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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1928-01-01 · 1 (1.1928) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
5 (1928)
Issue
1 (1.1928)
Date
1928-01-01
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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Nr. 1 Breslauer Jüdisch«« @<m<inb<blatt 11 2n den Monaten Juli—Oktober sind aus den Mitteln des Relchsarbeitsministeriums 42 000 Mark für Kredite an sieben Anstalten durch di« Z.W. St. vermittelt worden. * * * Vor der Stipendienabteilung des Verejins für das Deutschtum im Ausland, 'Berlin W 8, Martin-Lifther-Straße 97, haben wir auf unser Gesuch hin für acht auslandsdeutsche Studenten Etipendim für das Wintersemester 1927/28 insgesamt in Höhe von 1781,25 Mart erhalten. ’ * . * Dc s Gesetz über Arbeitsvermittlung und Ar. beltslosenversicherung vom 16. Juli 1927 Mil Wirkungskraft vom 1. Oktober 1927 bringt eine völlige Neuordnung des Arbeitsnachweiswesens und eine Umstellung der Erwerbslosensürsorge auf Versicherungsbasis. Während bisher die Arbeitsnachweise sich in den Händen der Kommuyen befanden, sind sie nunniehr zentralisiert, zu einer Körperschaft des Reiches zusammengeschlossen worden. Diese Körperschaft ist gleichzeitig Orjgan der neugeschaffcnen Erwerbslosenversicherung. Die ArbeitsnachmeiÄätigkeit der freien Wohlfahrtspflege wird durch das neue Gesetz wenig berührt, sie bleibt im alten Umfang und im allein Rahmen auch im neuen Gesetz enthalten. Die Neuregelung der Erwerbslosenversicherung ist deshalb von ganz besonderer Wichtigkeit für die ganze Wohlfohrtvpsldge, weil grundsätzlich alle Versicherten auch unterstützungsberechtigt sind. Die Ausnahme, die das frühere Erwetbslosenfürsorgegesetz kannte, fällt nunmehr weg. Die Karenzzeit hat sich allerdings verschlechtert ' während bisher eine Anwartschaftszeit von nur dreizehn Wochen erforderlich war, ist sie jetzt auf 26 Wochen erhöht worden, demgegenüber fiel auch noch die Unterstützungsdauer von 52 auf nur 26 Wochen. Für alle diejenigen, die über diese Zeit hin arbeitslos bleiben, ist für Zeiten besonders schwieriger Arbeitsmarktlage die bisherige Krisensnrsorge geblieben. Mitteilungen -es Reichsbun-es jüd. §rontfolüaten Drtsgruppe Breslau I. Unser Chanukkahsest, das von eiwa «00 Teilnehmern besucht war, hat In j«der Hinsicht einen erfreulichen Verlauf genommen. Wir erzielten dabei einen Ueberschutz von etwa 200 Mark. II. I Unsere Mitglirderversanmilung fand am 2. Jantiar 1928 in der Gerhart Hauptmann-Loge statt. Sie war von etwa 30! Kameraden besucht und beschäftigte sich in der Hauptsache mit der Aufstellung der Liste für die Neuwahl des Vorstandes. Illi. Unserem Förderer Herrn Lippmann Bloch konnten wir zu seinem jK). Geschästsjubiläum gratulieren. j IV. Am 3. Januar 19Ä8 feierte unser Kamerad Ernst R i e s e v - selb seine Hochzeit, zu der wir ihn telegraphisch beglückwünschten. V. Am 21. Dezember 1927 gaben wir unserem Kameraden Joses Stern, der nach fünf Jahre langen Leiden seinen im Felde erlittenen Verletzungen erlag, das letzte] Geleit. VI. Unsere Generalversammlung, in