Mk. Beihilfe für den K. H. Es. stimmen 12 gegen nnd 7 für den Antrag auf Beihilfe,'bei 2 Stimmenthaltungen. Der weitere Antrag auf eine Unterstützung der Jüdischen Schule in Höhe von 6000 Mk. wird bis zur Etatsberatung t erlagt. , In d<r nächsten Vorlage bittet der Vorstand um eine einmalige Beihilfe von 300 Mk. für die Pinchas-Synagoge als Beitraz zur Deckung ihrer erheblichen durch den Umbau der Synagoge entstandenen Schuldenlast. Auf Bericht des Herrn Dr. Eluskinos wird die Beihilfe bewilligt. Ueber den Verwaltungsbericht referiert der Vorsitzende: Die Abreämungen über die Renovation an den Türmen der Neuen Synagoge, die Erhöhung des Stundenlohnes der Friedhofsa cbeiter um 5 Pfg., die Erhöhung der Fuhrlöhne beim Bestaltungswesen und der Vergleich mit dem Preußischen Landesverbände über den Beitrag für 1925/26/27, wonach der Provi iziälverband Niäderschlesien dem Landesverband gegenüber zwei Drittel des Ersatzanspruches für Religions-1 unterricht 'allen lassen soll und dieser Betrag von Breslau : übernomm:n werden soll, werden genehmigt. Dem Toten-i grabet Kcrl Becke wird aus Anlaß seines 25. Dienstjubikäums außer einer Ehrengabe die Bezeichnung „Friedhofswärter' verliehen. Ferner wird Kenntnis genommen von der tleschäftsübersicht im Kalenderjahr 1927, von der Abweisung der Klage des Leichenwärters Zernik, von der Nichtbewäyrung der Lautsprechervcrsuchsanlage in der Neuen Synagoge und von der Uebersicht über die erstattete Grundvermögens-, Hauszins- und Gewerbesteuer. Ferner nimmt die Bersarrmlung zur Kenntnis, daß der Magistrat die Verfügung zur Neupflasterung des Bürgersteiges vor Friedhof Claassenstr ißc an der Bahnhofsstraßc auf den Einspruch des Vorstandes aufgehoben hat, daß als Rabbinergebühr bei Beerdigunzen mindestens 10% von den Selbstkosten, also 20 Mk. erhoben wird, daß in der Strafsache gegen Gensert und Gen. wegen Beschädigung des Friedhofes Claasscn« straße Frrispruch erfolgt, von der Gemeinde als Nebenklägerin aller Berufung eingelegt worden ist, daß gegen die Polizeivcrirdnung über das Teppichklopfen eine Eingabe an das Polizeipräsidium gemacht worden ist mit dem Ziele, statt des Samstages den Freitag als' Klopftag wieder herzustellen. Schließlich nimmt die Versammlung mit besonderem Dank Kenntnis davon, daß das Vorstandsmitglied, Herr Justi.zrat Hirschberg, aus Anlaß seines 65. Geburtstages der Alten Synagoge eine kunstvoll gestickte Kanzeldecke und eine Thorc Wickel mit gestiLer Inschrift gestiftet hat. Auch nimmt di« Versammlung K»avon Kenntnis, daß nach dem Bericht der Rechnungsprüfer vom 28. 1. 1928 Beanstandungen in der Kaslenführung nicht zu erheben waren. - ' Ueber den Antrag des Vorstandes, 750 Mk. füVbtc Druck« legung des Einheitsgebetbuches zu bewilligen, berichtet Herr I. R. Kalisch. R. A. Jacobsohn wünscht vorher Auskunft über den Inhalt des Gebetbuches, z. B. ob die Zionsgebete fortgelassen seien (Zurufe: „Nein") und beantragt deshalb Vertagung. Dr. Schlesinger erklärt namens seiner Partei, daß diese am lib. Einheitsgebetbuch kein Interesse habe und sich deshalb der Stimme enthalten werde. I. R. Kalisch gibt über hie Aenderungen des Gebetbuches Auskunft. Den Standpunkt der Konservativen könne er nicht billigen, die Liberalen sorgten auch, wie es bei der Einheitsgemeinde Pflicht sei) für die Bedürfnisse der Konservativen: Herr Fraenkel weist darauf hin, daß die Stimmenthaltung der Konservativen unschädlich sei (Heiterkeit). Darauf wird unter Ablehnung/ des Bertagungsantrages die Beihilfe bewilligt. (Die Bewilligung ist inzwischen überflüssig geworden, da der Verlag die gesamten Druckkosten trägt. Die Schriftl.) l Äii li auf Die Vorstandsvorlagc, die ' Knltü auf 10% festzusetzen, bittet der. Berichter bis zur Fertigstellung des Ltats zu ver daß der Vorstand diese Steucrsenkuns meinde müsse jetzt aber auck an größere Er überreicht namens der liberalen Pc: wonach hie Gemeinde