Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 5 (1928)
- Issue
- 1 (1.1928)
- Date
- 1928-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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14 Nr. 1 Bttlltltt JßbischeS 8tnl«t«H<M Lhanukkahfeier im Israelitischen Krankenhause. Am Mittwoch, den 21. Dezember 1927, fand im Sitzungssaale des Israelitischen Krankenhauses die übliche Chanukkahfeier st-tt. Zu diesem Zwecke hatten sich die Mitglieder des Vorstandes mit ihren Damen, die Herren Aerzte, die Schwestern und die sonstigen jüdischen Beamten und Angestellten in dem festlich geschmückten schönen Saale versammelt. Auch der Kommissarius der Snnagogengemeinde, Herr Geh. Iustizrat Goldfeld, die Herren Rabbiner der Synagögen-Gemcinde, der aufsichtsführende Rabbiner des Krankenhauses, Herr Dr. Cohn, und die ehrenamtlich am Krankenhaus tätigen Damen waren als Ehrengäste anwesend. Das Anzünden der Chanukkahlichter hatte Herr Oberkantor Bonn in liebens. würdigster Weise übernommen, der. auch im Laufe desj Abends durch hochkünstlerische^ Gesangsoorträge die Festteilnehmer erfreute. Rach einer Begrüßungsansprache des Vorsitzenden des Vorstandes, Herrn Adolf vanziger, in der er auch ollen Herren Aerzten, Schwestern und Beamten für die aufopferungsvolle Mitarbeit im Dienste des Krankenhauses herzlich dankte, fand ein gemeinsames Festmahl statt, das in angeregtester Weöfc verlies und das durch zahlreiche Reden, sowie durch Tafellieder und sonstige auf'das Chanukkahfest und auf das Krankenhaus bezügliche Vorkräge gewürzt wurde. Das Fest hatte wie immer einen sehr schönen und harmonischen Verlauf und gab aufs Reue einen Beweis für das vertrauensvolle Zusanimenarbeiten des Vorstandes mit den Herren Aerzten, Schwestern und Beamten des Krankenhauses, dieses hervorragendsten Wohltätigkeitsinstituts unserer Synagogengemeinde. Die Kosten der festlichen Bewirtung waren zum größten Teil durch hochherzige Spenden von Mitgliedern des Vorstandes aufgebracht worden. verein für jüdische Geschichte und Literatur. Im Verein für jüdische Geschichte und Literatur spricht am Montag, den 23. Januar, im großen Saale der Lessing-Loge Rabbiner Dr. Emil Levy aus Berlin (früher Straßburg) über „Richard Beer- Hosqkann als jüdischer Dichter". Gäste sind willkommen. (Siehe Inserat). Allgemeine Wohlfahrtspflege Mitteilungen der Ientralwohlfahplsstelle der deutschen luden. Berlin <£ 2, Rosevflraße 2/4. Das im Jahre 1916 gegründete Säuglings- und Kleinkin d e rh e i ist des Jüdischen Frauenbundes in Breslau wurde im vergangenen Jahre aus gemieteten Räumen' in der Stadt in ein eigenes Haus mit großem Garten in einen Villenort verlegt. Ermöglicht wurde diese Verlegung durch den Eintritt der Marcus und Bertha Schottländer-Stiftung. Das Haus bietet Unterkunft für zwanzig di» dreißig Kinder von der Geburt bis zum schulpflichtigen Alter. * * * Am 18. September 1927 konnr^ das Heim für gefährdete israelitische Mädchen (Fürsorge-Erziehungsanstalt). Cöpenick, das dem Deutsch-Jsraelitschen Gemeindebund untersteht, die Feier seines sünfundzwanzigiährigen Bestehens begehen. Während dieses gapzen Zeitraumes hat das Heim unter der Leitung von Fräulein Katz gestanden, die am 1. Oktober d. I. aus Gesundheitsrücksichten in den Ruhestand trat. Die Nachfolge ist Fräulein Erna Staripolsky, bis dahin an einem Töchterpensionat in Hannover tätig gewesen, übertragen worden. Das Heim, das ursprünglich in geniieteten Räumen in Plötzensee untergebracht war, siedelte 1915 in den schönen Bau D. I. G. B. nach Cöpenick über. Im Jahre 1920 wurde den, Verein eine Kleiaki'nderabtcilung angegliedert. In dem Heim waren seit seinem Bestehen insgesamt 265 Mädchen im Alter zwischen 14 und 2p Jahren, die zwischen % Jahr