welcher die Neuwahl der Vorstandes der Ortsgruppe vomunehmcn ist, findet am Sonntag, den 29. Januar 1928, 10,30 Uhr, ist, Saal der „Gesellschaft Eintracht" statt. — Besondere Einladungen mit Tagesordnung ergehen noch. VII. Die nächste Mitgliederversammlung findet am Montag, den 6. Februar 1928, abends 20 K Uhr, in der Gerhart Hauptmann-Loge statt. Besondere Einladungen mit Angabe des Referates ergehen noch. VIII. Die von der BuydeSleitung füV das ganze Reich einheitlich eingeführten Mitgliedskarten > werden den Kameraden. im Laufe des Monats zugestellt. — Die Beitragszahlung.'erfolgt gegen Abgabe einer Wertmarse, die in die Karte cingeklcbt wird. IX. Die Bundeshauptoersammlung hat beschlosien, pro Kopf eines jeden Mitgliedes eine Umlag« von 1 R.-Mk. (50 Pfg. für die Bundesleitung und 50 Pfg. für den Landesverband) zu erheben. Unser Kossenbote wird. diesen Betrag mit den Beiträgen der Ortsgruppe einkassieren. .X. Wir weisen wiederholt daraus hin, daß Adresienoeränderungen sogleich dem Büro (Gartenstmtze «3 von 10—4 Uhr, Telephon: Stefan 39 804) mitgeteilt werden müssen. n Vorbesprechungen U K Wolsgang v. Seif i: Zwischen dem Leusel und dem Rote« Meer- 320 Seiten, 66 Abbild, sind 2 Karten.. Preis 8.50 Mk. Verlaß F. A. Blockhaus, Leipzig. ' Der Verfasser, ein Wiener'Journalist, einer der besten Kenner Westarabiens bericbtet in bissen, sehr gut'ausgestatteten Werke über seine Reisen im Hedjas und an der Küste des DeMen und Asiens, die er in den Jahren 1925 und 1926 in Begleitung des Malers Ludwig Blum aus Brünn als Korrespondent der „Bossischen Zeitung" und der „Neuen Freien Presse" Unternommen hat, eine interessante Schilderung von Land und Leuten, Sitten, Einrichtungen und dynastischen Verhältnissen, die Gegenstand der englischen, .französischen und italienischen Expansionspolitik sind, leine gute 'Einführung zum Verständnis der politischen Verhältnisse des westlichen Arabiens in der Nachkriegszeit. Als „Hinterland" Palästinas hat Arabien, das diese lebendig geschriebenen Reiseberichte, durch zahlreiche Bilder veranschaulicht, uns etwas bckanister machen, für uns besonderes Interesse, zumal es selbst von einem] grofjen ■ 9Jrcje„tfaf> Juden bewohnt ist, deren uns recht fremd anmutende Verhältnisse vom Verfasser geschildert werden. Ein recht iistercssantes Buch, nicht bloß für die reifere Jugend.! R. AUIOPARK FRIEDRICHSTRÄSSE Kavl Doussin "* Einfahrten Neue Schweidnitzer Straße und Höfchenstraße -f Ftrnruf Sttphsn 32 857/58 SDMlalwßrkslfltteö (ür fluto-Reparaturen / ✓ ✓ Dampf - Vulkanisier - Anstalt ✓ ✓ GroBtankstelle Einstellung dauernd und stundenweise Tag und Macht geöffnet Möbeltransport zwischen beliebigen Orten Wohnungstausch Speditionen aller Ort ^®ol£>mann&<$oiX Breslau! 5, T^uentzienplatz 6 empfiehlt sich zur Lieferurig von bester oberfchiestscher Hausbranbkohle, Braunkohlen-Briketts, Steinkohlen - Briketts, Saskvks, Hüttenkoks und Holz. Telefon Pr. Ring 8428 und 8429. /> SesiüäftSzell 8—6 Uhr. /> S(lcfi£izn£agßn^ fäimstSicfotitUiLJbttgert □ SlekfaySBurcr. □ GmstSichuxdd KUpfersdimiedestrOß &hruf:R.898Z.

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