dir Errichtung Jugendhauses und andere" Wohlfahrtsv griff nehmen soll. Bankdirektor Hanck« über die allgemeine finanzielle Lage. 1927/28 könne er noch keine bestimmt^ noch 6 Wochen fehlen, er 1 loffe aber, 1927/28 50 000 Mk. nickt übersteigeu Steuersätze von 10% für L928/29 ergeh von fast 350 000 Mk., de: aus dem werden soll. Dieser Betra; stelle aber dar. Wenn wir in unserer optimistischest werden, könnten wir den niedrigen Satz aufrecht erhalten. Dr. Rechnitz macht daß die Kultussteuer recht zeitig vor de werden müsse, damit die A -beit der Finh: brechung erleidet. Der Et it sei bereits z. T. auch schon gedruckt, so daß die Arbeit sofort beginnen könne. Die Versa die vorjährige Etatskomm fsion wieder Anzahl Einzelanträge diese: Kommission Eine weitere Vorlage, den Zuschp Frauenbund zur Besolde ng der 1. November. 1927 ab vor 125 Mk. zu erhöhen, wird auf Bericht von Frau Auch die Vergütungssätze für die Grabpflege im Pflegejahr 1928 wer^e Herrn F r a e n k H unt erändert in genommen, wie sie die sämtlichen Brh und kommunalen Friedhöf: festgesetzt Auf Bericht von Hern R. A. Spi auf das der Gemeinde'von Frl. Fanüh Jahrzeits- und Grabpflegl Vermächtnis Bericht von Herrn Rechte anwalt Ja dem verst. Kaufmann Hersn Isidor Tr mächtnis untdr Uebernahnjie der Auslaß In der G e y e i m e n Sitzung Oskar Unikower zum Mit zlied des BH Als Ersatz für Herrn Erich Bayer, zember 1927 sein Amt als Vorstandsmltäl rücksichten niedergelegt hat, wird Herr E H a e n d l e r 'tzewählt. Ter Witwe wird eine Gnadenpension bewilligt. Herrn Hauke wird auf Vorschlag des Monteur Friedrich Sowak als Hausmei Alten Synagoge angestellt. Ueber die u des Gehaltsausschusses für ne Besoldun Vorsitzende des Gehaltsau Schusses, He Die Versammlung erhebt keinen Wide da die Arbeiten noch nicht l eendet sind, soweit übereinstimmende Beschlüsse des Gehaltsausschusses vorlieger, schon ab 1. In einem eingehenden Referat er Skizzen und Pläne Herr Sin.-Rat. Dr. Angebot des Herrn Maure:meister Rhoh 433 qm großen, an den Friedhof Parzelle. Auf seinen Vorschlag genehnfi den Abschluß des Kaufvertrages. Da' einhalbstündiger Verhandlung die Sitzust ssteiwr für 1928/29 tatter I. R. Kalisch gen. . Er freue sich, vorschlägt, die Ge-, fgaben herantreten: rtei eine Resolution, eines Vereins- und inrichtungen in Angibt eine Uebersicht Ueber den Abschluß n Zahlen geben, da ß der Fehlbetrag für wird.. Bei »einem e sich ein Fehlbetrag getriebssonds gedeckt äst die ganze Reserve Schätzung enttäuscht non 10% nicht mehr darauf aufmerksam, ß 1. April festgesetzt nzämter keine Untervollständig fertigend Ltatskommission die Ü mlung wählt hierauf und überweist eine zur Beratung, ß für den, jüdischen derfürsorgerin vom 200 Mk. monatlich B i a l angenommen. Hräberhcrstelluyg und n auf Bericht von derselben Höhe cyrslaucr konfessionellen den,' hr dei Vor fl tz wird dem Verzicht Weißbein ausgesetzte beigetreten, und auf cobsohn das von ijchler äüsgesetzte Bereu angenommen, tyird Herr Ingenieur uausschusses gewählt, der mit -dem 31. Deied aus Gesundheitseneraldirektor Sigfrid Hausmeisters Hauke Als Nachfolger von 'tandes der Heizungs¬ und Kastellan der infangreichcn Arbeit engsreform berichtet der n: Dr. Schachtel, rspruch -dagegen, daß,' i>ic erhöhten Gehälter, Vorstandes und des März gezahlt werden, äutert -an Hand der o r n das notarielle zum Ankauf einer ister -& vas3a6cntmr und feine Picht erst seit der Zrrstörur g im Jahre 70 n. Chr. lebten gro Völkern, und auch nicht erst in gründeten Weltreich der hellenistts, Auseinandersetzung mit der Ku> frühesten Hervortreten des jüdisl!■ I estraße anstoßenden igt die Versammlung init endet nach vierg. _ des jüdischen je Teile des j dem von jchen Kultur Pur der Umweji ,)«n'-Volkes au Alex. ttai Umwelt Staates durch die Rqmer indischen Volkes unter den ander dem Großen belt das Judentum m eine t ein, sondern von dem dem Boden Palästinas,