und 7 Jahren in der Anstalt verblieben. Zurzeit befinden sich 27 schulentlassene Mädchen dort. Mit dem Schutz der Jugend in dem vorliegenden Entwurf zu einem Deutschest «Strafgesetzbuch besaßte sich die Deutsche Zentrale für freie Jugendwohlsahrt in der letzten Zeit. Bereits zu dem Strafgefetzentwurs von 1925 hatte die Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilsen Vorschläge zur Verbesserung des Jugendschutzes gemacht, die jedoch bei -1er Neubearbeitung fast unberücksichtigt geblieben sind. Da der neue Entwurf nach Meinung des referierenden Sdchverständigen, Herrn Prosessor Kohlrausch, eher eine Verschlechterung als eine Verbesserung gegen den Entwurf von 1925 zeigt, war es dringend geboten, Verbesierungsvorschläge bei den verschiedenen maßgebenden Stellen einzureichen. Dies ist unter Zustimmung aller der Zentrale angeschlossenen Verbände inzwischen geschehen. Die Vorschläge^ die sich hauptsächlich mit den Fragen der Kindermißhandlung, Vernachlässigung, Ausnützung zu unsittlichen Zwecken usw. befassen, liegen im Druck vor und können von der Z. W. St. oder von der Deutschen Zentrale für freie Jugendwohlsahrt, Charlottenburg, Goethestraße 22, zum Preise von 20 Psg. für ein Stück bezogen werden. * Die Anträge auf Gewährung der sozialen Wohlsahrtsrente seitens der Einrichtungen der jüdischen Wohlsahrtspslege (Anstalten, Stiftungen und Vereine) liege» den zuständigen Ausschüssen für die soziale Wohlsahrtsrente zur Begutachtung und Entscheidung vor. Die ZeMralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden steht in enger Fühlungnahme mit den Ausschüssen, berät sie in den einzelnen zweifelhaften Fällen^ veranlaßt die Ergänzung unzureichender Anträge usw. Welches Refultat die soziale Wohlsahrtsrente für die jüdischen Wohlsahrtseinrichtungen ergeben wird, läßt sich zurzeit noch nicht übersehen, da bisher nur ein Teil der gestellten Anträge durch die Ausschüsse erledigt und genehmigt worden ist. Gegen die von der begutachtenden Stelle obgelehntcn Anträge wird von der Zentralwohlsahrtsstelle prinzipiell das Beschwerdeverfahren im Einvernehmen mit den Antragstellern durchgeführt. Ein großer Teil der Beschwerdeschriften ist den zuständigen Ausschüssen bereits zugeleitet worden? Anträge auf Gewährung der sozialen Wohlfahrtsrente, die bis zur Einreichungsfrist vom 31. Mai 1927 nicht an den Ausschuß eingereicht wurden, können bei ausreichender Begründung der Fristversäumnis durch die Zentralwohlsahrtsstelle mit einem Gesuch an das Reichsfinanz- >ninifterium nachträglich angemeldet werden. >. * * * Der Verband Bdrlin des Jüdischest Frauenbundes eröfsnete im November in einem Hache Großbeerenstraße das erste Kleinalters-, heim. Das Heim, dar Balkon und Garten hat, bietet acht Insassen in Einzelzimmern Platz. )Es ist gedacht als ein Familienheim für solche alten Leute, die noch über Renten, die jedoch für ein Alleinwohnen nicht ausreichen würden, vertilgen, ferner für diejenigen, deren Unterhalt von ihren Angehörigen bestritten wird. Der Preis beträgt monatlich 125 Mark. Die Errichtung weiterer Kleinaltersheime in anderen Stadtteilen ist geplant. Anfragen werden an den Verband des I. F. B., Rosenftraße 2/4. erbeten. i* „ * rJ. Friede Mt’ laplftsklft: Sirtwtr. IS. FiBile: larttUK II Fernruf Ring 6366 M Kannen Pfand nur I Uerk Utait Barben Ltknit Wesen lAa* Dressen im Bediie im Sdileten LMt r«Teilen FiUi IbBCT SUBerMdM fnwta l«n»4uf ■Sch sadl »iriiU C. Herrmann Waaeen-Fabrflc ktäm 1. Ina Mm 31 Inserate in unserem Blatte erzielen die größten Erfolge! 3 Dinge, die Jeder brancht: Lavendelseife, 150g schw., 0.40 Mk. Zahnbürsten von 0.40 bis 1.50 Mk. Zahnpasten aller Marken Liebis-Drogerie Apotheker R.S. 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